| KARTE | GALDHØPIGGEN BLATT 1518 II |
| KARTENREFERENZ | MP696 236 |
| ERSTBESTEIGUNG | 1881 (SLINGSBY / VIGDAL) |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| LANDKREIS | LOM |
Der Store Hellstugutind (Große Hellstugutind) bildet zusammen mit dem Midtre (Mittleren Hellstugutind) die zwei dominierenden Gipfel auf dem rund 7 km langen Hellstugurücken. Mit seiner spitzen Form nimmt sich der Gipfel von mehreren Blickwinkeln toll aus, ist aber trotzdem ein Gipfel, den die meisten auf der leichtesten Route gut besteigen können.
Aufstieg:
Das beste ist, das Zelt im Visdalen stehen zu haben, doch auch Spiterstulen
und Leirvassbu
sind gute Ausgangspunkte für eine Besteigung, auch wenn es dann einen
Anmarsch von mehreren Stunden pro Weg zum Fuß des Berges gibt. Von Spiterstulen
aus folgt man der Wanderroute JS15
in Richtung Gjendebu (von Leirvassbu aus folgt man zuerst der JS28
und dann der JS15 südlich im Urdadalen aufwärts) bis man den
zweitnördlichsten Bergsee im Urdadalen (auf 1540 m) passiert hat. Ab hier
schrägt man östlich bis südöstlich die Bergseite hinauf, bis man einen
kleinen See auf ca. 1850 m Höhe erreicht. Von diesem kleinen See aus hält man
direkt auf den Einschnitt zwischen dem Store Hellstugutind und dem Hellstugutind
S 1 zu. Hier ist es steil, und es gibt teilweise lose Steine.
Vom Einschnitt aus ist es eine kleine, aber nicht speziell anspruchsvolle
Klettertour hoch zum Gipfel, der meiner Meinung nach eine der atemberaubendsten
Aussichten in ganz Jotunheimen hat. Vom Gipfel aus sieht man "alles",
und die zentrale Lage imn Jotunheimens Gipfelmeer gibt einem das Gefühl, als
drehe sich ganz Jotunheimen um einen.
Alternativen:
Wenn man auf Gletschertour ist, kann man auf dem Gletscher in den Einschnitt
südlich des Gipfels und von dort aus hinauf gelangen. Diese Route ist
eigentlich die leichteste und die einzig vernünftige im Winter.
Für diejenigen, die Traversen lieben, ist die Traverse über den
Hellstugurücken dabei, ein Klassiker zu werden. Sie ist steil, exponiert und
die Nordwestrücken sowohl auf den Store als auch auf den Midtre Hellstugutind
hinauf teilweise ausgesetzt (Seil und
Sicherungsausrüstung!), ansonsten aber im
Großen und Ganzen ok.
Eigene Erlebnisse:
Alles deutete auf einen strahlenden Tag hin, als wir morgenmüde die Köpfe aus
dem Zelt steckten, welches wir im oberen Visdalen aufgeschlagen hatten. Die
Sonne beschien die Gipfel, und es gab keinen Grund, noch länger in den Schlafsäcken
zu bleiben. Wir gingen ohne konkrete Pläne in das Urdadalen hinein,
entschlossen uns aber schnell, den Store Hellsugutind von der Südseite aus zu
versuchen. Wir passierten den zweiten See im Urdadalen und begannen nun, über
grobe Steinblockfelder aufzusteigen. Ein Stück weiter oben in der Bergseite
kamen wir zu einer Art Basseng, wo einige Moränen darauf hindeuteten, daß hier
früher ein Gletscher gelegen hatte, der nur einen kleinen See zurückgelassen
hatte. Wir überquerten die Schneereste und sonnten uns eine Weile auf ein paar
warmen Steinen in 1900 m Höhe. Danach ging es weiter in dem steilen Geröllfeld
hinauf zum Einschnitt südlich des Gipfels (2141 m) und auf dem Südrücken hoch
zum Gipfel. Von oben aus sah der Rücken weiter nordwärts mild gesagt
unheimlich aus. Aber auch wenn die Aussicht nach unten und zum Nordrücken
unheimlich war, so war doch der Blick zu den Bergen rundherum alles andere als
das. Der Store
Knutsholstind ragte stolz in den Himmel, wie üblich. Auf der
anderen Seite des Vestre Memurubre lagen die Memurutindene schön aufgereiht,
während im Norosten das breite Gipfelplateau der Leirhø
thronte. Weiter nördlich konnte man natürlich den Galdhøpiggen
und den Glittertind sehen,
und direkt gegenüber auf der anderen Talseite lag der Store
Uradalstind mit seinen 2116 m mehr als 200 Meter unter uns. Von
hier oben aus sah er recht winzig aus, aber eine Tour auf den Gipfel im Jahr
zuvor hatte gezeigt, daß er alles andere als das ist.
