| KARTE | GJENDE BLATT 1617 IV |
| KARTENREFERENZ | MN893 956 |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | LEICHT |
| KOMMUNE | VANG / ØSTRE SLIDRE |
Charakteristischer, hornförmiger Gipfel, der vom Valdres aus (RV 51) sehr gut su sehen ist. Man benötigt etwa 1 ½ - 2 Stunden hoch und runter, wenn man an der steilen Südostfront aufsteigt und ca. 3 Stunden, wenn man den Weg vom Parkplatz an der RV 51 gegenüber dem Samenlager benutzt und die flachere Nordseite hinaufgeht. Für seine vergleichsweise geringe Höhe hat man vom Gipfel aus eine überraschend weite und tolle Sicht,was an der Einzellage am Südostrand Jotunheimens liegt.
Aufstieg:
Obwohl das Bitihorn von der Ostseite ziemlich steil und
"unbesteigbar" wirkt, ist es ein Gipfel, welcher leicht von mehreren
Richtungen bestiegen werden kann. Wir werden hier die beiden häufigsten und
"normalen" Routen zum Gipfel beschreiben.
Von Båtskaret (Südostfront):
Im Båtskaret gibt es links an der Straße (aus Richtung Fagernes) einen
kleinen Parkplatz, welcher selten voll ist. Ab hier überquert man den
Bach und folgt den deutlichen Trittspuren seitlich aufwärts.
Etwas weiter oben im Abhang unrundet man den Felsvorsprung über dem Parkplatz
auf der Südseite und geht weiter über eine Anhöhe in nordwestlicher Richtung.
Man kommt nun bald in einen Einschnitt, wo der Weg nach links biegt und ein
Stück weit steil in der Felswand hinaufklettert, bevor er weiter links biegt
und gleichmäßig aufwärts in Richtung Südwesten führt. Nun befindet man sich
bald auf einer flachen Partie, welche nach Süden hin steil abfällt. Schräg im
Berghang hat man nun rechter Hand ein Geröllfeld, welches sich ca. 100 Meter
hoch zum Berg erstreckt. Hier ist es wichtig, in diesem Geröllhang aufzusteigen
und nicht weiter geradeaus in mehr unwegsames Gelände weiterzugehen. Oben auf
dem Geröllhang führt ein guter Weg weiter schräg aufwärts in der Bergwand
bis zu einem Band, welchem man ca. 10 Meter und dann über eine Rinne folgt.
Diese kann früh im Sommer schneebedeckt sein (Vorsicht beim Überqueren, wer
hier rutscht, rutscht weit und tief!). Auf der anderen Seite geht der Weg gut
sichtbar über die Grashänge hinauf und man erreicht bald eine Stelle, wo
normalerweise eine Schneefläche bis lange in den Sommer hinein liegenbleibt.
Hier gibt es auch Reste alter Zäune, welche sicher aufgestellt wurden, um
Schafe und Rentiere von der Steilwand abzuhalten. Wenn man hier über den Kamm
kommt, öffnet sich der Blick west- und nordwärts nach Jotunheimen. Ab dem
etwas flacheren Stück südwestlich des Gipfels hat man mehrere Möglichkeiten.
Wir gehen normalerweise auf der rechten Seite des Geröllfelds, welches man
direkt vor sich sieht, hoch, aber es gibt auch einen Weg weiter nach
links.
Auf dem Gipfel kann man eine herrliche Aussicht nach Hurrungane, zum Falketind,
Hjelledalstind, Stølsnostind, den Torfinnstindane, Kalvehøgdi, Mugnetind,
Skaget und eine Reihe Berge im Valdres, sowie zu den Seen Bygdin und Vinstri
genießen. Wenn man etwas weiter vor zur Ostkante geht, kann man ca. 450 Meter
gerade hinunter auf die Spielzeugautos gucken, die duch den Båtskaret
passieren.
Die norwegische Telekommunikationsgesellschaft Telenor hat auf dem Gipfel eine
Hütte und eine Menge häßliche Meß- und Übertragungsgeräte montiert. Dies
ist leider ein Teil unserer modernen Zivilisation.
Von Bygdin / Samenlager an der RV 51:
Wenn man vom Bygdin
Hotel aus startet, folgt man am besten der Straße ca. 1 km
südwärts bis zum Parkplatz an der westlichen Straßenseite. Ab hier gibt es
einen markierten Wanderweg zur Berghütte Yksendalsbu
(JS58).
Man umrundet den Nordausläufer des Bitihorns und passiert einen Rentierzaun
durch eine Pforte mit einer Strickschlaufe als Schloß. Hinter dem Zaun biegt
der Weg nach Yksendalsbu rechts ab, und ein deutlicher Pfad führt weiter
südwärts schräg in die Bergseite hinauf. Ab und zu kommt man auch an einigen
häßlichen Stahlpfosten vorbei, die wahrscheinlich den Telenor-Angestellten,
die hier bei schlechter Sicht hoch müssen, als Wegweiser dienen. Der Pfad folgt
in etwa der gleichen Route wie die Stahlpfosten das letzte Stück zum Gipfel
hinauf.
Auf dem Gipfel kann man eine herrliche Aussicht nach Hurrungane, zum Falketind,
Hjelledalstind, Stølsnostind, den Torfinnstindane, Kalvehøgdi, Mugnetind,
Skaget und eine Reihe Berge im Valdres, sowie zu den Seen Bygdin und Vinstri
genießen. Wenn man etwas weiter vor zur Ostkante geht, kann man ca. 450 Meter
gerade hinunter auf die Spielzeugautos gucken, die duch den Båtskaret
passieren.
Die norwegische Telekommunikationsgesellschaft Telenor hat auf dem Gipfel eine
Hütte und eine Menge häßliche Meß- und Übertragungsgeräte montiert. Dies
ist leider ein Teil unserer modernen Zivilisation.
Die Route auf das Bitihorn ist eine leichte und familienfreundliche Wanderung,
die für die allermeisten paßt und speziell bei schönem Wetter unbedingt zu
empfehlen ist.
Eigene Erlebnisse:
Wegen seiner Nähe zu unseren heimatlichen Gefilden und seiner Eigenschaft
als lohnendes Kurztourziel gab es schon viele Bitihorn-Touren, sowohl im Sommer
als auch im Herbst, Winter und Frühling. Eine dieser Touren war eine Maitour
1998. Es war unsere allererste Tour zusammen. Wir stellten das Auto im Båtskaret ab und
schlenderten den deutlichen Weg bergan. Es war ein herrlicher Maitag mit
strahlend blauem Himmel, der in einem fantastischen Kontrast zu den immer noch
weißen Bergen stand. Im weichen Schnee zum Gipfel hinauf ging es langsam und
schwer, aber die Aussicht war jeden Schweißtropfen wert. Wir rasteten recht
lange auf dem Gipfel, mit heißem Tee, Kuchen und Schokolade, und nahmen alle
Eindrücke in uns auf. Runterzu hopsten und schlitterten wir abwechseln über
Stein und Schnee und brauchten gar nicht lange, bis wir wieder unten beim Auto
waren.