LOFTET - 2170 METER
Der Loftet ist ein Bergmassiv mit einem großen, recht flachen Gipfelplateau. Er liegt im äußersten Nordwesten
Jotunheimens außerhalb des Nationalparks. Die Erreichbarkeit ist gut, denn außer mehreren Berghütten in Tagestourentfernung kann man auch das Auto an der RV 55 abstellen.
Aufstieg:
Von der
Jotunheimen Fjellstue folgt man dem Weg zwischen den beiden Seen Øvre- og Nedre Halsatjønnen südwärts zum Veslloftet (1630 m). An diesem geht es etwas westlich des Gipfels (direkt drüber ist es zu steil) vorbei. Am Veslloftet vorbei, hält man sich etwas südostwärts, bevor man südlich bis südwestlich zum Gipfel hinaufsteigt. Auf dem meisten Teil der Strecke gibt es eine gleichmäßige Steigung duch Schnee und Geröll. Rechnen Sie rund 6 Stunden hoch und runter.
Startet man von Bøvertun, geht man über Bøvre und hoch auf das Bøvertonfjellet (1531 m). Weiter geht es an der Nordseite des Brangdalstjernet vorbei, bevor in Richtung Süden und Brangdalsbrean biegt. Man folgt dem Terrain in den Felsenkessel unter dem
Veslfjelltinden (2157 m) hinein. Ungefähr direkt unter dem innersten der beiden kleinen Brangsbre-Gletscher steigt man steil nordostwärts in Richtung Gipfel auf.
Von
Krossbu aus geht man in nördlicher bis nordöstlicher Richtung an den kleinen Seen Nufstjerni vorbei und über die Storflye. Man umrundet den
Veslfjelltinden (2157 m) und geht in den Felskessel nördlich desselben hinein, bevor man in östlicher bis nordöstlicher Richtung steil in Richtung Gipfel aufsteigt.
Vom Gipfel aus ist es relativ gut machbar, weiter südwärts über die in Reih und Glied liegenden Gipfel bis hinüber zum
Store Smørstabbtind (2208 m) zu gelangen. Von Krossbu aus ist dies eine lange, aber schöne Rundtour, die auf einen Schlag 6 2000er bietet. Eine andere Möglichkeit ist, mit dem Bus/Auto nach Krossbu oder der Jotunheimen fjellstue zu fahren und in einer Richtung über alle 6 Gipfel zu gehen. Hat man ein Auto, kann man mit dem Bus zurück zum Auto fahren (Buszeiten im Voraus checken!). Eine derartige Tour über alle diese 6 Gipfel (Loftet / Velsfjelltinden / Hurrbreatinden / Veslbreatinden / Storbreatinden und Store Smørstabbtind) ist ziemlich lang und man brauch im Grunde den gesamten Tag dafür.
VESLFJELLTINDEN
- 2157 METER
Der Veslfjelltinden ist ein breiter Bergrücken mit Abgründen an mehreren Seiten. Er liegt in Nordvestjotunheimen, etwas außerhalb des
Nationalparks. Der Gipfel kann von Krossbu aus in rund 5 Stunden hoch und runter (13-14 km insgesamt) leicht bestiegen werden. Man kann ihn auch von der Jotunheimen Fjellstue aus über den
Loftet (2170 m) erreichen.
Aufstieg:
Von
Krossbu aus geht man nordostwärts ziemlich direkt auf den Gipfel. Das Terrain ist leicht begehbar und recht flach, aber früh im Sommer kann noch viel Schnee liegen. Man passiert den Nupsfonne nördlich und folgt einer Einsenkung im Terrain. Es geht sehr leicht bis zum Gipfel hinauf, und der Veslfjelltinden ist ein Bergm der sich mit seinen langen, flachen Abfahrtshängen fast den ganzen Weg zurück nach Krossbu hervorragend für Skibesteigungen eignet.
Von der
Jotunheimen Fjellstue geht man wie unter demselben beschrieben zum Loftet (2170 m). Von hier aus geht es leicht südwestwärts in dem Einschnitt abwärts, bevor man ziemlich steil über den Nordrücken zum Gipfel des Veslfjelltinden aufsteigt. Rechnen Sie 7-8 Stunden hoch und runter von der Jotunheimen Fjellstue aus.
