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Das Dovrefjell wurde als Nationalpark ausgewiesen, um die großartige alpine
Tundralandschaft mit einer besonders reichen Pflanzen- und Tierwelt zu bewahren.
Der westliche Teil wird von der 2286 m hohen Snøhetta
geprägt, dem höchsten Berg Norwegens außerhalb Jotunheimens und zusammen mit
dem Larstind
der nördlichste 2000er des Landes.
Im Osten ist das
Gestein kalkreich, und hier befindet sich Nordeuropas artenreichster
Pflanzenberg (die Knutshø, 1690 m) mit seltenen Arten wie dem Dovremohn und dem
Norwegischen Wermut. Die Moschusochsen
sind eine weitere Besonderheit des Dovrefjells. Der alte Nationalpark umfaßte eine Fläche von 256 km² und wurde 1974 eingerichtet.
Am 03. Mai 2002 wurde er nach Norden und Westen erweitert und heißt seitdem
Dovrefjell-Sunndalsfjella Nationalpark. Die feierliche Eröffnung durch den
König fand am 01. Juni 2002 statt. Der neue Nationalpark umfaßt ein Areal von
1693 km². Gleichzeitig wurden an seinen Randgebieten sieben neue
Naturschutzgebiete und zwei Biotopschutzgebiete eingerichtet sowie das
Fokstumyra Naturreservat erweitert. Durch die enorme Ausweitung wurde der
Dovrefjell-Sunndalsfjella Nationalpark mit angrenzenden Schutzgebieten das
größte zusammenhängende Schutzgebiet Norwegens (es
übernimmt diesen Titel von der Hardangervidda zu); zusammen stehen jetzt
4367
km² unter Naturschutz. Weiterhin liegen Pläne zur Erweiterung des Rondane
Nationalparks sowie einer Zusammenbindung desselben mit dem
Dovrefjell-Sunndalsfjella Nationalpark durch Schutzgebiete vor, wodurch ein rund
7000 km² großer Komplex von zusammenhängenden Schutzgebieten geschaffen
würde - von Lillehammer bis Oppdal und von Tynset bis Åndalsnes reichend.
Durch die Erweiterung soll der Fortbestand eines großen,
zusammenhängenden und im westenlichen unberührten Fjellgebietes mit intaktem,
hochalpinen Ökosystem mit Wildrenen, Vielfraß, Polarfuchs, Steinadler und
Raben gesichert werden. Besonders ausschlaggebend war, den Lebensraum des
Wildrenstammes des Dovrefjells zu bewahren.
Nationalsymbol und Königsweg: Sagen und Märchen sind mit dem Namen Dovre verbunden. Besonders bekannt ist der Dovregubben -
der König der norwegischen Trolle. Unter dem Eid, der 1814 in der Nationalversammlung geschworen wurde
(siehe Geschichte und
17. Mai), wurde das Dovrefjell als Symbol des Unvergänglichen benutzt. Viele Dichter haben das Dovrefjell ein Nationalsymbol genannt.
Der 100 km lange Königsweg ist die älteste Verkehrsader, die das Ostland mit Trøndelag und der damaligen Königsstadt Nidaros
(das heutige Trondheim) verband. Hier reisten viele Könige der Sage, und hier verlief der Pilgerverkehr zum Grab des Heiligen Olav in Nidaros. Der schöne, doch berüchtigte Vårstig oben in den steilen Berghängen des
Drivdalens mußte benutzt werden, wenn der Fluß über die Ufer getreten war.
Durch Jahrhunderte haben Postsationen das Reisen über das Dovrefjell gesichert. Die
Kongsvoll
Fjellstue, wo sich heute das Nationalparkzentrum befindet, und die Übernachtung anbietet und Speisen serviert, ist von Ende Februar bis in den Oktober geöffnet. Etwas südlich der Fjellstue liegt ein Botantischer Gebirgsgarten, wo man viele Pflanzen des Dovrefjells sehen kann, samt einem
Naturlehrpfad (siehe auch Blumenberg
Knutshø).
