| KARTE | "SYGNEFJELL" BLATT 1518 III |
| KARTENREFERENZ | MP493 461 |
| ERSTBESTEIGUNG | |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| KOMMUNE | SKJÅK |
Der Midtre Holåtind ist der höchste der drei bemerkenswert gleichen "Schwestern", welche nur 8 Höhenmeter zwischen der kleinsten und größten trennen. Die Holåtindane liegen auf dem Bergrücken zwischen dem Tundradalen und dem Lundadalen in Breheimen. Sie sind tolle Skibesteigungsziele und auch zu Fuß leicht erreichbar.
Tourberichte:
Ostertour
2001 von Julia und Morten
Des Frühlings schönstes Skimärchen von Dagny
Hovi
Aufstieg:
Von Sota Sæter:
Von Sota Sæter fogt man dem markierten Wanderweg in Richtung Nørdstedalsseter (JS73),
bis man zu der Weggabelung kommt, an der die Route nach Trulsbu abzweigt. Das
einfachste ist, von hier aus ostwärts an der rechten Seite des Holåbreen und
links unter der Höhe von gut 1800 m zu gehen, den Gletscher an seiner
schmalsten Stelle zu überqueren und über den Südrücken aufzusteigen.
Vom Gipfel aus kann man gletscherfrei und verhältnismäßig leicht ost- bis
nordostwärts auf den Østre Holåtind
gelangen.
Winter: Auf Skiern führt die
einfachste Route ab Sota Sæter hoch zu den Seen Sottjørnin und weiter
südostwärts in einem Bogen oberhalb des Tundradalsbotnen und etwas hinunter zu
den Grøntjørnin. Von hier aus geht es in gleichmäßiger Steigung zur
Gletscherkante, die man südlich der Ytre Gjelhøi erreicht. Hochzu sollte man
sich auf dem Rücken der Ytre Gjelhøi halten und nicht im Gletschertal
hochgehen (wegen der potentiellen Lawinengefahr und der bessereren
Höhenausnutzung).
Hat man die Gletscherkante erreicht, liegen einem alle drei Holåtindane zu
Füßen. Den Midtre Holåtind kann man verhältnismäßig gut von Westen, Osten
und Süden besteigen, den Vestre am besten über den Nordrücken und den Østre
u.U. über den Südwestrücken. Auch eine Traverse über alle Holåtindane ist
mit Skiern möglich, vorzugsweise von Ost nach West.
Auf der ganzen Tour sind Skifelle von unschätzbbarem Wert, denn ab Sota sind es
immerhin etwa 1400 Höhenmeter, und da man zwischendurch auch immer noch mal
etwas bergrunter muß, kommt man schnell auf 1700 für nur einen Gipfel; bei
dreien werden es gut 2000.
Runterzu kamm man erwägen, im Gletschertal abzufahren, wo wahrscheinlich die
besseren Schneeverhältnisse für eine Abfahrt herrschen. Unten auf dem
Grøntjørni bieht man dann Richtung Tundradalsbotnen oder umrundet die Höhe
1591 m (in sicherem Abstand zur Schneewächte im Flußtal!) und biegt im
Tundardalsbandet nord- und später nordwestwärts in Richtung Sottjørnin.
Von Trulsbu:
Trulsbu ist nur zu Fuß erreichbar (vom Parkplatz
im Lundadalen ist es ein guter Tagesmarsch), doch ist man erst einmal
hier, ist dies der einfachste und kürzeste Ausgangspunkt für eine Besteigung
des Midtre Holåtinds. Man folgt zuerst dem Wanderweg in Richtung Nørdstedalsseter
in den Bergkessel hinein (JS74).
Hier drin verläßt man den Weg und hält sich rechts des Flüßchens bergan.
Man folgt dem Berghang hinauf, wo er am wenigsten steil ist und hält auf den
Sattel zwischen dem Midtre und Østre Holåtind zu. Alternativ kann man auch auf
dem kleinen Gletscher östlich des Gipfels zum Sattel gelangen. Das letzte
Stück führt über den Ostrücken zum Gipfel.
Vom Sattel aus gelang man auch einfach zum Østre
Holåtind (gletscherfrei), und vom Gipfel des Midtre weiter
westwärts zum Vestre Holåtind
(Gletscherpassage).
Von Nørdstedalsseter:
Folgen Sie dem Wanderweg in Richtung Trulsbu (JS74)
bis zu dem See auf 1431 m Höhe. Hier biegt man nordwärts und umrundet den
östlichen Ausläufer des Holåbreen, um dann westwärts den Südrücken zu
erreichen, über den man zum Gipfel aufsteigt.
