RIVENOSKULEN - 1943 METER
Der Rivenoskulen ist ein kegelförmiger Berg mit relativ
flachen Flanken. An den West- und Südwesthängen geht der Schnee im Laufe des
Sommers, doch Ost- und Nordseite sind größtenteils vergletschert (Tverrbotnbreen).
Der Rivenoskulen eignet sich gut sowohl für Sommer- als auch
Winter- (lies Ski-) besteigungen. Die besten
Ausgangspunkte sind die Sprongdalshytta
/ das Sprongdalen, Arentzbu
oder Sota
Sæter. Nach Sota Sæter und ins Sprongdalen kann man im Sommer mit
dem Auto gelangen (zeitweise auch im Winter/Frühling),
während Arentzbu nur zu Fuß erreichbar ist.
Aufstieg:
Von der Sprongdalshytta folgt man dem Wanderweg in Richtung Sota Sæter (B09)
ca. 2 km ostwärts und schrägt dann auf einer flacheren Partie zum Greinbreen
in knapp 1500 mH hoch. Es geht über den Greinbreen (Gletscherausrüstung!).
und über die Westflanke hinauf auf den Rivenoskulen.
Der Rückweg erfolgt entweder über die gleiche Route, südwärts in Richtung
Arentzbu oder nordwärts in Richtung Sota Sæter (über
die Syrtbyttnose und nordöst- bis östlich den Bergrücken hinunter bis zum
Ausfluß des Sumarkvilaholet, dann steil entlang der Ostseite des Flusses
abwärts ins Syrtbyttdalen. Der Fluß muß u.U. durchwatet werden, bevor man auf
den Wanderweg nach Sota Sæter trifft.)
Von Arentzbu folgt man dem Rausdalen nordwärts am
Fremste Rausdalsvatnet vorbei und weiter im Tverrbotnen aufwärts, bevor man dem
Südrücken einfach weiter zum Gipfel folgt.
Der Rückweg erfolgt entweder über die gleiche Route, nach Sota Sæter oder in
Richtung Sprongdalshytta.
Winter: eine Rivenoskulentour hin und zurück von Arentzbu ist eine schöne
Skitour ohne allzu steile Partien. Der Rückweg bietet eine Abfahrt über mehr
als 1000 Höhenmeter.
Von Sota Sæter folgt man dem Wanderweg in Richtung Nørdstedalsseter,
biegt dann westlich ab und überquert die Røykjeskålshøene. Weiter geht es
hinunter ins Sumarkvilsholet, das auf 1536 mH west- bis nordwestlich des Gipfels
liegt. Von hier aus steigt man westwärts über den Bergrücken südöstlich der Syrtbyttnose
auf und folgt dem Gletscher südwärts zum Gipfel.
TUNDRADALSKYRKJA - 1971 METER
Die Tundradalskyrkja ("Tundradalskirche") ist ein
schöner und markanter Berg, der allerdings etwas im Schatten seines höheren
westlichen Nachbarn, der 2088 m hohen Tverrådalskyrkja.
Die Tundradalskyrkja kann sowohl zu Fuß als auch per Ski verhältnismäßig
leicht bestiegen werden.
Die zentrale Lage mitten in Breheimen sorgt für eine tolle Aussicht über weite
Teile der Region mit der Tverrådalskyrkja und den Holåtindane
in der Nähe, aber auch z.B. zum weiter entfernten Hurrungane.
Aufstieg:
Sota
Sæter oder Nørdstedalsseter
sind geeignete Ausgangspunkte für eine Besteigung der Tundradalskyrkja.
Von Sota Sæter folgt man dem markierten Wanderweg hinauf zum Fortunsdalsbreen.
Beim Styggvatnet verläßt man den Weg und geht südostwärts hinauf zum Sveintjørni
auf 1541 mH. Man kann entweder dem Ufer folgen oder über den Sveinkollen gehen.
Weiter verhältnismäßig flach von Westen aus über den Südrücken hinauf zur Tundradalskyrkja.
