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28. Juli - Komet und partielle
Mitternachtssonnenfinsternis in Nordnorwegen
27. Juli -
Oslo teuerste Stadt Europas27. Juli -
Norwegische Technologie im Raum
26. Juli - Kletterer abgestürzt
24. Juli -
Künstliche Inseln in Oslo?
24. Juli - Norwegisch-dänische Zusammenarbeit in
Kosovo.
21. Juli - Flugabsturz
überleb
21. Juli - Touristenbus
brannte aus
19. Juli -
Will Norwegen mit "Mistwetter" vermarkten
17.
Juli - Oslos Museen ziehen weniger Besucher an
16. Juli -
Tunnelbrand bei Odda
13. Juli - Kleine nette wahre
Geschichte aus Norwegen
13. Juli - 600 Päckchen werden jährlich
von der Post gestohlen
13. Juli - Höchstgeschwindigkeit
in Norwegen runter auf 70?
13. Juli - Bjørn Dæhli-Comeback
unsicher?
10. Juli - Moschusochse im Garten
geschossen.
10. Juli - NVE warnt vor kalbenden Gletschern
09. Juli -
"Weltrekord" von norwegischem Fahrradverein
09. Juli -
Touristikstatistik für Juni zeigt Rückgang
09. Juli -
Auf Inlineskates durch ganz Norwegen
09. Juli -
Kurz gesagt
06. Juli - HSD-Fähre auf Landungsbrücke gefahren
04. Juli - Billiger Strom wird
teuerer
04. Juli - Todesfall bei Grubenunglück auf
Spitzbergen.
04. Juli - Vorerst keine nähere
Zusammenarbeit
zwischen KLM und Braathens
04. Juli - Keine
Ölproduktionserhöherung von norwegischer Seite
03.Juli - Großbanken erhöhen
Kreditzinsen
03. Juli - Arne Wam neuer
NSB-Chef
28. Juli - Komet und partielle
Mitternachtssonnenfinsternis in Nordnorwegen
Nordnorweger und Urlauber im nördlichen Teil des
Landes sollten ihre Blicke, oder besser Prismenferngläser, in
diesen Tagen auf das Sternbild des Löwen richten. Westlich des
Löwen kann man den Komet des Sommers erkennen, LINEAR S4. Mit
bloßem Auge kanner schwer zu erkennen sein, und aufgrund der
hellen Jahreszeit empfielt sich zur Beobachtung ein
Prismenfernglas. LINEAR S4 wurde am 27. September 1999 entdeckt
und befindet sich ca. 56 Millionen Kilometer von der Erde
entfernt, was etwas ein Drittel des Abstandes zur Sonne ist. Er
ist noch bis Anfang August zu sehen.
Kometen LINEAR S4 vil kunne ses fra Norge frem til begynnelsen av august.
Die Astronomen haben auch noch einen anderen Leckerbissen zu
bieten, zu mindest für Einwohner und Urlauber Nordnorwegens: In
der Nacht zum Montag, dem 31. Juli gibt es eine partielle
Sonnenfinsternis. Da sie nachts stattfindet, kann sie nur in den
Landesteilen mit Mitternachtssonne beobachtet werden.
Fast die Hälfte der Sonne wird vom Mond verdeckt werden. Die
letzte Mitternachtssonnenfinsternis fand 1985 statt, und die
nächste wird es 2011 geben.
In Karasjok arrangiert die Norwegische Astronomische
Gesellschaft eine Besichtigung der Mitternachtssonnenfinsternis
mit Ferngläsern für Publikum.
27. Juli -
Oslo teuerste Stadt Europas
Oslo ist an der Spitze
Europas als Stadt mit den höchsten Lebenshaltungskosten. Nach
einer neuen Untersuchung der The Economist ist Oslo mittlerweile
teurer als London, New York und Zürich.
Norwegens Hauptstadt wird weltweit nur von Tokio, Osaka Kobe,
Hongkong und Taschkent geschlagen und ist die fünftteuerste
Stadt der Welt.
Die halbjährlich durchgeführten Untersuchungen der The Economist Intelligence Unit
geben Oslo die zweifelhafte Ehre zurück, teuerste Stadt Europas
zu sein. Vorher wurde Oslo von Zürich geschlagen und lag auf
einer Höge mit Paris.