| KARTE | GALDHØPIGGEN BLATT 1518 II |
| KARTENREFERENZ | MP 694 244 |
| ERSTBESTEIGUNG | 1886 (VESTERMARCK / SULHEIM) |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| LANDKREIS | LOM |
Zusammen mit dem Store Hellstugutind ist der Midtre Hellstugutind der dominierende Gipfel auf dem rund 7 km langen Hellstugurücken. Aus einigen Blickwinkeln sehen der Midtre und Store Hellstugutind wie Zwillingsgipfel aus. Sie haben fast die gleiche Höhe und eine ziemlich ähnliche Form. Für diejenigen, die ein wenig Bergerfahrung haben, läßt sich der Gipfel gut besteigen, und im Spätwinter und Frühling ist er ein toller Abstecher in Verbindung mit einer Skitour über den Vestre Memurubre (siehe Winterrouten JV08 und JV09).
Aufstieg:
Von Spiterstulen
entlang der Wanderroute JS28
in Richtung Leirvassbu (Gjendebu). Kurz hinter der Überquerung der
Hellstuguåe auf der Hängebrücke hält man sich direkt auf dem Nordrücken der
Hellstuguhø bergan, bevor man
südwärts über den Hellstugutind N 3
und einige kleinere Gipfel weitergeht. Das letzte Stück den Nordrücken zum
Gipfel hinauf ist an einzelnen Stellen ziemlich exponiert, aber nicht schlimmer,
als daß Leute mit ein wenig Bergerfahrung bei gutem Wetter sicher hochkommen
können.
Alternativ kann man in Verbindung mit einer Gletschertourauf dem Vestre Memurube
in dem Einschnitt südlich des Gipfels aufsteigen, von wo aus man den Gipfel
leicht erreichen kann. (Dies ist gleichzeitig die Winterroute zum
Gipfel).
Man kann auch der Route JS15
in das Urdadalen bis zum ersten See folgen und dann in der sehr steilen Berwand
über loses Geröll zum Einschnitt zwischen dem Midtre und Store Hellstugutind
und von dort aus zum Gipfel aufsteigen.
Eigene Erlebnisse:
Ostern 1999 hatte mit Regen sogar im Hochgebirge nicht so schön
begonnen, doch nach und nach verbesserte sich das Wetter und wurde so schön wie
es nur werden konnte. Ich (Morten) war mit einem Bekannten zu Ski in Jotunheimen
unterwegs. Am Tag zuvor waren wir von Gjendebu über den Vestre Memurubre nach Spiterstulen
gegangen, und schon da hatten wir beschlossen, am nächsten Tag bei schönem
Wetter den Midtre Hellstugutind zu besteigen. In dem nassen Schnee von
Spiterstulen aus war es schwer zu gehen, und unten im Visdalen lag wenig Schnee.
Da es jedoch früh am Morgen war, war der Schnee aber zumindest noch hart und
wir sanken nicht ein. An der Kante des Hellstugubreen zogen wir Steigfelle auf
und begannen mit der langen Steigung auf dem Geltscher bergan. Es war nicht eine
Wolke am Himmel, so gut wie kein Wind und alle Gipfel lächelten uns an. Etwas
unterhalb des Übergangs zwischen dem Hellstugubre und dem Vestre Memurubre
hatte jemand ein Lavvulager (Lappenzelt) aufgeschlagen, und Skispuren in alle
Richtungen zeigten, daß sie alles ein wenig erforscht hatten. Wir bogen nach un
nach etwas westwärts und umrundeten das Søre
Hellstugubrehesten, bevor wir eine längere Rast in der Sonnenwand
und dem Gipfel desselben genossen. Hier oben in dieser Höhe war der Gletscher
von einer dünnen, gleichmäßigen Pulverschneeschicht bedeckt, was herrliche
Skiverhältnisse gab, welche frei von dem unebenen verharrschten Schnee waren,
der sonst im Gebirge so gewöhnlich ist. Auf dem Weg hinauf zum Einschnitt
zwischen dem Midte und dem Store Hellstugutind passierten wir die kleine
Gletscherforschungshütte des NVE. Hier nahmen wir die Skier ab und gingen die
letzten knappen 200 Höhenmeter zu Fuß. Deutliche Spuren hoch zum Gipfel
zeigten uns, daß wir nicht die ersten waren, die heute hier gingen. Runterzu
ging ich sehr vorsichtig und nicht wie einige waghalsige Telemarfahrer, die hier
ziemlich steil die Bergseite hinuntergefahren waren. Unten an der Hütte merkte
ich, daß ich meine Handschuhe oben im Einschnitt vergessen hatte und mußte
schön noch mal hinauf. Wir bestiegen auch das Søre Hellstugubrehesten, doch
bei dem Nordre
kehrte ich vor dem Gipfel um (diesmal). Die Abfahrten nach Memurubu
hinunter gingen zuerst wie ein Traum, doch weiter unten nahm uns der nasse,
schwere Schnee immer mehr die Freude daran und gestaltete das letzte Stück
recht anstrengend für uns.
