| KARTE | GLITTERTINDEN BLATT 1618 III |
| KARTENREFERENZ | MP765 364 |
| ERSTBESTEIGUNG | 1938 (ØDEGAARD / STRAND) |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| LANDKREIS | LOM |
| PRIMÄRFAKTOR | 90 METER |
Der Trollsteineggi ist ein "versteckter" Berg, der nicht von allzu vielen Bergsteigern besucht wird. Trotz seiner Höhe wirkt er klein im Schatten des Glittertinds, von dem er nur einen Kilometer nordlich entfernt liegt, und wenn man auf dem Gipfel steht, sieht man ganz schön steil zum Glittertind empor.
Aufsteig:
Am leichtesten kommt man zum Trollsteineggi, indem man zur
Nationalparkgrenze im Veodalen fährt (man zweigt in der Nähe von Randsverk von
der RV 51 ab und fährt die Mautstraße gut 20 Kilometer ins
Tal hinein) und in den Trollsteinkvolven, ein Seitental des Veotals, hineingeht.
Vom Trollsteinkvolven kann man entweder nördlich der Trollsteintjønne (zwei
kleine Seen) und via Svartholshøe (2067 m) und Trollstein
Rundhø (2170 m) zur Nordseite des knapp 2 Kilometer langen Grates
gehen, oder man kann den Grotgletscher südlich vom Grotbreahesten
(2018 m) überqueren (Vorsicht Gletscherspalten!).
Man kann auch von Westen vom Visdalen aufsteigen, aber das ist
umständlicher.
Achtung: Es gibt keine markierte Wege in diesem Teil von Jotunheimen.
Eigene Erlebnisse:
Wir (Morten und sein Bruder) sind an einem eher regnerischen
Septembertag losgefahren, zur Nationalparkgrenze im Veodalen. Ohne viel von den
umliegenden Gipfeln zu sehen sind wir in den Trollsteinkvolven gegangen. Auf
alten, undeutlichen Pfaden kommt man im flachen Trollsteinkvolven relativ leicht
voran, bevor man zur östlichen Zunge vom Grotbreen aufsteigt. Zuerst haben wir
den witzigen aussehenden Gipfel Grotbreahesten besucht und zum Lunch am
Gletscherrand haben wir sogar ein bißchen Sonne abgekriegt. Nach dem Essen
haben wir
sehr vorsichtig die größtenteils schneefreie Gletscheroberfläche zum
Grotbrepaß (zwischen Trollstein Rundhø und Dronningi) überquert, wobei wir
vorsichtig über ein paar kleinere Spalten gestiegen sind, bevor man auf der
anderen Seite wieder auf sicherem Felsgrund steht.
Zuerst haben wir den wenig auffallenden Sekundärgipfel Dronningi besucht und
sind dann weiter entlang des Grats im ständig dichteren Schneewetter gegangen.
Kurz vor dem Gipfel kommt eine etwas exponierte Passage, die vor allem bei Eis
und Schnee ein bischen unangenehm ist, aber sie kann ein paar Meter nach weiter
rechts (westlich) leicht passiert werden. Auf dem Rückweg wählten wir die
Route ziemlich direkt zum westlichen Grotbreen hinunter und ab dem
vergletscherten Paß zwischen Trollsteinrundhhøe und Dronningi sind wir im
Regen auf gleichem Weg zurück zum Auto gegangen. Trotz des schlechten Wetters
war es eine sehr lohnende Tour, und sie ist wirklich sehr empfehlenswert für
Wanderer, die gerne kaum oder keine anderen Leute treffen möchten.
Kaum auffallender Gipfel ungefähr 1 Kilometer nördlich des Trollsteineggi. Man kommt direkt an ihm vorbei, wenn man den einfachsten Weg zum Trollsteineggi geht. Der Primärfaktor ist 20 Höhenmeter.