Die Hanse in NorwegenDie Hanse war eine Art Handelsverbindung und -organisation der deutschen Küstenstädte (nach und nach wurden auch einige weiter im Hinterland gelegene Städte Mitglied). Es war sicherer und erfolgreicher, gemeinsam im Verbund zu fahren und organisiert zu handeln, als alles allein zu machen.
Zur Zeit der Hanse lebten sehr viele Deutsche in der Stadt, so daß Bryggen bald eine kleine Satadt in der Stadt wurde. Die Deutschen hatten Bergener Stadtrechte, d.h. sie durften Wohnhäuser mieten, mußten aber auch Steuern zahlen und im Kriegsfall Waffendienst leisten. Die Bergener Kontore galten als harte Schule, und wer in Deutschland als Kaufmann Karriere machen wollte, mußte sich sein Lehrgeld in Bergen verdient haben. Die Kaufmannsgesellen durften nicht heiraten und ihr Alltag spielte sich in einer rauhen Männergesellschaft ab, in der strenge Aufnahmeregeln herrschten. Ab dem 16. Jh. deutete sich der Niedergang des Kontors an. Die Handelshäuser wurden von Norwegern aufgekauft und das Kontor allmählich in das Wirtschaftsleben der Stadt integriert. Die Gemeinde übernahm den Kai Brygge. Im Januar 1868 wurde die Brücke eine öffentliche Straße. Trotzdem ist Bergen noch heute die wichtigste Handelsstadt an der Westküste. 1702 wütete in Bergen ein schlimmer Brand, und die Lagerhaus- und Kontorreihe der Brygge brannten vollständig ab. Sie wurden im Original wieder errichtet und stehen z.T. heute noch, 300 Jahre alt. Die Häuser in Richtung Torget aber wurden größer und aus Stein im Stil der Lübecker Hansehäuser wiederaufgebaut.
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