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15. Mai -
36,3 °C Temperaturunterschied zwischen Finnmark und
Südnorwegen
15. Mai -
Kronprinz Haakon bestätigt sein Verhältnis mit Mette-Marit
Tjessem Høiby
14. Mai - Bewahrung der
norwegischen Kulturschätze kostet Milliarden
12. Mai -
Norwegen holt Krankenschwestern aus Italien
11. Mai -
SAS-Maschine schlitterte von der Rollbahn
11. Mai -
Eurofighter schlägt Norwegen vor, 20 Flugzeuge zu leasen
09. Mai - Der
Streik ist vorbei
09. Mai - Norwegen stoppt
humanitäre Hilfe für Zimbabwe
09. Mai - Reichsstraße 51 über
die Valdresflya offen
08.
Mai – Svalbard zieht
Asylanten an
06. Mai - 40%
der Norweger für die EU
06. Mai - Spitzbergens Einwohner
wünschen keine Lokaldemokratie
06. Mai - BMW will norwegische
Zulieferverträge kündigen
04. Mai - Norwegische Touristikbranche
leidet unter dem Streik
04. Mai - Ausweitung des Streiks
03. Mai -
Generalstreik in Kraft
03. Mai -
Spitzbergens Eisbären durch Umweltverschmutzung bedroht
02. Mai -
Gedenkfeiern für die Wikinger auch in Kanada
02. Mai -
Die Wikinger in der Times
02. Mai -
Immer mehr Menschen ziehen um
15. Mai -
36,3 °C Temperaturunterschied zwischen Finnmark und
Südnorwegen
In Sihcajarvi in der
nördlichsten norwegischen Provinz, der Finnmark, wurden
gestern, Sonntag 14. Mai, -6,3°C gemessen, während es im
südnorwegischen Kongsberg in der Provinz Buskerud mit 30°C am
wärmsten war (übrigens wärmer als auf Rhodos, Mallorca oder
den Kanarischen Inseln!).
Norwegen IST ein vielseitiges Land! Während man sich im Süden
in der Sonne ahlte, bekam man in Nordnorwegen, wo der Winter
sich noch immer weigert, dem Frühling das Feld zu überlassen,
Schnee oder eine Regendusche. Tromsø hat noch immer über einen
Meter Schnee.
15. Mai -
Kronprinz Haakon bestätigt sein Verhältnis mit Mette-Marit
Tjessem Høiby
Der norwegische
Thronfolger, Kronprinz Haakon bestätigte gestern abend im
nationalen Fernsehen sein Verhältnis mit der alleinerziehenden
Mett-Marit Tjessem Høiby, die bereits ein Kind aus einer früheren
Beziehung
hat. Er brach damit sein Prinzip, sich über sein Privatleben
nicht öffentlich zu äußern.
Die kontroverse Beziehung war schon eine Weile bekannt, und es
gingen Gerüchte, daß die Vergangenheit Mette-Marits von der
Regierung genauer untersucht werde, um die politisch
unerwünschte Beziehung zu beenden. Der Exfreund Mette-Marits
ist vorbestraft, und man möchte dem Kronprinz den Umgang mit
Personen, die wiederum Umgamg mit einem zweifelhaften Mileu
haben, verbieten.
Kronprinz Haakon traf die Entscheidung, die Beziehung
öffentlich zu bestätigen, um damit den Druck von seiner
Freundin und deren Bekannten- und Familienkreis zu nehmen.
Die Bestätigung hat gestern die Monarchiedebatte in Norwegen
erneut angefacht, und viele meinen, daß die Beziehung des
Kronprinzen mit einer Frau, die weder königlicher Abstammung
und dazu schon Mutter und Exfreundin eines Kriminellen ist, zu
weit führe und die Ehrbarkeit und den Stand der Königlichen
Familie verletze. Fast alle sind der Meinung, Haakon dürfe
seine Lebenspartnerin selber wählen, daß er aber, wenn diese
Beziehung offiziell (d.h. im Falle einer Verlobung) werden
sollte, zugunsten seiner jüngeren Schwester Märtha abdanken
oder daß mit dem Tod des Königs Harald die Monarchie in eine
Republik übergehen sollte.