Das letzte Stück nordwärts zum Gipfel ist eine einfache Wanderung auf einem
breiten Bergrücken.
Alternativ kann man von Sota Sæter aus direkt über
den Nordwestrücken aufsteigen, was allerdings eine weit steilere Angelegenheit
ist.
Von Nørdstedalsseter aus folgt man der Route in
Richtung Fortunsdalen hoch zum Nørdstedalen. Oben am Gletscher kann man diesen
entweder teilweise überqueren (Gletscherausrüstung!)
und ostwärts zu dem Band zwischen dem Hauptgipfel und dem Nebengipfel von 1876
m weiter südlich aufsteigen, oder dem gesamten Tundradalskyrkjerücken von
Süden aus über den Nebengipfel von 1876 m folgen.
STRYNESKÅLA (SKÅLATÅRNET) - 1848
METER

Der Skåla ist wahrscheinlich in erster Linie wegen seines
charakteristischen Turms, dem Kloumannsturm, bekannt, der meist einfach
Skålatårnet (Skålaturm) genannt wird. Dieses besondere Bauwerk, die
einzigartige Aussicht und ein guter Wanderweg hinauf machen den Skåla zu einem
sehr beliebtes Wanderziel. Und im Gegensatz zu vielen an deren Bergen
entsprechender Höhe in dieser Region verlangt der Skåla keine
Gletscherpassage.
Viele stutzen vielleicht über das Bauwerk auf dem Gipfel,
einem zweistöckigen, runden Steinturm mit anderthalb Meter dicken Mauern. Der
Durchmesser und die Höhe des Turms betragen 8 Meter.
Die Geschichte des Turm reicht mehr als hundert Jahre zurück: Der Distriktsarzt
H. Kloumann aus Innvik kam auf den Gedanken, mit einer Hütte auf dem Gipfel den
dominierenden Berg Skåla leichter zugänglich zu machen und lungenkranke
Patienten hier in der klaren Bergluft kurieren zu können. Er ließ deshalb den
Turm bauen, der heute Kloumannstårnet heißt. 1891 war der Turm fertig, doch Kloumann
konnte sich nicht lange darüber freuen, denn er starb im gleichen Herbst.
Um den Aufstieg zum Turm zu erleichtern, wurde ein Weg zum Gipfel angelegt. Die
Arbeiten dauerten über 20 Jahre und wurden erst 1914 abgeschlossen. In Stryn
und Loen wurden u.a. Basare abgehalten, um die Wegarbeiten zu finanzieren.
1896 überließ Kloumanns Witwe den Turm der Gemeinde Loen, die ihn im darauf
folgenden Jahr an die Bergens Turistforening (Bergener
Wanderverein) weitergab. Heute wird der Kloumannstårnet
als Selbstbedienungshütte der Bergen Turlag betrieben und hat 20 Bettplätze.
Die Wanderung hinauf zum Stryneskåla ist ein langer,
zusammenhängender Anstieg von mehr als 1800 Höhenmetern, der jedoch in
keinster Weise technisch anspruchsvoll oder ausgesetzt ist. Alle, die über eine
entsprechende Kondition verfügen, können den Aufstieg bewältigen. Doch man
sollte ausreichend warme Kleidung für die Höhe mithaben, und ansonsten: God
tur!
Aufstieg:
Von Loen kommend, findet man den Startpunkt des Wanderweges
etwa 2 km an der Straße in das Lodalen hinein. Kurz hinter Tjugen Camping
kommt rechter Hand eine Informationstafel und ein Parkplatz.
Gegenüber des Parkplatzes führt der Wanderweg zuerst ein paar hundert Meter
recht flach auf einer Schotterpiste waldwärts (Kuhgitter
schließen). Dann
biegt rechts der Pfad zum Skålatårnet steil bergan. Alternativ kann man das
erste Stück auch dem Traktorweg weiter folgen (ausgeschildert mit "lett
vei"), welcher etwas weiter, dafür aber weniger steil ist. Einige hundter
Meter weiter oben am Hang treffen die beiden Wege wieder aufeinander.
