Nachrichtenseiten, seit 25. April 2000
Willkommen zu den Nachrichten aus Norwegen.
Hier können Sie vorbeischauen, um das Neueste aus Norwegen zu
erfahren (nicht alle können ja norwegisches Fernsehen
empfangen). Wir werden uns schwerpunktmäßig auf Nachrichten
mit touristischen Themen konzentrieren, aber auch die
wichtigsten allgemeinen Nachrichten bringen.
Bitte beachten Sie, daß diese Übersicht nur eine subjektive
Auswahl der Nachrichten im Land darstellt. Die Seite wird oft,
aber nicht in bestimmten Abständen aktualisiert.
25. April - Sognefjellstraße
öffnet am 27.04.
Am Freitag, den 24.04.01 wird die RV55 über das Sognefjell nach
der Wintersperrung öffnen. Einzelne Nachtsperrungen aufgrund
schlechten Wetters können auch danach noch vereinzelt
vorkommen.
25. April - Einstellen der
Nachrichtenseiten
Zu unserem Bedauern müssen wir unseren wenigen regelmäßigen
Nachrichtenlesern leider mitteilen, daß es ab morgen keine
Updates der Nachrichten mehr geben wird.
Genau 1 Jahr nach der Einrichtung dieses Services werden wir ihn
wieder einstellen, denn es hat sich leider nicht gelohnt, und
wir haben immer weniger Zeit dafür. Mit wenig Zeit werden es
aber auch seltener Updates und mit weniger Updates weniger
Leser.
Wir danken für Ihre Treue und sagen "takk for oss"
auf den Nachrichtenseiten.
11. April - EU will norwegisches
ÖL
In einer geplanten EU-Richtlinie will die EU im Falle einer
Energiekrise in Europa Norwegen das Selbstbestimmungsrecht über
norwegische ÖLfelder wegnehmen können.
Norwegische EU-Gegner sind in Harnisch und meinen, dies sei ein
ernsthafter Angriff gegen Norwegens Selbstbestimmungsrecht. Sie
verlangen, daß sich der Öl- und Energieminister Olav Akselsen
im Storting erklären soll.
Es war die britische Zeitung Sunday Times, die am Wochenende
darüber geschrieben hatte, daß die EU an einem Gesetz zur
Sicherung der Energiezufuhr in Krisenzeiten arbeite.
Norwegen ist durch das EOS-Abkommen Mitglied des Europäischen
Binnenmarktes. Norwegens EU-Botschafter Einar Bull sagt, daß
eine solche EU-Richtlinie aller Wahrscheinlichkeit nach
EOS-relevant sei und damit nach den Wünschen der EU Gesetz in
Norwegen werden sollte. Norwegen kann dies jedoch ablehnen.
09. April - Dänischer Frachter
im Drøbaksund gesunken
Um 04.30 Uhr am Sonntag, 08.04.01, sank der unter dänischer
Flagge fahrende Frachter "Gert Hansen" im Drøbaksund,
genau an der Stelle, an der 1940 das deutsche Kriegsschiff
"Blücher" sank.
Die See war spiegelblank und der enge, schwierige Drøbaksund
ist sehr gut mit Seezeichen markiert, so daß es ein Rätsel
ist, warum das aus Lübeck kommende und mit Salz beladene Schiff
sank. Nichts deutet auf einen Zusammenstoß hin. Vom Notruf bis
zum Abbruch der Funkverbindung vergingen nicht einmal fünf
Minuten. Von der 4-köpfigen Mannschaft an Bord konnten zwei
Polen gerettet werden, während dir beiden dänischen Seeleute
ums Leben kamen. Der Drøbaksund ist an der Unglückstelle 60-70
m tief, und das Schiff liegt auf 40 m Tiefe.
07. April - Lawinengefahr im
Gebirge
Der heftige Schneefall in Südnorwegen der letzten Tage führt
zu Lawinengefahr im Fjell. In weniger als zwei Tagen sind
vereinzelt bis zu 80 cm Schnee gefallen.
Das Norwegische Geoltechnische Institut warnt vor der
verstärkten Lawinengefahr im Gebirge über Ostern. Besonders
die Region von den Langfjella bis Jotunheimen und hier vor allem
die nordöstlichen Hänge sind gefährdet.
In Trøndelag besteht keine Lawinengefahr, und in Nordnorwegen
ist sie gering.
Auch die Gletscher sind gefährlicher als normal. Es gibt in
diesem Frühling viel mehr offene Spalten und dünne
Schneebrücken als normal, und deshalb können
Gletscherpassagen, die normalerweise sicher sind, diesen
Frühling gefährlich sein.
Das Eis auf den Bergseen (abgesehen von regulierten Seen) ist
dagegen über ganz Südnorwegen dick und sicher. Doch milde
Temperaturen können dies schnell ändern. Alle, die über
Ostern im norwegischen Fjell unterwegs sein wollen, sollten sich
deshalb bei www.nve.no über die
Verhältnisse in der jeweiligen Region erkundigen.
Auch gegen die im März schon intensive UV-Strahlung, besonders
in Verbindung mit Schnee, sollte man sich ausreichend schützen.
In Norwegen ist der Gründonnerstag ein Feiertag und am Mittwoch
wird nur bis 12.00 Uhr gearbeitet. Viele Norweger nehmen gleich
die ganze Woche vor dem Osterwochenende frei und fahren mit
ihren Skiern ins Gebirge, wo sie von Hütte zu Hütte wandern.
07. April - Importverbot
teilweise aufgehoben
Nach der Aufhebung des Importverbotes gegen die meisten
EU-Länder geht der norwegisch-schwedische Grenzhandel neuen
Rekorden entgegen.
Die Aufhebung des Importverbotes gilt allen EU-Ländern, wo die
Maul- und Klauenseuche bisher nicht nachgewiesen wurde. Demnach
umfaßt das Verbot weiterhin Großbritannien mit Nordirland, Irland,
Frankreich und die Niederlande.
Die Bauern jedoch sind unzufrieden mit dem überraschenden
Beschluß der Regierung und meinen, es handele sich hierbei um
einen Kniefall vor der EU.
Sie meinen, die Aufhebung des Importverbotes komme zu früh,
denn nichts deute darauf hin, daß die Seuche unter Kontrolle
sei, und die Herkunft der Waren bei privatem Import sei
unmöglich zu kontrollieren.
Die Regierung weist ihrerseits daraufhin, daß die
Einschätzungen, die zur Aufhebung des Importverbotes führten,
von norwegischen Fachleuten und dem Landwirtschaftministerium
stammen, welche der Meinung sind, daß sich die Seuche nicht
länger unkontrolliert ausbreite. Der Landwirtschaftminister
verhehlt aber auch nicht, daß Norwegen von der EU unter starken
Druck gesetzt wurde.
31. März - Importverbot
verlängert
Norwegen hat das Einfuhrverbot für Fleisch und Fleischprodukte um vorerst weitere 3 Wochen verlängert. Dafür erntete Norwegen bereits herbe Kritik durch die
EU-Kommission. Die Kommision hat ihr Bedauern über die Entscheidung Norwegens, das Einfuhrverbot zu verlängern, zum Ausdruck gebracht. Die Kommission ist nach wie vor der Auffassung,
daß Norwegen so schnell wie möglich den Prinzipien Folge zu leisten hat, die die EU-Länder für die Bekämpfung der Krankheit zu Grunde gelegt haben.
Bisher war es noch wenig wahrscheinlich seitens der EU gegen Norwegen Maßnahmen zu ergreifen, jedoch besteht nach der Bekanntmachung der Verlängerung des Einfuhrverbotes die Gefahr,
daß die Kritik der EU mehr als nur verbal bleibt.
25. März - Norwegen tritt dem
Schengen-Abkommen bei
Heute ist Norwegen (zusammen mit den anderen nordischen
Ländern) dem Schengen-Abkommen beitreten.
Damit entfallen alle Personenkontrollen an den Grenzen der
beteiligten Länder (Belgien, Niederlande, Luxemburg,
Frankreich, Deutschland, Spanien, Portugal, Griechenland,
Italien, Österreich, Schweden, Dänemark, Finnland, Island und
Norwegen).
Eine Kontrolle von Waren, Gütern und Gepäck findet jedoch
weiterhin statt.
Praktische Konsequenzen fuer EU-Bürger und Norweger hat der
Beitritt dahingehend, daß nunmehr eine Paßkontrolle für
Reisen nach Svalbard (Spitzbergen) obligatorisch ist
(Spitzbergen ist ja eigenständig, wird von Norwegen verwaltet
und unterliegt dem Spitzbergen-Statut, was von vielen Ländern,
darunter Norwegen, Rußland, Schweden, Frankreich und den USA
unterschrieben wurde, und nicht dem Schengen-Abkommen). Die
Kontrollen hierzu finden schon auf dem Tromsøer Flughafen statt
(bzw. auf dem Schiff), da der Sysselmann (=Generalgouverneur)
auf Spitzbergen sich weigert, diese durchzführen.