Die Untersuchung vergleicht Preise und Produkte in 127 Städten
weltweit. Die Preisliste enthält Lebensmittel und
Haushaltswaren, Alkohol, Tabak, Kleidung, Telefon,
Elektrizität, Wasserabgaben, Freizeitaktivitäten (CD- und
Theaterpreise), Haushaltshilfen und den öffentlichen
Nahverkehr. Die Untersuchung zeigt Unternehmen, was es kostet,
sich in den verschiedenen Städten zu etablieren. Wohnungspreise
werden nicht berücksichtigt.
Liste über die teuersten Städte weltweit:
1. Tokyo
2. Osaka Kobe
3. Hong Kong
4. Taschkent (Usbekistan)
5. Oslo
6. London
7. Libreville (Gabon)
8. Taipei (Taiwan)
9. Zürich
10. Reykjavik
11. New York
27. Juli -
Norwegische Technologie im Raum
Norwegische Präzision
trägt zum Erfolg der internationalen Raumfahrt bei.
Die amerikanische Raumsektion "Destiny" auf dem Kennedy Space
Center in Florida, die Ende Januar nächsten Jahres an die
internationale Raumstationa gekoppelt werden soll, mißt mit
Hilfe von Kameras und EDV-Ausrüstung von Metronor.
Die von dem norwegischen Unternehmen Metronor entwickelte
Meßtechnologie sorgt dafür, daß die Sektionen der
internationalen Raumstation ISS auf den Zehntel Millimeter genau
aneinanderpassen.
26. Juli - Kletterer abgestürzt
Ein junger schweizerischer Kletterer ist gestern
von der bekannten Felsformarion "Svolværgeita" bei
Svolvær auf den Lofoten abgestürzt und tödlich verunglückt.
Der rund 600 m hohe, steile Felsen hat zwei Felshörner, die ihm
den Namen, der übersetzt "Svolvær-Ziege" bedeutet,
gegeben haben und ist ein beliebtes Fotomotiv und
Kletterziel.
24. Juli - Künstliche Inseln in
Oslo?
Amsterdam hat schon welche und Kopenhagen beommt
sie. Nun überlegen auch die Politiker in Oslo, ob künstliche
Inseln im Oslofjord dem akuten Wohnraummangel in der
norwegischen Hauptstadt abhelfen könnten. Der Druck auf Oslos
grünen Gürtel ist groß, und man möchte möglichst vermeiden,
die Stadt in ihn hinein auszudehnen. Künstliche Inseln im innen
Oslofjord könnten neue attraktive Wohnareale bieten, ohne die
Grenzen zur Nordmarka zu berühren.
Es gibt seit längerem eine große Landflucht nach Oslo, und
Großoslo wächst relativ schnell. Der Wohnungsmangel in der
Hauptstadt hat dazu geführt, daß die Wohnpreise in Oslo sehr
steif sind, und junge Familien, Studenten und andere haben
große Probleme, überhaupt etwas zu finden, das sie sich
leisten können.
24. Juli - Norwegisch-dänische
Zusammenarbeit in Kosovo.
Nach Beschluß des Militärkommitees des NATO
werden Norwegen und Dänemark zusammen ab kommenden April die
Leitung der internationalen Friedenstruppen in Kosovo
übernehmen (siehe auch Nachrichten vom 21. Juli). Insgesamt
werden Norwegen und Dänemark dann 46.000 Soldaten aus 30
verschieden Länder leiten.
21. Juli - Flugabsturz überlebt
Ein deutscher Hobbypilot stürzte vorgestern 200 m vor der
Landebahn auf dem unbemannten Flugplatz der Insel Frøya vor
Trondheim mit seiner Cessna 172 ab. Er wurde buwußtlos neben
dem brennenden Flugzeugwrack gefunden und nach Trondheim ins
Krankenhaus geflogen.
21. Juli - Touristenbus
brannte aus
Auf der E6 in Namskogen nördlich von Trondheim geriet
vorgestern ein Touristenbus mit deutschen Urlaubern in Brand.
Alle konnten rechtzeitig den brennenden Bus verlassen, es kam
niemand zu Schaden.
(Wir haben keine Information daüber wie der Brand entstand.)
21. Juli - Norwegen bereit für
NATO-Leitung in Kosovo
Sollte Norwegen mit der Leitung der NATO-Kräfte
zur Friedensbewahrung in Kosovo betraut werden, so sind wir
bereit, sagte Staatsminister Jens Stoltenberg am
Donnerstag.
Es wird diskutiert, die Leitung der internationalen
Friedenstruppen in Kosovo ab Abpril nächsten Jahres für 6
Monate in nordeuropäische Hände zu legen.
