D01 : KONGSVOLL - REINHEIM

GEHZEIT / DISTANZ 4-5 STUNDEN / 15-16 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT
BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED ca. 530 M HOCH / ca. 90 M RUNTER
KARTENBLATT DER M711 SERIE 1519 IV
DNTs ROUTENR. 1092
MARKIERUNG STEINWARTEN / ROTE Ts

Starthöhe ca. 1000 mü0      -      Zielhöhe ca. 1340 mü0

Dies ist einer der beliebtesten Wanderungen im Dovrefjell, vielleicht sogar die am meisten gegangene. Zusätzlich zu allen, die diese Route als Startetappe fjelleinwärts benutzen, gehen auch viele hier von Kongsvoll aus Tagestouren. 
Bei der Kongsvold Fjellstue gibt es gute und kostenlose Parkmöglichkeiten, und man findet hier auch ein Informationazentrum über den Nationalpark und die Moschusochsen. Zusätzlich liegt der bekannte Botanische Gebirgsgarten des Dovrefjells nur wenige hundert Meter entfernt, so daß man seine Wanderung im Dovrefjell auf Wunsch mit viel Wissen beginnen kann. 
Von Kongsvoll gibt es zwei Möglichkeiten: man kann in beiden Richtungen ca. 500 m entlang der E6 gehen, bevor der Wanderweg die Straße verläßt und als erstes auf einer Brücke die Driva überquert. 
Es ist eigentlich einerlei, welchen Weg an wählt, denn nach ca. 2,5 km treffen sie wieder aufeinander. 
Das erste Stück hinter den Bahnschinen geht recht steil bergan, und mit schwerem Rucksack merkt man dies gut. Man erreicht unmittelbar hinter der Bahn das erste Schild, das einen daran erinnert, daß man sich nun im Reiche der Moschusochsen befindet und zur Vorsicht mahnt. 
Gut 100 Höhenmeter oberhalb der Bahn gelangt man aus dem Birkenwald langsam auf das offene Fjell, und die größte Gefahr, våollig überraschend auf einen Moschusochsen zu treffen, ist vorbei. 
Nach und nach flacht das Terrain etwas ab und wird deutlich leichter begehbar. Der Weg umrundet die Nystuguhøi (1513 m) südlich, bevor man das Stroplsjødalen betritt.
(Diejenigen, die eine Halbtagestour von Kongsvoll aus gehen möchten, können etwas südlich der Bahnstation Kongsvoll aufsteigen und etwas nördlich derselben wieder herunterkommen. Dies ist eine Runde von rund 5 km.)
Südwestlich der vesle Nystuguhøi (1513 m) passiert man eine eingezäunte Hütte, die sog. hestgjeterhytta. Hier weiden im Sommer oft Pferde. Rund um die Hütte liegen gute Weidemöglichkeiten der Moschusochsen, die auch gern etwas von dem überschüssigen Futter der Pferde nehmen, und deshalb sind die Chancen, im Umkreis von einigen Kilometern um die Hütte Moschusochsen zu sehen, sehr gut. Übrigens ist das ganze Stroplsjødalen eine der besseren Beobachtungsplätze für Moschusochsen, denn der Anmarsch von der Straße ist kurz und die Chancen einer Beobachtung gut. 
Ein Stück taleinwärts kann man bei gutem Wetter links der Stropla/Kaldvella das Snøhettamassiv (2286 m) sehen. 
Ca. 1 km hinter der Hestgjeterhütte überquert man die Kaldvella auf einer Sommerbrücke, bevor es wieder ein Stück bergan geht. 
Man überquert eine Moräne aus vergangenen Eiszeiten. Das Eis muß hier angehalten haben, und seitdem gräbt sich der Fluß tief durch die Moränemassen. Es ist imponierend zu sehen, was die Natur hier bewirkt hat. 
Weiter taleinwärts ist das Terrain sehr leicht begehbar. Der Weg folgt dem Fluß noch rund zwei Kilometer und biegt dann etwas rechts von ihm weg. Man geht nun links an den beiden Bergseen Stroplsjøen und Stroplsjøtjern vorbei (an ersterem liegt eine kleine Hütte).
Ca. 2 km hinter dem letzten See erreicht man Reinheim, eine Selbstbedienungshütte des DNT.

(Tip! Diese Tour kann mit Grønbakken als alternativem Ausgangspunkt gegangen werden. Ca. anderthalb Kilometer westlich der E6 überquert man die Kaldvella auf der Brücke (ausgeschildert) und folgt dann einem unmarkierten, teilweise schwer erkennbaren Trampelpfad entlang des Flusses, bis man etwas östlich der Hestgjeterhütte auf den Hauptweg trifft. Vorteil: der steile Anstieg von Kongsvoll aus fällt weg und man geht sofort in offenem Gelände. Verlaufen kann man sich auch nicht, wenn man sich immer am Fluß entlang hält. Verliert man den Pfad vollständig, hält man sich rechts hangwärts, bis man auf den markierten Hauptweg trifft.
Befindet man sich auf dem Rückweg und ist die Route D01 auf dem Hinweg gegangen, so kann man zurück der Route
D02 folgen, die Kaldvella auf der erwähnten Brücke überqueren und einem nordwärts führenden Weg folgen, bis man direkt oberhalb der Bahn auf den Weg nach Kongsvoll trifft.

