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Stabbursdalen Nationalpark |
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Der Stabbursdalen Nationalpark wurde 1970 eingerichtet, um den nördlichsten Kiefernwald der Welt zu schützen, in dem bis zu 500 Jahre alte Bäume stehen. Auch mehrere Tier- und Vogelarten haben im Stabbursdalen ihr weltweit nördlichstes Vorkommen. Der Park weist darüberhinaus einige typische Landschaftsformen der Finnmark auf. Der Stabbursfluß, welcher durch den Park fließt, ist ein guter Lachsfluß. Das Parkareal umfaßt 98 km². Im Stabbursdalen Nationalpark findet man eine Menge für die
Finnmark typischen Landschaftsformen: karges Hochfjell, und offene Vidden,
enge Flußtäler, Fjellbirkenwald und Kiefernbestand. Der Stabbursfluß hat
einen variierten Lauf durch den Nationalpark, in dem Stromschnellen und
Wasserfälle mit tiefen Mulden abwechseln. In der ruhigfließenden Partie
Luobbal (Lompola) bildet der Fluß seenartige Buchten. Im Südosten erheben sich
die Fjellgebiete Gaissene, während die Landschaft im Norden mehr viddenartig
geprägt ist. In der Wärmeperiode vor ca. 7500-5000 Jahren hatte die
Finnamark zusammenhängende Kiefernwaldgürtel, die sich vom Inland in den
Tälern zu den Fjorden und der Küste erstreckten. Als das Klima wieder kälter
wurde, zog sich der Wald zurück, hielt jedoch in einigen milderen Täler, wie
dem Stabbursdalen, stand. Der Schutz des weltnördlichsten Kiefernwaldes ist
heute eins der wichtigsten Ziele des Nationalparks. Die Kiefern stehen
aufgelockert und sind von niedrigem, fast buschartigem Wuchs. Die Bäume wachsen
langsam hier im Norden und sind Frost- und Winschäden ausgesetzt. Trockener und
karger Boden gibt den Pflanzen wenig Nahrung und trägt zu einer armen
Untervegetation aus Flechten und Heidegewächsen bei. Die Naturressourcen des Stabbursdalens waren früher ein wichtiger Teil der Nahrungsgrundlage der küstensamischen Bevölkerung. Hier gibt es lang zurückreichende Jagd-, Angel- und Futterschlagtraitionen. Der vorichtige, ernteausgerichtete Gebrauch hat nur wenige Spuren in der Landschaft hinterlassen. Sträucher bei Luobbal wurden als Winterfutter geschlagen, und alte Stümpfe im Kiefernwald zeugen von früherem Einschlag zum Haus- und Bootsbau. Fanggruben sind Spuren des zeitigen Wildrenfanges, der im 17. Jahrhundert von Zahmrenhaltung abgelöst wurde. Nach dem Bau zweier Lachstreppen ist der Stabbursfluß bis hoch zum Njakkafossen-Wasserfall lachsführend. Der Lachs war früher eine wichtige Nahrungsquelle und wurde mit Garn und traditionellen Stangen gefischt. |
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