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31. Mai -
Krankenhäuser erwägen, die Wehrmacht um Hilfe zu bitten
31. Mai - Der
Frognerpark in Oslo braucht Millionen-Renovierung
31. Mai -
Schlechtere Belegungszahlen in den norwegischen Hotels im Winter
31.
Mai - 17 Milliarden für neue Fregatten
31. Mai - Die
norwegische Orkla fusioniert mit der dänischen
Carlsberg-Brauerei
27. Mai - Der Winter schlägt
noch einmal zu
27. Mai - Biathletenhochzeit in
Eikelandsosen
25. Mai - Schröder zu Gast
in Oslo
25. Mai - Bald Promillegrenze von
0,2?
24. Mai - Königspaar eröffnete
heute die Festspiele in Bergen
22. Mai - Lawine zerstört die E6
bei Alta
22. Mai - Der Norwegische Staat
will die zweitgrößte norwegische Bank verkaufen
22. Mai - Rekordvertrag an
Norwegische Werft
22. Mai - Kindermord in
Kristiansand erschüttert ganz Norwegen
21. Mai - Norwegen besorgt über
russische Pläne, die Aktivitärten auf Svalbard zu erhöhen
19. Mai -
Schweden wird Norwegens Ohr in der EU
19. Mai -
Subventionsverhandlungen für Landwirte in Gefahr
19.
Mai - Kommunen kündigen Streik an
18. Mai -
Städtisches Elchkalb von der Polizei gejagt
16. Mai -
Rettung für den Polarfuchs?
31. Mai -
Krankenhäuser erwägen, die Wehrmacht um Hilfe zu bitten
Mehrere norwegische Krankenhäuser erwarten diesen
Sommer große Probleme mit der Betreibung, weil viele
Krankenschwesternstellen unbesetzt sind und weil die
Krankenschwesternstudenten diesen Sommer eine Aktion
durchführen und nicht während der Semesterferien als
Ferienvertreter arbeiten wollen.
Daß einige Krankenhäuser zusätzlich durch Streik gerammt
sind, macht die Situation nicht gerade leichter.
Der Leitung des Akershus Krankenhauses in Oslo erwägt in diesem
Zusammenhang die Möglichkeit, Sanitätssoldaten aus der
Wehrmacht einzusetzen.
Wenn es soweit kommen sollte, ist das eine äußerst präkäre
Situation für die norwegischen Politiker, die auf einer
gefüllten Staatskasse sitzen und trotzdem solche Notsituationen
nicht vermeiden können.
31. Mai - Der
Frognerpark in Oslo braucht Millionen-Renovierung
Der Frognerpark in Oslo benötigt dringend eine
Sanierung für wenigstens 10 Millionen Kronen. Hier folgen
Beispiele der notwenigen Reperaturen:
Von der Brücke läuft verunreinigtes Wasser in braun-weißen Streifen an der Mauer hinunter
Die Steinplatten hinauf zum Monolith geraten aus den Fugen und verschieben sich, und Grasbüschel sprießen dazwischen
Der große Springbrunnen droht zu versagen
40 % der Scheinwerfer um den Monolithen sind ramponiert
Die Situation ist besorgniserregend, sagt der
Sprecher der Frognerparkens Venner ("Freunde des
Frognerparks"), Ole Christian Gulli. - Die Politiker haben
dieses Jahr nicht eine Krone für Investitionen bewilligt, nur
für laufende Instandhaltung. Wird jetzt nichts getan, werden
sich die Kosten für Reparaturen drastisch erhöhen. Im
schlimmsten Fall stehen wir nächstes Jahr ohne Springbrunnen
da.
Dieses Jahr feiert Oslo sein 1000-jähriges Jubileum, und die
Touristen sehen den Verfall des Parks vielleicht nicht so
deutlich, denn an der Oberfläche sieht alles recht schön aus,
mit Blumen in den Beeten und schönen Skulpturen. Doch der
Chefkonservist des Vigeland-Museums, Nils Messel, stimmt dem
Verfallszeugnis zu.
31. Mai -
Schlechtere Belegungszahlen in den norwegischen Hotels im Winter
Die Zimmerkapazitätsausnutzung in den norwegischen
Hotels sank im vergangenen Winter auf bescheidene 46,9% im
Vergleich zu rund 50% im Winter 1998/99. Dies zeigt das
Statistische Zentralbüro Norwegens (SSB) auf.
Der Grund ist wahrscheinlich ein Kombination aus niedrigeren
Besucherzahlen aus den wichtigsten Märkten und eine erhöhte
Bettenkapazität.
