STORE TVERRBOTTIND - 2161 METER

KARTE GALDHØPIGGEN BLATT 1518 II
KARTENREFERENZ MP604 271
ERSTBESTEIGUNG ?
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT - MITTELSCHWER
LANDKREIS LOM

Der Store Tverrbottind ist der höchste Gipfel auf einem mehrere Kilometer langem Bergrücken östlich des Leirdalen in Nordjotunheimen. Der normale Ausgangspunkt für eine Besteigung dieses Gipfels ist Leirvassbu. Rechnen Sie rund 3-4 Stunden hoch und runter von Leirvassbu, wenn Sie nur auf disen einen Berg wollen, und rund doppelt so viel für die Traverse des gesamten Tverrbottrückens inklusive dem Tverrbytthornet (2102 m).

Aufstieg:
Von Leirvassbu aus folgt man dem Weg im Leirdalen talabwärts einen guten Kilometer, bevor man ostwärts in Richtung Leirholet abbiegt. Vom Leirholet aus geht es steil bergan zum Einschnitt zwischen dem Gipfel und dem Tverrbottind Ø1 (2151 m). Von hier aus folgt man leicht dem Südostrücken zum Gipfel hinauf. 
Man kann auch von Leirløyfte, direkt nördlich des Gipfels, über den Nordwestrücken des Berges aufsteigen.  

Vom Gipfel aus kann man südwärts leicht zu den anderen Tverrbottindane weitergehen, während es nordwärts zum Tverrbottind V1 (2113 m) eine leicht exponierte Partie gibt, wo Sicherung mit Seil angebracht sein kann. 

 

 

 

TVERRBOTTIND Ø 1 - 2151 METER

KARTE GALDHØPIGGEN BLATT 1518 II
KARTENREFERENZ MP612 266
ERSTBESTEIGUNG ?
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT - MITTELSCHWER
LANDKREIS LOM

Der Tverrbottind Ø1 (also der erste Nebengipfel östlich des Hauptgipfels), oder Midtre Tverrbottind, wie er auf der Karte heißt, ist ein markanter Gipfel auf dem zentralen Teil des Tverrbottrückens direkt östlich des Leirdalens in Nordjotunheimen.

Aufstieg:
Von Leirvassbu aus folgt man dem Weg im Leirdalen talabwärts einen guten Kilometer, bevor man ostwärts in Richtung Leirholet abbiegt. Vom Leirholet aus geht es steil bergan zum Einschnitt zwischen dem Gipfel und dem Store Tverrbottind (2161 m). Vom Gipfel aus geht es leicht weiter nordwestwärts zum Store Tverrbottind und südwärts zum Tverrbottind Ø2 (2106 m).

 

 

 

TVERRBOTTIND V 1 - 2113 METER

KARTE GALDHØPIGGEN BLATT 1518 II
KARTENREFERENZ MP600 279
ERSTBESTEIGUNG ?
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER - SCHWER
LANDKREIS LOM

Der Tverrbottind V1 (also der erste Nebengipfel westlich des Hauptgipfels) ist der nördlichste der Tverrbottindane in Nordjotunheimen. Er ist durch den mehr als 100 m tiefen Einschnitt Leirløyfte von den anderen Gipfeln des Bergrückens getrennt. Rechnen Sie rund 4-5 Stunden auf den Gipfel von Leirvassbu aus.

Aufstieg:
Folgen Sie dem Weg von Leirvassbu aus rund einen Kilometer im Leirdalen abwärts, am Presten (1511 m) vorbei, und biegen Sie dann in nördlicher bis nordwestlicher Richtung vom Weg ab. Man umrundet nun bald den Store Tverrbottinden (2161 m) an dessen Westseite, steigt steil östlich bis nordöstlich im Leirløyfte auf und biegt nach einer Weile etwas nordwärts zum Gipfel. 
Vor dem Gipfel erreicht man einen Nebengipfel auf rund 2110 m. Das letzte Stück weiter zum Gipfel ist etwas exponiert und man sollte sich mit Seil sichern. 
Vom Gipfel aus kann man süd- bis südostwärts weiter über die anderen Tverrbottindane gehen.

 

 

 

TVERRBOTTIND SYDVEST FOR V 1 - 2110 METER

Vorgipfel rund 100 Meter südwestlich des Vestre Tverrbottind (2113 m). Siehe Vestre Tverrbottind für eine Aufstiegsbeschreibung. Der Primärfaktor ist ca. 20 Meter.

