TROLLTIND (ehem. SAGTIND) - 2018 METER

KARTE RONDANE BLATT 1718 I
KARTENREFERENZ NP372 654
ERSTBESTEIGUNG 1905 (THONER)
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
LANDKREIS DOVRE

Gipfel im Smiubelgen-Massiv. Der Sagtind ist wahrscheinlich der unzugänglichste der 2000er Rondanes, aber trotzdem nicht speziell schwierig zu besteigen.

Aufstieg:
Von Rondvassbu folgt man dem Weg in Richtung Dørålseter durch das Langholet (RS01), bis man zum Langholvatnet kommt, der ca. eineinhalb Kilometer nördlich des Sagtinds liegt. Hier verläßt man den Weg und folgt der Südwestseite des Sees, bevor man im Nordwesten auf den Bergrücken abbiegt, dem man bis zum Gipfel folgt. Es gibt einige senkrechte Abschnitte, die auf dem Weg nach oben umgangen werden müssen. Rechnen Sie rund 8 Stunden hin und zurück von Rondvassbu. 
Von Dørålseter folgt man dem Weg nach Rondvassbu durch das Langholet (RS01), verläßt diesen jedoch bei der Langholsskridu. Der Bach wird überquert, und man hält auf den Nordrücken des Sagtinds zu. Diesem folgt man durch steiles Geröll zum Gipfel. Es gibt einige senkrechte Abschnitte, die auf dem Weg nach oben umgangen werden müssen. 
Über den Südrücken: Man folgt der Route RS01 von Rondvassbu zum Einschnitt zwischen dem Steet (1996 m) und dem Stormseden, von wo aus man rund 500 Meter durch Geröll zum Grat zwischen dem Steet og dem Sagtind an der Bergwand entlanggeht. Bis zum Gipfelpunkt bei 1897 m geht es recht leicht, wird dann jedoch zum Einschnitt südlich des Gipfels und zu letzterem empor immer exponierter und schwieriger. Dies ist eine Route, die am besten nur bei schönem Wetter und von erfahrenen Bergwanderern unternommen werden sollte. Seien Sie vorsichtig wegen loser Steine.

 

 

STORSMEDEN - 2016 METER

KARTE RONDANE BLATT 1718 I
KARTENREFERENZ NP388 643
ERSTBESTEIGUNG ?
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
LANDKREIS DOVRE / SEL

Gipfel im Smiubelgen-Massiv. Der Storsmeden ist der anspruchsvollste der 2000er Rondanes, ohne jedoch speziell schwierig zu sein, und ist vor allem von Süden und mit dem ersten Schnee ein toller Anblick. 

Aufstieg:
Von Otta kommend, kann man auf dem Parkplatz Spranget an der Nationalparkgrenze das Auto abstellen. Von dort folgt man Schotterstraße links in Richtung Store Ula, anstatt den gewöhnlichen Weg nach Rondvassbu zu gehen. Die Store Ula wird auf einer Brücke überquert, bevor die Straße in einen Weg übergeht. Diesem folgt man nicht weit vom Fluß rund 2 Kilometer, bis man zur Krokutbekkhytta kommt (hier unten am Fluß gibt es tolle Zeltplätze). Nun folgt man der Ostseite des Krokutbekken ein Stück. Nach einer Weile hält man sich mehr nördlich über die Hochebene zum Kaldbekkbotnen. Bei klarem Wetter ist das leicht zu finden, da der Eingang in den Bergkessel von den schwarzen Wänden des Svarthamaren und des Steet bewacht wird. Von der Krokutbekkhytta bis zum Eingang in den Kaldbekkbotnen sind es etwa 5-6 km in nördlicher Richtung. Hier obengibt es nur noch Steine und keine andere Vegetation als Flechten und den einen oder anderen Moosfleck. Trotzdem ist diese Steinwelt im Kaldbekkbotnen auf ihre Weise faszinierend, und einige kleine Seen brechen die Monotonie etwas auf. Von hier drinnen im Kessel wirken Stor- und Veslesmeden regelrecht majestätisch. Im Kaldbekkbotnen trifft man auf den Weg zwischen Rondvassbu und Dørålsseter (RS01), dem man zum Einschnitt westlich des Gipfels folgt. Ab hier ist es steil, und einige Abschnitte muß man mit Händen und Füßen klettern, bevor man auf dem Gipfel steht. Oben bietet sich eine spannende Aussicht, besonders zu der umliegenden, verwitterten Landschaft des Smiubelgen. 
Vom Gipfel aus kann man den Grat hinunter und weiter hinüber zum Veslesmeden gehen, eine etwas "luftige" Tour. Besonders vom Storsmeden hinunter kann es für einige problematisch sein. Passen Sie auf lose Steine und Schutt auf. Ansonsten ist es für erfahrene Bergwanderer eine schöne Traverse in Rondanes wildester Ecke. 
Von Rondvassbu folgt man dem Weg in Richtung Dørålseter durch das Langholet bis zum Einschnitt westlich des Gipfels. Ab hier ist es steil, und einige Abschnitte muß man mit Händen und Füßen klettern, bevor man auf dem Gipfel steht.