Svein-Erik Ovesen, Direktor des Norwegischen
Fremdenverkehrsamtes (ehem. NORTRA), sagt, seine Institution
hätte mehrmals genau davor gewarnt. "Jetzt müssen
wir den Einsatz im Marketing erhöhen, um diese Entwicklung zu
stoppen. Unsere Konkurrenten schlafen nicht, und das können
auch wir nicht, weil wir das Potential für ein Wachstum aus den
wichtigen internationalen Wintermärkten haben", sagt
Ovesen.
Die gesamten Winterhotelübernachtungen hatten von Januar bis
April einen Rückgang von 3% zu verzeichnen, wobei der
ausländische Markt um ganze 7% zurückgegangen ist.
Entwicklung ausländischer
Übernachtungen in Norwegen von Winter1999 bis Winter 2000:
2% weniger Dänen
7% weniger Deutsche (wahrscheinlich an Österreich und die
Schewiz verloren)
15 % weniger Schweden
23 % weniger Briten
Dänen, Schweden und Niederländer (leicht im Plus) stellen
neben den Norwegern selber die meisten Wintergäste.
31.
Mai - 17 Milliarden für neue Fregatten
Das Storting hat nach langer Diskussion beschlossen, von
der spanischen Werft Bazan fünf neue Fegatten bauen zu lassen.
Ursprünglich wollte man 6 Fregatten für zusammen 12 Milliarden
NOK bauen lassen, doch jetzt die Summe für fünf Schiffe
bereits 17 Milliarden NOK und man weis nicht, ob es dabei
bleiben wird.
Die deutsche Werft Blohm & Voss hat lange mit Bazan um den
Vertrag gekämpft, während die norwegischen Werften früh
ausgeschieden waren.
Dies wird die größte militärische Investotion im Lande
bisher, und die neuen Fregatten werden die 40 Jahre alten alten
ersetzen.
31. Mai - Die
norwegische Orkla fusioniert mit der dänischen
Carlsberg-Brauerei
Die bekannte dänische Brauerei Carlsberg fusioniert mit
der weniger bekannten Brauerei des norwegischen
Industrikonglomerats Orkla.
Der neue Brauereikonzern wird 27 000 Angestellte haben und mit
einem Umsatz von rund 23 Milliarden Kronen die fünftgrößte
Brauerei der Welt sein.
Orkla wird 40% der Aktien halten und Carlsberg die restlichen
60%. Die Konzernleitung sowie der Hauptsitz wird dänisch sein.
Bereits früher hatte Orkla die größte schwedische
Bierbrauerei aufgekauft, und die neue Calrsberg Breweries wird
die konkurrenzølos größte Bierbrauerei Skandinaviens sein.
Die bekannteste norwegische Biermarke, Ringnes, wird weiterhin
existieren.
27. Mai - Der Winter schlägt
noch einmal zu
Die meisten Norweger haben dem Winter schon eine
Weile adieu gesagt.
Nicht jedoch in der Finnmark. Auf dem Ifjordfjell haben sich
dieses Wochenende mehrere Autos in einen Schneesturm
festgefahren und mußten von den Räumfahrzeugen gerettet
werden.
Über mehrere Gebirgspässe in Finnmark mußte man dieses
Wochenende (Ende Mai!) in der Kolonne fahren (siehe Straßenverkehr).
In Jotunheimen mußten 4 Bergwanderer dieser Wochenende von
einem Rettungshubschrauber geborgen werden, nachdem sie von
schlechtem Wetter überrascht worden waren. Sie haben über 24
Stunden auf die Bergung gewartet.
27. Mai - Biathletenhochzeit in
Eikelandsosen
Heute haben sich im norwegischen Eikelandsosen (südöstlich von
Bergen) die beiden Biathleten Raphael Piorée (Frankreich) und
Liv Grete Skjellbreid (Norwegen) das Ja-Wort gegeben.
25. Mai - Schröder zu Gast
in Oslo
Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder war heute
zu Gast bei dem norwegischen Staatsminister Jens Stoltenberg.
Die beiden sprachen über verschiedenes, u.a. darüber, daß
Schröder sich nicht in eine Diskussion einmischen möchte, ob
ein Beitritt in die EU für Norwegen positiv oder negativ wäre.
Die Beibehaltung des Wohlfahrtsstaates war ebenfalls ein Thema
für beide Seiten. Deutschland gilt als eines der Länder der
EU, die Norwegen am nächsten stehen.
25. Mai - Bald Promillegrenze von
0,2?