Von Sota Sæter oder Nørdstedalsseter ist eine Besteigung der Holåtindene eine
ziemlich lange Tagestour, die ein wenig Kondition fordert.
| KARTE | "SYGNEFJEL" BLATT 1518 III |
| KARTENREFERENZ | MP420 466 |
| ERSTBESTEIGUNG | ? |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| KOMMUNE | SKJÅK |

Der Østre Holåtind ist der zweithöchste der drei bemerkenswert gleichen "Schwestern", welche nur 8 Höhenmeter zwischen der kleinsten und größten trennen. Die Holåtindane liegen auf dem Bergrücken zwischen dem Tundradalen und dem Lundadalen in Breheimen. Sie sind tolle Skibesteigungsziele und auch zu Fuß leicht erreichbar.
Aufstieg:
Von Trulsbu:
Trulsbu liegt einen guten Tagesmarsch vom nächsten Parkplatz (im
TLundadalen) entfernt, doch ist unzweifelhaft der beste Ausgangspunkt für eine
Besteigung des Östlichen Holåtinds.
Man folgt zuerst dem Wanderweg in Richtung
Nørdstedalsseter in den Bergkessel hinein (JS74).
Hier drin verläßt man den Weg und hält sich rechts des Flüßchens bergan.
Man umrundet sozusagen den Steilhang zum Bergkessel und folgt dem Berghang
nordostwärts hinauf zur Schulter östlich des Gipfels. Dann biegt man
nordwestwärts und folgt dem Ostrücken zum Gipfel.
Vom Gipfel gelangt man leicht weiter westwärts zum Mittleren
Holåtind, während man um zum Westlichen
Holåtind zu kommen eine Gletscherpassage überwinden muß.
War man anschließend auf dem Mittleren Holåtind, kann man den Rückweg so
legen, wie unter Aufstieg unter diesem beschrieben.
Von Tundradalssetri:
Dies ist eine lange Tour, auf der man unterwegs auch die Hestedalshøgdi
(2091 m) mitnehmen kann. Man schrägt an der Bergseite südwärts
bergan und hält auf den Einschnitt östlich der Gjelhøi (1982 m) zu (will man
erst zur Hestedalshøgdi, biegt man etwas mehr südöstlich).
Auf dem Sattel östlich der Gjelhøi betritt man den Gletscher, den man in
Richtung Westfuß des Østre Holåtinds überquert. Von hier aus ist der Gipfel
verhältnismäßig leicht erreichbar.
Von Nørdsetdalsseter:
Siehe Beschreibung unter Mittlerer Holåtind
Winter: Siehe Beschreibung unter Mittlerer Holåtind von Sota Sæter.
| KARTE | "SYGNEFJELL" BLATT 1518 III |
| KARTENREFERENZ | MP388 461 |
| ERSTBESTEIGUNG | ? |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| KOMMUNE | SKJÅK / LUSTER |
Der Vestre Holåtind ist der niedrigste der drei bemerkenswert gleichen "Schwestern", welche nur 8 Höhenmeter zwischen der kleinsten und größten trennen. Die Holåtindane liegen auf dem Bergrücken zwischen dem Tundradalen und dem Lundadalen in Breheimen. Sie sind tolle Skibesteigungsziele und auch zu Fuß leicht erreichbar.
Aufstieg:
Von Sota
Sæter:
Folgen Sie dem markierten Wanderweg in Richtung Nørdstedalsseter (JS73)
bis ungefähr halbwegs entlang des Sees Illvatnet. Von hier aus kann man in dem
Tal westlich der Höhe 1672 m aufsteigen und weiter nordostwärts über den
Sürücken zum Gipfel gelangen.
Es ist möglich, weiter ostwärts zu den anderen beiden Holåtindane zu gelangen
(etwas steil das ersten Stück vom Gipfel runter über den
Nordostrücken), doch
man muß den Gletscher (Ausrüstung!) überqueren, um ohne große Umwege zum Mittleren
Holåtind zu gelangen.
Von Trulsbu:
Siehe unter Mittlerer Holåtind
und weiter über das Gletscherband und den Nordostrücken zum Gipfel.
Gletscherausrüstung! Alternativ kann man auch südwestlich des Mittleren
Holåtinds auf der Gletscherzunge aufsteigen und über den Südrücken auf den
Gipfel gelangen.
Von Nørdstedalsseter:
Folgen Sie dem Wanderweg in Richtung Sota Sæter (JS73)
bis zum Illvatnet und steigen Sie östlich der Höhe 1672 m nordostwärts über
den Südrücken auf.
