| KARTE | POLLFOSS BLATT 1518 IV |
| KARTENREFERENZ | MP517 467 |
| ERSTBESTEIGUNG | 1938 (ØDEGAARD / FALKENBERG) |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| LANDKREIS | SKJÅK |

Die Hestbrepiggane sind ein Bergmassiv inmitten der Skjåkfjella. Diese Fjellregion liegt nördlich von Jotunheimen und wird im Südwesten vom Bøverdalen (RV55) und im Norden vom Ottadalen (RV15) begrenzt. Im Westen gehen die Skjåkfjella in Breheimen über. Wo hier die Grenze gezogen wird, ist nicht ganz eindeutig.
Der Store Hestbrepigg ist die höchste Erhebung in dieser gletscherreichen Region, wo die Niederschlagsmengen auf kurzen Distanzen stark variieren. Die Siedlungen nördlich und östlich der Hestbrepiggane (Ottadalen) gehören zu den niederschlagsärmsten des ganzen Landes, während etwas weiter westlich die Landschaft mehr und mehr von Gletschern dominiert wird, ein Zeichen hoher Niederschlagsmengen. Hier muss man auch im Sommer mit reichlich Alt- und manchmal auch Neuschnee rechnen. Die Region um die Hestbrepiggane ist deshalb von April bis Ende Mai hervorragend für Frühlingsskitouren mit Besteigungen geeignet.
Aufstieg:
Von Heimste Lundedalssetri im Lundedalen:
Vom Ottadalen (ca. 5 km vor Bismo) führt eine Mautstraße nach Heimste Lundedalssetri im Lundedalen. Von hier aus folgt man
der markierten Wanderroute in Richtung
Trulsbu (B50).
Nach etwa 6 km kommt man zu der Stelle, die auf der Karte mit Røysflatin eingezeichnet ist. Hier überquert der Weg den
Fluß Skjøli seit Heimste Lundedalssetri zum dritten Mal, diesmal vom Nordufer zum Südufer. Man folgt dem Weg noch weitere 3-4 km zu der markanten Endmoräne des Heimste Hestbreen. Hier biegt man vom Weg ab und schrägt südwestwärts bergan in Richtung eines langen Altscheefeldes, welches sich von der Steilwand an der Nordseite des Gipfels nordwärts erstreckt. Dann folgt man dem Bergrücken an der Westseite dieses Schneefeldes auf einem breiten Grat südwärts. Westlich
(rechter Hand) liegt der Ytste Hestbreen, im Osten
(linker Hand) die steile Nordwand. Zum Gipfel hin wird es erst etwas flacher, und zum
Schluß ein kurzes Stück noch einmal etwas steiler.
(Es ist auch möglich, dem Rücken östlich des
erwähnten Schneefeldes zu folgen, doch dieser ist stellenweise bedeutend steiler als der westliche Rücken.)
Der Abstieg erfolgt über die gleiche Route. Unten im Lundedalen gibt es viele schöne Wildzeltplätze, und ansonsten kann man weiter talaufwärts nach Trulsbu gehen.
Von Heimste Lundedalssetri sollten Sie rund 9-10 Stunden hin und zurück zum Gipfel veranschlagen. Ungefähr das gleiche an Zeit benötigt man für die Route Lundedalssetri - Trulsbu mit einem Abstecher zum Gipfel.
Vom Gipfel aus gelangt man verhältnismäßig einfach in Richtung Süden zum Hestbrepigg N (2131
m), während es von diesem weiter südwärts auf dem schmalen Grates zum
Hestbrepigg M1 (2160 m) bedeutend exponierter wird.
Von Süden über den Hestbrepigg M1:
Dies ist die zweite Aufstiegsmöglichkeit, welche keine Gletscherpassage beinhaltet. Siehe
oben für die Beschreibung des Aufstiegs zu diesem. Vom Gipfel
aus folgt man dem schmalen Grat nordwärts zum Hestbrepigg N (2131 m) und weiter zum Gipfel des Store
Hestbrepiggen.