Die Mehrheit im Storting ist dafür, die
Promillegrenze von derzeit 0,5 auf 0,2 zu senken.
Im Justizkommitee sind nur die Rechte und die Fortschrittspartei
dagegen.
In der Vorlage, welche am Donnerstag abgegeben wurde, spricht
sich die Mehheit dafür aus, daß für Fahren mit Promille
zwischen 0,2 und 0,5 ein Strafgeld zu zahlen ist, und bei
wiederholtem Übertreten Strafgeld oder Strafgeld und bedingte
Gefängnisstrafe.
24. Mai - Königspaar eröffnete
heute die Festspiele in Bergen
Heute wurden die 48. Festspiele von König Harald in
Bergen eröffnet. Die Festspiele in Bergen sind ein jährliches
Kulturereignis das im ganzes Land ein Begriff geworden ist. An
der multikulturellen Eröffnungsfeier nahmen u.a. eine
indische Gesangs- und Instrumentalgruppe, norwegische
Volksmusikanten und eine Stealdrum-Band aus Trinidad teil.
Dieses Jahr ist es zusätzlich ein bißchen besonders, weil
Bergen eine der Kulturhauptstädte Europas ist. Das ganze Jahr
über finden eine lange Reihe kulturelle Arrangements statt, und
die Festspiele wurden dieses Jahr deutlich besser verkauft als
in den Jahren zuvor.
22. Mai - Lawine zerstört die E6
bei Alta
Eine Stein- und Schlammlawine, ausgelöst von den
enormen Schmelzwassermassen, hat gestern nahe der Ortschaft
Talvik, rund 19 km westlich von Alta, eine Brücke und
Straßenstücke mit sich gerissen. Da es an dieser Stelle keine
Umfahrmöglichkeiten gibt, muß der gesamte Verhekr zwischen
Lakselv/Alta und und Nordreisa/Tromsø über Kautokeino und
Enontekiö (Finnland) fahren. Man arbeitet an einer
provisorischen Lösung, kann aber noch nicht vorhersagen, ab
wann die Strecke wieder offen sein wird.Einstweilen befördert
auch die Hurtigrute PKWs an der Schadenstelle vorüber. Über
die Einführung einer vorübergehenden Fährverbindung zwischen
Storekorsnes (an der 883 nördlich von Alta) und Øksfjord (an
der 882 nordwestlich von Alta) wird beraten.
22. Mai - Der Norwegische Staat
will die zweitgrößte norwegische Bank verkaufen
Der Norwegische Staat besitzt seit der Bankkrise
im Land vor rund 10 Jahren etwa die Hälfte der zwei größten
norwegischen Banken.
Die Regierung möchte sich jetzt auf die größte Bank, die DNB
(Den Norske Bank) konzentrieren, und zeigt sich offen, ihre
Aktien in der zweigrößten Bank, der Kreditkasse, zu verkaufen.
Gleichzeitig weist die Regierung jedoch das frühere Kaufangebot
derfFinnisch-schwedischen Bank Merita Nordbanken ab.
22. Mai - Rekordvertrag an
Norwegische Werft
Die Schiffswerft Kleven in Ulsteinvik (nahe
Ålesund) wird das neue Hourtigrutenschiff
"Finnmarken" bauen. Zusätzlich hat die Werft Optionen
auf noch zwei Schwesternschiffe erhalten, insgesamt ein Auftrag
im Wert von umgerechnet rund 600 Millionen DM.
Das Schiff "Finnmarken" ist von der Reederei Ofoten og
Vesteraalens Dampskibsselskap (OVDS) in Auftrag gegeben worden.
Wenn zusätzlich die zwei Optionen realisiert werden, wird dies
einer der größten Aufträge sein, den eine norwegische Werft
in der letzten Zeit erhalten hat. Die Werften in Norwegen
stecken momentan in einer Krise, und der Auftrag ist für Kleven
deshalb hochwillkommen.
Die "Finnmarken" wird das erste Schiff einer neuen
Generation Hourtigrutenschiffe, welche deutlich größer als die
"Nord Norge" und die "Nordkapp" werden. Die
neuesten Hurtigrutenschiffe haben derzeit eine
Passagierkapazität von 691, während die
"Finnmarken" 1000 Passagieren Unterkunft bieten
können wird.
Das Schiffsareal wird etwa 50% größer als auf den neuesten
Schiffen der Hurtigrute zur Zeit, und die Einrichtungen werden
den Standard der heutigen Schiffe bei weitem übertreffen.
