
Eine der sechs Stabkirchen im
Valdres (neben Reinli, Lomen, Hegge, Høre und Øye). Die Hedalen-Stabkirche
liegt im gleichnamigen Tal an der RV 243, einer Seitenstraße der E16 rund 20 km
nordöstlich von Nes. Während die nördlichen Valdres-Kirchen wie die Kirchen aus
Sogn dem Basilika-Typ angehören, zählt die südlicher gelegene Kirche von Reinli
wie die von Hedalen zu den Langkirchen.
Ursprünglich war die Stabkirche von Hedalen eine einschiffige Langkirche und
ist wahrscheinlich die älteste der Valdres-Stabkirchen, gebaut zwischen 1150
und 1200. Sie hatte einen etwas schmaleren Chor und eine Apsis, mit einem
Svalgang um die gesamte Kirche. 1699 wurde sie zur Kreuzkirche umgebaut.
Gleichzeitig bekam sie auch weitere Anbauten. Vom Original stehen heute noch das
ehemalige Langhaus (Westschiff), Teile des Svalganges und das prächtige
Westportal mit reichen Drachen-Schnitzereien.
Die Tür im Westportal hat kunstvolle Eisenbeschläge. Zu dem wertvollen
Inventar aus dem Mittelalter, für das die Kirche bekannt ist, gehört u.a. eine
wunderschöne Madonnen-Figur (vielleicht die schönste gotische Kultstatue des
Landes), eine Christus-Figur am Kreuz, deren Gesicht bemerkenswert sensibel
gearbeitet ist, ein prachtvoller Reliquienschrein und ein ebenso schönes
Taufbecken.

Während der Zeit der Pest (siehe Geschichte) geriet die Kirche in Vergessenheit. Als man sie danach wiederentdeckte, fand man einen Bären vor dem Altar, der erschossen wurde. Sein Fell ruht in einem Schrein, der in der Sakristei der Kirche aufbewahrt wird.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts geriet die Kirche zunehmend in Verfall, so daß sie 1901-1902 grundlegend restauriert wurde, wobei auch der Dachbelag aus Holzschindeln in Schieferplatten umgetauscht wurde. Da bei diesen Arbeiten zu viel verändert wurde, hat man 1908 das Langhaus nochmals restauriert.