Vom Gipfel aus geht es leicht weiter in Richtung Südwesten zum Hurrbreatinden (2060
m).
VESLBRETIND -
2092 METER
Der Veslbretind ist ein abgerundeter Gipfel mit einem Abgrund
gen Osten. Er läßt sich sehr einfach besteigen, sowohl im Sommer als auch im
Winter. Der beste Ausgangspunkt ist Krossbu.
Von dort aus geht man in nordöstlicher Richtung ziemlich genau auf den Gipfel
zu. Der Hin- und Rückweg dauert rund 4 Stunden und ist 10 km lang.
Vom Gipfel aus geht es leicht weiter nordwärts weiter zum Hurrbreatinden (2060
m) und südostwärts zum Storbreatinden (2018
m). Der Primärfaktor er ca. 120
Meter.
Lesen Sie auch "Eigene Erlebnisse" unter Storbreatind (weiter unten
auf dieser Seite).
SKAGSNEBB V 2
(HURRBREATINDEN) -
2060 METER
Der Skagsnebb V2 oder Hurrbreatinden, wie er auf der Karte
heißt, ist ein runder Gipfel mit einem kleinen Abgrund im Nordosten. Er läßt
sich im Sommer und Winter sehr leicht besteigen. Der beste Ausgangspunkt ist Krossbu.
Von dort aus geht man in nordöstlicher Richtung ziemlich genau auf den Gipfel
zu. Der Hin- und Rückweg dauert rund 4 Stunden und ist ungefähr 10 km lang.
Vom Gipfel aus geht es leicht in einem westlichen Bogen nordwärts zum Veslfjelltinden (2157
m) (1 knappe Stunde extra) und südwärts zum Veslbreatinden (2092
m) (eine Viertelstunde extra). Der Primärfaktor er ca.
30 Meter.
SKAGSNEBB W 1 - 2093 METER
Skagsnebb ist der Name eines Bergrückens in Nordjotunheimen,
der sich vom Hurrbreatinden (2060 m) ostwärts zum Leirdalen erstreckt. Die
Gletscher Hurrbreen und Veslbreen haben sich tief in die Nord- bzw. Südseite
des Bergrückens eingegraben. Kommt man auf der Straße ins Leirdalen einwärts
gefahren, so sieht man den massigen Rücken gut.
Aufstieg:
Von Krossbu
geht man nordostwärts über das Veslfjellet in Richtung Hurrbreatinden (2060
m). Bis zum Hurrbreatinden benötigt man ca. 2 Stunden leichten
Ganges durch steiniges Terrain und auf Schnee. Erst hier oben bekommt man
wirklich das Gefühl, auf einer Hochgebirgswanderung zu sein. Weiter folgt man
dem Grat ostwärts hinunter in den Einschnitt zwischen Hurr- und Veslbreen,
bevor man dem Rücken des Skagsnebb relativ leicht hinauf zum V1-Gipfel folgt.
Von dort aus weiter ostwärts zum Hauptgipfel des
Skagsnebb (2003 m) ist es steil und etwas unwegsam. Rechnen Sie 5-6
Stunden hoch und runter von Krossbu.
Vom Leirdalen: Nehmen Sie den Bus oder fahren Sie nach Geitsetre im Leirdalen.
Überqueren Sie hier die Leira auf der Brücke und folgen Sie dem Fluß ein
kleines Stück südwärts, und schrägen Sie dann langsam die Bergsite
südwärts in Richtung Veslbreen hinauf. Ungefähr direkt unter dem Skagsnebb (2003
m) beginnt der steile Aufstieg im Geröll nordwestwärts zu dem Grat zwischen
den beiden Gipfeln auf dem Skagsnebbrücken. Zum Schluß wird es ernsthaft
steil, und man sollte in dem teils losen Geröll sehr vorsichtig sein. Oben auf
dem Grat östlich des Gipfels angelangt, geht man westwärts zu demselben
weiter. Hier ist es teilweise sehr steil, doch bergerfahrene Wanderer sollten
eigentlich keine besonderen Schwierigkeiten haben, hinaufzugelangen.