Das erste Stück auf dem Weg vom Store Hestbrepigg weiter zum Hestbrepigg N ist äußerst exponiert, mit einer Steilwand gen Westen und einem steilen Schneehang nach Osten. Sicherungsausrüstung
(oder zumindest ein Eispickel) sollte mitgenommen werden.
Gletschertour: Der Store Hestbrepigg kann auch in Verbindung mit einer Gletschertour über den Heimste Hestbreen bestiegen werden.
| KARTE | SYGNEFJELL BLATT 1518 III |
| KARTENREFERENZ | MP515 456 |
| ERSTBESTEIGUNG | 1897 (ARENTZ / KVITTINGEN) |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| LANDKREIS | SKJÅK |

Der zweithöchste der Hestbrepiggane ist auf der Gipfelpartie ziemlich flach und rund, bricht jedoch gen Nordwesten jäh zu einer Steilwand ab. Sowohl zu Fuß im Sommer als auch in Verbindung mit einer Frühlingsskitour läßt sich der Gipfel gut besteigen.
Aufstieg:
Von den Neosetrene (leichteste Route): Die Anfahrt geschieht ab der Leira bru auf der RV 55 im Bøverdalen nach Kvanndalsvoll und weiter auf der
Mautstraße zu den Almen Neosetrene.
Folgen Sie dem Wanderweg von den Neosetrene an der Ostseite der Geitåe nordwärts und später nordostwärts in Richtung Høgsetbreen. Der Pfad wird nach und nach immer undeutlicher, das Terrain dagegen immer einfacher, so dass man auch dann gut zurechtkommt, wenn man ihn verlieren sollte. Man folgt der Südkante des Høgsetbreen hinauf zum
Hesbtrepigg Ø2 (2103 m). Weiter geht es in leichtem Gelände westwärts über die Steinflyene
(Blockfelder) und südlich am Hestbrepigg Ø1 (2132 m) vorbei
(es ist kaum ein Umweg, diesen "im Vorbeigehen" auch noch
"mitzunehmen"), bevor es das letzte Stück zum Gipfel hinauf etwas steiler wird.
Alternative ab Trulsbu: Ab Trulsbu auf dem Wanderweg in Richtung Heimste Lundedalssetri (B50) bis ein paar hundert Meter entlang des Ufers des Lundedalsvatnet. Von hier aus schrägt man ostwärts den ziemlich steilen Berghang bergan. Man passiert den Gletscher nördlich des Hestbrepigg V2 (2139 m) an der Nordseite, bevor das Gelände etwas flacher wird. Nachdem man nun noch den letzten langen und mittelmäßig steilen Blockhang in südöstlicher Richtung überwunden hat, steht man auf dem Gipfel des Hestbrepigg M2 (2143 m). Ab hier sind es noch ca. 2 einfache Kilometer ostwärts zum Gipfel.
Die drittehöchste Erhebung des Hestbrepiggmassivs liegt ca. anderthalb Kilometer Luftlinie westlich des Hestbrepigg M1 (2160 m).
Aufstieg:
Von Trulsbu: Ab Trulsbu auf dem Wanderweg in Richtung Heimste Lundedalssetri
(B50) bis ein paar hundert Meter entlang des Ufers des Lundedalsvatnet. Von hier aus schrägt man ostwärts den ziemlich steilen Berghang bergan. Man passiert den Gletscher nördlich des
Hestbrepigg V2 (2139 m) an der Nordseite, bevor das Gelände etwas flacher wird. Nachdem man
nun noch den letzten langen und mittelmäßig steilen Blockhang in südöstlicher Richtung überwunden hat, steht man auf dem Gipfel des
Hestbrepigg M2 (2143 m).
Alternative: Der Hestbrepigg M2 lässt sich auch als einfacher Abstecher vom
Hestbrepigg M1 (2160 m) besteigen.
Vom Gipfel kann man recht einfach in einem östlichen Bogen nordwärts zum Hestbrepigg NV (2012 m) oder Låven, wie er auf der Karte
heißt, gelangen.