14. Mai - Bewahrung der
norwegischen Kulturschätze kostet Milliarden
Der norwegische Reichsantiquar Nils Marstein
stellt ferst, daß Norwegen
jährlich 400 Mio. Kronen benötigt, um seine kulturellen
Monumente zu bewahren. Für die nächsten 20 Jahre sind das rund
7,8 Milliarden Kronen.
Und dies reicht gerade aus, um den Verfall der
Stabkirchen, alten Bauernhöfe
und anderen Gebäuden, die nach dem Erbgesetz der norwegischen
Nation geschützt und zu bewahren sind, zu stoppen.
Diese neue Schätzung liegt beträchtlich über der Summe, die
der Reichsantiquar noch vor einem Jahr genannt hatte, als er der
Meinung war, mit 2,5 Milliarden NOK den Verfall die nächsten 10
Jahre aufhalten zu können.
12. Mai -
Norwegen holt Krankenschwestern aus Italien
Norwegen holt sich
Arbeitskräfte aus Italien, um die Krise im Gesundheitswesen zu
dämpfen. Die ersten Krankenschwestern kommen im September. Zum
ersten Mal sucht das Arbeitsdirektorat in Oslo in dem Land
südlich der Alpen nach Arbeitskräften. Das italienische und
das norwegische Arbeitsdiretorat unterzeichneten gestern in Rom
ein entsprechendes Abkommen. Beide Länder gehen mit
Enthusiasmus in dieses Pilotprojekt. "Wir betrachten dies
nicht als eine Mangelmaßnahme, sondern als Beginn eines
gegenseitigen Lernprozesses, den wir für sehr wichtig halten.
Dies ist keine Emigration, sondern ein kultureller
Austausch", sagt die italienische Arbeitsministerin Daniela
Cara. Bis jetzt hat Norwegen den Arbeitskaftmangel im
Gesundheitswesen durch andere skandinavische, vor allem
schwedische, und deutsche Ärzte und Krankenschwestern zu decken
versucht.
11. Mai -
SAS-Maschine schlitterte von der Rollbahn
Flug SK379 von Alta
nach Oslo rutschte bei der Zwischenlandung in Tromsø heute
abend gegen 21.00 Uhr von der schnee- und eisglatten Rollbahn
und kam auf dem Dach eines Tunnels über einer der
verkehrsreichsten Straßen der Stadt zum stehen. Die rund 124
Passagiere wurden evakuiert und ins Terminalgebäude gebracht.
Niemand wurde verletzt. Die Maschine steht noch immer auf dem
Tunneldach am Ende der Rollbahn und sorgt für Verkehrsprobleme.
Zum Unfallzeitpunkt herrschten in Tromsø -3 Grad und
Schneefall.
11. Mai -
Eurofighter schlägt Norwegen vor, 20 Flugzeuge zu leasen
Am 26. April haben wir
von der Krise in der norwegischen Wehrmacht berichtet.
Vor diesem Hintergrund hat die Norwegische Regierung
angekündigt, daß der geplante Kauf von 20 Kampfjets vom Typ
Eurofighter im Wert von 11 Mia. Kronen um 10-12 Jahre
aufgeschoben werden soll.
Der Hersteller Eurofighter hat deshalb der norwegischen
Regierung vorgeschlagen, die Flugzeuge zu leasen statt zu
kaufen. Das Angebot Eurofighters ist ein letzter Versuch, die
Aufschiebung zu verhindern. Gleichzeitig warnt
Eurofighter-Manager Cesare Gianni in einem Brief an den
norwegischen Verteidigungsminister davor, daß eine Aufschiebung
Folgen für Norwegens Beziehungen zur EU haben könnte. Damit
weist Gianni auf die Tatsache hin, daß Norwegen eine enge
Zusammenarbeit mit der EU auf dem Verteidigungssektor wünscht.
Die Angelegenheit wird am Freitag im Storting diskutiert werden,
und der norwegische Verteidigungsminister Bjørn Tore Godal
möchte vorher den Brief nicht kommentieren.
