16. - 30. Juni   [Hauptseite]

 

29. Juni - NSB-Direktor gefeuert
29. Juni - Weltlängster Unterwasser-Straßentunnel heute eröffnet.
27. Juni - ABB kauft norwegische Offshore Gesellschaft

27. Juni - Schlimmster Bärenschaden in neuerer Zeit

27. Juni - Benzinpreise in Norwegen kurz vor der Urlaubszeit
27. Juni - Überschuß von 50 Milliarden Kronen in der Handelsbilanz

25. Juni - Neigungstechnik-Züge müssen umgebaut werden

22. Juni - Bauerorganisation will keine Wölfe in Norwegen

22. Juni - Prestigezug ein Flop?

22. Juni - EU mit norwegischer Fischkontrolle nicht zufrieden

22. Juni - Bierdurstige Norweger

21. Juni - Nächsten Donnerstag öffnet der Oslofjord-Tunnel

21. Juni - Lachsangler im Stjordalselva vermißt

19. Juni - Norwegischer EXPO-Wasserfall nach der EXPO nach Oslo?
19. Juni - Finnisch-schwesidsche Banke erhöht Angebot für Norwegens zweit größte Bank
19. Juni - Flüchtlinge aus Kosovo wollen nicht zurück.

16. Juni - Norwegen und Rußland einig um Fischquoten

16. Juni - Norwegische Telenor will schwedische Telenordia kaufen

 

 

29. Juni - NSB-Direktor gefeuert
NSB-Chef Osmund Ueland wurde heute vom Vorstand entlassen. Die NSB hat während des letzten Jahres viele Probleme gehabt. Es gab eine Reihe Unfälle, und nun das Fiasko mit den Achsfehlern des neuen Prestigezuges Sigantur. Der entscheidende Faktor waren jedoch die erheblichen Verspätungen und eingestellten Züge der letzten Wochen aufgrund Personalmangels wegen schlechter Urlaubsplanung der NSB-Leitung.
Mittlerweile hat ein weiteres Mitglied der NSB-Leitung selbst gekündigt, und einige mögliche Nachfolger haben bereits abgelehnt, einen der freigewordenen Posten zu übernehmen.  
Die Richtigkeit der Entscheidung, den Vorstandsvorsitzenden zu entlassen ist umstritten, aber nach all den Problemen des letzten halben Jahres mußte jemand zur Verantwortung gezogen werden, um das Vertrauen der Fahrgäste nicht vollends zu verlieren. 

 

29. Juni - Weltlängster Unterwasser-Straßentunnel heute eröffnet.
Die sogenannte Oslofjordverbindung zwischen Hurum (auf der Westseite des Oslofjords) und Drøbak (Ostseite) wurde heute von König Harald eröffnet.  Der Tunnel hat eine Länge 7,2 km und das neue Straßenstück von 26 km. Kostenpunkt: 1,3 Milliarden Kronen (ca. 300 Mio. DM). 
Die Höhe der Mautgebühr (mit der das Projekt nachträglich finanziert wird) ist uns leider noch nicht bekannt.
Der Tunnel ist nicht nur der längste Unterwasser-Straßentunnel der Welt, er hat auch eine besondere Beleuchtung aus vielen Farben, um die Konzentration der Autofahrer zu erhalten.

27. Juni - ABB kauft norwegische Offshore Gesellschaft
Die Umoe Öl & Gas mit 2400 Angestellten ist für etwa 900 Millionen Kronen an den schweizerisch-schwedischen Riesenkonzern ABB  verkauft worden. Der Hintergrund des Verkaufes ist die erhöhte Garantieforderungen an die Ölgesellschaften, wofür dem nationalen Unternehmen Umoe das Kapital fehlt. ABB stellt ein besseres finanzielles Rückrad dar.
Der Technologiekonzern ABB hat weltweit über 200.000 Angestellten und hatte letztes Jahr einen Unternehmensgewinn von rund 3 Milliarden DM. Auch in Norwegen ist ABB mit etwa 12.000 Angestellten und einem Umsatz von knapp 7 Milliarden Mark groß etabliert.
Das einzige, das von dem Umoe Konzern übrigbleibt, ist der Bereich Schiffsbau und das Redereiunternehmen mit zusammen 900 Angestellten.