Nun kommt man um die Steigung nicht mehr herum. Es geht gleichmäßig steil im
Wald bergan.
Einige hundert Meter später kommt man zu der ersten Attraktion: durch einen
Abstecher etwa 10-15 Meter nach rechts kommt man zu dem schönsten der Wasserfälle der
Fossedøla (die übrigens eine ganze Weile lang rechts
des Pfades bergabwärts rauscht), schätzungsweise 50 Meter freier
Fall, und bei Nachmittagssonne mit herrlichem Regenbogen.
Der Weg hält sich links des Flusses talaufwärts.
Man kommt an einer Brücke vorbei, die zu einer Alm auf der anderen Flußseite
führt (will man nicht hinauf zum Skåla, kann man hier
abbiegen und eine Runde gehen), doch der Weg zum Skåla führt
weiterhin links des Flusses bergan. Weiter oben kommt man zu der zweiten
Brücke. Hier biegt der Weg zum Skåla rechts über den wilden, herrlichen
Gebirgsfluß (auf der linken Flußseite führt der Weg
weiter nach Sandvik am Strynevatnet, siehe BAA1.). Jetzt hat
man etwa 650-700 Höhenmeter erreicht und noch gut über die Hälfte vor sich! Den Skålatårnet kann man noch nicht sehen, doch rechts des
Sattels, zu dem man jetzt aufsteigt, sieht man den Vesleskåla mit seinen 1238 m,
und selbst dieser wirkt von hier unten aus noch viele Schritte bergauf
entfernt.
Der Weg schlängelt sich jetzt am Hang hinauf nach Westen. Die letzten
Moorbirken bleiben zurück, und die Höhenmeter verschwinden eigentlich auf
diesem Stück recht schnell unter einem, zumal der Weg hier sehr gut ist.
Nach einer Weile erreicht man den See Skålavatnet, an dem man links vorbeigeht.
(Auch dieser ist ein schönes Ziel, wenn die
Höhenmeter nun doch zu viele werden und man nicht (mehr) ganz hoch will).
Ab hier und weiter aufwärts wird die Landschaft nun mehr und mehr von Gestein
und Schnee geprägt (letzteres selbstverständlich
etwas abhängig von der Schneemenge und des Zeitpunktes, zu dem man geht).
Zuinnerst in dem Bergkessel zwischen dem Skålafjellet, der Rongjuvsnibba (1572
m) und dem Vesleskåla
geht man einen Block- / Schneehang zu dem Einschnitt zwischen dem Store-Skåla
und der Rongjuvsnibba hoch.
Im Einschnitt biegt der Weg links auf den Gipfelrücken des Store-Skåla. Hier
geht es ohne eindeutigen Pfad über Stein (größtenteils anstehender
Fels) und/oder Schnee weiter bergaufwärts. Hat man diese Steigung überwunden,
biegt man rechts über ein Schneefeld. Auf der anderen Seite trifft man auf
einen imponierenden Treppenweg aus Steinplatten, der sich wie ein Wunder
plötzlich auftut und sich wie eine Autobahn durch die Blockfelder weiter bergan
schlängelt. (PS! Früh im Sommer ist er oft noch von
Schnee bedeckt).
Der Skålatårnet,
oder Kloumannstårnet, wie er eigentlich heißt, taucht nicht auf, bevor man ihn
fast erreicht hat, doch da kommt er vielleicht als eine positive Überraschung
für einen kaputten und geschafften Bergwanderer?
Vom Turm folgt man dem oft schneebedeckten Gipfelrücken (Abstand
zu der oft überhängenden Schneewächte halten!) zuerst ein paar
hundert Meter zum ersten Gipfelpunkt (ohne Höhenangabe).