09. Mai - Der
Streik ist vorbei
Die größte Gewerkschaft des Landes NHO und die
Arbeitgeberseite NHO haben ihren Arbeitskampf
beigelegt. Nach 13-stündigen Verhandlungen wurde am heutigen Morgen (Dienstag, 09.05.00)
ein
neuer Tarifvertrag beschlossen. Wäre keine Einigung erziehlt
worden, wäre der Streik um weitere rund 10.000 Arbeitnehmer
(insgesamt dan ca. 102.000) ausgweitet worden. Die Arbeitnehmer
haben nun einen Lohnszuschlag von NOK 1,5 pro Stunde, und die
schrittweise Einführung einer fünften
Ferienwoche (innerhalb zweier Jahre, davon zwei Ferientage
nächstes Jahr) erzielt. Die Niedriglöhne werden mit NOK 3,5 pro
Stunde angehoben. Es folgt nun eine neue Urabstimmung unter den
organisierten Arbeitnehmern über die Annahme dieser
Vereinbarungen.
Damit ist das Ganze aber noch nicht ausgestanden, denn als nächstes verhandelt der öffentliche Sektor, darunter die Busgesellschaften, um mehr Lohn (Verhandlungsbeginn heute Nachmittag). Nach den Ergebnissen der Verhandlungen dieser Nacht werden die Forderungen der Arbeitnehmerseite im öffentlichen Dienst deutlich erhöht werden. Es kann also erneut zum Streik kommen.
Auch das Zinsniveau wird von dem Ergebnis der Verhandlungen beeinflußt werden. Experten erwarten eine Anhebung der Zinsen um 0,25 bis 0,5 Prozentpunkte in der nächsten Zeit und um einen weiteren Prozentpunkt im Laufe des Jahres. Auch für nächstes Jahr werden weitere Zinssteigerungen erwartet.
09. Mai - Norwegen stoppt
humanitäre Hilfe für Zimbabwe
Aus Protest gegen die Haltung der Regierung in
der Krise in Zimbabwe stoppte Norwegen die jährliche humanitäre
Hilfe von 20 Mio. NOK. Letzte Woche besuchte eine norwegische
Delegation Zimbabwe, um die Situation im Land zu ergründen.
Noch immer blockieren Aufständische die Ländereien der weißen
Gutsbesitzer, von der Regierung unterstützt. Die Norwegische
Regierung ging mit dem Stop der Zahlungen aber über die
Maßnahmen-Empfehlung der Delegation hinaus. "Es besteht
der Bedarf, ein klares Siganl an die Regierung in Zimbabwe zu
senden", sagte die Beistandsministerin Anne Kristin Sydnes
heute zu ihrer Rechtfertigung der Maßnahme im Storting.
09. Mai - Reichsstraße 51 über
die Valdresflya offen
Die wintergesperrte RV 51 über die Valdresflya
wird morgen, am 10. Mai, geöffnet werden. Das ist zwei Tage
eher als angekündigt. Dafür ist das schöne Wetter der letzten
Woche verantwortlich.
08.
Mai – Svalbard zieht
Asylanten an
Das Ausländergesetz,
welches den Zugang von Ausländern nach Norwegen reguliert, hat
auf der Inselgruppe im Eismeer keine Gültigkeit. Bei der
Ankunft auf Svalbard gibt es nicht einmal eine Paßkontrolle.
Doch auf der anderen Seite bekommt man dort auch keine sozialen
finanziellen Unterstützungen. Doch obwohl im Grunde alle
ungehinderten Zugang zu der Inselgruppe haben, glaubt der
Sysselman (eine Art Gouverneur) Svalbards, Morten Ruud, daß
aufgrund des Preisniveaus und des Klimas Asylanten auf den
Inseln kein Problem sein werden. Am gleichen Tag (7. Mai) konnte
er 8 Minusgrade und Schneesturm in Longyearbyen melden.
Die Thematik ist dadurch aktuell geworden, daß
eine kosovoalbanische Familie, deren Aufenthaltserlaubnis für
Norwegen abgelaufen war, nach Svalbard gereist ist, nachdem sie
dort Arbeit bekommen hatte.