20. März - Norwegen will
Importverbot nicht aufheben
Die EU hatte eine unmittelbare Aufhebung des Importverbotes von Fleisch- und Milchprodukten gefordert, doch Norwegen kommt dieser Forderung vorerst nicht nach.
Statt dessen verspricht Norwegen, das Importverbot nach Ablauf der zweiwöchigen Frist am 27. März neu zu erwägen. Werden bis dahin keine neuen Fälle von Maul und Klauenseuche auf dem Kontinent entdeckt, deutet alles auf eine Aufhebung hin.
Die EU hat bis jetzt noch keine Sanktionen angedroht und gibt praktisch der norwegischen Regierung Zeit, die Sache zu überdenken.
Die EU-Kommission stelle nicht die Frage nach der legalen Grundlage eines Importverbotes gegen die gesamte EU, die auf der Sicherheitsklausel des Veterinärabkommens im Rahmen des EOS-Abkommens basiert. Doch Norwegen bekam zu hören, daß das norwegische Importverbot "übertrieben" und "nicht proportional" zur Situation sei. Auch die wissenschaftliche Grundlage des Importverbotes wurde in Frage gestellt.
20. März - Außenmimister Jagland wünscht erneuten norwegischen EU-Antrag
Thorbjørn Jagland meint, Norwegen solle seine Haltung zu einer EU-Mitgliedschaft neu überdenken, wenn 2002 oder 2003 die Ausweitung der EU im Gang ist.
Der Außenminister meinte, daß die größten politischen Themen mit in den kommenden Wahlkampf gehören. Und das Thema EU und Norwegens Verhältnis zu Europa seien von enormer Wichtigkeit, sagte er.
Jagland machte deutlich, daß er der Meinung ist, daß Norwegen bedeutende Probleme bekommen wird, wenn es bei einer Erweiterung der EU nicht mit dabei ist.
Norwegen müsse seine Interessen verteidigen und den neuen Herausforderungen, die eine Ausweitung der EU gegenüber Norwegen mit sich bringt, aktiv entgegentreten, sagte Jagland. Schon heute unterliegt Norwegen durch dase EFTA-Abkommen weitgehend dem Regelwerk der EU, ohne jedoch selbst Einfluß darauf zu können. Dieses Argument wird das wichtigste der EU-Befürworter im Wahlkampf sein.
20. März - Ein Toter nach Snowscooter-Unfall auf Spitzbergen
Es wurde ein alles andere als gemütlicher Wochenendaufenthalt für die Gruppe, die letztes Wochenede Svalbard per Snowscooter erleben wollte.
Der Gletscher Petermannsbreen an der Ostküste Spitzbergens ist gefährlich. Doch genau in der spaltengefährlichsten Region des Gletschers befand sich am Sonntag die sechsköpfige Gruppe mit ihrem lokalen Führer.
Als sich einer der Snowscooter in einer Spalte festfuhr, stiegen mehrere andere von ihren Fahrzeugen und kamen, um zu helfen. Drei von ihnen brachen durch die Schneedecke und fielen in den 25 m tiefen, schmalen Spalt. Zwei von ihnen schafften es mit der Hilfe der anderen, wieder herauszukommen, doch der dritte fiel bis auf den Grund der Spalte und steckte dort fest. Dabei wurde er durch mehrere sehr schmale Passagen gepreßt und schwer verletzt.
Einer der Teilnehmer fuhr zurück nach Longyearbyen, um Hilfe zu holen, doch erst sieben Stunden später war fachmännische Hilfe zur Stelle. Die Rettungsmannschaften passierten allein auf den 100 Metern vom Helikopter bis zur Unfallstelle ca. 10 weitere gefährliche Gletscherspalten. Es steht fest, daß es unverantwortlich war, daß sich die Gruppe auf diesem Teil des Gletschers bewegte.
Als die Retter endlich unten bei dem Verunglückten ankamen, war er bei Bewußtsein. Doch die Enge des Spalts machte die Rettungsarbeiten extrem schwierig. Erst 15 Stunden nach dem Unfall und 8 Stunden nach Eintreffen der Rettungsmannschaften konnte der Mann geborgen und mit dem Hubschrauber erst ins Krankenhaus in Longyearbyen und später nach Tromsø gebracht werden. Dort starb er gestern stark unterkühlt und schwer verletzt.
20. März - Wolfsaktivisten drohen mit Schafmassaker
Die Wolfsjagd im Rendalen und der Region Ringebu hat die Gemüter ordentlich erhitzt. Nun haben mehrere Bauern Drohbriefe bekommen, wrin die Erschießung der Schafe auf der Sommerweide angedroht wird.
"Für jeden erschossenen Wolf werden wir 100 Schafe schießen, wenn diese im Sommer auf die Waldweide geschickt werden", steht in dem Drohbrief.
In der Kommune Aurskog-Høland wurden mehrere Giftfallen nachgewiesen und es kann in den kletzten Jahren eine größere Anzahl Wölfe dadurch getötet worden sein.
15. März - Importverbot für
landwirtschaftliche Produkte
Gestern, am 14.03., hat die norwegische Regierung ein
Importverbot für alle landwirtschaftlichen Produkte, die von
Huftieren stammen oder mit ihnen zusammenhängen, eingeführt.
Das Verbot umfaßt damit Fleisch- und Wurtswaren und
Milchprodukte (auch Käse etc.) und gilt vorerst für 14 Tage.
Es richtet sich gegen die gesamte EU.
Viele Winterurlauber, die gestern mit der Fähre anreisten,
mußten alle entsprechenden Waren beim Zoll lassen. Es wird zur
Zeit an allen Grenzen sehr genau kontrolliert.
08. März - Oslo Domkirche wird
restauriert
Pünktlich zur Hochzeit des norwegischen Kronprinzen Haakon
Magnus und seiner Verlobten Mette-Marit Tjøssem Høiby am 25.
August 2001 soll die Osloer Domkirche, in der die Trauung
stattfinden wird, im neuen Glanz erstrahlen. 6 Millionen Kronen
sind für die Restaurierungsarbeiten bewilligt worden. Laut der
norwegischen Kirche und Staatsminister Jens Stoltenberg sei der
jetztige Zustand der Kirche allzu peinlich, um zur Zeremonie
Hunderte von Gästen aus den Königs- und Fürstenhäusern ganz
Europas aufzunehmen.
28. Februar - Nordnorge auf Grund
gelaufen
Nur wenige Tage nach dem Grundlaufen der MS"Harald
Jarl" sind die Hurtigruten erneut betroffen. Die MS "Nordnorge" lief gestern vormittag 100 Meter vor dem Kai von Nesna in der Fylke Nordland auf eine Unterwasserschäre. Die Schäden u.a. am Kiel sind so umfassend, daß das Schiff aus der Linie genommen werden mußte. An zwei Stellen ist der Rumpf leckgeschlagen.
Weder die Mannschaft noch die Passagiere kamen zu Schaden.
Die Reederei OVDS (Vesterålens og Ofotens Dampskibselskap) arbeitet an der Umbuchung der Passagiere. Da die MS
"Nordnorge" in die Werft muß, kann es eine Weile dauern, bis sie wieder einsatzbereit ist.
25. Februar - Das Ölzeitalter
geht weiter
Das norwegische Erdölwunder weigert sich, seinem Ende
zuzugehen. Laut Öldirektor Gunnar Berge wird Erdöl noch
mindestens bis zum Jahr 2030 genauso wichtig wie Erdgas
sein.
Norgwegens ältestes Erdölfeld, Ekofisk, sollte jetzt, 30 Jahre
nach Beginn der norwegischen Ölförderung 1971, leer sein.
Neulich aber kam die Meldung von Phillips Petroleum, daß Ekofisk
noch immer Öl für 20-50 Jahre hat. Die Neuigkeit reiht sich in
ein Muster ein: Alle Prognosen, die das baldige Ende des
Erdölzeitalters ankündigten, waren zu
pessimistisch.
Die Experten der Ölindustrie zucken mit den Schuiltern. Sie
wissen, daß Phillips nur infolge der letzten technoligischen
Entwicklung die Lebenszeitverlängerung des norwegischen
Pionierfeldes Ekofisks um weitere 20-50 Jahre ankündigen
konnte, die es möglich macht, auch minderwertiges Öl zu
fördern. Und sie weisen darauf hin, daß der Hauptanteil der
Ölproduktion noch immer von den vier etablierten Plattformen Ekofisk, Statfjord, Gullfaks
und Oseberg kommt.
25. Februar - Harald Jarl auf
Grund gelaufen
Die MS "Harald Jarl" der norwegischen Postschifflinie
Hurtigruten lief in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag
außerhalb Rørviks auf eine Schäre auf. Starke Strömung und
Wind sollen die Ursachen gewesen sein.
Die "Harald Jarl" hatte wenig Fahrt und das Auflaufen
wurde von allen als völlig undramatisch bezeichnet. Noch
während der Evakuierung der Fahrgäste kam das Schiff von
selbst wieder frei und wiyde in den Hafen von Rørvik
geschleppt. Dort wurde es von Tauchern gründlich untersucht,
und nachdem keinerlei Schäden festgestellt wurden, war die
"Harald Jarl" wieder unterwegs.