27. Juni - Schlimmster Bärenschaden in neuerer Zeit
Es ist noch unklar, ob es ein oder zwei Bären waren, die in der Nähe von Os im Østerdalen (Hedmark) innerhalb der letzten 3 Tage rund 60 Schafe gerissen haben.  
Den alten Rekord hielt ein Bär in Grue, der vor einigen Jahren 38 Schafe innerhalb eineinhalb Tagen schlug.
Wie in solchen Fällen in Norwegen üblich, wird der Bär jetzt gejagt. Richtet ein Raubtier außergewöhnlichen Schaden an, wird sofort eine Schießgenehmigung erteilt. Dieses Verfahren stößt sowohl bei einigen Norwegern als auch im Ausland auf Unverständnis. Ein Bär, der einmal herausgefunden hat, wie leicht sich Schafe töten lassen, wird dies jedoch sehr wahrscheinlich wieder tun. Extra schlimm ist, daß durch die Risse viele Lämmer mutterlos geworden sind und auf der Sommerweide wahrscheinlich nicht allein überleben können. 
Wahrsscheinlich handelt es sich um einen Jungbären - keinesfalls jedoch um ein mit Radiosender markiertes Tier. Diese sind alle außer Verdacht.

27. Juni - Benzinpreise in Norwegen kurz vor der Urlaubszeit
95 Oktan Bleifrei: NOK: 10,50 - 11,30.

27. Juni - Überschuß von 50 Milliarden Kronen in der Handelsbilanz
Nach den ersten vier Monaten dieses Jahres zeigen die Zahlen des Statischen Zentralbüros Norwegens einen Überschuß von 50,8 Milliarden Kronen auf der Handelsbilanz zwischen Norwegen und dem Ausland.
Zum Vergleich: letztes Jahr waren es nur 1,7 Milliarden Kronen.
Allein im April betrug der Überschuß 10,2 Milliarden. Der Export ist also innerhalb eines Jahres um fast 10 Milliarden Kronen gewachsen. Dazu trägt natürlich der hohe Ölpreis das seinige bei.

25. Juni - Neigungstechnik-Züge müssen umgebaut werden
Der Zughersteller ADtranz bat gestern die NSB, sich darauf vorzubereiten, daß die neuen Signatur-Züge, die gerade erst zum Einsatz gekommen sind, aus dem Verkehr gezogen und umgebaut werden müssen. Bei den Zügen, die bereits zwischen Kristiansand und Oslo und zwischen Oslo und Trondheim verkehren, hat man mehrere Achs-Anriße festgestellt, nachdem es schon Achsbrüche gab. Die Rechnungsbetrag wird zig Millionen Kronen betragen und die Züge können ein Jahr lang außer Verkehr sein. 
Da nun einmal die Sicherheit der prestige-schweren Signatur-Züge in Zweifel gezogen wurde, kann es lange dauern, bis sie wieder auf norwegischen Schienen rollen werden. Weder ADtranz noch NSB vertrauen nun darauf, daß nicht noch mehr Achsen brechen, was wahrscheinlich neue Entgleisungen verursachen würde.  

22. Juni - Bauerorganisation will keine Wölfe in Norwegen
Der Leiter der norwegischen Bauerorganisation, Kirsten Ingjerd Værdal, sagte heute auf der Jahresversammlung, daß der Wolf keinen Platz mehr in der norwegische Fauna hat.
Gestern wurden von einem Wolf über zwanzig Schafe in der Nähe von Bjørkelangen in Akershus gerissen.
Die Schafe weideten auf einer eingezäunten Halbinsel, wo der Bauer sie sicher wähnte. Trotzdem gelang es einem Wolf, einzudringen und rund die Hälfte der Tiere zu töten. 
Die Tierärzte Norwegens sind der Meinung, die Raubtierpolitik des Landes verfehlt ist, und daß Haustiere zu sehr unter Riß leiden. 
In Norwegen halten sich nämlich freigehende Schafe und Wölfe in der gleichen Gegend auf - keine gute Kombination. 
Es gibt eine starke Kluft zwischen den Bauern auf der einen und den Naturschützern auf der anderen Seite. Die einen wollen keine Wölfe im Land, die anderen wollen sie schützen, und dazwischen stehen die Politiker und amchen schlechte Kompromisse.   
Man kommt nicht daran vorbei, daß Norwegen sich durch internationale Konventionen verpflichtet hat, u.a. Wölfe zu schützen, eine Konvention, die einige Politiker gern ignorieren möchten.  