06. Mai - 40%
der Norweger für die EU
Eine neulich
veröffentlichte Untersuchung zeigt, daß 40% der norwegischen
Bevölkerung für die Mitgliedschaft Norwegens in der EU und 39
% dagegen sind. Rund 20% wissen nicht, wie sie gestimmt
hätten, wenn heute Volksabstimmung gewesen wäre.
Außenminister Torbjørn Jagland von der Arbeiterpartei
(Sozialdemokraten) sagt ohnehin, daß erst die Ausweitung der EU
nach Osten gelingen muß, bevor eine erneute Volksabstimmung in
Norwegen durchgeführt wird.
Jagland ist wie Staatsminister Jens Stoltenberg ein überzeugter
EU-Anhänger und hofft, seine Landsleute davon überzeugen zu
können, daß Norwegen nicht außerhalb der EU stehen könne,
wenn sogar osteuropäische Länder Mitgleider der Union seien.
Er fürchtet, daß bei einem Mißlingen der Ausweitung die
norwegische EU-Debatte begraben werden kann.
06. Mai - Spitzbergens Einwohner
wünschen keine Lokaldemokratie
Laut der Zeitung Svalbardposten zeigt eine
Meinungsumfrage unter rund der Hälfte der 1.500 Einwohnern der
norwegischen Inselgruppe Svalbard (Spitzbergen), daß 50% keine
Lokaldemokratie wünschen, während 36% dafür sind. 14% sind
unentschlossen.
Die Arbeiterpartei und die Rechten (zwei der größten Parteien
in Norwegen) wünschen die Einführung des Kommunemodells,
welches sonst überall in Norwegen existiert (vergleichbar mit
den deutschen Landkreisen), aber wie sich gezeigt hat, ist die
Mehrzahl der Einwohner Svalbards gegen mehr Selbstverwaltung.
Svalbard wird heute von dem sog. Svalbardrat verwaltet, der
keine reelle Entscheidungsbefugnis hat. Er ist nur ein
beratendes Organ für die verschiedenen Ministerien in Oslo, die
die Entscheidungen fassen.
Die gleiche Untersuchung zeigt auch, daß die niedrige Steuer
der Hauptgrund ist, auf Svalbard zu wohnen. Sollten die Steuern
auf 20% angehoben werden, wollen ganze 40% der Einwohner aufs
Festland ziehen, um zu arbeiten.
06. Mai - BMW will norwegische
Zulieferverträge kündigen
BMWs Visepräsident Klaus Wentzel droht mit einem
Bruch aller Verträge mit der norwegischen Zulieferfirma Hydro.
Hydro produziert u.a. Stoßdämpfer für BMW und andere
Autohersteller. Hydro Automotive exportiert für gut 100 Mio.
DEM jährlich und war in diesen Tagen in Verhandlung um eine
Erweiterung des Exports um rund 25 Mio. DEM.
Die BMW-Führung hat den streikenden Hydroangestellten eine
Frist bis Montag, 08. Mai gesetzt, um die Arbeit wieder
aufzunehmen. Die gleiche Drohung hat auch der norwegische
Arbeitsminister erhalten. Die LO (die streikende Gewerkschaft)
sagt, sie werde für Hydro keine Ausnahmeregelung vom Streik
einführen, und die norwegische Regierung sagt, sie werde sich
nicht in den Arbeitskonflikt einmischen, solange keine Gefahr
für Leben besteht.
Die BMW-Führung fürchtet, tausende Arbeiter zwangsbeurlauben
zu müssen, wenn der Streik in Norwegen andauern sollte.
Gleichzeitig hat sich BMW auf die Suche nach anderen Zulieferern
begeben.
Der Präsident der IG Metall (mit rund 3 Mio. Mitgleidern der
größte Fachverbund der Welt), Klaus Zwickel, sagt der
norwegischen Zeitung Dagsavisen, daß die IG Metall BMW etvl.
daran hindern will, während des Streiks Autoteile bei anderen
Zulieferern zu kaufen. "Wir wollen keine Streikbrecher
sein", sagt Zwickel der norwegischen Zeitung.
