Die  Stabkirche von Reinli

Eine der sechs Stabkirchen des Valdres (neben Hedalen, Hegge, Lomen, Høre und Øye). Reinli liegt im Süden des Valdres oben an der westlichen Talseite mit einem weiten Blick über das Tal. Man erreicht die Kirche über die E16, indem man in Bagn westwärts abbiegt und der Ausschilderung folgt. 

Die Kirche wurde 1327 zum ersten Mal erwähnt und stammt wahrscheinlich aus dem 13. Jahrhundert. Sie war ursprünglich wie die Stabkirche von Hedalen eine Langkirche mit gleich breitem Schiff und Chor unter einem hohen Satteldach und bekam später eine Apsis am Ostgiebel, wobei auch das Schiff verlängert wurde. Mitten auf dem Dach hat ein achtkantiger Dachreiter gesessen. Die Glocken hängen heute in einem separaten Glockenturm, der die Kirchhofspforte bildet. Die Kirche bekam um 1700 eine neue Einrichtung. Bei der Gelegenheit wurde auch die Wand entfernt, die Schiff und Chor getrennt hatte. Das Altarbild besteht aus einem umgearbeiteten Madonnenschrein aus dem Mittelalter und die Kanzel stammt wahrscheinlich aus der Renaissance. An den Innenwänden sind alle zwölf gemalten Weihekreuze erhalten.
In der Wand des südlichen Svalgangs, nahe der Tür zum Chor, steht eine Runeninschrift, die folgendermaßen lautet: "Hierunter ruht Sira Thord, der diese Kirche umbauen ließ. Pater noster." Der erwähnte Umbau fand im späten Mittelalter statt, vor der Reformation.
Vor der letzten grundlegenden Restauration überlegte man, das Schieferdach wieder zu entfernen und das ursprüngliche Holzschindeldach wiederherzustellen, doch das Schieferdach war auch schon alt paßte gut zum Exterieur, und ein Holzdach wäre sehr teuer gewesen und hätte die späteren Erhaltungsarbeiten ebenfalls verteuert. Im August 1979 wurde die Kirche nach dieser letzten Restauration wiedereröffnet.