 

 

 

TVERRBOTTIND Ø 2 - 2106 METER

KARTE GALDHØPIGGEN BLATT 1518 II
KARTENREFERENZ MP611 258
ERSTBESTEIGUNG 1890 (HALL / SOGGEMOEN)
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
LANDKREIS LOM

Der Tverrbottind Ø2 (also der zweite Nebengipfel östlich des Hauptgipfels des Tverrbottinds) liegt nicht mehr als knapp 2 km Luftlinie nordöstlich von Leirvassbu, und die Fitten können als Abendtour mal eben "hinaufspringen". Der kürzeste Weg zum Gipfel dauert rund 2-3 Stunden hoch und runter. Ist man gut zu Fuß, kann man es auch etwas schneller schaffen. 

Aufstieg:
Der einfachste und schnellste Weg auf den Gipfel ist, dem Weg von Leirvassbu in Richtung Spiterstulen (JS28) ca. 1 km weit zu folgen, und dann links abzubiegen und der Bergwand steil bergauf in Richtung des Einschnitts südöstlich des Gipfels zu folgen. Von dem Einschnitt aus folgt man dem Südrücken recht einfach zum Gipfel hinauf. Weiter zu den zwei höchsten Tverrbottindane im Norden ist es recht einfach, und auch ostwärts auf das Tverrbytthornet (2102 m) gelangt man recht leicht, doch hier gibt es einige sehr steile Abschnitte, die mann aber alle umgehen kann, indem man vom Rücken aus etwas seitlich geht.

 

 

 

TVERRBYTTHORNET - 2102 METER

KARTE GALDHØPIGGEN BLATT 1518 II
KARTENREFERENZ MP632 252
ERSTBESTEIGUNG 1885 (WALNUM)
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
LANDKREIS LOM

Das Tverrbytthornet ist ein zweigeteilter Gipfel am östlichen Ende des Tverrbottrückens in Nordjotunheimen. Der nächstgelegene Ausgangspunkt ist Leirvassbu, doch man kann auch von Spiterstulen aus eine Tagestour auf den Gipfel unternehmen. Ansonsten gibt es viele tolle Zeltplätze oben im Visdalen östlich des Gipfels. 

Aufstieg:
Der schnellste Weg hinauf führt zuerst rund 3 km auf dem Weg von Leirvassbu in Richtung Spiterstulen (JS28), und dann, nachdem man den kleinen See mit dem Namen Troget passiert hat, vom Weg weg und steil schräg die Bergwand bergan zum Einschnitt westlich des Gipfels. Von hier aus gelangt man auch recht einfach hinüber zum Westgipfel (2035 m).

Kommt man von Spiterstulen, folgt man dem Weg nach Leirvassbu (JS28), bis man sich direkt östlich des Gipfels befindet. Hier verläßt man den Weg und geht in den Tverrbytne hinein, bevor man südwärts biegt und auf dem Rücken westlich der Höhe 1946 bergan. Von hier aus geht man über den Rücken ostwärts über den Nebengipfel Tverrbytthornet V (2035 m) zum Gipfel. Es gibt einige steile Partien, aber es ist jederzeit möglich, diese südlich zu umgehen. 

Es gibt auch andere Aufstiegsmöglichkeiten, u.a. den steilen Rücken direkt nördlich des Gipfels. 


Eigene Erlebnisse - Nebeltraverse des Tverrbytthornet (Morten, 23.08.2003)
Endlich wieder Zeit für ein Bergwochenende, diesmal bei Leirvassbu. Julias Fuß war nach der verstauchung auf dem Dyrhaugsryggen noch nicht wieder ganz in Ordnung, so daß es für sie weniger ambiziöse Tourziele gab. Trotzdem kam sie mit.

Dem Plan nach wollte ich am Samstag den Tverrbytthorn-Rücken traversieren und Julia (die in der Zwischenzeit das Zelt aufschlagen und dann im Tal nachkommen sollte) im Kyrkjeglupen treffen, bevor ich weiter zum Nordre Semelholstind wollte. Doch ganz so sollte es nicht kommen.

Ohne eine Beschreibung der Route zu haben, marschierte ich munter los. Vor vielen Monaten hatte ich etwas um Abseil-Stellen Klettern hochzu?gelesen, die umgangen werden könnten, das war alles, was ich wußte. Zuerst folgte ich ein Stück dem Wanderweg von Leirvassbu nach Spiterstulen, bis ich der Meinung war, es sei an der Zeit, mit dem Anstieg zu beginnen. Ich hielt eine schräge Linie den Hang hinuaf, ungefähr zu dem Sattel zwischen dem Tverrbytthornet V1 und dem Gipfelpunkt von 1971 m.

