STORE MEMURUTIND
OSTGIPFEL - 2366
METER
Dies ist der östliche und höchste Gipfelpunkt
auf dem ca. 1 km langen, gezackten Gipfelgrat des Store Memurutinds.
Aufstieg:
Von Spiterstulen
aus dauert die Wanderung zum Gipfel und zurück lange 8-9
Stunden. Man folgt der Sommerroute JS15
von Spiterstulen südwärts bis zur Brücke über die Hellstuguå, und
anstatt den Fluß zu überqueren, folgt man dem Weg zum Hellstugubreen hinauf.
Ungefähr auf Höhe der Gletscherkante steigt man steil im Geröllfeld ostwärts
zum Einschnitt Veoskardet auf. Von hier aus geht man auf dem Nordrücken der
Memurutindene südwärts und über den Westgipfel. Vom Westgipfel
hinüber zum Ostgipfel ist es etwas unwegsam und schwierig (steil und viele lose
Steine) mit viel hoch und runter sein, aber die Schwierigkeiten können im
Geröll auf der Südseite umgangen werden.
Von Memurubu
ist die Tour ebenfalls lang, entweder quer über den Austre Memurubreen (Gletscherausrüstung!)
oder entlang dessen Nordseite zum Einschnitt Memuruskardet und von dort aus
steil hinauf zum Gipfel. Zum erwähnten Memuruskardet gelangt man auch von Glitterheim
über den Veobreen.
STORE MEMURUTIND
WESTGIPFEL - 2364 METER
Der Westgipfel ist wahrscheinlich
der meistbesuchte Gipfelpunkt auf dem Store Memurtindeggen, auch wenn er einen
Hauch niedriger als der Ostgipfel
ist. Es ist für die meisten eine gut machbare Tour, aber sie ist recht lang und
verlangt ein wenig Kondition. Rechnen Sie 7-8 Stunden Gehzeit.
Aufstieg:
Von Spiterstulen
aus folgt man der Sommerroute JS15
südwärts bis zur Brücke über die Hellstuguå, und anstatt den Fluß
zu überqueren, folgt man dem Weg zum Hellstugubreen hinauf. Ungefähr auf Höhe
der Gletscherkante steigt man steil im Geröllfeld ostwärts zum Einschnitt
Veoskardet auf. Hier kann man einen knapp einstündigen Abstecher zur Leirhø (2330
m) unternehmen. Von hier aus geht man auf dem Nordrücken der
Memurutindene südwärts zum Gipfel. Es ist den ganzen Weg über breit und gut
zu gehen, und erst die letzten 5-10 Meter bekommt man das Gefühl einer
Gipfelbesteigung. Dies sieht man auch von weitem sehr gut, besonders von Süden,
von wo aus der Gipfel wie ein kleiner Zacken auf einem sonst flachen Grat
aussieht.
Es ist auch möglich, von Memurubu
aus über den Austre Memurubreen (Gletscherausrüstung!) und in dem Geröllfeld
etwas westlich des Gipfels aufzusteigen. Dies kann eine schöne Variante zur
Sommerroute JS16
zwischen Memurubu und Spiterstulen sein.
Eigene
Erlebnisse:
Es war ein strahlender Augusttag, und frohen Mutes gingen wir in
Spiterstulen los. Wir gingen zuerst über die Leirhø (2330 m) und dann im
Geröll hinunter zum Veoskardet. Es war einer dieser Tage, wo man kaum etwas
anzuziehen brauchte, obwohl man sich die meiste Zeit über 2000 m Höhe
aufhielt: Sonnenschein von einem wolkenlosen Himmel und fast windstill. Wir
hielten auf dem Nordrücken entlang des Abgrunds zum Veobreen zum Gipfel zu und
standen auf dem Gipfel bevor wir es aussprechen konnten. Kurz vor dem Gipfel
verengt sich der breite Grat ganz gewaltig, und oben auf dem Gipfel gibt es
nicht allzuviele Quadratmeter Fläche, doch für die große Steinpyramide als
Gipfelkennzeichnung reicht er allemal. Wir gingen auch weiter in Richtung
Ostgipfel, wurden aber bald der vielen losen Steine und der Umgehungen
überdrüssig und kehrten ca. auf halber Strecke um. Statt dessen statteten wir
noch dem Memurutind
V-1 einen Besuch ab, bevor wir über den Veoskardet zurück ins
Visdalen abstiegen.
MEMURUTIND Ø 1 - 2301
METER
Recht isolierter Gipfel östlich des Memuruskardet.
Aufstieg:
Von Memurubu
wie in JS09
beschrieben zum Styggehøbreskardet, am höchsten Veotind
(2267 m) vorbei und westwärts zum Gipfel. Zum Schluß über einen
scharfen, eis- und schneebedeckten (Gletscherausrüstung!) Kamm zum Gipfel.
Eine einfachere Aufstiegsvariante führt im Memurudalen aufwärts, und folgt
dann der Nordseite des Gletschers, so daß man den Gipfel von Westen aus
besteigt. Eine schwierig zu passierende, senkrechte Stelle kann südlich im
Geröll in Richtung Austre Memurubreen umgangen werden. Hat man
Gletscherausrüstung und -erfahrung, kann man auch von Glitterheim
aus über den Veobreen gehen und im Memuruskardet aufsteigen.
MEMURUTIND Ø 2 - 2151
METER
Der am weitesten östlich gelegene
Gipfel der nördlichen Memurtindene, ca. 500 Meter östlich bis südöstlich des
Memurutind Ø1.
Kann bestiegen werden, indem man z.B. im Memurudalen hochgeht, den Austre Memurubre
umrundet und im Geröll zum Einschnitt westlich des Gipfels aufsteigt, von wo
aus man das letzte Stück auf dem Grat zum Gipfel geht. Der Primärfaktor
ist ca. 20 Meter.
|