 

 

D02 : GRØNBAKKEN - REINHEIM

GEHZEIT / DISTANZ 4-5 STUNDEN / 15-16 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT
BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED ca. 550 M HOCH / ca. 140 M RUNTER
KARTENBLATT DER M711 SERIE 1519 IV
DNTs ROUTENR.  
MARKIERUNG STEINWARTEN / ROTE Ts

Starthöhe ca. 940 mü0      -      Zielhöhe ca. 1340 mü0

Reist man mit dem Auto an, ist Grønbakken für die Wanderung nach Reinheim ein ebenso guter Ausgangspunkt wie Kongsvoll. Der Vorteil mit Grønbakken als Start in in erster Linie, daß man sich den steilen Aufstieg, den man von Kongsvoll aus hat, spart. 
An der E6 ist ein kleiner Parkplatz (4-5 Autos). Die ersten paar hundert Meter folgt man der privaten Schotterstraße über die Driva und weiter bis zur alten Bahnstation Grønbakken, wo man die Schienen überquert. Auf der anderen Seite überquert man eine Wiese und einen Zaun, und steht auf dem breiten und deutlichen Wanderweg fjelleinwärts. 
Nach rund anderthalb Kilometern kommt man zu einer Weggabelung, wo es rechts zur Brücke über die Kaldvella und nordwärts Richtung Kongsvoll geht.
Der Wanderweg nach Reinheim führt weiter links der Kaldvella entlang, bevor er etwas vom Fluß wegbiegt. Während man taleinwärts geht, hat man einen schönen Blick hinunter zum Fluß und der Landschaft jenseits desselben. Wenn man ein Fernglas hat und sorgfältig Ausschau hält, sind die Möglichkeiten, hier Moschusochsen zu sehen, gut. 
Nach rund einem Drittel des Weges kommt man zu einem kleinen Seitental, dem Kolldalen. Hier passiert man mehrere tolle Zeltplätze, doch vielen behagt vielleicht die Vorstellung nicht, am nächsten Morgen mit einer Moschusochsenherde ums Zelt aufzuwachen?
Auf dem Weg im Stroplsjødalen dovreeinwärts überquert man Moräne nach Moräne und wird die ganze Zeit daran erinnert, daß hier vor langer Zeit das Eis gearbeitete hat. 
Der Weg führt man dichter, mal weiter vom Fluß entfernt, doch zum Schluß, wenn man die Hütte schon eine Weile im Blick hat, biegt er plötzlich etwas links und steigt ein Stück bergan. Hier fragen sich sicher viele, ob das stimmen kann, doch das tut es. Obwohl es im Verhältnis zu der rechts unterhalb liegenden Hütte unlogisch wirkt, lohnt es sich, dem Weg zu folgen. Wild geradeaus auf die Hütte zu ist man nicht schneller. Direkt vor Reinheim überquert man die Stropla auf der Sommerbrücke. 

PS! Auf dem Weg taleinwärts kann man bei klarem Wetter öfter das Snøhettamassiv (2286 m) sehen, und talabwärts Richtung Osten gibt das Terrain mehrmals den Blick zu dem markanten Stor Sølnkletten (1827 m) frei.

 

 

D03 : SNØHEIM - REINHEIM

GEHZEIT / DISTANZ 1,5 - 2 STUNDEN / 5-6 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT
BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED ca. 80 M HOCH / ca. 210 M RUNTER
KARTENBLATT DER M711 SERIE 1519 IV
DNTs ROUTENR. 1093
MARKIERUNG STEINWARTEN / ROTE Ts

Starthöhe 1475 mü0      -      Zielhöhe ca. 1340 mü0

Dies ist vielleicht die kürzeste und leichteste Etappe im ganzen Dovrefjell-Gebiet. Snøheim als Ausgangspunkt hat allerdings einen Haken, und der ist die Lage im militärischen Schießgelände, d.h., man kommt nur dorthin und wieder zurück wenn keine Übungen stattfinden. Für Informationen wann die Straße von Hjerkinn nach Snøheim für den Verkehr offen ist (Mautstraße, NOK 30,- in 2000) erkundigen Sie sich bitte beim Schießgelände unter Tel. 61 24 25 00.
Die Tour ist leicht und es gibt so gut wie keine Steigung. Durch die hohe Lage prägen Geröllfelder und karge Vegetation das Gelände. 
Der Weg passiert den Bergsee Stridåtjernet an der rechten Seite, bevor er über eine flache Partie führt, wo links der Weg zur Åmotdalshytta abbiegt. Kurz vor dem Abstieg nach reinheim passiert man links des Sees Fisketjernet (auf 1506 m). Von hier aus geht es ca. 200 Höhenmeter hinunter zur Stropla, die auf der Sommerbrücke überquert wird. Reinheim liegt direkt gegenüber. 
Wenn das Wetter schön ist, hat man einen herrlichen Blick zum Snøhettamassiv (2286 m). Zu Beginn sieht man auch das Svånåtindmassiv (2206 m) und die Skredahøin (2004 m) gut.