Die "Harald Jarl", die zu den Schiffen der alten
Generation gehört (Baujahr 1960) und nach Ablauf dieses Jahres
aus dem Verkehr gezogen wird, war 1997 genau in der gleichen
Gegend schon einaml auf Grund gegangen.
16.
Februar - Wolfsjagd entgüldig in der Gericht anarkannt
Der Wolfsjagd wurde von der
"Namsretten" Gericht in Oslo heute entguldig
Anarkannt.
Kein von den neun Wolfen die geschossen werden soll ist
bis heute gefunden geworden.
19. Februar - Erster Wolf
gefällt
Nach Berichten des Direktorates für Naturverwaltung wurde heute
um 16.30 Uhr in Atndal der erste der neun zum Tode verurteilten
Wölfe erlegt. Zum ersten Mal seit Start der Jagd vor gut einer
Woche hatten die Jäger Augenkontakt zum Atndal-Rudel bekommen,
welches geschossen werden soll.
Man hofft, nun, da einmal die Jagd beschlossen und eröffnet
worden ist, auch wirklich alle Tiere des Rudels zu erlegen, da
überlebende Einzeltiere zu Streiftieren werden können, die
dann eine ernsthafte Gefahr für Rondanes Wildrenstamm
darstellen würden. Wildrene gibt es weltweit nur in Norwegen,
während es in vielen anderen Ländern Wölfe gibt, und der
Rondane-Stamm ist der genetisch reinste aller verbliebenen
Wildrenstämme des Landes. Aus dieser Perspektive geht den
Fachleuten der Schutz der Wildrene vor dem Schutz der Wölfe.
19- Februar - Zivildienst?
Wenn im Zuge der Verringerung der Wehrmacht das
Wehrpflichtigen-Heer von 217.000 auf 120.000 Mann reduziert
wird, gibt es nicht mehr genug Platz für alle jungen Männer
eines Jahrgangs. Nun sieht sich die Regierung nach Alternativen
für diejenigen um, die um den Wehrdienst drumherumkommen
werden.
Im Laufe einiger Jahre wird weniger als die Hälfte der
wehrpflichtigen jungen Männer ihre Wehrpflicht ausüben.
Zivildienst lautet einer der Vorschläge, diese Ungerechtigkeit
zu umgehen.
Zivildienst wurde bereits früher von einem
verteidigungspolitischem Ausschuß vorgeschlagen, und dies zieht
eine Reihe schwieriger Fragen nach sich, z.B. ob dies dann auch
grundsätzlich allen Mädchen gelten solle, oder ob Zivildienst
den Grundsatz der Wehrpflicht nicht mehr rechtfertige und man
lieber das Geld benutzen solle, um Platz für alle
Wehrpflichtigen zu erhalten.
16. Februar - Skandalen vervolgt
die liberale Fremskrittspartei
Die letzte Woche ist die zweit größte Partei,
Fremskrittspartiet, von Skandalen vervolgt.
Es hat eigentlich früher dieses Jahr angefangen als die Leitung
einige oppositionelle Mitglieder relativ brutal rausgeschmissen
haben und dadurch als eine Totalitäres Parteileitung angesehen
geworden.
Dann wurde es dieser Woche komplett als eine Representant auf
die Hordaland Fylkesparteikonferenz gekündigt das sie von einen
sentralen Politiker in der Partei verwaltigt geworden wurde. Das
dann sogar von der Rednerpult am Vernsehen.
Dann der nächste Tag wurde es bekannt das der Vize
Parteileiter, Terje Søviknes, bei einer Jugendlandeskonferenz
in der Partei wo er als Representant für das Mutterpartei dabei
war, mit einen 16 Jährigen Mädel Sex gehabt hatten.
Das Mädchen behauptet das sie von ihm vergewaltigt wurde.
Nach einen Mediensturm wurde es bekannt das die übrige
Parteileitung von die ganze Sex-Sache seit Monaten wußte und
das alles verschwiegen haben.
Das ganze Sirkus hat jetzt eine Woche auf der Vernsehere
geläuft, mit vielen Tränen und mehr. Die Skandalenvervolgte
Partei hat von 5-7% auf den Opinionen verloren.
Fremskrittspartiet war letzte Jahr der größte Partei
Norwegens, aber nach den ganzen Skandalen ist wieder die
Arbeiderpartei die größte Partei des landes, aber immernoch
deutlich kleiner als bei letzten Bundestag-wahl.
09. Februar - Ivo Caprino
gestorben
Der norwegische Filmkünstler Ivo Caprino starb gestern an
Krebs. Caprino war als Filmproduzent und Regisseur bekannt, in
erster Linie durch Puppenfilme.
Er studierte Puppenfilm in Prag, Trick- und Miniaturfilm in Rom,
Laboratorie und Farbfilm in Paris und Zeichenfilm in London.
Caprinos größter Erfolg ist der Film "Flåklypa Grand Prix",
der 1975 entstand.
Doch bevor Flåklypa seinen Siegeszug begann, hatte er mehrere
norwegische Märchen (darunter "Askeladden, der mit dem Troll um
die Wette aß", "Veslefrikk mit der Fiedel", "Der
standhafte Zinnsoldat" und nicht zuletzt "Karius und
Baktus") als Puppenfilme verfilmt und damit Groß und Klein
erfreut.
Caprino schuf ein eigenes System zur Produktion von
Puppenfilmen, welches ihn international berühmt machte. Er
gewann im Laufe der Jahre auch eine Reihe Preise, darunter den
Filmkritikerpreis.
Ivo Caprino hatte mehrere Jahre sein eigenes Filmstudio in Snarøya
und engagierte sich stark unter dem Bau des Hunderfossen Familieparks
bei Lillehammer.
Mit seinem Supervideografen drehte er auch eine Reihe Filme
über die norwegische Natur und Wirtschaft. Diese Filme werden
von den Erlebniszentren im ganzen Land gezeigt, u.a. am Nordkap,
dem Hardangervidda Naturzentrum und dem Skieventyr in Morgedal.
09. Februar - Keine Rechtshilfe
für die Wölfe
Das Umweltministerium behandelte heute früh nochmals die Frage
um eine Verschiebung des Jagdstarttermins im Østerdalen. Der
Anwalt der Naturschützer ist enttäuscht, nachdem klar wurde,
daß das Verwaltungsgericht die geplante Jagd auf die
norwegischen Wölfe (siehe Kurznachrichten vom 05. Februar)
nicht mittels einer kurzfristigen Verfügung verschieben wird.
Laut Staatssekretär Stein Lier-Hansens Aussagen vom Donnerstag
Abend ist die Sache praktisch entschieden, so daß die Jagd wie
beschlossen morgen, am Samstag, dem 10. Februar, beginnen kann.
Nachdem die Sache vor das Verwaltungsgericht gebracht wurde, war
um einen Eilbeschluß zum Aufschub des Jagdstarts gebeten
wurden, damit die Jagd nicht startet, bevor die
Gerichtsverhandlungen stattgefunden haben, welche am Dienstag,
den 13. Februar morgens starten.
05. Februar - Kurznachrichten
Seit Tagen schickt ein russisches Hoch seine eisigen Ausläufer
nach Südnorwegen. Im Österdalen wurden die letzten Nächte
unter -43°C gemessen. Auch Oslo hatte mit unter -20°C die
kältesten Nächte seit langen Jahren. Dementsprechend stieg der
Stromverbrauch im Land auf neue Rekorde, und auch die
Brandschäden, die aufgrund von Feuerung mit zu wenig Durchzug
wegen der Kälte entstanden, waren rekordviele.
Der WWF ist der Meinung, die Erlaubnis, zunächst 9 der
ursprünglich geplanten 20 Wölfe zu schieße, sei ein heulender
Kompromiß.
Die Belastung, 20 Tiere zu schießen, wurde zuviel für die
Umweltnation Norwegen. Deshalb dürfen nun zuerst nur das Rudel
im Atndalen, das neueingewanderte Wolfspaar im Imsdal sowie alle
Tiere im oberen Østerdalen westlich der Glomma bejagt werden.
Die Begründung für die Jagderlaubnis ist, daß die Wölfe die
Schafzucht in der Region bedrohen. Dies tut auch das Rudel
östlich der Glomma auf dem Koppangskjølen. Deshalb bekam dort
die Gemeinde die Erlaubnis, auf eigene Faust Schadetiere zu
jagen, wenn in der Weidesaison ab Juni Schafe gerissen werden
sollten.
In Alta hat ein neues Eishotel eröffnet, das dem bekannten
Eishotel in Jukkasjärvi Konkurrenz machen soll.
03. Februar - Kurznachrichten
Schwedens Umweltministerin hat heute über das Fernsehen die
norwegische Regierung wegen dem geplanten Abschuß von 20
Wölfen kritisiert und darum gebeten, die Abschußpläne
aufzugeben. Gleichzeitig kündigte sie an, daß Schweden den
Wolfsbestand im Land auf 200 Tiere erhöhen will.