| KARTE | GALDHØPIGGEN BLATT 1518 II |
| KARTENREFERENZ | MP 697 229 |
| ERSTBESTEIGUNG | 1906 (SCHJELDRUP) |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| LANDKREIS | LOM |
Ein markanter Gipfel auf dem südlichen Hellstugurücken, der etwas kleiner als seine großen Nachbarn im Norden ist.
Aufstieg:
Der leichteste Weg hinauf führt vom Norden in das Urdadalen wie unter
dem Store
Hellstugutind beschrieben und zum dem Einschnitt nördlich des Hellstugutind S 1
hinauf, von wo aus man mit leichtem Klettern südwärts zum Gipfel
gelangt.
Alternativ kann man auch auf dem Rücken von Süden aus aufsteigen (leichtes
Klettern), entweder indem man unten vom Urdadalen aus startet oder südwärts
über den Hellstugutind S2 kommt.
Man kann die Besteigung auch mit einer Tour auf den Vestre Memurubreen von Memurubu
aus kombinieren.
| KARTE | GALDHØPIGGEN BLATT 1518 II |
| KARTENREFERENZ | MP 692 256 |
| ERSTBESTEIGUNG | ? |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| LANDKREIS | LOM |
Gipfel nördlich auf dem Hellstugurücken mit einem Abgrund nach Süden und einem breiten, plateauartigen Rücken nach Norden hin.
Aufstieg:
Folgen Sie der Sommerroute JS28
/ JS15
von Spiterstulen bis über die Hängebrücke über der Hellstuguå. Halten Sie
nun direkt auf den Nordrücken der Hellstuguhø
zu, über queren Sie diese und steigen Sie in dem steielen Gletscher/Schneefeld
zum Gipfel auf.
| KARTE | GALDHØPIGGEN BLATT 1518 II |
| KARTENREFERENZ | MP693 218 |
| ERSTBESTEIGUNG | 1906 (SCHJELDRUP) |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| LANDKREIS | LOM |
Der südligste Gipfel auf dem Hellstugurücken. Von hier aus teilt sich dieser und verläuft südwestwärts zum Semeltinden und südostwärts zum Hinnotefjellet.
Aufstieg:
Alternative 1:
Folgen Sie der Sommerroute JS15
von Spiterstulen aus südwärts bis zum zweiten See im Urdadalen, und
schrägen Sie von hier aus in der Bergwand hinauf zum Einschnitt nördlich des
Gipfels. Der ganze Weg zum Gipfel hoch ist gut machbar.
Alternative 2:
Folgen Sie der Sommerroute JS14
zum Einschnitt zwischen dem Hinnotefjellet und dem Gipfel. Von hier aus
erreichen Sie den Gipfel leicht in nordwestlicher Richtung.
Gipfelpunkt auf dem Hellstugurücken, ca. einen halben Kilometer direkt südlich des Hellstugutinden N 3 (2218 m). Er läßt sich leicht vom Hellstugutinden N 3 aus besteigen. Der Primärfaktor ist rund 25 Meter.
Gipfelpunkt ca. 300 Meter südlich des Hellstugutinden N 3 (2218 m), der sich am besten von diesem aus besteigen läßt. Der Primärfaktor ist ca. 15 Meter.
Der nördlichste Gipfel auf dem Hellstugurücken, ca eineinhalb Kilometer nördlich bis nordöstlich des Hellstugutind N 3. Er läßt sich am besten von Spiterstulen entlang der Sommeroute JS28 bis über die Hellstuguå und dann steil über den Nordrücken besteigen. Der Primärfaktor ist ca. 30 Meter.