Geht man gern gletscherwandern, kann man alternativ der Südseite der Hurra zum
Hurrbreen einwärts folgen und auf dem Gletscher aufsteigen. Ungefähr halbwegs
auf dem Gletscher verläßt man diesen wieder und steigt südwärts in der
Bergseite zum Grat zwischen den zwei Gipfeln auf dem Skagsnebb auf.
STORBREATINDEN -
2018 METER

Von Westen aus sieht der Storbreatinden in Nordjotunheimen recht
harmlos aus, doch ostwärts verschmälert er sich zu einem scharfen Rücken mit
Abgründen gen Norden und Süden. Doch dank der breiten und rechts flachen
Bergseite im Westen läßt sich der Gipfel sehr leicht besteigen, im Sommer wie
im Winter. Krossbu
ist der beste Ausgangspunkt für eine Gipfelbesteigung, und man sollte rund 4
Stunden für Auf- und Abstieg veranschlagen.
Aufstieg:
Von Krossbu aus folgt man am besten dem Weg ostwärts zum Leirbreen. An der
Gletscherkante geht man ein Stück nordostwärts, bevor man ostwärts auf den
Berg über der Nordkante des Gletschers abbiegt. Dann passiert man den Leirvatnet
an dessen Nordseite und geht ziemlich direkt ostwärts zum Gipfel. Vom See aus
bis zum Gipfel ist es rund 1 km Luftlinie. Zuerst ist es ein Stück etwas steil,
doch gen Gipfel hin wird es wieder flacher.
Vom Gipfel aus geht es leicht nordwestwärts weiter zum Veslbreatinden (2092
m) (eine gute Viertelstunde extra) und verhältnismäßig einfach
(zumindest im Sommer und Spätsommer) südwärts zum Store Smørstabbtind (2208
m) (eine gute Stunde extra).
Eigene Erlebnisse:
Wir waren auf einer tollen Maitour im Westland, hatten den Beginn der
Obstbaumblüte in fantastischem Wetter fotografisch festgehalten, im Lusterfjord
gebadet und vieles mehr. Die letzte Nacht auf dieser Tour zelteten wir nahe
Bøvertun an der RV 55 und standen am nächsten Morgen sehr früh auf, denn wir
hatten keine Skier mit und bei dem tollen Wetter stand zu erwarten, daß der
Schnee spätestens gegen 11.00 Uhr weich und schwer zum gehen sein würde.
Eigentlich war eine Bergwandertour nicht vorgesehen gewesen, doch bei diesem
Bombenwetter konnten wir nicht umhin.
Wir starteten zeitig von Krossbu und der hartgefrorene Schnee trug uns prima -
fast wie Asphalt. Deshalb kamen wir schnell vorwärts. Auf dem band zwischen dem
Storbreatinden und dem Store Smørstabbtind machten wir eine Pause. Ich wollte
mich nicht am Store Smørstabbtind versuchen, doch Morten ging weiter bergan.
Eishartgefrorener Schnee in steilem Gelände und der Mangel an Steigeisen und
Sicherungsausrüstung brachten ihn jedoch dazu, bald wieder umzukehren. Statt
dessen bestiegen wir beide den Storbreatinden (2018 m), was keine größeren
Probleme verursachte som i alle fall ikke bød på noen større problemer,
außer daß die brennende Sonne den Schnee langsam in weiches Mus verwandelte,
was das Vorwärtskommen bedeutend anstrengender gestaltete. Wir überquerten den
Storbreen und gingen weiter entlang der Abgrundkante zum Gletscher hin hoch zum
Gipfel.
Der Veslbreatinden (2092 m) lag so nah, daß wir beschlossen, ihn gleich auch
noch "mitzunehmen", auch weil der Abstieg von dort leichter war.
Abgesehen von einigen steileren Stücken und Felsnasen weiter unten gab es keine
steilere partie hier hinauf, und beide Gipfel eignen sich sehr gut für
Bergskitouren, da die Abfahrten recht flach und vor allem bis nach Krossbu
hinunter zusammenhängend sind (was, nachdem man auf dem Gipfel war, weiteres
Gefummel mit Steigfellen oder schweißtreibende Fischbein-Anstiege spart).