Nach inneren Streitigkeiten, bei denen mehrere
Parteimitglieder Norwegens zweitgrößter Partei, der rechten
Fortschrittspartei, von der Partei suspendiert wurden, ist heute
eines der Fraktionsmitglieder der Frp aus der Partei
ausgetreten. Damit reduziert sich die Zahl der Frp-Representanten im norwegischen Parlament auf 24 (gleich viele wie die
Christliche Volkspartei, Norwegens drittgrößte Partei). Dies
ist das zweite Mal in der relativ kurzen Parteigeschichte, daß
durch einen Parteiaustritt die Parlamentsfraktion der Frp
reduziert wird.
03. Februar - Zehntausende
demonstrierten in Oslo gegen Rassismus und Gewalt
Nach der Ermordung des 15-jährigen Schwarzen Benjamin Hermansen haben am
Donnerstagabend mehrere zehntausend Menschen in der Hauptstadt Oslo
in einem Fackeumzug gegen
Rassismus und Gewalt demonstriert.
An der Kundgebung am Donnerstagabend nahm auch Ministerpräsident Jens
Stoltenberg, Kronprinz Haakon, seine Verlobte Mette-Marit
Tjessem Høiby, Prinzessin Märtha Louise und der zu einem Besuch weilende
NATO-Generalsekretär George Robertson teil.
«Das Messer des Mörders hat nicht nur ein Leben ausgelöscht, sondern auch in die Grundwerte unserer
Gesellschaft geschnitten», sagte der Regierungschef.
Zu der Demonstration und der vorherigen Kundgebung hatten rund 150
staatliche und private Organisationen aufgerufen. Nach Medienschätzungen
folgten 20.000 bis 30.000 Menschen dem Aufruf. Es war eine der größten
Kundgebungen in Oslo überhaupt.
Auch in anderen Norwegischen Städten fanden Fackelumzüge
statt. Landesweit demonstrierten rund 40.000 Menschen gegen
Rassismus und Gewalt.
Der im Zusammenhang mit dem Mord hauptverdächtige
19-jährige ist in Dänemark festgenommen worden. Wie die Polizei am
Freitag mitteilte, wurde der Mann am Donnerstagabend in einem Zug verhaftet,
nachdem er dort ohne Fahrschein angetroffen worden war. Er habe sich sofort
zu erkennen gegeben und erklärt, daß er in Norwegen gesucht werde.
Vermutlich befand er sich auf dem Weg nach Deutschland, um im
dortigen Neonazimilieu unterzutauchen. Wann er der norwegischen
Polizei übergeben wird, ist noch unklar.
29. Januar - Rekordviele
Skitouristen nach Winternorwegen
Trysil, Geilo und Hemsedal, die bekanntesten und besten
Skizentren Norwegens haben nach dem vergangenen Wochenende
Rekorde an Gästezahlen zu verzeichnen. Trysil konnte um 9%,
Geilo mit ganzen 44% und Hemsedal sogar um 50% zulegen. Hemsedal
hat seine beste Wintersaison seit 15 Jahren. Und in Trysil wurde
am Wochenende der 100millionste Skipaß verkauft. In dem
ostnorwegischen Skimekka war es das beste Wochenende seit 1967.
Der größte Zuwachs der Gäste kommt aus dem Nachbarland
Schweden.
Der diesjährige Winter ist aber auch ein Märchenwinter, wie er
im Buche steht. Alle südnorwegischen Skigebiete haben
reichlich Schnee, haben die Saison rekordfrüh begonnen und
haben bis jetzt auch viel schönes Wetter gehabt.
29. Januar - Erstmals ein Mord
aus rassistischem Motiv in Norwegen
Gestern,
am 28. Januar wurde in dem Osloer Vorort Holmlia der 15-jährige
Benjamin Hermansen erstochen, weil er eine dunkle Hautfarbe
hatte. Mehrere Jugendliche sind nun in Untersuchungshaft, und
der 19-jährige vermutliche Haupttäter wird skandinavienweit
von der Polizei gesucht.
Der Mord hat landesweit Empörung ausgelöst. Die norwegische
Justizministerin Hanne Harlem erwägt nun ein Verbot der
neonasistischen Gruppierung "Boot Boys", die hinter
dem Mord steht.
Noch nie zuvor war in Norwegen ein Mensch aus neonazistischem
Motiv ermordet worden, und Staatsminister Jens Stoltenberg
sagte heute, daß das Land an einer Zeitgrenze stehe, und daß alles
getan werden soll, um Rassismus in Norwegen schärfer als bisher
zu bekämpfen.
23. Januar - Seevögel sterben an
Ölverschmutzung
Ausgelaufenes Öl von dem am 25. Dezember 2000 vor der Insel
Grøtøya auf Grund gelaufenen Frachtschiff "John R",
verursachte vermutlich die Verschmutzung Hunderter Seevögel der
Region.
In den letzten Tagen sind Meldungen von toten und verschmutzten
Seevögeln beim Umweltschutzamt der Karlsøy Kommune
eingegangen, und man verdächtigt Öl aus dem Wrack der
"John R", welches noch immer vor Grøytøy auf Grund
liegt, aber ausgepumpt wurde, als Ursache.
Es handelt sich vor allem um Eiderenten, Prachteiderenten und
Krähenscharben.
Es ist sehr wenig Öl an Land geschwemmt worden, und deshalb
vermutete man zuerst, es sei so gut wie nichts ausgelaufen.
Wieviele Vögel betroffen sind, ist noch unklar.
Heute sollen die verschmutzten Vögel genauer in Augenschein
genommen und Maßnahmen erwogen werden.
19. Januar - Touristen ließen
Norwegen im Stich
Die Anzahl ausländischer Übernachtungen in Norwegen fiel im
Jahr 2000 mit 5% (rund 250.000 Übernachtungen) im Gegensatz zum
Vorjahr, und nur 6% der Urlauber sind der Meinung, es lohnt sich
wiederzukommen. Gleichzeitig erleben die Nachbarländer Schweden
und Dänemark eine große Zunahme im Tourismus, die dem
internationalen Trend entsprechen.
Die norwegischen Provinzen Hordaland und Rogaland sind von dem
Rückgang am stärksten betroffen.
Der Forscher Ole Skalpe sagt zu der norwegischen
Wirtschaftszeitung Dagens Næringsliv, daß die Hauptursache in
dem Rückgang bei den hohen Hotelpreisen zu suchen ist. Die
Frage ist laut Skalpe, ob Norwegen dabei ist, als Exporteur von
touristischen Dienstleistungen die Preistoleranz der Urlauber zu
überschreiten.
Der stellvertretende Direktor im Norwegischen
Fremdenverkehrsamt, Børre Berglund, hat keine einfache Antwort
darauf, warum Norwegen einen touristen Rückgang erlebt,
während der Markt international wächst. Er meint, weniger Geld
für internationel Marketing kann ein grund sein und weist den
Gedanken, Norwegen sei als Touristenland unatrraktiv, von sich.
Das Interesse an naturbasierten Urlaubsreisen nimmt deutlich zu,
doch andere Nationen nehmen uns die Gäste weg, sagt er.
Anmerkung: Meiner Meinung nach ist in erster Linie das
Preisniveau, besser gesagt das Preis-Leistungs-Verhältnis in
Norwegen für den Rückgang an Gästen verantwortlich. Doch es
ist leicht gesagt, den Hotels, die kaum noch etwas verdienen, zu
hohe Preise vorzuwerfen. Viel richtiger ist es, die norwegische
Preis- und Abgabenpolitik für das nationale Preisgefüge
verantwortlich zu machen. Darüberhinaus ist es natürlich
richtig, daß Norwegen außer der (allerdings spektakulären)
Natur nicht viel zu bieten hat. Und die eingefleischten
Norwegenfahrer, die Jahr für Jahr kommen, kommen mit Zelt und
Wohnwagen, bringen das Essen für den ganzen Urlaub mit und
lassen keine Krone mehr als nötig im Land.
16. Januar - Handelsbilanz mit
224 Milliarden Kronen im Überschuß
Der Ölpreis war entscheidend. Hohe Ölpreise gaben Norwegen dieses Jahr einen rekordhohen Überschuß in der Handelsbilanz.
199 war der Handelsbilanzüberschuß "nur" 88 Milliarden Kronen gewesen. Die Steigerung ist hauptsächlich auf die hohen Exportpreise für Rohöl und raffinierte Ölprodukte zurückzuführen. Der Rohölexport brachte im Jahr 2000 260 Milliarden Kronen ein, was eine Verdopplung des Exports von 1999 (134 Milliarden Kronen) bedeutet.
Insgesamt hat Norwegen im Jahr 2000 Waren und Güter für 504 Milliarden Kronen exportiert. Rohöl und Naturgas hatten daran einen Anteil von 292 Milliarden Kronen. Der höchste durchschnittliche Exportpreis pro Faß Öl lag im November 2000 bei 304 Kronen. Der niedrigste lag im April 2000 bei 188 Kronen pro Faß. Während des gesamten Jahres 2000 hat Norwegen 1046 Millionen Fässer Rohöl exportiert. Im Vergleich dazu waren es 1999 961 Millionen Fässer.