22. Juni - Prestigezug ein Flop?
Die Norwegische Staatsbahn (www.nsb.no) fürchtet, daß die neuen Agenda-Züge mit der Neigetechnik die gleichen Fehler haben, die schon bei den neuen Signatur-Zügen entdeckt wurden (neulich ist eine Achse eines Zuges gebrochen, nur einer von mehreren Unfällen bei der NSB dieses Jahr).  
Im schlimmsten Fall wird die Bestellung im Wert von 125 Mio. Mark storniert.
Die letzte Frist, das Projekt abzubrechen ist jetzt, und deshalb steht die Leitung der NSB vor eine sehr schwierige Entscheidung, weil der Grund des Achsbruchs der Signatur-Neigezüge noch unbekannt ist.
Neben den Schnellzügen hat die NSB auch neue Lokalzüge in Italien und neue Dieselzüge mit Neigetechnik in Deutschland bestellt.

22. Juni - EU mit norwegischer Fischkontrolle nicht zufrieden
Norwegen lenkt ein und schließt die Grenzkontrollstation Finnsnes (Troms fylke) und fünf Inspektionszentren, weil diese nicht den EU / EWR- Anforderungen entsprechen.
Eine umfangreiche dreiwöchige Kontrolle von Inspekteuren von EFTAs Überwachungsorgan (ESA) und der EU-Kommision im Januar und Februar dieses Jahres beförderte eine Reihe Mängel bei den norwegischen veterinären Kontrollstationen für Fischimporte in den EWR zutage. 
Als Resultat erhielt Norwegen im April die Forderung, die Grenzstation Finnsnes und 8 weitere Inspektionszentren unmittelbar zu schließen. 
Norwegen hat insgesamt 16 Grenzkontrollstationen etabliert (davon 12 für den Fischimport). Zusätzlich gibt es eine Reihe Filialen, sogenannte Inspektionszentren.
Die Grenzkontrollstation in Finnsnes ist den Inspektionszentren in Svolvær, Leknes, Gjesvær, Ellingsøy und Ålesund angeschlossen. 

Der Hintergrund: Der Streit zwischen der EU und der ESA
Norwegen hat Anfang Januar letzten Jahres EUs Regeln für den Import von lebenden Tieren und Nahrungsmitteln von Drittländern, also Ländern außerhalb des EWR, eingeführt. Damit ist Norwegen seit eineinhalb Jahren EU-Außengrenze auf diesem Sektor. Der Hintergrund dieser Neuordnung war eine Revision des EWR-Abkommens, die Norwegen leichteren Zugang zum EU-Markt sicherte, indem zeitaufwendige und teure Grenzkontrollen innheralb des EWR wegfielen. AlsGgegenleistung muß Norwegen den Import aus Ländern außerhalb des EWR kontrollieren (das gilt hauptsächlich für Fisch aus Rußland).

 