Es ist möglich, weiter ostwärts zu den anderen beiden Holåtindane zu gelangen
(etwas steil das ersten Stück vom Gipfel runter über den Nordostrücken), doch
man muß den Gletscher (Ausrüstung!) überqueren, um ohne große Umwege zum Mittleren
Holåtind zu gelangen.
Winter: Siehe Beschreibung unter Mittlerer Holåtind von Sota Sæter.
Eigene Erlebnisse: Tagestour am
Karfreitag 2001 zu den Holåtindene
Wir waren am Gründonnerstag mittag in Sota Sæter angekommen und hatten an
jenem Nachmittag eine erste Orientierungstour unternommen, da wir zum
allerersten Mal in der Gegend waren.
Am Freitag um 07.00 Uhr morgens klingelte uns der Wecker aus dem Schlaf, ja Sie
lesen richtig, denn an diesem Tag wollten wir nicht zu spät aufbrechen und
hatten deshalb trotz der Ferien den Wecker gestellt.
Wir waren demnach auch die ersten im Frühstücksraum. Die Gäste in Sota Sæter
waren über diese Ostern hauptsächlich Ältere und Familien mit kleinen
Kindern, die hier Standortferien machten und hatten offensichtlich nicht den
innerlichen Wunsch, die ersten beim Frühstück zu sein, weshalb wir auch
während des ganzen Frühstücks fast allein blieben.
Wir deponierten den Zimmerschlüssel an der Rezeption und sagten, wir würden
gegen 21.00 Uhr, spätenstens 22.00 Uhr zurück sein.
Es war nur eine Tagestour, doch mit einer großen Kameratasche, warmen Pullovern
(für die Abfahrt und Pausen) und einem Teil Sicherheitsausrüstung wurde der
Rucksack trotzdem schnell schwer, und es war ein unschätzbarer Vorteil, auf dem
Firn die ersten 700 steilen Höhenmeter hoch Steigfelle zu haben.
Das Wetter war leider nicht ganz so, wie es vorhergesagt worden war und wir
gehofft hatten. Es war teilweise bewölkt, und von Norden her blies ein eisiger
Wind. Wir verloren jedoch deswegen nicht die gute Laune und schwitzten uns
unverdrossen die laaaange Steigung hinauf
.
Oben am Auslauf des Sottjørnin machten wir eine kurze Pause
und nahmen die Felle ab. Die Sonne begann, aus den Wolken hervorzuschauen, und
der Wind hatte sich etwas gelegt. Über der zugefrorenen Fläche lag ein Teppich
einladender Pulverschnee, der nur darauf wartete, daß unsere Skier Spuren in
ihn machen würden.
Beständig neue Fotomotive tauchten auf: die Tverrådalskyrkja
,
die Tundradalskyrkja
und die Lodalskåpa
.
Gestern hatten wir eine Gruppe Skjåkværinger (Leute aus Sjåk, mit
unverkennbarem Dialekt) getroffen. Sie wollten hier oben am Sottjørnin in einer
Hütte der Sjåk Gebirgsaufsicht übernachten, um ebenfalls heute die
Holåtindene zu besteigen. Nun, nach 750 anstrengenden Höhenmetern, trafen wir
auf ihre Spuren, wo sie frisch und ausgeruht gestartet waren. Kaum nötig, zu
erwähnen, daß wir neidisch waren!
Wir wählten die Route, die auf der Karte am ökonimischsten aussah, d.h. am
Höhenmeter sparendsten, doch wegen dem unnormal schneearmen Winter in Breheimen
und vielen Geröllstellen, die bloß lagen, zeigte es sich, daß es nicht der
schlauste Weg war.
Wir passierten nördlich der Höhe 1591 m, mußten wieder etwas hinunter zum Grøntjørni
und namen dann den langen Aufstieg zur Ytre Gjelhøi (1943 m) in Angriff. Die
Felle hatten wir schon vor der flachen Zwischenpartie abgenommen, und nun ging
es viel im Zickzack und Fischgrätenschritt, bevor wir endlich ganz schön
geschafft die Kante des Holåbreen erreichten.