Wir werden annehmen, wenn wir gefragt werden sollten, sagte
Stoltenberg, weil dies ein Friedensbeitrag in unserem Teil der
Welt wäre.
NATOs oberster Kommandanteur in Europa wünscht sich Norwegen
oder Dänemark für diese Aufgabe, und beide Länder haben eine
unverbindliche Anfrage erhalten.
Die norwegischen Politiker meinen, ein derartiger Auftrag wäre
wichtig für das Verteidigungsministerium und hätte positive
Auswirkungen auf die Wehrmacht und die Politik in Norwegen.
19. Juli -
Will Norwegen mit "Mistwetter" vermarkten
- Verkauft
Sommer-Norwegen mit Regen und schlechtem Sommerwetter, nicht nur
mit Sonne und blauem Himmel, sagt Knut Eggen vom Peer Gynt Arrangement.
Das Norwegische Fremdenverkehrsamt stimmt dem im Grunde
zu.
Norwegische Touristenbroschüren, die für ausländische Gäste
bestimmt sind, vermitteln ein falsches Bild von Norwegen, meint
Eggen. Der Sommer ist nicht immer warm, wolkenlos und sonnig;
der Sommer ist kalt und regnerisch mit dichtem Nebel,
bleischwerem Himmel und Sturm von Westen.
- Wir müssen den Urlaubern die Wahrheit sagen, sagt Eggen.
Willst Du nach Norwegen reisen, mußt Du Gummistiefel und
Regenjacke mithaben. Norwegen ist kein Land für Badeferien.
Der Leiter des Peer Gynt Arrangement in Vinstra gehört zu den
Veteranen der norwegischen Reisebranche und hat solide Erfahrung
in internationalem Marketing. Nun ist er der Meinung, die
sonnigen Broschüren haben ein Nachspiel für Norwegen als
Touristennation.
- Wir sollten das wechselhafte Wetter für unser Marketing
ausnutzen, und nicht versuchen, es zu unterschlagen. Für viele
machen ausgerechnet Sturmböen und Regen unser Land zu etwas
Exotischem. Die Gäste kommen, um etwas anderes zu erleben, sagt
Eggen, der sich ein vielseitigeres und nuancenreicheres Bild des
norwegischen Sommers wünscht.
- Ich meine nicht, daß wir nur mit schlechtem Wetter werben
sollen. Wir haben auch Sonne, Wärme und blauen Himmel. Aber wir
sollten die Touristen nicht glauben machen, daß ein Sommer in
Oslo wie ein Sommer in Athen ist. Da führen wir nicht nur die
Touristen, sondern auch uns selbst an der Nase herum, sagt
Eggen.
- Ich sehe daß das ein Punkt ist, glaube aber nicht, daß
ausländische Touristen nach Norwegen kommen, weil sie ein Bild
vom Prekestolen und den Lofoten bei blauem Himmel gesehen haben.
Für die meisten Ausländer ist Norwegen kalt, teuer,
dunkel, naß und entsetzlich weit nach Norden, sagt der
administrative Direktor des Norwegischen Fremdenverkehrsamtes,
Svein Erik Ovesen. Ovesen unterstreicht, daß neun von zehn
Sommertouristen mit ihrem Norwegenurlaub zufrieden sind. Es
sieht nicht so aus, als fühlten sie sich durch die
Touristenbroschüren getäuscht.
(Unsere Anmerkung: das Wetter in Norwegen ist nicht schlechter
als anderswo auch und genau so unvorhersagbar. In einzelnen
Sommer haben wir Tropentemperaturen und 25°C Wassertemperatur,
in anderen Sommer 10°C und Dauerregen konstant. Meistens ist es
irgendetwas dazwischen. Und auch die Norweger selbst würden
sich die kurzen Sommer eher so wie in den Touristenbroschüren
wünschen.)
19. Juli -
Können Hochhäuser die Wohnungskrise in Oslo lösen?
In der norwegischen
Politik herrscht breite Einigkeit über Hochhausbau in Oslo.
Wolkenkratzer. Das Postgirobüro und das Oslo Plaza können
Gesellschaft von Hochhäusern bekommen, die das Wohnungsproblem
in Oslo lösen sollen und das Stadtbild Oslos verändern
werden.
Wohnhochhäuser mit bis zu 30 Etagen könnten in Oslo zur
Realität werden. Die Politiker der Arbeiterpartei, der Rechten
und der Fortschrittspartei wollen Hochhäuser zur Lösung der
Wohnungskrise in Oslo bauen.