Der Gesamtimport im Jahr 2000 belief sich auf 280 Milliarden Kronen.
16. Januar - jeder vierte reist
in den Süden
Im Jahr 2000 reisten 950.000 Norweger auf Pauschalurlaub in den Süden. Dieses Jahr erwartet man eine Steigerung von bis auf über eine Million Charterurlauber. Die Menschen flüchten vor dem schlechten Wetter.
Als Reiseziel im Jahr 2000 wurde Griechenland der große Gerwinner und zog erstmals an Spanien, dem Ferienziel Nr. 1 der Norweger, vorbei.
Das schlechte Wetter im Ostland im Herbst und der schlechte Sommer in anderen Landesteilen sorgten für ausgebuchte Flüge. Und diesen Trend erwartet man auch für 2001. Die Buchungen kommen schon jetzt.
- Wir haben noch nie so früh so viele Sommerreisen verkauft sagt Frode Hansen, der Direktør des Reiseveranstalters Star Tour.
07. Januar - Ein Toter bei
Lawinenunglück in Hemsedal; Lawine im Setesdal überlebt
In Tuv im Hemsedal wurde ein Offpist-Telemarkfahrer von einer
Lawine mitgerissen. Er war im "Gummiskogen" unterwegs
- einer der beliebtesten Offpistgelände Hemsedals. Die
Rettungsmannschaften unternahmen Maßnahmen zur Wiederbelebung,
doch dies blieb erfolglos.
Wenn soviel Neuschnee gefallen ist wie in den letzten Tagen und
dabei die Temperatur steigt, so sind vor allem steile Bergseiten
lawinengefährdet. Jeder Offpist-Läufer sollte sich des
erhöhten Risikos bewußt sein.
|
|
Nach einer Lawine, die in Valle im Setesdal niederging,
konnte ein Mädchen lebend geborgen werden. Sie war unterkühlt,
und überlebte 1 Stunde und 50 Minuten im Schnee, bevor sie
gefunden wurde.
07. Januar - Deutsche
Krankenhäuser helfen Norwegen aus der Gesundheitswesen-Krise
Um die norwegischen Operations-Warteschlangen abzubauen, sind
nun umfassende Verträge mit deutschen Krankenhäusern
abgeschlossen worden, so daß norwegische Patienten dort
operiert werden können. Vor allem orthopädische Fälle mit
anstehenden Hüftoperationen warten in Norwegen bis zu mehreren
Jahren auf die Operation, da die Kapazität in norwegischen
Krankenhäusern fehlt. Nun ist man hierzulande besorgt, daß die
Patienten bei der Rückkehr hierzulande unbekannte resistente Microben, sog.
Krankenhausbakterien, einschleppen könnten, die zu neuen
Problemen führen können. Doch dies Risiko muß eingegangen
werden, sagen die Verantwortlichen. Mit Reise, Begleitperson und
Dolmetscher ist die Lösung, in Deutschland operieren zu lassen,
nicht teurer als eine entsprechende Operation in Norwegen. Vor
allem das Krankenhaus in Kiel wird demnächst mehrere
norwegische Patienten bekommen.
04. Januar - zwei Tote nach Lawinenunglück
In der vergangenen Nacht wurden zwei Männer in den 20igern von
einer Lawine erfaßt und in ein enges Flußtal mitgerissen. Die
beiden waren auf dem Weg zu einem gefrorenen Wasserfall, wo sie
Eisklettern wollten. Das Flußtal war von sehr steilen
Felswänden umgeben, und vermutlich haben sie die Lawine selbst
ausgelöst.
Nachdem die beiden von ihren Angehörigen als vermißt gemeldet
wurden, startete noch in der vergangenen Nacht die Suchaktion
des Roten Kreuzes mit Rettungshunden und Lawinensonden. Einer
der beiden wurde tot, der andere schwerverletzt gefunden.
Letzterer wurde in das Regionkrankenhaus nach Trondheim
gebracht. Er erlag am Nachmittag seinen Verletzungen.
04. Januar - die
Neujahrsansprachen Staatsminister Jens Stoltenbergs und Seiner
Majestät König Haralds
-> Staatsminister
Jens Stoltenberg
-> Seine
Königliche Hoheit König Harald
04. Januar -
Entschädigungszahlungen an Statskraft
Die norwegische Regierung will dem stattlichen Wasserenergiekonzern Statskraft eine Erstattung zahlen, nachdem
sie den geplanten Ausbau dreier Wasserläufe auf dem Saltfjellet
ad acta gelegt hat (siehe auch die Neujahrsansprache
Jens Stoltenbergs).
Der Öl- und Energieminister Olav Akselsen möchte sich vorläufig nicht über die Summe äußern, die Statskraft als Kompensation erwarten kann.
- Ich kann nur sagen, daß wir uns dafür einsetzen werden, daß Statskraft entschädigt wird. Statkraft hat Ausgaben mit der Planung des Ausbaus gehabt und wird künftige Einnahmen verlieren, sagt Akselsen zum NRK.
Insgesamt sollen die drei geplante Wasserkraftausbauten auf dem
Saltfjellet gestoppt werden: Beiarn, Bjøllåga und Melfjord.
04. Januar - MS "John
R" wird nach Veggefjord geschleppt
Das Vorschiff des am 25.12.00 vor der Insel Grøtøy (nordwestlich Tromsøs) gestrandeten Schiffs "John R" riß sich in der Nacht zum Dienstag los und trieb 11 Seemeilen weit ab. Am Dienstag (02.01.01) schafften es zwei Schlepper, das gut 130 m lange Wrackteil zu erreichen und schleppten es
in der Nacht zum Mittwoch in den Fjordarm Veggefjord in der Kommune Karlsøy in der Fylke Troms, wo man volle Kontrolle über das Wrackteil hat.
Die "John R" havarierte innerhalb norwegischer Fahrwasser, doch das Vorschiff trieb außerhalb norwegischen Seeterritoriums ab. Deshalb hätten die norwegischen
Behörden den Schlepp in einen norwegischen Hafen verweigern können.
Nach dem Aufgrundlaufen waren die rund 700 Tonnen Öl aus den Tanks abgesaugt worden.
Bereitschaftsratgeber John Robin Nilsen vom Seefahrtsdirektorat sagt zum NTB, daß man an verschiedenen
Strategien zur Bergung des Achterschiffs arbeitet. Dieses ist leckgeschlagen und mit Wasser gefüllt, so daß es sinken würde, wenn man es einfach losschleppen würde.
01. Januar 2001 - nur noch 0,2
Promille im Straßenverkehr
Das Aus für das Bierchen am Steuer. Ab heute, 01.01.01 wird in
Norwegen die Promillegrenze von 0,5 auf 0,2 gesenkt. Landesweit
sind in dieser Verbindung strengere Konrollen angekündigt
worden.
0,2 Promille sind so wenig, daß das Bier zum Essen wegfallen
muß, wenn man sich hinterher ans Steuer setzen will. Zwei
Flaschen "alkoholfreies" ("Lettøl")
sprengen die neue Promillegrenze ebenfalls.
Dies sist unter anderem eine klare Botschaft an die Jugend, daß
Alkoholgenuß und Autofahren nicht zusammengehören.
01. Januar 2001 - Telenor verkauft VIAG-Interkom-Anteil an British Telecom
Der ehemalige norwegische Telefonmonopolist Telenor ASA
hat für mehr als 20 Mrd. NKR (fast 5 Mrd. DM) seine 10-Prozent-Beteiligung
an der VIAG Interkom GmbH an die British Telecommunications PLC verkauft.
Dabei würden rund 13 Mrd. NKR direkt für die Beteiligung bezahlt, teilte
Telenor am Freitag in Oslo mit. Weitere 7 Mrd. Kronen fließen in die
Anleihen, die Telenor der VIAG in der Vergangenheit gewährt hatte.
28. Dezember - Europas längster
Unterseetunnel eröffnet
Norwegen im Tunnelrausch - nach der Eröffnung des
Læardalstunnels (längster Straßentunnel der Welt) im November
wurde gestern in Norwegen Europas längster Unterseetunnel
eröffnet. Das Trekantsambandet ("Dreiecksverbindung")
löst u.a. die Fähre von Valevåg nach Leirvik auf der Insel
Stord (auf der E39 zwischen Stavanger und Bergen) ab und führt
unter dem Bømlafjord hindurch. Das Bauprojekt wird - wie im
Lande üblich - mit einer Mautstation finanziert (Kosten ca.
das, was vorher die Fähre kostete), die nach Abbezahlung
höchstwahrscheinlich eingestellt werden wird.
16. Dezember - Ölkatastrophe
abgewehrt?
Nachdem das Kühlschiff "Green Ålesund" am Freitag
vor der südnorwegischen Westküste etwas nördlich von
Haugesund sank, nachdem es auf Grund gelaufen war, haben die
Rettungsmannschaften ununterbrochen daran gearbeitet, eine
Umweltkatastrophe zu verhindern.