Von hier aus sahen wir zum ersten Mal alle drei Holåtindene auf einmal. Drei
"kleine" Hüte, die da in Reih und Glied aus dem Gletscher aufragen,
und sich zudem sehr ähnlich sehen und fast gleich hoch sind. Der Schnee auf dem
Gletscher war uneben und vom Wind aufgeschichtet, dazu sehr kompakt und trocken,
so daß die Skier sehr schlecht glitten. Wir bogen südlich zum Westlichen
Holåtind (2039 m). Zuerst mußten wir ein kurzes steiles Stück hinunter auf
die Gletscherebene, bevor ein langer Schneerücken relativ flach bis fast zum
Gipfel hinauf führte. Das letzte Stück nahmen wir die Skier ab und gingen zu
Fuß weiter. Mittlerweile waren alle Wolken verdunstet und die Aussicht vom
Gipfel war wirklich fantastisch: zu den anderen beiden Holåtindene
,
zum Jostedalsbreen mit der Lodalskåpa (2083 m), zu den Tafjordfjella und
Reinheimen mit u.a. dem Pyttegga (1999 m) und der Gråhø (2014 m), weiter weg
im Norden konnten wir das Dovrefjell sehen, und im Süden lag natürlich Jotunheimen
mit Hurrungane als Blickfang. Schnee, Gletscher und Berge in alle Richtungen.
Und außerdem: das wilde, tiefe und steile Fortunsdalen direkt im Süden
.
Leider war es viel zu kalt, um lange auf dem Gipfel zu bleiben
.
Wir machten die Fotos, die wir haben wollten und beeilten uns, wieder auf den
Gletscher zu kommen.
Ich war nach dieser Gipfelerrungenschaft zufrieden mit dem Tag, und Morten sah
auch keinen Grund, auf Biegen und Brechen alle drei Gipfel in seiner Sammlung
haben zu müssen. Wir entschlossen uns daher, zum Fuß des Mittleren und
höchsten Holåtinds (2047 m) runterzufahren, um dort einen schönen Rastplatz
im Windschatten zu suchen. Morten wollte dann kurz allein auf den Midtre
Holåtind
,
während ich mit der Schneeschaufel unsere Sitzbank "baute".
zeigt den Blick vom Gletscher zum Westfuß des Mittleren Holåtinds und weiter
in Richtung Hurrungane.
Am Fuß des Mittleren Holåtinds trafen wir die Gruppe Skjåkværinger wieder.
Sie hatten mit dem Östlichen Holåtind begonnen und kamen nun gerade vom
Mittleren herunter, um als letztes den Vestre zu erklimmen.
Als Morten vom Gipfel zurückkam, genossen wir etwas warmes zu Trinken aus der
Thermoskanne und eine Tafel Schokolade. Eine kurze Weile war es windstill, doch
bald hatte uns der Wind gefunden (das ist immer so) und wir packten zusammen, um
nicht einzufrieren.
Hinunter wählten wir diesmal das Gletschertal, denn die Skjåkværinger hatten
das auch getan, und genossen eine Traumabfahrt in 20 cm Pulverschnee die 400
Höhenmeter zum Grøntjørni hinunter. Definitiv der Höhepunkt der ganzen Tour
!
Unterwegs tauchten immer neue Fotomotive auf, während die Sonne tiefer sank und
die Schatten länger wurden
.
Wir fuhren ganz bis auf den See hinunter und umrundeten die Höhe 1591 südlich
am Hang. Dies war etwas länger, doch wir sparten uns alle Partien mit
Zickzackgehen zwischen den bloßen Steinen.
Oben am Hang oberhalb Sota Sæters begannen wir zu merken, daß wir lange
unterwegs gewesen waren, und die letzten 700 Höhenmeter runter zur Hütte
(davon gut 300 durch dichten Birken- und Kiefernwald) waren nicht sehr spaßig.
Die Oberfläche des Schnees war festgefroren, doch man sank immer gerade bis
unter die feste Schicht durch, so daß Kurvenfahren ein Kraftakt wurde, den die
Beine nicht mehr mitmachten. Diese Abfahrt dauerte lange, doch wir kamen kurz
vor 21.00 Uhr heil unten an, fast 12 Stunden nach unserem Aufbruch.
Wir waren nach dieser Gewalttour nicht einmal groß hungrig und aßen die
restlichen Pausenbrote als Abendessen. An diesem Abend gingen wir früh
schlafen.
Skitour zu den Holåtindene. (Von Dagny Hovi. Wiedergabe mit Genehmigung des VTFL. Frei übersetzt von Julia Jacob.)
Des Frühlings schönstes Skimärchen.
Am Freidag Nachmittag, den 11. Mai, packten wir, das sind Arne Magnus und
Unterzeichnende, ganz schnell die Rucksäcke mit der Skiausrüstung.