Wo sich das Drivdalen durch das Dovrefjellplateau schneidet, gibt es eine Scheide, sowohl was die Landschaft als auch die Vegetation anbelangt. Im Westen sind die Berge steil und wild, und bestehen aus alten, harten Gesteinen. Der Boden ist nahrungsarm und die Vegetation karg. Im Osten dagegen sind die Fjellpartien abgerundeter und der Boden kalkreich. Die nahrungsreichen Gesteine bilden eine Grundlage für Pflanzen, die hohe Ansprüche an den Boden stellen. Die Knutshø östlich von Kongsvoll ist botanisch gesehen der artenreichste Pflanzenberg in Nordeuropa.
Im Nationalpark und den umgebenden Naturschutzgebieten hat man 420 Pflanzenarten gefunden, davon 170 der fast 250 bekannten skandinavischen Gebirgspflanzen. Viele davon sind selten, und einige haben ihre Namen von dem Gebiet: z.B. "Knutshørapp",
Dovrelöwenzahn und Dovremohn. Andere, wie die Arktische Glockenblume und der
Norwegische Wermut, wachsen darüberhinaus nur an wenigen anderen Stellen in Norwegen - vielleicht, weil diese Pflanzen die letzte Eiszeit auf isolierten, eisfreien Gebieten wie z.B. an der Küste oder auf Bergspitzen, die aus dem Eis herausschauten, überlebt
haben (siehe auch Blumenberg
Knutshø).

Die Moschusochsen starben während der letzten Eiszeit in Europa aus. Auf dem Dovrefjell wurden sie in diesem Jahrhundert aus Ostgrönland wieder eingebürgert. Lesen Sie mehr über die Moschusochsen des Dovrefjells
hier.
Das letzte nahezu intakte Hochgebirgsökosystem in Europa mit Wildren,
Vielfraß und
Polarfuchs in natürlicher Koexistenz liegt in dem Dovrefjell-Skrymtheimen-Gebiet. Wildren gibt es in Europa nur noch in Südnorwegen, und die Stämme des Dovrefjells und Rondanes sind davon die noch genetisch reinsten
(mit geringstem Hausreneinschlag). Lesen Sie mehr über die Rentiere
hier.
Dovrefjell und Rondane haben die einzige Vielfraßpopulation Südnorwegens (abgesehen von einigen (Streif-?)tieren in
Jotunheimen). Das Vogelleben in dem fruchtbaren Drivdalen ist besonders reich.
Einige Schlüsseldaten
über den Dovrefjell Nationalpark:
| Eingerichtet: |
1974. Eingeteilt in zwei
Gebiete auf je einer Seite der E6. |
| Größe: |
1.693 km² nach der
Erweiterung im Jahr 2002. |
Höhenlage:
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Die geringste Höhe ist ca.
900 m im Drivdalen, während der höchste Punkt der Gipfel der Snøhetta
( 2286 m) ist. |
| Karten: |
Dovrefjell 1:100.000.
Von der Kartenserie M-711
(1:50 000) benötigt man folgende neun Kartenblätter, um den ganzen
Nationalpark abzudecken:
Hjerkinn 1519 III
Snøhetta 1519 IV (das zentralste Blatt)
Einunna 1519 I
Storskrymten 1419 I
Dombås 1419 II
Aursjøen 1419 IV
Romfo 1420 II2
Sunndalsøra 1420 III
Oppdal 1520 III
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Verwaltung:
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Statens naturoppsyn in Oppdal,
Oppdal kommune, Sunndal kommune, Nesset kommune, Lesja kommune und Dovre
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Fischen:
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Angeln im Nationalpark
(Fjellforelle) gegen Angellizenz der entsprechenden Gemeinde und Zahlung
der generellen Angelsteuer. |
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