Flora und Fauna im Wald - Seite 2

 

Borealer Nadelwald:


Dieser wird in Rußland Taiga genannt und besteht aus Kiefern und Fichten. Den Unterwuch bilden Sträucher, Heidel- und Preiselbeere. Da Norwegen im Norden sehr gebirgig und schmal ist, ist diese Vegetationszone hier nicht so ausgeprägt wie in Schweden oder Finnland.
Eine kleine, hübsche Charakterpflanze alten Nadelwaldes mit moosigem Unterwuchs ist das Nordische Moosglöckchen (Linnea borealis). Auch der Schwedische Hartriegel (Cornus suecica) kommt überwiegend im Wald vor, man findet ihn jedoch auch noch bis zur unteren alpinen Stufe. Er liebt feuchte Stellen und kann in großen Mengen auftreten.

Tundra:

Im äußersten Norden Norwegens wachsen keine Bäume oder Sträucher mehr. Nur Flechten, Moose, Heidekraut und einige Zwergstäucher können in den extremen Bedingungen überleben. Die Vegetationsperiode ist extrem kurz und der Boden die meiste Zeit des Jahres geforeren, so daß es kein üppiges Pflanzenwachstum geben kann. Diese arktische Vegetationszone schließt nördlich zirkumpolar an den borealen Nadelwald an und wird Tundra genannt. Man findet sie in südlicheren Gegenden auch in der Höhe, wo sie alpine Tundra genannt wird.

 

Beeren :


In Norwegens Wäldern und Mooren wachsen eine Menge Beeren und Pilze, sehr zur Freude der Wanderer. Durch das Jedermannsrecht darf man sie auch pflücken - zum Eigenverbrauch und selbstverständlich keine geschützten Arten.

Die häufigste in Beere ist die Heidelbeere (Vaccinium myrtilis) oder Blaubeere. Sie kommt sowohl im Wald als auch im Hochgebirge und in der Tundra vor. 
Ebenfalls häufig anzutreffen ist die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea), aus der die Norweger eine säuerliche Marmelade herstellen, die man zu Wildgerichten oder Fleisch allgemein reicht. 
Die ckarakteristischste und für die Nordländer wertvollste Beere des Nordens jedoch ist die Moltebeere (Rubus chamaemorus; siehe Bild links). Sie wächst auf moorigen Böden und kommt hauptsächlich in den Wäldern und auf dem Fjell der subalpinen und unteren alpinen Stufe vor. Wenn die Beeren ausgereift sind, haben sie eine gelborange Farbe und schmecken sehr eigen und etwas mehlig. Die Beere auf dem Foto ist noch nicht reif - in diesem Stadium schmeckt sie knackig und säuerlich. Es ist generell verboten, unreife Moltebeeren, norw. "kart", zu pflücken. Moltebeeren haben einen hohen Vitamingehalt und waren in alten Zeiten eine wichtige Vitaminquelle für die Samen.
Andere Beeren, die man in Norwegens Wäldern finden kann, sind Rauschbeere (Vaccinium u. uliginosum), Krähenbeere (Vaccinium n. nigrum), Echte Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) und Moosbeere (Vaccinium o. oxycoccus). Krähenbeeren sind sehr saftig und in kleineren Mengen genießbar; letzteres gilt auch für die Rauschbeere und Moosbeere. 

 

Pilze :


Neben den normalen, auch in Deutschland bekannten giftigen und tödlich giftigen Arten gibt es in Norwegen eine Reihe hervorragende Speisepilze, die in Deutschland auf der Roten Liste stehen, hier aber noch häufig sind, wie z.B. der Birkenpilz und die Rotkappe. Sehr häufig sind außerdem Butter-und Semmelpilz. Sehr umfangreiche Informationen über die Pilze der nordischen Wälder finden Sie hier

 



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