Die EU-Kommision hat noch nicht akzeptiert, daß die ESA das Recht auf selbständige Genhmigung der norwegischen Kontrollstationen erhält, solange auch der Import in die EU-Länder davon betroffen ist.
Ein Treffen mit der EU-Kommision wird morgen in Brüssel eventuell die Frage nach dem Genehmigungsprozeß weiterbringen.
Mittlerweise scheint man sich aber einig zu sein, daß die ESA, die im Prinzip die Verantwortung für die Kontrolle der EWR-Regeln in den EFTA-Ländern (Norwegen, Island und Liechtenstein) hat, die Grenzkontrollstationen auf der Basis von Inspektionen anerkennen darf. Problemfragen können in das EWR-Komitee eingebracht werden, wo EU und EFTA sich montalich zu Beratungen treffen.
In dem Inspektionsrapport der ESA wird verlangt, daß die Entgegennahme von gefrorenem Fisch aus Drittlländern (sprich Rußland), der nicht auf der Einfuhrliste steht und EWR-genehmigt ist, unmittelbar zu stoppen ist.
Das norwegische Fischereidepartement sagt, Norwegen sei nicht abgeneigt, auf das Verlangen einzugehen, daß aber die Praxis des gesamten EWR aufeinander abgestimmt werden muß, da dies eine Frage des Rohstoffzugangs in dem gesamten Nordseegebiet ist. Man glaubt, daß auch in Großbritannien und Dänemark nicht aufgelistete Schiffe anlegen. 

22. Juni - Bierdurstige Norweger
Die Norweger kauften in diesem Mai 11% mehr Bier im Vergleich zum Vorjahr. Es wurden 24 Millionen Liter Bier wurde konsumiert, das heißt etwa 5,4 Liter pro Norweger.
Die Statistik zeigt, daß stärkeres Bier immer mehr dem schwächeren vorgezogen wird. 94% des verkauften Bieres hatte zwischen 3,75 und 4,75% Alkohol.

21. Juni - Nächsten Donnerstag öffnet der Oslofjord-Tunnel
Donnerstag nächster Woche wird der norwegische König Harald den Tunnel unter dem Oslofjord zwischen Vassum und Bjørnstadt für den Autoverkehr öffnen. Der Tunnel verbindet die beiden Hauptverkehrsadern E6 (Osten) und E18 (Westen) südlich Oslos miteinander. Mit seinen 7,2 km Länge wird er der längste unterseeische Straßentunnel der Welt.
Nachdem Kameraüberwachung für den Tunnel zu teuer wurde, arbeitet man jetzt mit einem neuen Überwachungssystem, das jedes Fahrzeug, dessen Geschwindigkeit, die Abstände zwischen den Fahrzeugen und den Typ Fahrzeug registriert.
Statt derüblichen fahlen einfarbig gelben oder weißen Tunnelbeleuchtung färben im Oslofjordtunnel bunte Scheinwerfer die Tunnelwände bunt - zur Abwechslung für die Autofahrer.

21. Juni - Lachsangler im Stjordalselva vermißt
In Stjørdal nordöstlich von Trondheim wurde heute nachmittag eine große Suchaktion mit Helikopter in Gang gesetzt, nach dem ein ausländischer Lachsangler (Nationalität noch unbekannt) in den Fluß gefallen war, der durch die Regenfälle der letzten Tage ziemlich viel Wasser führte. 
Das Unglück geschah rund 15 km oberhalb der Mündung des Stjørdalselva in den Trondheimsfjorden.

19. Juni - Norwegischer EXPO-Wasserfall nach der EXPO nach Oslo?
Der norwegische Geschäftsmann und Hotellkönig Arthur Buchardt will den norwegischen Pavillion der EXPO 2000 in Hannover hinterher auf der Kontraskjæret (unterhalb der Festung Akershus Richtung Rathausstraße) wieder auf bauen, und dies sogar gratis. Der Wert dieses Geschenks wird auf eine zweistellige Kronnen-Millionenzahl geschätzt.
Buchardt sagt, es mache Spaß, ab und zu etwas zu machen, woran man kein Geld verdient. Er hatte schon letztes Jahr den ganze norwegischen Pavillion mit dem Wasserfall gekauft, bevor dieser überhaupt gebaut wurde.
Wenn alles wie geplant verläuft, kann der Pavillon schon zur Jahreswende fertig installiert in Oslo stehen.
Er besteht aus zwei Gebäuden: Eine "Serviceabteilung" mit Restaurant, VIP-Lounge, Fastfood und Aquavitbaren. Das andere Gebäude ist eine große Kunstinstallation eines aluminiumverkleideten Würfels von 15x15x15 Meter, von dessen Dach ein Wasserfall donnert (eine Kopie des Steindalsfossen in Hardanger). Um in das Innere zu gelangen, muß man hinter dem Wasserfall hindurchgehen. Dann gelangt man in einen stillen Raum, dessen gesamte Oberfläche mit 2,25 Millionen mal vergrößerten Naturmotiven bedeckt ist.
Wenn die Politiker in Oslo dieses Geschenk nicht annehmen werden,  will Buchardt den Pavillion in Verbindung mit seinem großen Hotelprojekt in Hamar errichten.