Zum zweiten
Gipfelpunkt, dem Stryneskåla
(1848 m) mit seinem trigonometrischen Punkt, ist es noch ein guter Kilometer
weiter entlang des Gipfelrückens. Hier bietet sich eine noch imponierendere Aussicht
als vom Skålatårnet: hinüber zum Turm mit der steil abfallenden Felswand mit
ihrer überhängenden Schneewächte und dem Gletscher weiter unten mit seinen
gähnenden Spalten, hinunter nach Loen (welches man
nicht vom Turm aus sieht) und zum Fjord. Gen Westen und Südwesten
erstrecken sich der Skålabreen, der Tindefjellbreen und der Skålebreen, die
als beinahe zusammenhängendes Band hinüber zu der endlosen weißen
Gletscherfläche des Jostedalsbreen reichen (Gletscherwanderung
nach Bødalsseter siehe B41), wo die
Lodalskåpa
(2083 m) als unbestrittene Majestät über dem Gletscher
thront. Im Norden erheben sich die spitzen Sunnmørsalpen und man schaut
hinunter zum Strynevatnet und ins Hjelledalen.
Rechnen Sie 5 Stunden für den Auf- und 3 Stunden für den
Abstieg. Beim Abstieg können (bzw. sollten) evtl. Schneefelder entlang des
Weges benutzt werden, um die Knie zu schonen.
Alternativen:
(1) Gletscherwanderung von Bødalsseter (siehe B41)
(2) Von Oppstryn an der Reichsstraße 15 im Fosdalen aufwärts über Teile des Skålabreen
und entlang des Nordrückens zum Gipfel des Stryneskåla.
(3) Frühlingsskitouren in allen Varianten. U.a. von Bødalsseter oder Tjugen.
PS! Vergessen Sie nicht, daß Sie im Turm übernachten können.
Der Skåla ist ein fantastischer Ort, um den Sonnenauf- oder -untergang zu
erleben!
Eigene Erlebnisse: (24.06.2001)
Nachdem wir am Samstag verschiedene Gletscherarme des Jostedalsbreen besucht
hatten und in engen Westlandstälern herumgefahren waren, wollten wir am Sonntag
ein bißchen Bewegung haben. Wir hatten schon lange große Lust gehabt, einmal
den Skåla zu besteigen, doch er ist recht weit weg von uns zu Hause, und
schönes Wetter ist hier im Westen normalerweise eine Seltenheit.
Nach einem guten Frühstück auf dem Campingplatz Tjugen, wo wie übernachtet
hatten, spazierten wir die wenigen hundert Meter entlang der Straße zum
Startpunkt des Wanderweges. Es war noch nicht einmal 10.00 Uhr morgens, und die
meisten schliefen nach den St. Hans-Feiern in der letzten Nacht noch immer. Ein
deutscher Motorradfahrer aus Hanau machte sich gerade wanderfertig und startete
direkt hinter uns. Ansonsten waren wir allein.
Man sieht den Gipfel nicht von unten, und das ist vielleicht auch gut so, denn
er scheint sowieso lange nicht näherzu kommen. Generell heißt es, die
Besteigung des Skåla beinhalte den größten Höhenunterschied, den man in
Norwegen auf markiertem Wege gehen kann, und es ist bestenfalls nur der Aufstieg
von Galdesand an der RV55 auf den Galdhøpiggen, der eine ebenso große
Höhendifferenz aufweisen kann (nur daß man hier mit
dem Auto wesentlich höher kommt und niemand zu Fuß vom Tal aus geht).
Der Himmel war leicht bewölkt, und die Sonne hielt sich noch fern. Doch das war
während des schweißtreibenden Aufstiegs auch sehr gut so. Der Hanauer
Motorradfahrer blieb nach und nach zurück, und wir bildeten uns schnell ein,
daß unsere Form wahrscheinlich doch nicht so schlecht war, wie wir geglaubt
hatten. Etwas später trafen wir auf einen Belgier, der uns, nachdem wir ein
Foto von ihm machen sollten, unmittelbar das Gegenteil bewies, da er uns sofort
distanzierte. Abgesehen von einigen kürzeren Atempausen hielten wir ein
gleichmäßiges Tempo bis fast hinauf zum Skålavatnet, doch hier war eine
längere Pause mit Energienachschub angesagt. Der Hanauer hatte auch ein
gleichmäßiges Tempo vorgelegt und kam bald zu uns heran, um etwas zu
plaudern.