Das schöne Wetter und landwärts gerichteter Wind halfen dabei,
die Situation weitestmöglich unter Kontrolle zu bringen. Das
Schweröl wurde in den Buchten nahe der Unglücksstelle
angeschwemmt und kann dort abgesaugt werden.
In der nächsten Zeit wird der Wind aus südöstlicher Richtung
erwartet, und es ist entscheidend, so viel Öl wie möglich
aufzusaugen bevor der Wind dreht und das Öl in Richtung offene
See bläst.
Mittels schwimmender Barrieren hat man die Ausbreitung des Öls
bisher weitestgehend verhindern können. Nun hofft man, daß
sich das leichtere Dieselöl, das ebenfalls ausgelaufen ist und
nicht isoliert werden konnte, von selbst auslöst, bevor es eine
Seevogelkolonie mit Krähenscharben, Möwen, Eiderenten und
seltenen Samtenten erreicht. Bisher wurden noch keine
verschmutzten Vögel gefunden.
Teile der Last, gefrorener Fisch, liegen nun im Meer um das
Schiff verstreut, und die Möwen, die davon angelockt werden,
riskieren, verschmutzt zu werden.
Insegesamt hatte die "Green Ålesund" 400 Tonnen
Schweröl, 16 Tonnen Diesel und 30 Tonnen Schmieröl geladen.
Sobald das Schiff ruhiger liegt und nicht mehr von der noch
immer rauhen See bewegt wird, wird man feststellen können,
wieviel davon ausgelaufen ist, und den Rest u.U. absaugen
können.
Glücklicherweise sankt die "Green Ålesund"
geradewegs vor der staatlichen Havarieschule in der Bucht
Bleivika, sodaß kompetente Mannschaft und Ausrüstung zur
Schadensbegrenzung unverzüglich zur Stelle waren.
10.
Dezember - Friedensnobelpreis heute in Oslo verliehen
Heute wurde dem koreanischen Präsidenten Kim Dau Jung in Oslo
der Friedensnobelpreis des Jahrens 2000 verliehen.
In seiner Dankesrede drückte Kim Dae Jung unendliche
Dankbarkeit für die ihm mit der Verleihung erwiesene Ehre aus.
Seine Gedanken gingen aber trotzdem zu all den Menschen, die
sich für Süd-Korea geopfert haben. Eigentlich sollten sie den
Preis bekommen, sagte er.
Er unterstrich, daß die Demokratie ein absoluter Wert der
Menschenwürde sei und daß eine seiner Hauptaufgaben darin
bestünde, die freie Marktwirtschaft als Grundlage für Wachstum
und Wohlstand zu fördern.
Der südkoreanische Präsident drückte seinen starken Glauben
aus, daß zum Schluß die Gerechtigkeit siege. Er sagte, der
Friedenspreis verpflichte, und legte eine Versprechen ab, den
Rest seines Lebens dem Friedensprozeß zu widmen.
Während der Verleihung des Friedensnobelpreises hatte
Mette-Marit, die Verlobte des Kronprizen Haakon, ihr offizielles
Debüt. Während der Zeremonie saß sie zusammen mit König
Harald, Prinzessin Märtha Louise und Kronprinz
Haakon.
09. Dezember - Erdbeben vor der
norwegischen Westküste
Gestern Nacht wurde 50-60 km vor der norwegischen Westküste ein
Erdbeben der Stärke 4,2 auf der Richter-Skala gemessen.
Zwischen Bergen und Stavanger war das Beben zu spüren, doch es
richtete keinen Schaden an.
Das Erdbeben war bis jetzt das kräftigste einer Reihe kleinerer
Beben vor der norwegischen Küste.
01. Dezember - Kronprinz Haakon
Magnus heiratet 25.08.2001
Heute wurde es gekundigt das Kronprinz Haakong
Magnus und sein Freundind Mette Maritt Tjessem Høiby sich heute
verlobt haben.
Es wurde heute ein Presskonferenz am Schloß in Oslo arrangiert
wo diese Nachricht rauskam.
Der Kronprinz sagt das die sind jetzt ein Jahr zusammen gewesen
und haben ein anderen langsam so lieb gekriegt das die sich für
Lebenspartnern zu werden entschieden haben.
Er hat heute das Ring an sie gegeben und er hat am
Presskonferenz mit ein Lächen gesagt das es kaum als eine
Überraschunng kam.
Der Verlobungsring ist der gleiche wie der König Harald mal
Königin Sonja gegeben hat und noch länger her König Olav die
schwedische Prinzessin Märtha.
Die beiden haben sich der ganze Zeit die Händer gehalten und
waren sehr gut gelaunt und haben viel gelacht.
"Ich freue mich vor allem sehr mich zu heiraten",
sagte Mette-Marit zum Frage wie sie sich auf Königin zu werden
vorbereitet.
Mette-Marit hat ein 3 Jährige Sohn aus eine frühere Beziehung,
Marius, und viele Fragen dreht sich naturlich um ihm drum rum.
Der Kronprinz sagt z.b.: "Es ist unaktuell f¨ür mich
Marius zu adoptieren, aber es ist wichtig sorglose Rahmen um ihm
zu bringen, und er wird eine gleichwertige
Familienmitglied." und Mette-Marit hat gleichzeitig eine
Aufforderung an die Presse gemacht nicht in die Nähe von sein
Kindergarten zu sein.
Es ist viel aufwand um der etwa nicht ganz problemlose
Geschichte von Mette-Marit. Sie wollte auf die Zukunft
fokusieren, abere sie hat gesagt das sie es versteht wenn Leute
um sie rum es schwierig gefunden haben, aber für sie selber ist
es kein Problem gewesen meinte sie.
Der Kronprinz sagte das er viel über die Königrolle
reflektiert hat, aber er hat nie überlegt der Rolle zu
übernehmen wegen der ganze Aufwand um sein Beziegung zu
Mette-Marit.
Mette-Marit sagte gleichzeitig das sie ihre Lebensphilosophie
wegen der Beziehung zu der Kronprinz nicht geändert hat.
Lachenden hat sie auch gesagt das sie nicht errinnern konnte
Träume sich mit einen Prinz zu Heiraten als sie Kind war, aber
heute ist sie sehr zuefrieden damit.
Das Paar wird einige Male zusammen öffentlich auftreten
bevor der Hochzeit aber wollen sich beide hauptsaclich um ihre
Studien konzentrieren.
Nach der Wunsch von Königin Sonja ziehen die Beide in der
Königshof Skaugum auf Bygdø (auserhalb von Oslo) nächstes
Jahr wenn sie und König Harald auszieht (und in Schloß selber
einzieht (Der Schloß ist über die letzten Jahren für hunderte
von millionen Kronen renoviert geworden.))
Die beiden haben noch nicht das Hochzeit angefangen zu
planen, aber Mette Marit sagte sie freut sich sehr auf der Rolle
in den sie reintreten wird, und vor allem sich mit Haakon zu
heiraten.
Sie hat auch besonders die Aufwächstbedingungen für Kinder in
Norwegen erwähnt als eine Gebiet wo sie sich sehr engagiert,
aber wie viele Kinder die selber haben wollen, konnte sie nichts
von erzählen.
"Wir sind noch nicht verheiratet", lächelte Mette
Marit.
Bilder von dem Paar können Sie bei folgender url
sehen:
http://www.aftenposten.no/nyheter/iriks/d177664.htm
30. November - Der Lærdalstunnel
Wie wir schon berichtet hat wurde die
Lærdalstunnell 3 Tag her von könig Harald eröffnet.
Manche meinen das diesen Tunnel ein Meisterwerk ist, anderen
vermissen schon die Fähre zwischen Lærdal und Gudvangen die es
nicht mehr gibt.
Mit 24,5 km ist die Tunnel die längste der Welt. 20 Minuten
daurert normalerweiße ein Tour durch der Tunnel.
Schnell passiert man die erste Nottelefone und Feuerapparate die
ein jede 100 Meter durch der ganze Tunnell volgt.
Der Straßenchef in Sogn und Fjordane Fylke garantiert das man
in einer Tunnel fährt der ganz vorne ist was Feuersicherung
anbelangt.
Ein Wandmalerei von Licht begrüßt die Autofahrer jede sehcste
km durch der ganze Tunnell. Diese Gebirgshallen sind
eingerichtet damit die Autofahrer ein bsichen aus der
Monotonität rausgezogen sein soll. Die Gebirghsallen sind auch
so groß das auch große LKWs dort umkehren kann.
Noch öfter passiert man in der Tunnell kleinere Weißgefärbte
Hälle die ein ein bischen Gefühl von Raum gibt.
In der Tunnel sind Fotoradar eingerichtet um das rasen auf
diese, für Westnorwegen, ungewönliche lange gerade Strecke.
Wenige Touristen wird warscheinlich die Tunnel fahren weil die
viel eher die Schneestraße zwischen Lærdal und Aurland fährt,
aber zum andere Jahreszeiten ist die Tunnell die einizige
Möglichkeit, und es ist auch irgendwie fasinierende mit diese
Rohr die sich 24,5 km durch die Norwegische Bergwelt streckt.