22. Mai - Kindermord in
Kristiansand erschüttert ganz Norwegen
Soetwas passiert nicht in Norwegen, denken
vielleicht die meisten Norwegern, und für das ganze Land war es
ein Schock, als gestern in den Nachrichten bekannt gegeben
wurde, daß zwei kleine Mädchen nur 500 m von zu Hause in
Baneheie, kurz außerhalb von Kristiansand, ermordet worden
sind.
Stine Sofie Sørstrønen (8) und Lena Sløgedal Paulsen (10)
waren am Freitag nicht vom Baden zurückgekommen und sind nach
zweitägiger Suchaktion gestern abend ermordet aufgefunden
worden.
Die Tragödie hat das ganze Land erschüttert.
21. Mai - Norwegen besorgt über
russische Pläne, die Aktivitärten auf Svalbard zu erhöhen
Während des Besuches des norwegischen
Außenministers Torbjørn Jagland in Moskau signalisierte sein
russischer Kollege, Igor Ivanov, daß die Russen ihre
Aktivitäten auf Svalbard zu intensivieren gedenken.
Gleichseitig drückte Ivanov sein Mißfallen über die strengen
Umweltsrestriktionen, die Norwegen auf jeder einzelnen Insel der
Inselgruppe durchsetzt, aus.
Auf eine direkte Frage der norwegische Zeitung Aftenposten, ob
er sich über eine erhöhte russische Aktivität auf Svalbard
freuen würde, antwortete Jagland diplomatisch, so würde er das
nicht gerade ausdrücken.
Jagland wollte eher unterstreichen, daß jegliche Aktivität auf
Svalbard unter das Rahmenwerk der norwegischen Jurisdiktion und
das Svalbard-Abkommen fallen muß.
Norwegen fürchtet, daß größere Aktivität auf der
Inselgruppe die verletzlichee Umwelt bedrohen kann.
Jagland bewertete positiv, daß derartige Konflikte heute Fragen
der Umwelt und nicht mehr politischen Themen wie im Kalten Krieg
gelten.
19. Mai -
Schweden wird Norwegens Ohr in der EU
Schweden ist Norwegens
Auge und Ohr in der EU. Der schwedische Staatsminister Göran
Persson verspricht, Norwegen mit Informationen aus erster hand
über die Arbeit der EU zu versorgen. Dies wird besonders
wertvoll, wenn ab 1. Januar nächsten Jahres Schweden den
EU-Vorsitz übernimmt.
Die schwedische Regierung fühlt eine besondere Verantwortung
dafür, Norwegen über die großen Prozesse in der EU, wie die
Ausweitung und die usformung der verteidigungs- und
sicherheitspolitischen Zusammenarbeit, auf dem Laufenden zu
halten. "Schon im Herbt tritt Schweden dre Gruppe der drei
Länder, die die EU leiten, bei, und ein halbes Jahr später
haben wir den Vorsitz allein", sagt Persson.
Am Freitag war er Gastgeber für den norwegischen Staatsminister
Jens Stoltenberg, und ein großer Teil der Gespräche drehte
sich um die Entwicklung in der EU und Norwegens Möglichkeiten,
sich dichtesmöglich dranzuhängen (selbstverständlich im
Rahmen des Nein-Resultates der Volksabstimmung von
1994).
19. Mai -
Subventionsverhandlungen für Landwirte in Gefahr
Norwegens Landwirte
sind empört über die Absicht des Staates, die Subventionen aus
dem Staatshaushalt mit 400 Mio. Kronen zu reduzieren. Sie
erwägen nun, die Verhandlungen abzubrechen, bevor sie
überhaupt begonen haben. Die
Absicht der Reduzierung geht aus dem Angebot des Staates an die
Vertreter der Landwirte hervor, welches heute mittag vorgelegt
wurde. Die Partner haben eine Frist bis über das nächste
Wochenende, sich zu einigen.
19.