Es sollen 40.000 neue Wohnungen gebaut werden, ohne die Grenze
zur Marka, dem Waldgürtel um Oslo, anzurühren.
Früher galt die Haltung, Wohnblocks in Oslo nicht höher als 12
Stockwerke zu bauen.
Hochhäuser benötigen bessere Umweltlösungen und Platz auf der
Erde, z.B. als Parkareale, Parkanlagen zur Auflockerung usw. Der
Stadtrat in Oslo soll nun Pläne ausarbeiten, wo evtl.
Hochhäuser gebaut werden könnten. Danach will man weiter
sehen.
16. Juli -
Tunnelbrand bei Odda
Am Freitag Abend (wir
waren übers Wochenende in Jotunheimen wandern, deshalb kommt
diese Nachricht erst heute) brannten 5 PKW und ein LKW im
Seljestadtunnel (1268 m lang, bei Odda in Hordaland) nach einer
Kettenkollision vollständig aus. Wie durch ein Wunder gab es
nur 9 Verletzte und keine Toten. Ein LKW konnte nicht
rechtzeitig bremsen und schob fünf der vor ihm fahrenden Autos
aufeinander. Innerhalb kürzester Zeit standen die Autos in
Flammen.
Insgesamt gibt es 250 stark brandgefährliche Tunnel in
Norwegen, die meisten von ihnen in den Fylken Hordaland, Sogn
und Fjordane, Møre und Romsdal und Nordland. In diesen Tunneln
wurde ungesicherter (nicht abgedeckter) PE-Schaum verwendet, der
die Tunnelwände gegen Frost und Wasserschäden schützen soll.
Dieser PE-Schaum entzündet sich innerhalb Sekunden und
entwickelt starke Hitze und lebensgefährliche Abgase. 1996 und
1997 wurden eine Reihe solcher Tunnel mit Beton ausgekleidet,
aber es gibt immer noch genügend, wo der PE-Schaum nicht
gesichert ist.
13. Juli - Kleine nette wahre
Geschichte aus Norwegen
Schäferstündchen im Garten führte zu Herzinfarkt.
Ein schottisches Pärchen hat letzten Sonntag um 09.30 im Garten
eines Mannes in Førde wilde Liebe gemacht. Als der Mann die
beiden entdeckte, bat er sie, von seinem Rasen zu verschwinden.
Das Pärchen hat ihn aber ignoriert und weiter gemacht. Das Liebemachen war sogar so heftig,
daß ein Kinderspielzeug kaputt ging.
Der Hausbesitzer versuchte mehrmals, die Aufmerksamkeit von den zwei Schotten zu
bekommen, doch die lachten ihn nur aus, und alle Aufforderungen, den Garten zu
verlassen, wurden ignoriert.
Schließlich hat der Hausbesitzer die Nase voll gehabt und die Polizei
gerufen. Als diese Polizei gegen 11 Uhr eintraf, war das
Pärchen erst beim Unterwäsche anziehen.
Selbst als die Polizei kam, verstand der Schotte noch nicht,
daß wildes Leibemachen auf Grundstücken anderer in Norwegen
nicht üblich ist. Er wurde wütend und griff den Polizisten an.
Daraufhin wurde er in Handschellen abgeführt. Er muß nun 2000 NOK
Strafe und 1000 NOK Schadensersatz für das kaputte Spielzeug
zahlen.
Als das Pärchen weggefahren wurde, bekam der Hausbesitzer kräftige
Brustschmerzen. Er wurde sofort mit einem Herzinfarkt zur
Intensivstation gefahren, wo er sich noch immer befindet.
13. Juli - 600 Päckchen werden jährlich
von der Post gestohlen
Angestellte der Norwegische Post haben letztes Jahr 600 Päckchen
mit wertvollem Inhalt gestohlen.
Die Norwegische Post hat letztes Jahr 25 Mio. Päckchen
befördert, von denen 600 gestohlen wurden.
Die Post hat 30.000 Angestellte, und ein paar von denen greifen
also offensichtlich zu und bedienen sich von den zu
befördernden Päckchen.
Der Informationsdirektor der Post, Eivind Rossen, sagt, man
arbeite daran, den Verlust auf 0 zu kriegen, aber das sei schwierig mit so viele Angestellten.
Angestellte, die entdeckt werden, werden angezeigt und fristlos
entlassen.
13. Juli - Höchstgeschwindigkeit
in Norwegen runter auf 70?