Siehe auch die Gipfelkarte Breheimen Ost.
| KARTE | SYGNEFJELL BLATT 1518 III |
| KARTENREFERENZ | MP477 447 |
| ERSTBESTEIGUNG | 1897 (ARENTZ / HAMMER / BJERRE / WIJK) |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| LANDKREIS | SKJÅK |
Der Hesbtrepigg V2 ist vielleicht der alpinste der Hesbrepiggane, die ansonsten eher von runderen Formen dominiert werden. Der Gipfel ist pyramidenförmig und an drei Seiten von Gletschern umgeben.
Aufstieg:
Von Trulsbu aus folgt man dem Wanderweg ein kleines Stück (ca. 1 km) ostwärts, bevor man südostwärts zu dem Einschnitt zwischen dem Gipfel von 1802 m im Westen ind dem
Hestbrepigg V3 (2078 m) im Osten aufschrägt. In diesem Einschnitt und etwas nördlich davon liegt ein Gletscher/Schneefonn. Diesen passiert man an der Ostseite. Oben vom Sattel geht man weiter ostwärts südlich am Hesbtrepigg V3 (2078 m) vorbei (man kann evtl. einen kleinen Abstecher hier hinauf einlegen) und hinüber zu dem Sattel westlich des Gipfels. Von hier aus geht es in steilem Geröll zum Gipfel hinauf.
Oben genießt man eine prächtige Aussicht südwärts in Richtung Jotunheimen, westwärts zu den
Holåtindane und südwärts zum Rest der Hestbrepiggene.
Vom Gipfel aus kann man weiter gen Osten fortsetzen, zuerst einen steilen Schneehang hinunter (Eispickel?), wo es etwas flacher wird, wenn man sich etwas nach Südosten hält (Vorsicht Abgrund im Süden!). Weiter geht es über den Hestbrepigg V1 (2051 m) und nordwärts hinunter zum Lundedalen, bevor man dem Wanderweg zurück nach Trulsbu folgt. Man kann auch weiter ostwärts über weitere Gipfel der Hestbrepiggane fortsetzen.
Eine empfehlenswerte Runtour ist, mit dem Auto in das Høydalen zu fahren und am ersten Tag nach Nørdstedalsseter zu gehen. Am zweiten Tag geht man über mehrere Gipfel der Holåtindane weiter nach Trulsbu (JS74), und am dritten Tag geht man von Trulsbu zurück zum Høydalen über folgende Gipfel: Hestbrepigg V3 (2078 m) - Hestbrepigg V2 (2139 m) - Hesbrepigg V1 (2051 m) Hestbrepigg M2 (2143 m) - Hestbrepigg M1 (2160 m) - Hestbrepigg Ø1 (2132 m) und Hesbtrepigg Ø2 (2103 m).
Der Hestbrepigg Ø1 ist ein Sekundärgipfel auf dem Hestbrepiggmassiv. Der beste Ausgangspunkt für eine Tagestour ist bei den Almhöfen Netosetrene im Bøverdalen. Siehe auch unter Hestbrepigg M1 (2160 m) für eine detaillierte Beschreibung des Aufstiegs, der übrigens relativ leicht ist.
Siehe auch die Gipfelkarte Breheimen Ost.
Der Hesbtrepigg N (2131 m), der auf einem schmalen Grat zwischen dem Store und dem Midtre Hestbrepigg liegt, läßt sich am leichtesten von Norden her über den Store Hestbrepigg (2172 m) besteigen. Vom Gipfel des letzteren geht es ca. 100 Höhenmeter in einem Geröllfeld bergab, bevor man das letzte Stück zum Gipfel wieder steil aufsteigt, teilweise über Schnee (Eispickel?). Der Rücken weiter südwärts zum Hestbrepigg M1 (2160 m) ist stellenweise sehr schmal und exponiert. Er eignet sich deshalb nicht für Leute mit Höhenangst.
