| Pottwal |
| (Physeter catodon) |
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Dieser größte Zahnwal ist in allen Weltmeeren zwischen 40° Süd und 40° Nord verbreitet. Man trifft ihn z.B. sowohl im Mittelmeer, als auch in der Nordsee oder in australischen und neuseeländischen Gewässern. Die Männchen halten sich auch in kälteren, polaren Gebieten auf. In Norwegen kann man sie von Møre bis Spitzbergen beobachten. Pottwale sind grauschwarz gefärbt und haben einen langen Kopf mit hoher, schmaler Ausbuchtung, der bis zu gut einem Drittel der gesamten Körperlänge betragen kann, und statt der Rückenflosse nur einen Buckel, welchem zum Schwanz hin mehrere kleinere folgen. Der Pottwal ist der einzige Wal, den man ausschließlich am Blas erkennen kann. Dieser ist charakteristisch schief nach links vorne gerichtet. Der Unterkiefer ist lang und schmal, mit bis zu 20-30 bis zu 25 cm hohen kegelförmigen Zähnen auf jeder Seite. Die Männchen erreichen eine Länge von bis zu 18 Metern und können 70 Tonnen schwer werden. Sie werden bis zu 70 Jahre alt. Pottwale leben in größeren oder kleineren Schulen von bis zu 40 Tieren, die nach Alter und Geschlecht organisiert sind. Ihre Nahrung besteht aus Tiefseefischen und Tintenfischen, darunter auch Riesenkraken, die bis zu 10 m länger als die Pottwale selbst werden können, und die sie aus den Tiefen des Meeres holen. Manchmal werden hier die Jäger zum Gejagten, und man hat Tiere mit tellergroßen Wunden, die von den Saugnäpfen der Riesenkraken herrühren, gefunden. Die Pottwale halten den Tauchrekord unter den Walen. Man nimmt an, daß sie Tiefen von bis zu 3000 m erreichen können und ist ihnen mit Sonar bis über 2000 m Tiefe gefolgt. Dabei können die Tiere bis zu 90 Minuten unter Wasser bleiben, ohne Luft zu holen. Dafür haben sie einen extrem angepaßten Körper, z.B. spezielles Gewebe und Organe, welche mit extrem wenig Sauerstoff auskommen, und Lungen, die vor dem Auftauchen die Luft in die Atemwege drücken, damit sie keinen Stickstoff absorbieren. Beim Wiederauftauchen wird mit einem einzigen Atemstoß 80-90% des Lungeninhalts ausgetauscht. Innerhalb weniger Minuten sind die Wale klar für den nächsten Tieftauchgang. Es wurden Abtauchgeschwindigkeiten von 170 m/min und Auftauchgeschwindigkeiten von 140 m/min gemessen. Der große Kopf enthält ein Organ, welches mit einer wachsähnlichen Substanz gefüllt ist. Bis heute ist man sich über seine Funktion nicht im Klaren, aber man nimmt an, daß es zum Druckausgleich dient und damit diese enormen Tieftauchleistungen ermöglicht.
Zwischen 01. Juni und 15. September halten sich viele Pottwale vor den Lofoten und Vesterålen auf. Hier bricht der Kontinentalsockel abrupt ein paar tausend Meter tief zum Atlantik ab, was den Tieren Nahrung in den bevorzugten Tiefen garantiert. Von der Insel Andøya werden in dieser Zeit mehrmals täglich Walsafaris veranstaltet, und die Chance, diese Meeresriesen aus nächster Nähe beobachten zu können, ist groß. Informationen über Zeiten und Preise erhalten sie bei: Hvalsafari AS oder Whale Tours AS
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