Das Straßenverkehrsdirektorat hat seit einigen
Jahren auf der E18 durch die Fylke Vestfold Tempo 70 statt 80
ausprobiert. Die Unfallzahlen sind dort deutlich
zurückgegangen.
Jetzt soll auf 20% der Landstraßen die
Grenze 70 eingeführt werden.
In einer Internetzeitung haben heute auf die Frage, ob man
das respektieren würde, 90% nein geantwortet.
13. Juli - Bjørn Dæhli-Comeback
unsicher?
Der norwegische Spitzenlangläufer und 8facher
Olymiagold-Gewinner Bjørn Dæhlie hat wegen eines
Rückenschadens die letzte Saison ausgesetzt. Er wurde operiert,
hat jedoch noch immer Probleme.
Die Verletzung stammt von einem Rollskiunfall im August 1999,
und es wird immer unwahrscheinlicher, daß Dæhli dabei sein
wird, wenn in viereinhalb Monaten der Langlauf-Weltcup
startet.
10. Juli - Moschusochse im Garten
geschossen.
Gestern wurde ein agressiver männlicher Moschusochse
in einem Garten in Lesja geschossen. Der Ochse war schon vor einigen
Tagen hinunter ins Tal gewandert, wurde aber von der
Wildbehörde überlistet, zurück in das angestammte Gebiet der
Tiere (Dovrefjell) zu ziehen. Gestern ist er jedoch zurückgekommen und
hat zuerst einige Campinggäste erscheckt, bevor er zum Schluß in
einem Garten, nur 50 m von
der Reichsstraße entfernt, erlegt wurde.
10. Juli - NVE warnt vor kalbenden Gletschern
Einige Gletscher (z.B. Zungen des Jostedals- und
Svartisengletschers) sind im letzten Winter deutlich gewachsen
und haben sich um einiges nach vorn bewegt. Das norwegische Wasser- und
Energibüro warnt deshalb vor erhöherter Eislawinengefahr von den Gletscherzungen.
(Das Abbrechen und Abstürzen von Eis von Gletschern nennt man
kalben.)
Der Nigardsgletscher (ein Seitenarm des Jostedalsgletschers) ist diesen Winter
z.B. ganze 30 Meter (!) nach vorne gewandert.
09. Juli -
"Weltrekord" von norwegischem Fahrradverein
Ein norwegischer
Fahrradclub hat den "Weltrekord" (ist im Grunde eine
rein norwegische Angelegenheit) auf der Strecke
Nordkapp-Lindenes, also "Norwegen längs" um etwas
über 13 Stunden verbessert. Der neue Rekord liegt bei 5 Tage
und ein paar Stunden. Von den ursprünglichen 9 Teilnehmern
mußten unterwegs fünf aufgeben, erst vier ziemlich früh und
dann einer, nachdem er auf dem Rad eingeschlafen und gestürzt
war. Alle sind sich einig: Wenn sie gewußt hätten, wie hart es
werden würde, hätten sie die Sache niemals angefangen.
09. Juli -
Touristikstatistik für Juni zeigt Rückgang
Die Touristik-Statistik
für Norwegen für Juni 2000 weist einen deutlichen Rückgang
ausländischer Urlaubsgäste in Norwegen auf. Die Campingplätze
und andere Übernachtungsbetriebe klagen über schlechte
Auslastung.
Die Schuld wird in erster Linie dem kalten und nassen Wetter
zugeschoben.
09. Juli -
Auf Inlineskates durch ganz Norwegen
Die beiden
Krankenschwestern Lise Rypestøl und Audhild Steinnes sind
bereit für 3000 km "Norwegen längs" vom Nordkap nach
Lindenes auf Inlineskates. Das Gepäck von je 12 Kilo wird
selbst getragen. Unterwegs wollen sie Geld für ein AIDS-Projekt
in Südafrika einsammeln.
Der Zeitplan sieht 10 Wochen vor, 50 km pro Tag und einen
Ruhetag pro Woche. Nächsten Sonntag wird aufgebrochen. Die Idee
bekamen die beiden nach einer sechstägigen Inlinescating-Tour
von Oslo nach Kristiansand.
Die geplante Durchschnittsgeschwindigkeit soll rund 10 km pro
Stunde betragen und u.a. der Trollstigen aufwärts bezwungen
werden.
09. Juli -
Kurz gesagt
Der Juni war
wettermäßig in ganz Norwegen ein ausgesprochen kalter und
nasser Monat.
Die Benzinpreise sind um bis zu 30 Öre gefallen und nun wieder unter der 11-Kronen-Grenze gelandet.
