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Rondane - ein von Stein, Flechten und Heide geprägtes Fjellheim, wo himmelhohe Berge über tiefen, schattigen Bergkesseln thronen - ein wichtiger Lebensraum für das Wildren und ein beliebtes Gebiet für Bergwanderer.
Rondane wurde 1962 als der erste Nationalpark des Landes unter Schutz gestellt und umfaßt ein varriertes Fjellgebiet mit fruchtbaren Tälern, flechtenbedeckten Hochebenen und mächtigen Berggipfeln. Das Park wurde eingerichtet, um die Natur und die Landschaft mit ihren Pflanzen und Tieren samt den Kulturdenkmälern zu schützen, und auch für kommende Generationen von Bergwanderern zu bewahren.

Mindestens ebensowichtig war es, Rondane als Lebensraum für den gefährdeten
Wildrenbestand zu erhalten. Die Wildrene, die heute in entlegenen Regionen Rondanes und des Dovrefjells leben, gehörten früher einer gemeinsamen Herde an, die in jährlichem Zyklus von Rondane über das Dovrefjell und weiter westwärts zu den Sunndalsfjella wanderte. Bebauung, Straßen und die Eisenbahn haben den Lebensraum der Tiere eingeschränkt und ihre Wanderstrecken abgeschnitten, wodurch dieser große Wildrenstamm geteilt wurde. Diese Wildrene sind die letzten der ursprünglichen wilden Fjellrene, die nach der letzten Eiszeit in großen Teilen Europas lebten. Sie sind sehr anfällig gegen Störungen. Werden sie gestört und verjagt, können sie wichtige Weidegebiete scheuen.
Aufgrund der relativ kleinen Fläche, der leichten Erreichbarkeit und der
großen Popularität ist die Belastung u.a. für den Wildrenstamm
zeitweise nicht gerade gering, und man erwägt ständig Einschränkungen des
Tourismus. Der DNT hat bereits auf eigene Initiative einige Routen umgelegt, um
den Wildrenen ein größeres zusammenhängendes, unberührtes Gebiet zu
schaffen. Es ist besonders wichtig für alle, darauf zu achten, die Tiere vor
allem im Vorsommer beim Kalben nicht zu stören. Sollten Sie weidende Rentiere sehen, ziehen Sie sich ruhig an der windabgewandten Seite zurück, oder bleiben Sie still stehen, bis die Tiere sich zurückgezogen
haben.
Rondane ist eine der eigenartigsten und speziellsten Gebirgsregionen
Norwegens. Die Gebirgspartien der zentralen Teile des Nationalparkes tragen viele Spuren der letzten Eiszeit. Mit dem Rondeslottet 2178
m ist Rondane Norwegens dritthöchstes Gebirge (nach Jotunheimen
und dem Dovrefjell).
Im Rondane fehlen die Gletscher, die zahlreichen Seen und die vielfältige
Vegetation, die man weiter westlich findet, z.B. in Jotunheimen. Rondane dagegen
ist durch enorme, eiszeitlich geformte Felsenkessel, Schluchten, Geröllfelder und kegelförmige Gipfel in
grau-schwarzen und hell grünen Farben, sowie große flechten- und moosbedeckte
Ebenen geprägt. Im Døråldalen hat das Schmelzwasser des Eises große Geröll- und Schuttflächen aufgeschüttet. In den Skranglehaugene südlich von Dørålseter gibt es eine eigenartige Landschaft mit großen Senken im Gelände - sogenannte Toteiseinbrüche - die entstanden, als Eisblöcke unter der Schuttdecke schmolzen.
Der Boden Rondanes ist nahrungsarm und karg. In einzelnen tiefergelegenen Gebieten gibt es Moorbirken- und Kiefernwald, doch der größte Teil des Nationalparks liegt über der Baumgrenze, wo abgehärtete Pflanzen wie Flechten und Heide dominieren. Rentierflechten, die große Teile der Hochebenen blaßgrün-weißlich färben, sind im Winter lebensnotwendige Weideressourcen für die Rentiere. Eine der wenigen Blühpflanzen, die hier zurechtkommt, ist der Gletscherhahnenfuß. Doch selbst in dem kleinen Gebiet, welches den heutigen
Nationalpark ausmacht, findet man große Unterschiede in der Vegetation.
Das Rondanegebirge ist Teil eines mehr oder weniger zusammenhängenden
Gebirgsrückens, der sich vom Dovrefjell im Nordwesten bis fast nach Lillehammer
im Südosten hinunter erstreckt.
Großzügig betrachtet erstreckt sich Rondane zwischen der E6 im Südwesten,
Westen und Nordwesten (Dovre), der RV29 im Norden und der RV27 im Osten und
Südosten (Ringebufjellet). Der Nationalpark an sich umfaßt ein bedeutend
kleines Gebiet, welches zentral um den See Rondevatnet und die höchsten Gipfel
liegt. Es existieren jedoch Pläne, um den Nationalpark sowohl nach Nordwesten
in Richtung Dovre als auch nach Südosten in Richtung Lillehammer
auszuweiten.
Der Name Rondane kommt von dem norwegischen Wort "rand", welches
soviel wie "schmale Kante" bedeutet. Der Rondvatnet bekam seinen Namen
wegen seiner langen, schmalen Form. Die Gipfel rund um den See bekamen ihre
Namen später. "Rondane" hat also nichts mit den runden Formen, die
man hier findet, zu tun, wie viele glauben.
Einige
Schlüsseldaten über den Rondane Nationalpark:
| Eingerichtet: |
1962 als naturgeschütztes Gebiet, bevor es
später Nationalpark genannt wurde. Er ist Norwegens erster
Nationalpark. |
| Fläche: |
572 km². Eine Ausweitung ist geplant. |
Höhe:
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Die niedrigste Höhe ist 880 m beim Myldingtjern,
während der höchste Punkt mit 2178 m der Gipfel des Rondeslottet ist. |
| Karten: |
Rondane 1:100.000. Es gibt einige ältere
Karten von Cappelen in Zusammenarbeit mit Statens kartverk und dem DNT Neulig
hat Statens kartverk die Wanderkarten Rondane Nord und Rondane Sør im
Maßstab 1:50.000 herausgegeben. Diese zwei Karte decken den ganzen
Nationalpark und einen Teil der angrenzenden Gebiete ab.
Von der Kartenserie M-711
(1:50 000) benötigt man folgende vier Kartenblätter, um den ganzen
Nationalpark abzudecken:
Folldal 1519 II
Otta 1718 IV
Atnsjøen 1818 IV
Rondane 1718 I (deckt von den vieren
den zentralsten Bereich ab)
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Verwaltung:
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Die Gudbrandsdal Waldverwaltung - Lillehammer (Oppland-Teil
des Parks)
Die Østre Waldverwaltung, Rena (Hedmark-Teil des Parks)
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Fischen:
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Angellizenz der entsprechenden Gemeinde.
Zzgl. der generellen
Angelsteuer. |
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