Bald verabschiedeten wir uns von ihm, der übrigens Udo hieß, und nahmen
gestärkt den zweiten Teil des Anstieges in Angriff. Etwas weiter oben am
Schneerand saß der Belgier, Ben mit Namen, und wartete. Er hatte keine
Erfahrung mit dem Gehen auf Altschnee und meinte, man könnte vielleicht durch
Löcher hindurchfallen. Deshalb fragte er, ob er sich uns anschließen dürfe.
Wir erklärten ihm, daß das mit dem Durchfallen auf Gletschern war, und daß es
sich hier um völlig ungefährliche Schneefelder handelte. Anschließen durfte
er sich selbstverständlich sowieso, und er wirkte froh darüber. Er nahm an
einer Konferenz in Loen teil und schwänzte einen Vorlesungstag, um eine
Bergtour zu unternehmen.
Obwohl in diesen Regionen im Winter wenig Schnee gefallen war, war es noch so
früh im Sommer, daß er noch reichlich lag. Wir folgten den Steinwarten und
wurden in Höhe des Einschnittes zwischen dem Skåla und der Rongjuvsnibba von
einem Norweger überholt, der schnell von hinten kam. Nach dem Tempo, das er
vorlegte, seiner leichten Bekleidung und dem ebenso leichten Schuhwerk bekam er
von uns schnell den Spitznamen "der Jogger". Als wir uns eine Weile
später die letzten Schneehänge zum Turm hinaufkämpften, kam er uns schon
wieder munter entgegengesprungen. "Nur noch zweihundert Meter", war
seine Botschaft an uns. Ganz plötzlich tauchte hinter dem letzten Schneehang
der imposante Kloumannstårnet auf und es handelte sich nur noch um Minuten, bis
wir vor der Eingangstür standen. Viereinhalb Stunden hatte der Aufstieg
gedauert.
Das Wetter war wie bestellt. Während des gesamten langen
Aufstieges hatte sich die Sonne zurückgehalten, doch jetzt - wie auf Kommando -
riß die Wolkendecke auf. Nach einer kurzen Tour zum "Gipfel", d.h.
zum höchsten Punkt der Schneewächte, entschloß ich mich, im Turm auszuruhen,
während mein Freund mit unerschöpflicher Energie hinüber zum zweiten
Gipfelpunkt, dem Stryneskåla, weiterging. Er folgte der oberen Kante des Skålabreen
entlang des Gipfelplateaus zum eigentlichen Gipfel auf dem Skåla. Von hier aus
war die Aussicht womöglich noch atemberaubender als vom Turm, denn man konnte
hinunter nach Loen und direkt in die gähnenden Gletscherspalten des kleinen
Gletschers an der Nordwand des Skåla sehen. Als er zurückkam, war mittlerweile
auch der Haunauer Udo am Turm aufgetaucht.
Alle vier gingen wir zusammen zurück, und für Ben ohne Schnee-Erfahrung war
das Rutschen auf den Schneefeldern beim Abstieg mit viel Spaß verbunden.
Beim Abstieg schafften wir es abermals, die angegebene Zeit mit einer halben
Stunde zu schlagen und saßen zweieinhalb Stunden später auf dem Campingplatz
in der strahlenden Sonne und aßen Eis. Ein Bad im erfrischenden Nordfjord
bildete wenig später den krönenden Abschluß dieses rundum gelungenen Tages.
BINGS BREKUPPEL - 1880-1900
METER
Bings Brekuppel ist der Name für diese schnee- bzw.
gletscherbedeckte Kuppel inmitten des Tindefjellbreens. Sie liegt mitten in
einer Bergkette, die sich von der Lodalskåpa
(2083 m) nordwestwärts zum Skåla erstreckt.
