Fokstumyra Naturreservat

 

Das Fokstumyra Naturreservat liegt in 940-960 m Höhe auf dem Dovrefjell in der Dovre Kommune. Es ist ein Moor, welches sich über 10 km vom See Vålåsjøen im Nordosten bis ein Stück an der Fokstua vorbei im Südwesten erstreckt. Die Breite variiert zwischen 0,5 bis 2,5 km. Das Reservat entstand 1923 als eine Reaktion auf die Zerstörungen durch den Bau der Dovrebahn.
Das Fokstumyr (=Fokstumoor) liegt in einem weiten Tal an der Waldgrenze, umgeben von Gebirge und Hochebenen (Tundra). Ein größeres Moorgebiet ist durch mehrere kleine Seen, Bäche und trockenere Partien unterbrochen. Die Region hat Inlandsklima mit wenig Niederschlag; im Frühling jedoch werden die nassesten Teile des Gebiets überschwemmt. Ein 6 km langer Beobachtungspfad mit einem Aussichtsturm führt durch die Kernzone des Løken-Sumpfes im Reservat. Es ist ein Rundweg, der teilweise mit Holzbohlen und Brücken befestigt ist.

Anreise: Über die E6, welche entlang der östlichen Reservatgrenze verläuft, 25 km nördlich von Dombås. Der Ausgangspunkt des Beobachtungspfades ist die Bahnstation bei der Fokstua Fjellstugu. Man braucht eine Erlaubnis des Aufsichtsführenden, des Bauern des Fokstu Gård, um das Reservat zu betreten. Diese wird kostenfrei erteilt. Im Sommer finden auch ornithologische Führungen im Gebiet statt.

Unterkünfte: In Dombås: Norlandia Dovrefjell Hotel, Dombås Hotel, diverse Campingplätze entlang der E6 vor und nach Dombås; beim Reservat: Fokstugu Fjellstue (Pension).

Auf dem Pfad: Während des Vogelzuges im Frühling und Herbst und während der Brutsaison dürfen keine Hunde mit in das Reservat genommen werden. Während dieser Zeit ist es auch verboten, Tarnzelte o.ä. zum Fotografieren zu errichten. Die Vögel sollen so wenig wie möglich gestört werden, deshalb wird der Besucher gebeten, sich so rücksichtsvoll wie möglich zu verhalten. Rechnen Sie 2-3 Stunden für den Rundweg, je nachdem wie lange und oft Sie anhalten und beobachten. Die empfohlene Besuchszeit ist von Mitte Juni bis Mitte September.

Die folgenden Arten können normalerweise vom Pfad aus beobachtet werden: Prachttaucher (Gavia arctica), Kornweihe (Cicus cyaneus), Sumpfohreule (Asio flammeus), Kranich (Grus grus), Bekassine (Gallinago gallinago), Bruchwasserläufer (Tringa glareola), Rotschenkel (Tringa totanus), Grünschenkel (Tringa nebularia), Flußuferläufer (Actitis hypoleucos), Kampfläufer (Philomachus pugnax), Regenbrachvogel (Numenius phaeopus), Odinshühnchen (Phalaropus lobatus), Kiebitz (Vanellus vanellus), Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) , Sturmmöwe (Larus canus), Krikkente (Anas crecca), Reiherente (Aythua fuligula), Pfeifente (Anas penelope), Schafstelze (Motacilla flava thunbergi; alle drei Unterarten der Schafstelze brüten in Norwegen, im Forkstumyra dagegen nur die sog. nördliche Schafstelze, norweg. "Såerle"), Blaukehlchen (Luscinia svecica svecica; skandinavische Unterart mit rostrotem Stern) , Rohrammer (Emberiza schoeniclus), Bergfink (Fringilla montefringilla), Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) , Wacholderdrossel (Turdus pilaris), Rotdrossel (Turdus iliacus), Kuckuck (Cuculus canorus) und Moorschneehuhn (Lagopus lagopus).

Nützliche Tips: Auf keinen Fall sollten Sie ein Fernglas vergessen. Wer eine gute Kamera hat, ärgert sich hinterher evtl., wenn er sie nicht mitgenommen hat, denn mit Glück kann man wunderschöne Aufnahmen machen. Bei der Anmeldung bekommt man einen kleinen Führer ausgehändigt, welcher nur auf norwegische zu erhalten, aber sehr schön illustriert ist. Vergessen Sie nicht, daß Sie durch ein Moor gehen, selbst wenn der Pfad teilweise erhöht und gut ausgebaut ist, muß man manchmal durch große Pfützen oder teilweise überschwemmtes Gelände. Gummistiefel sind deshalb am geeignetsten. Darüberhinaus sollten Sie an Mückenschutz denken.

 


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