Doch dies ist bereits das zweite Mal innerhalb vier Jahre, daß
die norwegische Autoindustrie von Streik betroffen ist, und es
ist nicht unwahrscheinlich, daß der Streik Konsequenzen für
zukünftige Verträge haben wird.
04. Mai - Norwegische Touristikbranche
leidet unter dem Streik
Die Norwegische Touristikbranche fürchtet wegen des Streiks um ihren
Ruf. Die Folgen für die Hotels z.B. sind katastrophal: der Mai
ist ein überdurchschnittlich gut gebuchter Monat in den
Norwegen.
Die Passagiere der beiden Hurtigrutenschiffe, die im Streik sind, werden morgen
an Land gesetzt, und Per Holte von der britischen Niederlassung
des Norwegischen Fremdenverkehrsamtes (frühere NORTRA) bestätigt,
daß die Hurtigrute schon viele Passagiere aus den USA, Großbritannien und
Deutschland verloren hat, und daß viele die bereits gebuchten Reisen für
später in der Saison wieder stornieren. Reiseveranstalter im Ausland sowie
norwegische Tourismusorganisationen sind frustriert über die Situation.
Vor und nach der Konferenz "Nordic Overseas Workshop"
in Stockholm vom 09. bis 11. Mai wurden ausländische
Reiseveranstalter und Agenten erwartet, um die kommenden Saisons
zu planen, informiert der Direktor des Norwegischen
Fremdenverkehrsamtes Svein-Erik Ovesen, aber da es unmöglich
ist, Hotelzimmer aufzutreiben, müssen diese andere Reiseziele
im Norden wählen. Der Streik ist äußerst ungünstig für den
Ruf Norwegens als Touristenziel. "Wir fürchten, daß
ausländische Reiseveranstalter Norwegen aus den zukünftigen
Katalogen herausnehmen", sagt er.
Der Streik wird mit aller wahrscheinlichkeit spätestens Mitte
Juni vorbei sein, alle diejenigen, die danach planen, Norwegen
zu besuchen, sollten unbesorgt sein.
04. Mai - Ausweitung des Streiks
Die Gewerkschaft LO hat heute eine Ausweitung des Streiks mit
weiteren 10.000 Arbeitnehmern ab Dienstag, den 09.05., bekannt
gegeben, so daß sich dann 95.000 Arbeitnehmer im Streik
befinden werden.
03. Mai -
Generalstreik in Kraft
Ab heute, 03. Mai,
befinden sich 85.000 norwegische Arbeitnehmer im Generalstreik.
Fährverbindungen sind eingestellt/gekürzt, Hotels schließen,
der Warentransport kommt zum Erliegen und vieles mehr. Gestern
herrschte in vielen Supermärkten des Landes Ausnahmezustand:
Aus Angst, daß wegen des Streiks die Regale leerbleiben
könnten, hat die Bevölkerung Hamsterkäufe gestartet. Einige
Waren wurden restlos ausverkauft und Brot z.B. mußte teilweise
rationiert werden. Einige Geschäfte haben gestern ihren Umsatz
versechsfacht.
Die Schlepper, die die Öltanker zu und von den Kais schleppen,
sind ebenfalls vom Streik berührt. Dies kann dazu führen, daß
die Ölproduktion eingeschränkt wird, wenn die
Lagerkapazitäten der Raffinerien aufgebraucht sind. Die
Furcht vor Exportproblemen führt wiederum zu einem steigenden
Ölpreis.
Ein positiver Nebeneffekt: einige Mautstationen u.a. um die
Städte Oslo und Bergen werden ebenfalls betreikt. Dies bedeutet
Freifahrt für die Autofahrer.
Die Gewerkschaft LO verlangt eine Lohnsteigerung und die
Einführung einer fünften Ferienwoche in Norwegen.
03. Mai -
Spitzbergens Eisbären durch Umweltverschmutzung bedroht
Norwegische und
kanadische Forscher, die 30 kanadische und norwegische Eisbären
für ein umfassendes Forschungsprojekt betäubt und gründlich
untersucht haben, meinen, der Bestand Spitzbergens kann
gefärhdet sein. Dort wird nämlich das Immunsystem der
Eisbären durch Umweltgifte wie z.B. PCB, geschwächt, die mit
der Meereströmung und dem Wind von Europa und den USA zu der
Inselgruppe gelangen. PCB hat auch Auswirkung auf die
Geschlechtshormone der Bären, wodurch deren
Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt wird.