Die Fahrt ging nach Sota Sæter, wo wir uns mit Marit und Erik W. treffen
wollten. Dort würden wir dann jeder auf unsere Tour gehen: Arne Magnus und ich,
die wir noch immer hungrig nach 2000ern sind, hatten die Holåtindane und die
Hestdalshøgdi zum Ziel, während Erik und Marit die Höhenmeßlatte etwas
tiefer steckten und zur Tundradalskjyrkja wollten.
Als wir in Sota ankamen, fuhren wir mit zwei Autos zurück nach Nybu, wo das
eine Auto auf einem Waldfahrweg unter der Skjellhovden abgestellt wurde, wo
unsere Tour enden sollte.
Am späten Abend zurück in Sota genossen wir die gemütliche, besondere
Atmosphäre, die diese schöne Berghütte prägt. Wir schliefen in einer großen
Hütte mit guten Betten, und niemand wurde in dieser Nacht von irgendwelchen
Schnarchern gestört.
Das ausgiebigen Frühstück am frühen Samstagmorgen genossen wir mit Andacht
und Dankbarkeit. Hier ließ es sich aushalten! Anschließend stellte es sich
heraus, da das Packen am Vortag doch etwas zu fix gegangen war, denn sowohl
Gamaschen als auch Handschuhe fehlten im Rucksack. Das spielte allerdings keine
große Rolle, denn die Rezeption war auf solche Fälle vorbereitet, und wir
konnten das Gewünschte dort erstehen (allerdings nur in Größe XL). Also, das
neue Zeug schnell angezogen und als erste Truppe von allen auf den Weg gemacht!
Wir hatten einen langen Marsch vor uns.
Die Sonne schien von einem klaren Himmel; bereits in den ersten Morgenstunden
wärmten ihre Strahlen gut. Dies sah vielversprechend aus! Hoffentlich würde es
nicht allzu warm werden. Wir ließen uns mit dem langen Aufstieg von Sota zum
Veslfjellhaugan gut Zeit, bogen dann in Richtung Tundradalsbandet und stiegen in
dem Einschnitt zwischen der Ytre Gjeløi und dem Vestre Holåtind zur
Gletscherkante auf. Von hier aus wandten wir uns rechts und bestiegen zuerst den
Vestre Holåtind (2029 m), wo wir die Skier abschnallten und mittels Steigeisen
zum Gipfel gelangten. Heil wieder bei den Skiern angekommen, hatten wir eine
schöne Abfahrt über den Holåbreen zum Midtre Holåtind. Hier nahmen wir die
Skier auf den Rücken und stiegen zur 2047 m-Marke auf. Arne Magnus mit seinen
tollen Telemarskiern hatte in dem engen Einschnitt jenseits des Gipfels eine
elegante Abfahrt, doch ich mit meinen Bergskiern nahm es bergab etwas mehr mit
der Ruhe. Auf den Austre Holåtind mit seinen 2043 m gingen wir wieder zu Fuß,
doch das bereuten wir, als wir den Gipfel erreichten. Der Schnee begann weich zu
werden, wir brachen mehr und mehr durch, und auf der anderen Seite hätten wir
eine schöne Abfahrt gehabt. Darüberhinaus wäre es kürzer gewesen, denn wir
wollten ja noch weiter ostwärts über den Gletscher zur Store
Hestedalshøgdi.
Zeitweise wehte während der Gletscherüberquerung ein kräftiger Wind, doch auf
den Gipfeln war es windstill gewesen. Deshalb bemerkte ich auch erst hier, daß
ich auch meine Mütze vergessen hatte. Allerdings hatte ich bei diesem schönen
Wetter meine Shorts dabei, und die durfte dann für den Rest des Tages ihren
Dienst als Turban tun. Sie wärmte in der Tat ziemlich gut!
Die Tour über den Gletscher hinüber zur Hestdalshøgdi (2091 m) war weit und
langweilig. Doch dieser Eindruck wurde berichtigt, als wir endlich den Gipfel
erreichten. Auf der anderen Seite erwartete uns ein toller Berghang, bedeckt von
einem unberührtem Teppich von Puderschnee. Juchei, wie die Skier über den
jungfräulichen Schnee glitten und schön geschwungene Spuren zurückließen!
Diese herrliche Abfahrt bildete einen krönenden Abschluß für diesen Tag. Wir
hielten uns zwischen zwei Bachläufen, dem Kvittingi östlich des Skjellhovden
und trafen genau auf den Waldweg, wo das Auto stand.
Insgesamt brauchten wir für die etwa 50 km weite Tour 11 Stunden, und wir waren
zufrieden und kaputt. Und hinter uns lagen die Holåtindane rein und schön in
ihrer Schneepracht in der Abendsonne.
Dagny Hovi.