19. Juni - Finnisch-schwesidsche Banke erhöht Angebot für Norwegens zweit größte Bank
Die finnisch-schwedische Großbank Merita Nordbanken hat heute ein erhöhtes Angebot für Norwegens zweitgrößte Bank, der Kreditkasse, von ursprünglich NOK 42,50 pro Aktie auf NOK 44 erhöht. Das Storting hatte dieses Frühjahr grünes Licht für den Verkauf der Kreditkasse gegeben, fanden aber das Angebot von NOK 42,50 NOK zu wenig. Der norwegische Staat ist mit 33% der größte Aktienbesitzer in der Kreditkasse.
Es ist zweifelhaft, ob dieses neue Angebot akteptiert wird. 

19. Juni - Flüchtlinge aus Kosovo wollen nicht zurück.
In Verbindung mit dem Krieg in Kosovo nahm Norwegen wie die meisten NATO-Länder viele kosovoalbanische Flüchtlinge auf, insgesamt etwa 5000 - die in unterschiedlichen Asylantenheimen in Norwegen untergebracht wurden. Jetzt will die norwegische Regierung die Flüchtlinge zurückschicken, aber von den 5000 wollen nur 175 zurück. Die Aufnahme der Flüchtlinge war an die Bedingung geknüpft, daß dies eine vorübergehende Notlösung sei, denn wie frühere Beispiele zeigen, wird das Zurückschicken schwierig, wenn man die Menschen einmal aufgenommen hat. 
Das gebotene Anfangspaket von rund 20.000 NOK pro Person scheint auch nicht auszureichen, um die Flüchtlinge zur Rückkehr zu bewegen.  

16. Juni - Norwegen und Rußland einig um Fischquoten
Norwegen und Rußland sind sich einig geworden, daß die Quote für die diesjährige Dorsch-Fischerei in der Barentssee die gleiche wie die letzten Jahres sein soll, obwohl Meerebiologen warnen, die Quote sei zu hoch.  
Die Quote wurde auf 390.000 Tonnen festgelegt. Die Meeresbiologen wollten sie auf zwischen 110.000 und 260.000 Tonnen reduzieren, während Rußland sie dagegen um 30.000 Tonnen anheben wollte.
Der Fischereiminister Otto Gregussen sagt zu der Zeitung Nordlys, das Ergebnis der Verhandlungen mit Rußland sei akzeptabel. 
Die beiden Länder einigten sich auch darauf, die Fischkutter von Satelliten überwachen zu lassen.

16. Juni - Norwegische Telenor will schwedische Telenordia kaufen
Die Telenor will die dänischen und britischen Interessenten an dem schwedischen Teleanbieter Telenordia auskaufen, schreibt die dänische Börsenzeitung Børsen. 
Laut der Børsen möchte der Telenor-Chef Tormod Hermansen eine schnelle Entscheidung haben, um in den schwedischen Telemarkt hineinzukommen. 
Heute besitzt die Telenor ein Drittel von Telenordia, der Rest gehört Tele Danmark und Telenors britischem Partner British Telecom. Telenordia ist Schwedens drittgrößte Telegesellschaft. 
Nach dem anstehenden Börsengang der Telenor erwartet man, daß diese sich nach einem starken internationalen Partner umsehen wird, z.B. der British Telecom, dem Giganten Vodafone Airtouch oder der finnischen Sonera. 
Für die größte schwedische Telegesellschaft Telia, die bei der geplatzten Fusion mit der Telenor ihre norwegischen Anteile verkaufte, kann die Telenor nun ein starker Konkurrent auf dem schwedischen Markt werden.