Auf eine rundt 50 km lange Strecke zwischen Lærdal und
Gudvangen fährt man jetzt 40 davon im Tunnell.
30. November - Italiener von der
Hurtigrute vermiß
Ein 26 Jährige Italiener ist
von der Hourtigroute zwischen Trøndelag und Bodø verschwunden.
Man hat kein Ahnung ob er über Bord gefallen ist oder irgendwo
in Land gestiegen ist, aber seine Sachen inklusive Pass und
Papiere wurde in seiner Kabine gefunden.
30. November - Erdbeben im
Oslofiord.
Eine Kräftige Erdbeben hat gestern Ostnorwegen
geschüttert. Das Erdbeben wurde bei der Erdbeben Observatorium
in Kjeller (Nähe von Oslo) registriert.
Leute von ganz Ostnorwegen hat gestern um 23 Uhr von ein
Ungwönlich starke Erdbeben.
Das Erdbeben wurde zum 3,9 auf die Richter Skala gemäßt. Für
Norwegische Verhältnisse ist das viel und wird nur in
Ostnorwegen etwa jede 10. Jahr registriert.
Das Sentrum von das Erdbeben lag irgendwo im Oslofiord zwischen
Sandefjord und Strömstad (Schweden).
Bis Mitternacht war kein Schaden registriert aber viele Leute
waren ziemlich aufgeregt.
Pål Jørstad von Østfold sagte es war wie ein Donner aber hat
zu lange gedauert um das zu sein. Gläßer in Schänke hat
Geräusche gemacht und Türe hat sich bewegt. Fenstern hat
vibriert und das Boden auch.
Beim Polizei in Østfold hat Leute mehr oder wenig hysterisch
Angerufen
.
So sah das aus bei Erdbebenobservatorium in Kjeller während
das Erdbeben in Ostnorwegen gestern.
26. November - Grenzhandel nimmt weiter
zu
Dieses Jahr hat Norwegern für 10 Milliarden Kronen in Schweden
eingekauft, ein Zuwachs von 45% im Vergleich zum letzten Jahr. Und
diese
Enwticklung wird so fortschreiten. Die Politiker sagen, sie
wollen sich etwas überlegen, um dem entgegenzuwirken, aber das
Einzige, das dabei herausgekommen ist, ist daß der Mehrwertsteuersatz
auf Lebensmittel ab 01.07.01 halbiert wird.
Aber das wird nichts ändern. Erstens werden die
Lebensmittelpreise in Schweden trotzdem nur ein etwas über der
Hälfte der norwegischen liegen, und zweitens kaufen die Norweger nicht nur
Lebensmittel in Schweden ein. Alkohol, Zigaretten,
Autoreparaturen und sogar Möbel wird in Schweden zur teilweise viel
günstigeren Preisen
eingekauft.
Wenn man daran denkt, daß nur ein Teil der norwegischen
Bevölkerung so wohnt, daß Einkaufstouren nach Schweden
möglich sind, ist die Summe von 10 Milliarden NOK immens. Stellt
Euch vor, daß die Ostdeutschen in Polen oder der Tschechischen
Republik für 200 Milliarden NOK
einkaufen würden (ca. 50 Milliarden Mark; umgerechnet auf die
Einwohnerzahl).
27. November
- Kurznachrichten
- Heute wurde der mit Lærdalstunnel, mit 24,5 Kilometern
Länge der längste Straßentunnel der Welt, von König Harald
eröffnet.
- Die rechtsgerichtete Fortschrittspartei unter der Leitung
von Carl. I. Hagen ist tief gespalten. Hagen möchte sich 16
Osloer Parteifunktionäre entledigen, welche laut ihm nicht
parteikonform sind. Die "Ausgestoßenen" wollen nun
den Rechtsweg gehen, um ihre Position innerhalb der Partei zu
behalten. Hagen werden kommunistische Methoden bei seinem
Suspendierungsversuch vorgeworfen. Die
Fortschrittspartei ist nach den jüngsten Meinungsumfragen noch
immer die momentan zweitgröße Partei Norwegens.
- Das Kabinenpersonal der Fluggesellschaft SAS ist heute in
Streik getreten. Heute waren alle innernorwegischen Abflüge
betroffen. Die meisten Fluggäste konnten mit der
Konkurrenzgesellschaft Braathens befördert werden. Wird bis
morgen keine Einigung erzielt, wird der Streik auf Eropaebene
ausgeweitet, ab Freitag weltweit.
26. November - Grenzhandel nimmt weiter
zu
Dieses Jahr hat Norwegern für 10 Milliarden Kronen in Schweden
eingekauft, ein Zuwachs von 45% im Vergleich zum letzten Jahr.
Und diese Enwticklung wird so fortschreiten. Die Politiker
sagen, sie wollen sich etwas überlegen, um dem
entgegenzuwirken, aber das Einzige, das dabei herausgekommen
ist, ist daß der Mehrwertsteuersatz auf Lebensmittel ab
01.07.01 halbiert wird.
Aber das wird nichts ändern. Erstens werden die
Lebensmittelpreise in Schweden trotzdem nur ein etwas über der
Hälfte der norwegischen liegen, und zweitens kaufen die
Norweger nicht nur Lebensmittel in Schweden ein. Alkohol,
Zigaretten, Autoreparaturen und sogar Möbel wird in Schweden
zur teilweise viel günstigeren Preisen eingekauft.
Wenn man daran denkt, daß nur ein Teil der norwegischen
Bevölkerung so wohnt, daß Einkaufstouren nach Schweden
möglich sind, ist die Summe von 10 Milliarden NOK immens.
Stellt Euch vor, daß die Ostdeutschen in Polen oder der
Tschechischen Republik für 200 Milliarden NOK einkaufen
würden (ca. 50 Milliarden Mark; umgerechnet auf die
Einwohnerzahl).
22. November - Valdresflya
wintergesperrt
Seit heute ist die Reichsstraße 51 über die Valdresflya
wintergesperrt worden. Dies ist sehr früh, doch starker Wind
und starker Schneefall haben die Räumungsarbeiten derart
aussichtslos gemacht, daß schon jetzt die Wintersperre, die bis
ca. Anfang Mai 2001 dauert, eingeführt worden ist.
22. November - Katastrophales
Wetter
Der November hat schon jetzt, 10 Tage vor seinem Ende alle
Niederschlagsrekorde Ostnorwegens seit Beginn der
Wetteraufzeichnung geschlagen. Einige Flüsse, darunter der
Akerselva durch Oslo, sind zu reißenden Strömen geworden, die
zu einer regelrechten Volksattraktion geworden sind. Häuser
stehen unter Wasser, Menschen sind evakuiert, und die
Wassermagazine sind so voll, daß dem Wasser- und
Energiedeirektorat nichts weiter übrigbleibt, als noch mehr
Wasser in die ohnehin schon rekordhohen Flüsse abzulassen.
Erdrutsche und Schlammlawinen sperren Straßen und
Eisenbahnlinien, und gestern rutschte der Boden unter der
Eisenbahnlinie der Sørlandsbahn mehrere hundert Meter tief weg,
und die Schienen hängen in der Luft. Es wird mehrere Tage
dauern, bis die Sørlandsbahn wieder fahren kann.
Und es wird mehr Regen angesagt, allerdings vorerst etwas
weniger als bisher. Zum Glück fiel der Niederschlag gestern und
heute weitgehend als Schnee, auch in den tieferen Lagen, doch
sollte es wieder milder werden, wird die Schmelze für neue
Steigung des Wasserstandes sorgen.
19. November - Der norwegische Haushaltsplan
für
2001
Die Arbeiderpartei (sozialdemokratische
Regierungspartei in Norwegen) und die Opposition (die sogenannte
Zentrumskoalition mit der Zentrumspartei, der Christlichen Volkspartei und
der Linken) haben nach langen und zähen Verhandlungen den
Haushaltsplan für das nächste Jahr verabschiedet und
unterschrieben.
Der Haushaltsplan reguliert auf seine Weise die Mittel der
Privatbevölkerung. Nächstes Jahr bringt er viele
Änderungen mit sich. Wir listen hier die jenigen auf, die für deutsche Touristen am
interessantesten sind.:
- Ab 1.01.2001 wird der allgemeinge Mehrwertsteuersatz von
23% auf 24% angehoben, einer der höchsten in der Welt.
- Gleichzeitig wird die Benzinsteuer mit 0,615 NOK/l
reduziert (und weitere 0,585 NOK/l ab 01.07.2001. (Kommentar:
die Arbeiderpartei hat in der letzten Zeit sich ernsthafte Sorgen
über ihre Popularität bei den Wählern und versucht sich jetzt
mit diesem billigen Trick.)
- Innernorwegische Flugreisen werden teurer. Viele
südnorwegische Routen, die bis jetzt steuerfrei waren,
werden jetzt mit einer Steuer von 128 NOK pro Reise belegt. Gleichzeitig werden internationale
Flugreisen billiger. Hier wird die Steuer von 232 auf 128
NOK reduziert. (Kommentar: soweit mir bekannt, hat das etwas
mit
irgendwelchen EU / EOS Bestimmungen zu tun.