02. Mai -
Gedenkfeiern für die Wikinger auch in Kanada
Vom 20. Juli bis zum 4. August werden 14 Wikingerschiffe
aus 7 verschiedenen Ländern aus dem kleinen Fischerdorf L'Anse aux Meadows
auf Neufundland vor der Ostküste Kanadas segeln. Eins der Boote
wird Mjøsen Lange aus Lillehammer sein, das einzige norwegische
Teilnehmerschiff der Gedenkfeiern. Das Arrangement geschieht zu
Ehren des 1000jähreigen Jubiläums der Landung Leiv Eirikssons
in Kanada und der kurzen Konialisierung des neuen Landes durch
die Wikinger, welches sie "Vinland" nannten.
L'Anse aux Meadows:
Dieses Fischerdorf liegt im Norden Neufundlands (der Name
besagt: neu gefundenes Land) und hat nicht mehr als rund 50
Fischer. 1960 fand Helge Ingstad (ein norwegischer Abenteurer
und Forscher) und seine Expedition hier Reste von
Wikingerdörfern, und 1978 wurde L'Anse aux Meadows in
die UNESCO-Liste der historisch wichtigen Stätten der Welt
aufgenommen. Heute gibt es ein Museum in Verbindung mit Ingstads
Funden und 2500 Touristen besuchen jährlich die Stätte.
Leiv Eiriksson:
Der wahrscheinlich erste Europäer, der vor ca. 1000 Jahren
den amerikanischen Kontinent betrat. Die Norweger sprechen von
Leiv gerne als Norweger, was die Isländer verärgert. Leiv war
der Sohn Eiriks des Roten (Erik den Raude), des Entdeckers
Grönlands. Erik machte sich in Norwegen unerwünscht und fuhr
westwärts nach Island. Leiv wuchs also in Island auf, hat aber
(wie die meisten Isländer damals) norwegische Vorfahren.
02. Mai -
Die Wikinger in der Times
In Verbindung mit den Gedenkfeiern für die Wikinger, an
denen mehrere hervorragende Personen Skandinaviens (darunter das
norwegische Königspaar) teilnehmen, hat das
Times Mgazine einen längeren Artikel veröffentlicht, der die Wikinger
aus einem neuen Blickwinkel betrachtet.
"They earned their brutal reputation - but the Norse were
also craftesmen, exploreres and democracy" - Sie verdienten
ihren grausamen Ruf - aber sie waren auch geschickte Handwerker,
Entdecker und Demokraten, schrieb die Times u.a. Über
die Wikingerausstellung in Washington (siehe Zusatz zu den
Nachrichten vom 27.04.) wird in der Zeitung, welche viel Platz
in den Ausgaben der Woche dafür hergibt, um ein genaueres Bild
der Wikinger zu zeichnen als die meisten Amerikaner haben, sehr
detailiert berichtet.
Am Freidag (28.04) schlossen das norwegische Königspaar und die
anderen skandinavischen Repräsentanten den Besuch in Washington
mit einem Mittagessen im Weißen Haus ab, wobei Bill und Hilary in sehr
guter Laune waren und Späße machten.
Clinton versicherte, daß die Skandinavier auch im Jahr 3000 in
Amerika genauso willkommen wären wie sie es jetzt, 1000 Jahre
nachdem Leiv Eriksson und seine Männer zur Küste Neufundland
kamen, sind.
Lesen Sie mehr üebr die Wikinger auf unserer Wikingerseite
(einer Unterseite der Geschichte
Norwegens).
02. Mai -
Immer mehr Menschen ziehen um
1997 zogen rund eine halbe Million Norweger um. Dies
sind 100.000 mehr als noch vor zwei Jahren und entspricht rund
jedem 7. erwachsenen Norweger.
Diese Entwickung geschieht trotz steigender
Wohnungspreise.
Nachrichten gesammelt und zusammengestellt von Morten & Julia © 2000