Siehe auch die Gipfelkarte Breheimen Ost.
Der Hestbrepigg Ø2 oder Høgset, wie er auf der Karte auch heißt, ist kaum ein selbstständiger Gipfelpunkt, doch da er in Røynes Liste über die 2000er Norwegens enthalten ist, beschreiben wir ihn hier kurz.
Er läßt sich relativ leicht besteigen. Die Almenhöfe Netosetrene im Bøverdalen sind der beste Ausgangspunkt für eine Tagestour, und eine detailiierte Beschreibung über den Aufstieg finden Sie unter dem
Hestbrepigg M2 (2160 m).
Siehe auch die Gipfelkarte Breheimen Ost.
| KARTE | SYGNEFJELL BLATT 1518 III |
| KARTENREFERENZ | MP468 443 |
| ERSTBESTEIGUNG | 1896 (ARENTZ / BERTHEAU / SULHEIM) |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| LANDKREIS | SKJÅK |
Der Hestbrepigg V3 ist zusammen mit seinem höheren Nachbarn im Westen der alpinste der Hestbrepigg-Gipfel. Er besteht aus einem zweigeteilten Grat, der sich einige hundert Meter in südwestlich-nordöstlicher Richtung erstreckt. Toppen bestiges enten ad sydvestryggen, ad nordøstryggen eller fjellsiden i nord.
Aufstieg:
Für die Route ab Trulsbu lesen Sie bitte unter dem Hestbrepigg V2 (2139 m) nach.
Trulsbu ist die Berghütte, die dem Gipfel am nächsten liegt, ist aber mit dem Auto nicht erreichbar.
Möchte man den Gipfel im Zuge einer Tagestour besteigen, empfiehlt es sich, ca. 1 km westlich der Jotunheimen Fjellstue auf der Mautstraße in das Breidseterdalen abzubiegen und bis zur Nordseite des Sees Høydalsvatnet zu fahren. Vom Ende der Straße geht man am Fluß Høya vorbei und im Tal östlich der Svartdalshø (1671 m) bergan. Dann umrundet man die Steindalshø (1892 m) westlich und schrägt nordostwärts zum Einschnitt südwestlich des Gipfels auf. Von hier aus folgt man dem Südwestrücken steil, doch relativ ok zum Gipfel.
Es ist möglich, vom Gipfel aus über mehrere der Hestbrepiggane ostwärts zu gehen.
Der Hestbrepigg V1 ist ein kleinerer Sekundärgipfel ca. einen halben Kilometer östlich des Hestbrepigg V2 (2139 m). Er kann vom Lundedalen (Norden) aus entlang der Ostkante des Gletschers verhältnismäßig einfach bestiegen werden. Andere Aufstiegsmöglichkeiten sind vom Hestbrepigg V2 (2139 m) im Westen oder dem Hestbrepigg M2 (2143 m) im Nordosten.
Siehe auch die Gipfelkarte Breheimen Ost.
Der Låven liegt im äußersten Norden des Bergrückens, der sich an der Westkante des Ytste Hestbreen in den Skjåkfjella nordwärts erstreckt. Der beste Ausgangspunkt für eine Besteigung ist wahrscheinlich die Berghütte
Trulsbu. Von hier aus folgt man dem Wanderweg in Richtung Heimste Lundedalssetri
(B50) bis man einen guten Kilometer entlang des Lundedalsvatnet abgestiegen ist. Hier verläßt man den Weg und schrängt in östlicher Richtung steil die Bergwand hinauf. Nach einer Weile erreicht man den Einschnitt zwischen dem Gipfel und dem
Hestbrepigg M2 (2143 m). Von hier aus geht es sehr leicht einen knappen Kilometer nordostwärts.
Vom Gipfel aus kann man steil auf dem Nordostrücken absteigen, an der Front des Ytste Hestbreen vorbei und den flachen Rücken ost- bis nordostwärts hinunter ins Lundedalen gehen.
Siehe auch die Gipfelkarte Breheimen Ost.