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  Saltfjellet-Svartisen Nationalpark
 

2.105 km² reiche und variierte Natur mit Fjordlandschaften und vegetationsreichen Gebirgstälern, Kalksteingrotten und ewigem Eis wurden 1989 durch die Einrichtung des Saltfjellet-Svartisen Nationalparks dauerhaft geschützt. Der Svartisen-Gletscher hat eine Fläche von 369 km² und ist Nordskandinaviens größter Gletscher (der zweitgrößte Gesamtskandinaviens). Der Nationalpark reicht von der Fjordlandschaft des Melfjordens über den Svartisen bis zu den Gebirgsregionen an der schwedischen Grenze. Im Glomdalen gibt es glattgeschliffenen Mamor, Grotten und underirdische Flüsse. Das kalkreiche Gestein bildet Gundlage für eine reiche Flora mit mehreren anspruchsvollen Arten wie die Silberwurz und Einschlag seltener Arten wie die Lappland-Alpenrose. In den traditionellen Rentierzuchtgebieten gibt es eine einzigartige Sammlung samischer Kulturdenkmäler.

Vom Plateaugletscher bewegen sich zahlreiche Arme in die Täler hinunter, wo das Eis abschmilzt. Der Svartisen besteht aus zwei getrennten Gletschern: dem Vestisen und dem Ostisen (Westeis und Osteis). Das Vesterdalen, welches die beiden Gletscher trennt, wurde erst kürzlich eisfrei. Die Gletscherlandschaft beinhaltet Sanderflächen, die ständiger Veränderung der Gletscherflüsse ausgesetzt sind. Noch immer kalbt der Gletscher in einige der Gletscherseen. 
In zentralen Teilen des Nationalparks wird das Grundgestein vielerorts von Kalk geprägt. Durch Jahrtausende hat sich das Wasser durch Risse im Gestein gedrängt und unzählige kleine und größere Grotten ausgehöhlt und ausgewaschen. Einzelne dieser Grotten sind über 350 000 Jahre alt. Derartige Grotten und andere Kalksteinvorkommen, die von Wasser geformt wurden, fallen unter die Bezeichnung Karst. Die variierteste Kartslandschaft des Nationalparks finden wir in Pikhågan im Glomdalen.
Der Nationalpark ist mehr oder weniger unberührt von menschlichen Eingriffen und bietet attraktive Wildmark für Bergwanderer und andere Naturfreunde.

Der kalkreiche Boden ernährt ein reiches Pflanzenleben. Einige Arten treten sehr zahlreich auf - besonders die Größe der Silberwurzhänge ist imponierend.
Im Stormdalen wurden ca. 250 höhere Pflanzenarten registriert, und der Moorbirkenwald hat in dieser Region einen reichen Unterwuchs an hohen Pflanzen (u.a. Waldweidenröschen, Mädesüß, Nördlicher Eisenhut) mit einer unwahrscheinlich hohen Produktion. Andere fruchtbare Täler sind das Tespdalen und das Bjøllådalen.
Das Saltfjell wirkt wie eine Barriere für mehrere Pflanzen- und Tierarten. Die Provinz Nordland war lange die nördliche Grenze der Fichte, die im Storlia Naturreservat der waldbildene Baum ist, doch einzelne Bäume auf dem Saltfjellet zeugen davon, daß sie dabei ist, das Fjell zu überqueren. 
In einzelnen Gebirgstälern ist der Elch- und Schneehuhnbestand groß. Luchs und Vielfraß haben einen festen Stamm im Gebiet. 

Die Samen waren die ersten, die Jagd und Fang des Wildrens auf dem Saltfjell betrieben. Unter den Kulturstätten der Samen auf dem Fjell finden sich alte Opferstätten, Fanggruben und Leitzäune. Die ältesten dieser kulturellen Überreste stammen von rund 800 n. Chr. Die heutigen Hausrenbetriebe haben ihren Ursprung im 16. und 17. Jahrhundert. Das Kerngebiet der Rentierhaltung ist das Lønsdalen, wo es einige einzigartige und herausragende samische Kulturdenkmäler gibt. 
In den Fjelltälern findet man Spuren von Häusern und Hütten aus dem 19. Jahrhundert. Viele von ihnen sind seit langem verlassen, doch alte Gebirgshöfe und Jagdhütten erinnern uns noch immer an die Mühen und Anstrengungen ihrer Erbauer.
Auf dem Saltfjell gab es auch alte Verkehrswege, z.B. den zwischen den Regionen Salten und Rana. Dieser ist heute als Wanderweg markiert. Die Telegesellschaft hat 1867 mit dem Bau einer Telegrafenlinien entlang dieses Weges begonnen. Steinhäuser wurden errichtet und später durch Blochhäuser ersetzt. Einige davon werden heute vom DNT als Touristenhütten benutzt. Einzelne der Gebirgshöfe sind in staatlichem Besitz und stehen offen.

 


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