06. Juli - HSD-Fähre auf Landungsbrücke gefahren
Die HSD, die Rederei des
Passagier-Schnellschiffes MS Sleipner, welches im letzten Herbst
vor Haugesund auf eine Schäre auflief und sank, wobei 6
Menschen ums Leben kamen, hat seitdem
ernste Probleme wegen Anklagen und eine massive Kundenflucht.
Letztes Wochenende sank das Routenschiff MS Sjøgar nach einem
Motorstopp, worauf es gegen Land trieb. Dabei kam niemand zu
Schaden.
Diesmal ging es aber für die Rederei "nach vorne", denn
das Problem war ein Ausfall des "Rückwärtsganges",
wodurch die Autofähre beim Anlegen am Fähranleger in Kinsarvik
(Hardanger) gegen den Kai fuhr.
04. Juli - Billiger Strom wird
teuerer
Während die Strompreise ab den
Kraftwerken immer billiger werden, schlägt der Staat immer mehr
Steuer auf die Elektrisität zum Privatverbrauch. In Moment
machen die Steuern etwa die Hälfte des Strompreises aus. Dies
erinnert langsam an eine andere Energiequelle, das Benzin, wo
mittlerweise zwei Drittel des Pumppreises direkt in der
Staatskasse landen.
Die Strompreise vor Steuern waren zwar im zweiten Quartal dieses
Jahres um 12,1 %
niedriger als zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr, doch nach
der Elektizitätssteuererhöhung stieg der Endpreis mit 5,1%
an.
Kommentar: Norwegen hat traditionell billigen Strom gehabt, dies
war immer eins der wenigen Produkte, die billiger als z.B. in
Deutschland waren. Wird uns nun dieser letzte preisgünstige Lichtpunkt durch
die steigenden Elektizitätssteuern wegenommen? Wer wählt
unsere Politiker?
04. Juli - Todesfall bei Grubenunglück auf
Spitzbergen.
Ein Grubenarbeiter auf Spitzbergen verlor heute das
Leben, als ein Grubenschacht über ihm einstürzte.
Grubenunfälle mit tödlichem Ausgang geschehen in den Gruben
auf Sitzbergen relativ selten, während die russischen
Gruben in den letzten Jahren mehrere ernste Unfälle hatten.
04. Juli - Vorerst keine nähere
Zusammenarbeit
zwischen KLM und Braathens
Die niederländische Fluggesellschaft KLM und die norwegische
Fluggesellschaft Braathens haben ein Joint-Venture
geplant. Wegen den unsicheren Zeiten im Flugverkehr wurde das
Projekt aber vorerst beiseite gelegt. Die KLM besitzt 30% den Aktien in
Braathens, und die
zwei Fluggesellschaften arbeiten sowieso schon zu einem gewissen
Grad zusammen.
Beide Gesellschaften haben in der letzten Zeit schlechte
Resultate eingeflogen. Die KLM
hatte neulich einen Gewinn von knapp 10 Mio. DM aus einem Umsatz
von etwa 10 Milliarden DM, und Braathens hatte im letzten Jahr einen
enormen Verlust von über 100 Mio DM.
04. Juli - Keine
Ölproduktionserhöherung von norwegischer Seite
Norwegen hat seine Produktionsbegrenzung von
100.000 Faß Öl pro Tag aufgehoben, plant aber laut dem Öl-
und Energiedepartement trotzdem keine Steigerung der Produktion.
Saudia-Arabia dagegen ließ verlauten, seine Ölproduktion bei
weiterhin so steifen Ölpreisen erhöhen zu wollen.
03.Juli - Großbanken erhöhen
Kreditzinsen
Nachdem letzte Woche die Kreditkasse die Zinsen
um einen halben Prozentpunkt erhöhte, kündigten nun die NOR
(Sparebanken), die DnB (Den norske Bank) und die Nordlandsbank
an, daß sie nachziehen wollen. Die Erhöhung wird zwischen 0,5
und 0,65 Prozentpunkte betragen.
Bei allen Banken gehen auch die Habenzinsen entsprechend in die
Höhe.
03. Juli - Arne Wam neuer
NSB-Chef
Die Norwegische Staatsbahn NSB hat einen neuen
Chef, nachdem letzte Woche der alte Chef Osmund Ueland gefeuert
worden war.
Arne Wam (47) wurde heute zum neuen Spitzenchef der NSB ernannt.
Er will unmittelbar damit beginnen, das verlorene Vertrauen der
Fahrgäste zurückzugewinnen.