Es gibt viele Möglichkeiten, den Berg zu erreichen, aber keine markierte Route.
Und alle verlangen kürzere oder längere Gletscherpartien.
Vorschlag 1:
Start in Bødalssetra
und entlang der Route zum Skålatårnet (B41)
zum Gipfel. Retour auf dem gleichen Weg.
Vorschlag 2:
Von Loen zum Skålatårnet,
und Tagestour zwischen zwei Übernachtungen im Turm zur Bings Brekuppel.
VONGSEN - 1757
METER
Der Vongsen ist ein isoliert liegender Berg, der südwestlich
des Spørteggbreen liegt (auf dem Bergrücken östlich des Jostedalens). Er ist
ein erstklassiger Aussichtsberg mit fantastischem Blick zum Jostedalsbreen,
Hurrungane und dem übrigen Breheimen, und dabei ein beliebtes Ausflugsziel für
die Bewohner des Jostedalens, das sich gut für Sommer- und Winter- (lies
Ski-) besteigungen
geeignet.
Aufstieg:
3-4 km südlich von Gjerde im Jostedalen führt an der Ostseite des Flusses
Jostedøla ein Wirtschaftsweg und ein Almenpfad (beide sind möglich) an dem
bewaldeten Hang bergan und in das Vanndalen hinein (der
Wirtschaftsweg gabelt sich nach einer Weile, und man folgt dem rechten weiter
zum Vanndalen, während der linke in das Store Geisdalen führt).
Zu innerst im Vanndalen, auf ca. 1100 mH, erreicht man den See Vanndalsvatnet,
der direkt nördlich des Vongsen liegt. Der kürzeste Weg führt von hier aus
direkt südwärts zum Gipfel hoch.
Für eine Winterbesteigung führt eine weniger steile
Alternative vom See aus nordostwärts auf einen breiteren Bergrücken, dem man
im Halbkreis zum Gipfel folgt: zuerst ostwärts, an einer nicht auf der Karte
eingezeichneten Hütte vorbei (dreiecksförmiger Bau;
die Hütte liegt auf ca. 1550 mH und steht den Bergwanderern das ganze Jahr
über offen), dann geht es südwärts in eine Senke und über den
südwestlichen Teil des Spørteggbreen, und zum Schluß über eine Anhöhe und
den letzten steilen Hang zum Vongsen hinauf.
Alternative Route im Sommer: von Åsen (südlich der
Krokagjelet im Jostedalen) auf dem Almenpfad aufwärts, an dem Skåldalstjørni
vorbei und auf das Band zwischen der Geitanosi (1317 m) und dem Vongsen. Vom
Sattel aus ostwärts, bis der Berghang im Süden weniger steil und erklimmbar
wird.
HAVALD-TREDE (TINDEFJELLET; STOR HAVALDEN) - 1774
METER
Diese Beschreibung wurde uns von Frank-Jakob
Sandbakk zur Verfügung gestellt.
Wenn man vor dem Hjelle Hotel in Hjelle/Oppstryn
steht und direkt südwärts blickt, so dominiert das Tindefjellet die
Aussicht. Dieser steile, messerscharfe Berg ist das, was die Geologen
ein Nunatak nennen, das heißt, daß er in der letzten Eiszeit aus dem
Eis herausschaute. Leider ist die Bergqualität davon geprägt, daß der
Fels durch Frostsprengung stellenweise recht lose ist. Doch es ist nicht
das Qualitätsklettern, das die Kletterer hier herauflockt, sondern der
tolle Anmarsch, der alpine Charakter des Berges, die unglaublich tolle
Aussicht und das fantastische Naturerlebnis. Das Tindefjell ist
darüberhinaus der einzige Berg in der Region Stryn, den man nur durch
Klettern bezwingen kann, und auch dies hat sicher dazu beigetragen, daß
eine Besteigung heute zum Prestige in der Kletterbranche gehört.
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