Mai - Kommunen kündigen Streik an
Über 20.000
Arbeitnehmer können vom nächsten Freitag um 06.00 Uhr morgens
in den Streik geschickt werden, wenn die Lohnsverhandlungen für
den öffentlichen Sektor nicht weiterführen. Der Norwegische
Gemeindeverbund warnt um Sterik in den folgenden 30 Kommunen: Stavanger
(besonders betroffen), Trondheim (besonders betroffen), Lørenskog,
Drammen, Hole, Lier, Hurum, Bamble, Arendal, Egersund, Sandnes,
Haugesund, Karmøy, Kvinnherad, Kvam, Askøy, Os, Sund, Volda,
Hitra, Bjugn, Oppdal, Skaun, Klæbu, Vikna, Steigen, Hamarøy,
Tysfjord, Alta und Tana. Ein solcher Streik würde sechs
Krankenhäusder betreffen: Das
Nordland Zentralkrankenhaus, das Zentralkrankenhaus in Møre og
Romsdal, das Zentralkrankenhaus ni Rogaland, das Østfold
Krankenhaus, das Buskerud Zentralkrankenhaus und das
Telemark Zentralkrankenhaus. Zusätzlich werden eine Reihe
Schulen in den Gemeinden Bodø, Ålesund, Stavanger, Sarpsborg,
Drammen, Skien und Porsgrunn betroffen sein.
18. Mai -
Städtisches Elchkalb von der Polizei gejagt
Ein junges Elchekalb
vom Vorjahr, welches Kurs auf den Trondheimsveien und die
Mautstation Kalbakken genommen hatte, vsersetzte heute früh die
Polizei in Schwung.
Der Elch war sicher nicht auf dem Weg zur Arbeit im Zentrum, und
deshalb wurden zwei Polizisten mit Hunden ausgeschickt, um ihn
in den Wald zurückzutreiben.
Nur wenige Meter entfernt floß der Verkeht auf dem
Trondheimsveien, und es war deshalb wichtig, zu verhindern, daß
der Elch zwischen die Autos geriet.
Er war nur einen Sprung von der Straße entfernt, aber der lange
Arm des Gesetzes kann auch schnell zu Fuß sein. Mit einem
zivilen Polizisten auf den Fersen und einem zweiten klar zum
Sprung hieß es für den Elch Kurs ändern. Nach einer
halbstündigen Flucht vor der Polizei kam der Prinz des Waldes
auf bessere Gedanken und ging wieder dahin zurück, woher er
gekommen war.
Es sind zur Zeit viele Elche in der Nordmarka, und es ist nicht
ungewöhnlich, da sich der eine oder andere in die Stadt (Oslo)
verirrt. Das Kalb war allein, und es kann gut sein, da es von
der Mutter verstoßen wurde, teils, weil sie sich einen neuen
Bullen finden wollte, teils weil das Kalb alt genug ist, um
allein zurecht zu kommen.
16. Mai -
Rettung für den Polarfuchs?
Der Polar- oder
Eisfuchs verschwindet langsam aber sicher aus der norwegischen
Natur. Durch Vermehrung in Gefangenschaft und Aussetzen des
Nachwuchses soll nun versucht werden, die Art zu retten.
Für diesen letzten Versuch, den Polarfuchs vor dem totalen
Aussterben in Norwegen zu bewahren, sollen nun Welpen gefangen
und in Sicherheit großgezogen werden. Die Füchse sollen sich
paaren und deren Welpen wieder ausgesetzt werden.
"Der Bestand ist jetzt so klein, daß er innerhalb kurzer
Zeit aussterben kann. Das einzige, was wir riskieren, ist, daß
dieser Prozeß fortschreitet, ohne daß es noch Füchse zum
Einfangen gibt", sagt der Polarfuchsforscher und -experte
Olav Strand vom Norwegischen Institut für Naturforschung
(NINA).
"Alle Versuche, den Bestand zu stärken, seit die Art vor
70 Jahren geschützt wurde, sind mißlungen. Heute leben in
Norwegen noch etwas 50 Polarfüchse, und es werden immer
weniger. Dafür hat NINA dieses Projekt in Gang gesetzt, welches
das erste seiner Art in Norwegen ist", schreibt das Natur
& Milieu Bulletin in seiner letzten Nummer.
Die Forscher sind unsicher über den Erfolg, die Tiere in
Gefangenschaft zu vermehren. Man wird die schwächsten und
kleinsten Jungen fangen, so daß die übrigen hoffentlich eine
bessere Überlebenschance haben. Eine der Ursachen, warum der
Polarfuchs in Norwegen dem Aussterben entgegengeht, ist
wahrscheinlich Nahrungsmangel.
Die Füchse werden unter bestmöglichen Bedingungen gehalten
werden, und man hofft, unter glücklichen Umständen bereits
nächstes Jahr Junge auf der Hardangervidda aussetzen zu
können. Der Polarfuchs ist eine wenig anspruchsvolle Art ohne
kompiziertes soziales Verhalten, so daß man sehr optimistisch über
den Erfolg des Projektes ist.
Nachrichten gesammelt und zusammengestellt von Morten & Julia © 2000