Eigene Erlebnisse:
Es war ein Tag im August 1998, als ich  (Morten) meinen ursprünglichen Plan, das Boot über den Bygdin nach Torfinnsbu zu nehmen, um den Østre Torfinnstind zu besteigen, verwarf, und statt dessen impulsiv in Richtung Rondane fuhr, weil das Wetter dort drüben viel besser aussah. Ich parkte am Spranget (an der Nationalparkgrenze bei Mysuseter) und ging ziemlich direkt auf den Gipfel zu. Die ersten Kilometer konnte ich Pfaden und Wegen folgen, doch nach und nach ging dies nicht mehr. Mittlerweise sah das Wetter unstabil aus, es war zwar schön, aber es kamen immer neue Wolken von Westen angesegelt, und die ersten hatten schon begonnen, sich um den Gipfel des Rondeslottet zu sammeln. Drinnen im Bergkessel des Kaldbekkbotnen erwartete mich eine faszinierende Landschaft; eine Welt grauer, steiniger Abhänge, umgeben von dunklen Bergwänden, wo nur der ein oder andere graublaue See die fast perfekte Monotonie ein bißche auflockerte. Mitten drin thront der Storsmeden, mein Ziel am heutigen Tag. Von hier aus folgte ich dem markierten Weg von Rondvassbu ein Stück aufwärts in Richtung des Einschnitts westlich des Gipfels, stieg aber bald, bevor ich zum Einschnitt gelangte, direkt im steilen Geröll in Richtung Gipfel auf. Kurz unter dem Ziel sah ich einen älteren Mann, der offensichtlich auch auf dem Weg zum Gipfel war, denn auch er kletterte im Geröll bergan. Noch ein bißchen klettern, und ich stand oben an der Gipfelmarkierung. Die ganze Zeit über kamen drohende Wolken, eine dunkler als die andere, von Westen herangezogen, aber die ließen den Smiubelgen zum Glück in Ruhe und legten sich statt dessen um das Rondeslottet und den Storronden. Ich rechnete jeden Augenblick damit, daß auch der ältere Mann, den ich gesehen hatte, auf dem Gipfel auftauchen würde, aber er kam nicht, und so viel ich auch nach ihm Ausschau hielt, bekam ich ihn nicht mehr zu Gesicht. Ich hoffe doch, daß er heil nach Hause gekommen ist. Vom Einschnitt aus ging ich noch ein Stück westwärts zum Grat in Richtung Sagtind, kehrte dann aber um, weil ich erstens allein war (es sah ganz schön schwierig aus), und zweitens weil mir die Zeit davonzulaufen begann. Auf dem Abstieg ging ich über den Steet (1996 m), der auf mich mindestens ebenso hoch wie der Storsmeden wirkte, und weiter auf dem Südostausläufer und später auf einem verharschten Schneefeld steil in den Klarabotnen hinunter. Eine gute Stunde später kam ich herrlich kaputt, wie man das nach einer schönen Tour sein soll, am Auto an. 

 

 

VESLESMEDEN - 2015 METER

KARTE RONDANE BLATT 1718 I
KARTENREFERENZ NP398 651
ERSTBESTEIGUNG ?
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT
LANDKREIS DOVRE

Gipfel im Smiubelgen-Massiv. Der Veslesmeden ist zusammen mit dem Storronden wahrscheinlich der leichteste 2000er Gipfel Rondanes. Von Rondvassbu aus ist es eine schöne Tour von rund 4 Stunden hoch und runter auf markiertem Weg.  

Aufstieg:
Von Rondvassbu folgt man der Schotterstraße einige hundert Meter südwärts, bevor man die Store Ula auf einer Brücke überquert. Direkt hinter dem Fluß stößt man auf eine Weggabelung, wo es links zur Peer Gynt hytta geht (RS04), während der rechte Weg auf einer Bretterkonstruktion über den Kaldbekken und weiter u.a. zum Veslesmeden führt. Rund einen Kilometer geht man gleichmäßig bergan und kommt zu einer neuen Weggabelung. Hier biegt links der Weg nach Dørålseter durch das Langholet ab, während der Weg zum Veslesmeden rechts den Rondehalsen hinauf führt. Das Gelände wird immer steiniger, und nach ca. 2 km erreicht man eine erneute Weggabelung. Hier geht es geradeaus ins Rondvassdalen hinunter und weiter nach Dørålseter (RS01), während die markierte Route zum Veslesmeden nach links im Geröll bergan schrägt. Man erreicht zuerst die Höhe von 1871 m, bevor man ca. nach einem halben Kilometer durch recht flaches und leichtes Steinterrain zum Fuß des Veslesmeden gelangt. Die letzten gut hundert Höhenmeter muß man sich ein steiles Geröllfeld hinaufkämpfen, was jedoch gut zu schaffen ist. Erst oben auf dem Gipfel bekommt man das gute, etwas "luftige" Gipfelgefühl und eine tolle Aussicht über den Rest von Rondane. 
Vom Gipfel aus kann man weiter die Traverse über den Grat zum Storsmeden unternehmen. Diese Etappe ist ewas anspruchsvoller, vor allem das letzte Stück zum Storsmeden hinauf. Die Traverse paßt nicht für Leute mit Höhenangst, ist aber eine abwechslungsreiche Alternative für diejenigen, die etwas Bergerfahrung und das Gefühl haben, vom Veslesmeden noch nicht so richtig herausgefordert worden zu sein.