Der bekannte Kletterer und Bergsteiger Jon Gangdal, der u.a. auch auf dem Mt. Everest (8848 m) war, gibt in seinem Buch "Klettern - ein Handbuch des Bergsports" folgende Beschreibung der Schwierigkeitsgrade des Kletterns als Leitfaden für Leute, die nicht so versiert im Klettern sind:

| Eine "physische" Beschreibung der Schwierigkeitsgrade des Kletterns | |
| Grad 1: | Ein Zwischending zwischens Oslos Hauptstraße Karl Johans gate und dem Besseggen. |
| Grad 2: | Sehr leicht. Viele gute Griffmöglichkeiten zur Auswahl. Selten sehr steil und exponiert. |
| Grad 3: | Immer noch recht große Auswahl an Griffstellen, die verschiedenartig genutzt werden können. Kann steil und exponiert sein, aber dann sind die Griffmöglichkeiten entsprechend groß und gut. |
| Grad 4: | Die Wahlmöglichkeiten werden weniger, aber die Griffe sind immer noch recht gut und variabel zu benutzen. Balance und Geschmeidigkeit werden auf die Probe getellt. Dauerhafter 4+er kann schwer sein. Kann steil und exponiert sein. |
| Grad 5: | Abhängig vom Finden der richtigen Griffstellen, die oft klein sein und Ansprüche an Fingerstärke, Balance und Dynamik stellen können. Oft steil und exponiert. Ab dem 5er-Niveau bekommt man langsam das Gefühl, das Unmögliche möglich zu machen. |
| Grad 6: | Absolut abhängig vom Finden der richtigen Griffstellen, der richtigen Gewichtsverlagerung und guter Balance. Die Griffstellen sind oft so klein, daß man entweder sehr fingerstark oder dynamisch sein muß, um hochzukommen. |
| Grad 7: | Äußerst wenig Griffmöglichkeiten. Verlangt große Fingerstärke, gute Balance und äußerst dynamische Bewegungen. Verlangt regelmäßiges Training. Dauerhafter 6er wird oft als 7er gerechnet. |
| Grad 8: | Noch schwieriger als Grad 7. Verlangt akrobatische Fertigkeiten und daß man wie ein Hochleistungssportler trainiert und lebt. |
| Grad 9: | Nur wenige Kletterer schaffen das. |
| Grad 10: | "Unmöglich" ohne Saugnäpfe. |
Ein Minuszeichen bedeutet, daß die Schwierigkeit zum leichteren Grad tendiert, und ein Pluszeichen bedeutet, daß die Schwierigkeit zum schwereren Grad tendiert.