Das Wetter war unstabil. Im Tal hatte ich Sonne, doch nicht lange nachdem ich den erwähnten Sattel erreicht hatte, kam ich in die Wolken, die dicht um den Gipfel hingen, und die Feuchtigkeit machte die Steine seifenglatt. Schwarze Flechten, die mit Wasser vollgesogen sind, bieten nicht gerade viel Halt für die Schuhsohlen. Doch ich war sehr optimistisch und begann meine Kletterei dem Grat entlang. Ich sollte jedoch schnell merken, daß solche Verhältnisse dem Optimismus und der Psyche schnell zusetzen. Ein steiler, aber verhältnismäßig einfacher Hammer (Stelabsatz) mußte umgangen werden, da ich der Fußfeste einfach nicht traute, während die Finger an den glatten Steinen abrutschten. Bald erreichte ich jedoch die Stelle, die erwähntes Abseilen  Klettern?nötig machte. Unter trockenen Verhältnissen war der Fels hier sicher schön zum Klattern. Rechts sah die Umgehung weit aus, deshalb begann ich, nach links etwas hinunter in die Hangseite zu steigen. Glattes und nicht zuletzt LOSES Gestein jagte mich ziemlich schnell wieder auf den Grat hinauf. Also wieder etwas zurück und dann abwärts rechts?, nicht ganz so weit wie zuerst befürchtet. Es sah fast aus, als liefe ein Pfad an der Seite des Steilabsatzes entlang, und richtig, selbst in dem feuchten Nebel konnte man hier ziemlich sicher emporklettern, so daß ich nach nicht langer Zeit wieder auf dem Grat angelangt war und weiter in Richtung des westlichen Vorgipfels von 2035 m gehen konnte.

Mittlerweise war der Grat ziemlich schmal geworden, überraschend schmal. Links lag ein großes Eisfeld, bzw. das, was vom Gletscher übriggeblieben war. Ich mußte über noch einen Vorgipfel, und kam mit Hilfe der Körperlänge-Maßmethode auf genau 10 Meter Schartenhöhe, was jedoch sicher nicht genau genug gemessen war.  Wahrscheinlich ist die Scharte weiter östlich nicht so tief. Da ich nicht gut in der Zeit lag, verzichtete ich hier auf eine Messung. Nach noch etwas mehr Balancieren auf schmalem Grat hatte ich nun nur noch eine kurze Steigung vor mir, bevor ich den Gipfel des Tverrbytthornet erreicht hatte. Was für eine Aussicht! Nebel! Nebel! Nebel!

Ich hatte vor, rechts des Gletschers zum Tverrbyttnede abzusteigen, da dies zumindest auf der Karte ok ausgesehen hatte. Im Nebel geriet ich allerdings etwas zu weit östlich und landete in einer Rinne, die so lose war, wie es nur sein konnte. Unter einigen großen Steinblöcken, die ihren Schwerpunkt gefährlich weit außen hatten, erlebte ich plötzlich den Alptraum, daß alles, worauf ich stand, unter mir verschwand. Glücklicherweise folgte ich nicht nach sondern blieb mit den Knöcheln im Sand stehen, während ich meine ehemaligen Fußstützen laut polternd die Rinne hinunterstürzen sah. Unterwegs nahmen sie hunderte größerer und kleinere Steine mit und machten in der Rinne so richtig Party. Das Ganze geriet erst weit außerhalb meiner Hör- und Sehreichweite zum Stoppen. Auf einmal fühlte ich, daß das gesamte Geröll- und Gesteinsmaterial um mich herum los saß und nur darauf wartete, nachzufolgen. So leichtfüßig wie nur irgend möglich machte ich kehrt und beeilte mich zurück auf den Grat. Ich stieg dann in der Südflanke unterhalb des Gipfels zum Tal hin ab.

Unten fand ich natürlich Julia erst nach einer Stunde gegenseitigen Suchens. Sie erwratete mich aus der anderen Richtung und war mir ein Stück entgegen gegangen, und so weit oben sah ich sie nicht. Als wir endlich gegenseitig unsere knallorangen Jacken zu Gesicht bekamen (wegen der wir bombensicher gewesen waren, uns garantiert schnell zu finden), war ich mit dem Erreichten zufrieden, und wir gingen in gemütlichem Tempo zurück nach Leirvassbu zum Zelt. 

 

 

 

 

TVERRBYTTHORNET V - 2035 METER

Der Westgipfel des Tverrbytthornet liegt ca. 500 Meter westlich des Hauptgipfels, dem Tverrbytthornet (2102 m). Vom Hauptgipfel aus kann er recht leicht bestiegen werden, direkt von Süden in der Bergwand empor oder über den Rücken von Westen. 
Der Primärfaktor ist ca. 20 Meter.