- Ab 01.07.2001 wird die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel von
24% auf 12% reduziert. (Kommentar: damit mußte natürlich
bis 01.07 gewartet werden, damit bis dahin noch extra dicke Kronen in
die Staatskasse reinfließen).
Insgesamt kann man aus dieser Liste ablesen, daß der Urlaub
in Norwegen für ausländische Touristen (vor allem diejenigen
die nach dem 01.07.2001 kommen) ein klein wenig billiger als vorher,
zumindest relativ gesehen (Benzin, Lebensmittel und Füge nach
Norwegen).
Das muß im Grunde gut für die Reiseverkehrsbranche in Norwegen
sein. Und die vorgeschlagene Mehrwertsteuer auf Übernachtungen und
andere Reisedienste wird nicht eingeführt. Viele haben befürchtet,
daß dies für die Branche katastrophale Folgen gehabt hätte.
Andere Änderungen, die meist für Norweger aktuell sind,
sind:
Norweger müssen 11% auf Aktiendividende bezahlen (statt 0%
vorher), und die Elektrizitätssteuer wird mit
0,00274 NOK/kwh deutlich angehoben.
Norwegen geht damit eine andere Richtung als viele andere
europäische Länder, die damit begonnen haben, ihre Steuern zu
reduzieren.
Mortens Kommentar: persönlich finde ich die ganze Leitung in diesen Land
unfähig und die Situation frustrierend, und ich habe mich schon auf
jedenfall entschieden, wen ich bei den Parlamentswahlen
nächstes Jahr NICHT wählen werde!
14. November - Norwegen im
Ausland unbekannt
Norwegen ist als Touristenziel im Ausland denkbar schlecht
bekannt. Wie eine neue Untersuchung zeigt, kennen 50% unseres
kleinen skandinavischen Nachbarlandes Dänemark Norwegen kaum -
bei den Briten sind es ganze 84%, die Norwegen mehr oder weniger
überhaupt nicht kennen.
Und das Schlimmste (für die norwegische Tourismusbranche): die
meisten von denjenigen denken, Norwegen sei langweilig, denn
außer der Natur sei im Lande nicht viel los.
(Anmerkung: Womit sie vielleicht etwas recht haben?)
13. November - RV 55
wintergesperrt
Ab heute, 13. November, ist die Reichsstraße 55 über das
Sognefjell wintergesperrt. Vorraussichtliche Öffnung: Anfang
Mai 2001.
13. November - Lærdalstunnel
öffnet 27. November
Am 27. November wird der längste Straßentunnel der Welt, der
24,5 km lange Lærdalstunnel, der die E16 zwischen Lærdal und
Aurlandsvangen verbindet, eröffnet. König Harald wird das Rote
Band zerschneiden.
10. November - Jagland schließt
neuen EU-Antrag aus
Der Parteivorsitzende der Arbeiderpartei Thorbjørn Jagland schließt auf der Landesversammlung der partei einen neuen EU-Antrag während der nächsten Regierungsperiode aus.
Er hält jedoch die Hintertür offen und sieht eine Möglichkeit, daß eine große Mehrheit im dafür sorgen kann, daß der EU-Prozeß in gang gesetzt wird. Jagland verweist u.a. darauf, daß 12 andere Länder Verträge um einen EU-Beitritt im jahre 2002 haben, und daß sogar Island begonnen hat, sein Verhältnis zur EU zu überdenken.
Jagland übertraf sich selbst fast dabei, die Qualitäten und Vorzüge der EU zu loben und hervorzuheben. Der wichtigste Aliierte Norwegens in den meisten außenpolitischen Fragen ist ohnehin die EU, und nicht die USA, Rußland oder Japan, sagte er.
06. November - Norwegischer Fjord
und Wald Naturerbe?
Das Naturschutzministerium wird eine Liste über die Natur- und
Kulturattraktionen aufsetzen, von denen man meint, daßdie einen
Platz auf der UNESCO-Liste verdienen. Die Behörde geht dabei
von einem gemeinsamen nordischen Rapport aus, der 1996 21 Natur-
und Kulturattraktionen des Nordens "mit besonderem Wert
für die Menschheit" erfaßte.
Vier Natur- und Kulturlandschaften Norwegens sind aus diesem
Rapport hervorgeholt worden: Der Geirangerfjord und der Nærøyfjorden
als Beispiel westnorwegischer Fjordlandschaft, der
Küstennadelwald Almdalen in der Gemeinde Namsos, fünf-sechs
Schärenlandschaften entlang der Helgelandsküste hinauf zu den
Lofoten und die nordnorwegische Fjordlandschaft Tysfjord und Hellemobotn
in der Fylke Nordland. Die Schärenlandschaften umfassen Horsvær
und die Helgelandsinseln an der Außenseite Vegas, Borgvær auf
den Lofoten, Moskenesøya, Værøy und die Røst-Inseln mit dem
Leuchtturm Skomvær fyr.
-Wir haben keine Landschaft oder Ort prioritiert, werden aber
dazu Stellung nehmen, wenn die neue Liste aufgesetzt wird, sagt
der Abteilungsdirektor Einar Holtane vom
Umweltschutzministerium. - Die vier Vorschläge können
beibehalten, der ein oder andere kann fallengelassen und die
Liste mit anderen Vorschlägen ergänzt werden. Die Arbeit
beinhaltet einen umfassenden Prozeß, da die UNESCO sehr hohe
Ansprüche an die Dokumentation der zu nominierenden Orte
stellt. Wir hoffen, daß unsere Liste nächstes Jahr fertig ist.
Danach wird Norwegen höchstwahrscheinlich während der
nächsten fünf bis zehn Jahre einen nach dem anderen Ort vor
dem Weltkommitee der UNESCO nominieren, sagt er. Die UNESCO
verlangt, daß alle nominierten Orte oder Kulturdenkmäler des
jeweiligen Landes von vornherein in der einen oder anderen Form
unter Schutz stehen. - Für alle genannten norwegischen Gebite
sind nationale Schutzprozesse in gang gesetzt, mit Ausnahme des
Almdalen, welches bereits unter Schutz steht, sagt Holtane.
Bis heute wurden nur vier Kulturdenkmäler von der UNESCO
für würdig befunden: Bryggen in
Bergen, Die Stabkirche
von Urnes, die "Bergstadt"
von Røros und die Felszeichnungen in Alta. Gleichzeitig mit
der letzten Aufnahme, der Felszeichnungen in 1985, wurden auch
das Eidsvollgebäude, die denkmalgeschützen Höfe des Heidalens
im Gudbrandsdal und das historische Handelszentrum Kjerringøy
von Norwegen nominiert. Diese wurden jedoch von der UNESCO nicht
anerkannt.
- Von dem Zeitpunkt, an dem man die Dokumentationsarbeit
aufnimmt, bis der Vorschlag nominiert wird, vergehen meist
mindestens zwei Jahre. Ein bedeutender Teil der Vorarbeit geht
in die Begründung und Dokumentation des Vorschlages ein. Die
Vorschläge werden unter der Zusammenkunft des Weltkommitees
jede erste Woche im Dezember behandelt.
Deutschland und Dänemark werden wahrscheinlich in naher
Zukunft ihre jeweiligen Anteile des Wattenmeeres nominieren.
02. November- Telenor geht an die
Börse
Norwegens Telekommunikationsgesellschaft Telenor
hat heute eine umfassende Informationskampagne über ihren Gang
an die Börde eingeleitet.
Alle 1,7 Millionen Hauststände in Norwegen werden
angeschrieben, Zeitungsanzeigen geschaltet, im Internett
informiert, Fernseh- und Radio-Werbung geschaltet und vieles
mehr.
Telenor wird über die Gründe des Börsenganges informieren,
sich selbst präsenteieren und Privatpersonen darüber
informieren, wie man Telenoraktien kaufen kann.
Insgesamt wird die kampagne 76 Millionen Kronen kosten.
Die Festsetung des Aktienkurses geschieht am Tag vor dem
Börsengang.
Neben Norsk Hydro wird die Telenor eine der größten Firmen an
der Osloer Börse sein.
Man erwägt auch eine Börsennotierung in Amerika, evtl. an der
Nasdaq-Börse.
02. November - Straßenbahn in
Trysil?
Der Hüttenbaumeister Lars Bøckmann möchte
Straßenbahnschienen durch das Zentrum von Trysil und hoch zum
Trysilfjell Touristenzentrum (Alpinzentrum) legen. Er hat sich
bereits mit der Osloer Straßenbahngesellschaft Oslo Sporveier
um ein gratis Straßenbahnset geeinigt und neulich seine Firma
Trybanen AS lanciert. Oslo Sporveier fand die Idee so gut, daß
sie vielleicht den Wagenzug, in dem König Olav während der
Ölkrise gefahren ist, herausrücken.
-Es gibt viele Vorteile der Straßenbahn, doch der größte ist,
daß sie eine Attraktion in sich selbst sein wird, sagt
Bøckmann.
|