| KARTE | MØRKRISDALEN 1418 II |
| KARTENREFERENZ | MP306 463 |
| ERSTBESTEIGUNG | H.N. WERGELAND, 1842 |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MIDDELS |
| LANDKREIS | SKJÅK / LUSTER |

Die Tverrådalskyrkja ist ein scharfer und isoliert gelegener
Berggrat im zentralen Breheimen nördlich des Gletscherkomplexes Harbardsbreen /
Fortundalsbreen. Besonders schön sieht sie von Norden aus, 1300 Höhenemeter
unterhalb bei Sota Sæter und dem Liavatnet, oder von Nordosten aus mit den
steilen Berghängen über dem Fortundalsbreen.
Weil die Tverrådalskyrkja so isoliert liegt, bietet sich von ihrem Gipfel eine
fantastische Aussicht über den Jostedalsbreen, Breheimen, Jotunheimen und noch
viel mehr. Sie ist definitiv einer der besten Aussichtsgipfel der Region
Breheimen, und gleichzeitig einer der schönsten zum Ansehen.
Alle Routen auf die Tverrådalskyrkja (mit Ausnahme des ausgesetzten und anspruchsvollen Nordrückens) beinhalten kürzere oder längere Gletscherpassagen. Gletscherausrüstung und -erfahrung ist deshalb unter normalen Umständen eine Vorraussetzung für die Besteigung der Tverrådalskyrkja.
Aufstieg:
Fra Sota Sæter:
Von Sota
Sæter folgt man dem Wanderweg in Richtung Fortundalsbreen /
Nørdstedalsseter. Ca. 1 km oberhalb Sota Sæters teilt sich der Weg. Hier hält
man sich rechts schräg zum Hang aufwärts in Richtung Tverrådalen und in
diesem ein kurzes Stück aufwärts, u.a. an einem kleinen See auf 1170 mH
vorbei.
Nach und nach gelangt man aus dem Tverrådalen heraus, und der Weg geht
südlich bergan in Richtung Steindalstjønne, die auf gut 1400 mH liegen, und
weiter bergan bis zur Gletscherkante. Hier muß man einen Teil des
Fortunsdalsbreen überqueren, bevor man zum Fuß des Ostrückens gelangt, dem
man relativ unschwer zum Gipfel hinauf folgt. (Das
letzte Stück zum Gipfel hin ist steiler.) Vom Gipfel aus gelangt man
auf dem ausgesetzten, aber recht gut zu bewältigendem Gipfelgrat zum Südgipfel
(2034 m) und dem Gipfelpunkt
südwestlich des Fortunsdalsbreen (2018 m). Fakten:
von Sota zum Gipfel sind es ca. 1350 Höhenmeter.
Von Nørdstedalsseter:
Von Nørdstedalssæter aus kann man einmal dem Wanderweg hinauf zum
Fortundalsbreen folgen , den Gletscher nordwestwärts überqueren und über den
Ostrücken zum Gipfel aufsteigen (steiler zum Gipfel
hin).
Eine andere Alternative ist, der Route B13
zu folgen, diese zu verlassen, bevor man zyum Gravdalsvatnet kommt, und auf dem
Grat nordwestwärts in Richtung Harbardsbreen zu gehen. Statt den Gletscher zu
betreten, hält man sich nordwärts etwas bergab und durchquert den
Steindalselvi (sollte dieser zu viel Wasser führen,
kann man ihn u.U. auf der Gletscherzunge umgehen). Anschließend
folgt man dem Bergrücken Steineggi bis zur Höhe 1880 m (dieser
Punkt ist auf einigen 1:100.000-Karten (z.B. der Wanderkarte
"Breheimen" von Statens kartverk von 1992) fälschlicherweise mit 2018
mH markiert).
Von hier aus ist es ein guter km nördwärts über eine relative flache
Gletscherpartie bis zum gegenüberliegenden Felshügel von 2018 m. Ab hier folgt
man dem Rücken, später Grat, nordwärts über den Südgipfel
(2034 m) zum Hauptgipfel der Tverrådalskyrkja. Von weitem sieht
dieser Grat teilweise "eklig" aus, doch wenn man ihn forciert, lösen
sich die Schwierigkeiten recht gut auf.
Andere Alternativen:
Von Sota Sæter aus über den Nordrücken. Dieser ist ein gutes Stück weit
recht unschwer, wird aber mehr und mehr ausgesetzt. Das letzte Stück zum Gipfel
ist sehr steil und verlangt Sicherungsausrüstung und Erfahrung mit der
Benutzung desselben.
Diejenigen, die Gletscherherausforderungen lieben, kann der Eisfall südlich des Gipfels eine Aufstiegsalternative sein. Hier gibt es große und teils schneebedeckte Spalten, die überwunden werden müssen, so daß diese Route solide Gletschererfahrung erfordert.
Der westlich der Tverrådalskyrkja gelegene Austre Kollebreenist ebenfalls eine Routenalternative, sowohl für den Auf- als auch den Abstieg von/nach Sota Sæter.
Vinter:
Die Tverrådalskyrkja ist trotz ihres spitzen Aussehens auch im Winter
besteigbar. Zu dieser Jahreszeit kann die Route von Arentzbu im Rausdalen
aufwärts zum Isvatnet und von dessen Ostufer ostwärts gelstcheraufwärts eine
Alternative sein. Auf dem Rückweg kann man dann auf dem Harbardsbreen und dem
Steindalsbreen nach Nørdstedalsseter abfahren.
Seien Sie sich der Lawinengefahr in den steilen Tälern
und des evtl. unsicheren Eises auf regulierten Seen bewußt!
PS! Wenn man im Nebel auf dem Fortundalsbreen unterwegs ist, sollte man daran
denken, daß sich westlich des Sveinkollen (1743 m) an der Kante des
Fortundalsbreen ein großer windausgehöhlter Gletscherkessel mit z.T. 20-30 m
hohen Eiswänden befindet.
PPS! Auf der Route über den Austre Kollebre liegt an dessen unterem Ende ein
kleiner See; bei einer Abfahrt auf dem Gletscher bei schlechter Sicht sollte man
diesen im Hinterkopf haben.
Der sog. Südgipfel ist ein markanter Gipfelpunkt
auf dem Südrücken der Tverrådalskyrkja, etwa einen knappen Kilometer süd-
bis südwestlich des Hauptgipfels
gelegen.
Er läßt sich von Norden und Süden aus verhältnismäßig einfach ersteigen.
Die Aufstiegsroute ist unter dem Hauptgipfel beschrieben.
Siehe auch die Gipfelkarte Breheimen West.
| KARTE | MØRKRISDALEN 1418 II |
| KARTENREFERENZ | MP304 447 |
| ERSTBESTEIGUNG | ? |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | LEICHT-MITTELSCHWER (Gletscherpassage) |
| LANDKREIS | LUSTER |
Der südlichste Gipfelpunkt über 2000 m auf dem Tverrådalskyrkjemassiv ist relativ flach und fällt nach fast allen Seiten hin sanft ab. Im Nordwesten liegt der steile Gletscherfall des Fortundalsbreen.
Der Gipfel läßt sich sowohl per Ski als auch zu Fuß einfach besteigen, doch der Anmarsch ist aufgrund der Gletscherpassage nur für gletschererfahrene Wanderer zu empfehlen. Normalerweise wird man die Tverrådalskyrkja SW in Verbindung mit dem Hauptgipfel (2088 m) besteigen. Die besten Ausgangspunkt da zu sind Nørdstedalsseter und Sota Sæter. Aufstiegsroute siehe Hauptgipfel.