Es war ein selten schöner Tag: in alle Himmelsrichtungen so weit man sehen
konnte ein stahlblauer Himmel ohne eine einzige Wolke, nicht einmal die an
solchen Tagen üblichen Schönwetterwolken irgendwo am Horizont. Die Aussicht
zum Leirbreen mit all den Smørstabbtindane rundherum aufgereiht, zum Hurrungane
und Fannaråken/Steindalsnosi war atemberaubend. Besonders der Store Smørstabbtind (2208
m) mit seiner senkrechten schwarzen Wand zum Storbreen hinunter nahm sich von
diesem Winkel gut aus. Vom Gipfel des Veslbreatinden rannten/schlitterten wir
auf dem Schnee fast die ganze Strecke nach Krossbu hinunter und brauchten gar
nicht lange auf dem Abstieg (obwohl wir an einigen Stellen ganz schön tief
durchbrachen, hielt die Schneedecke immer noch verhältnismäßig gut durch).
Ein paar Skiläufer, die jetzt erst auf dem Weg bergan waren, wunderten sich
sicher über die zwei seltsamen Gestalten, die hier Anfang Mai zu Fuß unterwegs
waren... Unten am Auto zogen wir uns schnell um, bevor wir zurück nach Valdres
fuhren.
SKAGSNEBB - 2003 METER

Skagsnebb ist der Name eines Bergrückens in Nordjotunheimen, der sich vom Hurrbreatinden (2060
m) ostwärts zum Leirdalen erstreckt. Die Gletscher Hurrbreen und Veslbreen
haben sich tief in die Nord- bzw. Südseite des Bergrückens eingegraben. Kommt
man auf der Straße ins Leirdalen einwärts gefahren, so sieht man den massigen
Rücken gut.
Aufstieg:
Nehmen Sie den Bus oder fahren Sie nach Geitsetre im Leirdalen. Überqueren Sie
hier die Leira auf der Brücke und folgen Sie dem Fluß ein kleines Stück
südwärts, und schrägen Sie dann langsam die Bergsite südwärts in Richtung
Veslbreen hinauf. Ungefähr direkt unter dem Skagsnebb beginnt der
steile Aufstieg im Geröll nordwestwärts zu dem Grat zwischen den beiden
Gipfeln auf dem Skagsnebbrücken. Zum Schluß wird es ernsthaft steil, und man
sollte in dem teils losen Geröll sehr vorsichtig sein. Oben auf dem Grat
westlich des Gipfels angelangt, folgt man diesem weiter ostwärts hinauf.
Geht man gern gletscherwandern, kann man alternativ der Südseite der Hurra zum
Hurrbreen einwärts folgen und auf dem Gletscher aufsteigen. Ungefähr halbwegs
auf dem Gletscher verläßt man diesen wieder und steigt südwärts in der
Bergseite zum Grat zwischen den zwei Gipfeln auf dem Skagsnebb auf.
Vom Gipfel aus ist es möglich, weiter westwärts zum Skagsnebb V1 (2093
m) und dem Hurrbreatinden (2060 m)
zu gelangen. Dies verlangt kein Klettern, ist aber stellenweise sehr steil und
exponiert.
JERVEFONNI
(STORBREAHØ) - 2001 METER
Der Jervefonni oder Storbreahø, wie er auf der Karte heißt, liegt
in Nordjotunheimen. Der Gipfel ist durch einen schmalen Grat mit dem Storbreatinden (2018
m) im Westen verbunden, und die beiden Gletscher Veslbreen im Norden
und Storbreen im Süden arbeiten weiter kontinuierlich daran, diesen noch weiter
zu verschmälern. Der Aufstieg von leirvassbu im Osten ist steil, doch nicht
speziell schwierig. Eine Tour zum Gipfel von Breabakken im Leirdalen aus schafft
man hin und zurück in 3-4 Stunden.
Aufstieg:
Nehmen Sie den Bus oder fahren Sie zum Parkplatz beim Breabakken im Leirdalen. (Man kann
auch von Leirvassbu
aus entlang der Straße gehen, doch das macht 6 km pro Strecke extra aus). Hier
überquert man die Leira auf der Brücke und geht ostwärts entlang der
Storbreagrøve taleinwärts. Am Fuß des Berges geht es steil durch Geröll
westwärts hinauf zum Gipfel.
Von oben weiter über den Grat zum Storbreatinden (2018
m) ist es weit anspruchsvoller und es kann durchaus von Vorteil
sein, Sicherungsausrüstung mitzuhaben.
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