RS01 : RONDVASSBU - DØRÅLSETER durch das Langholet

GEHZEIT / DISTANZ 7 STUNDEN / 19-21 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED ca. 660 M HOCH / ca. 770 M RUNTER
KARTENBLATT DER M711 SERIE 1718 I
DNTs ROUTENR. NICHT MEHR IM ROUTENPLAN
MARKIERUNG TEILWEISE UNDEUTLICHER WEG

Starthöhe ca. 1170 mü0     -     Zielhöhe ca. 1050 mü0

Der DNT hat aus Rücksicht auf Rondanes Wildrenstamm beschlossen, diese Route niederzulegen und nicht weiter zu unterhalten, sie ist jedoch auf allen Karten eingezeichnet, und alte Markierungen sind noch immer vorhanden, wenn auch manchmal leicht zu übersehen. Für die, die sich auch ohne bzw. mit schlechter Markierung zurechtfinden, ist es eine unheimlich tolle Route durch den wildesten Teil Rondanes: das Herz des Smiubelgen. Sollten Sie sich für diese Tour entscheiden, nehmen Sie bitte Rücksicht, wenn Sie auf Rentiere treffen sollten, und nähern Sie sich ihnen nicht (die Tiere werden Sie sowieso nicht näher als einige hundert Meter herankommen lassen). Der Übergang vom Langeholet zum Kaldbekkbotnen ist eine der wenigen Passasjen der Rene zwischen den nördlichen und südlichen Teilen Rondanes. Gehen Sie deshalb diese Route nicht im Frühsommer, wenn die Jungen zur Welt kommen. 
Von Rondvassbu folgt man der Schotterstrasse einige hundert Meter südwärts bis zum Ende des Rondevatnet. Hier überquert man die Store Ula auf einer Brücke. Kurz danach kommt man an eine Weggabelung. Der Weg nach links geht westwärts zur Peer Gynt hytta (RS04). Der Weg nach Dørålseter geht nordwärts über Bretterkonstruktionen und Steinen über den Kaldbekken, bevor er zum Rondehalsen hin aufsteigt. Einen guten Kilometer nach der Überquerung des Kaldbekken gibt es eine Weggabelung, wo der normale Weg nach Dørålseter über den Rondehalsen (RS02) nordwärts führt, während die Route durch das Langholet direkt südlich des Svarthammaren nach links biegt (nicht beschilderte und leicht zu übersehende Weggabelung).
Hier bilden der Svarthammaren und der Steet ein mächtiges Portal zum Kaldbekkbotnen, welches einen knappen Kilometer breit ist und zu beiden Seiten von düsteren, schwarzen Bergwänden begrenzt wird. Wenn man in den Kaldbekkbotnen kommt, verläßt man eine Welt, wo es wenigstens noch Grasbüschel und etwas Vegetation gab, und betritt eine Welt aus Stein, Stein und Steinen. Doch es ist auf seine Weise eine faszinierende Welt. In den Kaldbekkbotnen hinein geht es relativ leicht. Die Route passiert zwischen den beiden kleinen Seen fremre und indre Kaldbekktjern, die die graue, monotone Steinwelt etwas auflockern. Wenn das Wetter schön ist, kann man nun den imponierenden Storsmeden (2016 m) sehen, der sich mehr als 400 Meter breit gegenüber erhebt, während man im Westen den etwas niedrigeren Steet (1916 m) sieht.
Die Route schrägt nun nordwestwärts duchs Geröll zum Sattel westlich des Storsmeden bergan. (Passen Sie auf lose Steine auf.)
Oben auf dem Band angekommen, das mit seinen rund 1750 m der höchste Punkt der Tour ist, öffnet sich die Aussicht gen Norden. Der Sagtind (2018 m), der für die meisten Rondanewanderer außer Sichtweite liegt, taucht nun geradeaus auf. Das Langholet gräbt sich tief zwischen Sagtind und Smedhamran ein, während man weiter unten das obere Dørålen sehen kann. Weiter nördlich sieht man die Stygghøin, die eine Höhe von über 1800 Meter erreicht. 
Für diejenigen, die unterwegs gern einen Gipfel besuchen möchten, bildet der Storsmeden einen steilen, aber trotzdem recht leichten Abstecher von rund einer Stunde vom Bandet aus.
Von dort geht man nun steil ins Langholet hinunter. Man passiert die Langholsvatnene auf der rechten Seite und nach und nach kommt die Vegetation zurück. Der Weg schrägt nun nördlich bis nordöstlich in Richtung Døråi hinunter und folgt ihr auf der Südseite ostwärts talabwärts. Einige Kilometer vor Dørålseter stößt man auf den normalen Weg aus Rondvassbu (RS02 über den Rondehalsen). Der Weg folgt der Südseite der Atna noch einen guten Kilometer, bevor man den Fluß auf einer Brücke überquert. Von hier aus ist es noch ein Kilometer nach Dørålsetra.

 

 

RS02 : RONDVASSBU - DØRÅLSETER über den Rondehalsen

GEHZEIT / DISTANZ 4-5 STUNDEN / 16-17 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT
BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED ca. 560 M HOCH / ca. 650 M RUNTER
KARTENBLATT DER M711 SERIE 1718 I
DNTs ROUTENR. 1004
MARKIERUNG STEINMÄNNCHEN / ROTE Ts

Starthöhe ca. 1170 mü0     -     Zielhöhe ca.1050 mü0

Von Rondvassbu folgt man der Schotterstrasse einige hundert Meter südwärts bis zum Ende des Rondevatnet. Hier überquert man die Store Ula auf einer Brücke. Kurz danach kommt man an eine Weggabelung. Der Weg nach links geht westwärts zur Peer Gynt hytta (RS04). Der Weg nach Dørålseter geht nordwärts über provisorische Brücken und Steine über den Kaldbekken, bevor er zum Rondehalsen hin aufsteigt. Einen guten Kilometer nach der Überquerung des Kaldbekken gibt es eine Weggabelung, wo der normale Weg nach Dørålseter über den Rondehalsen nordwärts führt, während die Route durch das Langholet (RS01) direkt südlich des Svarthammaren nach links biegt (nicht beschilderte und leicht zu übersehende Weggabelung).
Rund 4 km (eine gute Stunde) nach Rondvassbu kommt man zu einer beschilderten Weggabelung. Hier zweigt links der Weg auf den Veslesmeden (2015 m) ab, während unser Weg nach Dørålseter geradeaus weitergeht. Bald darauf erreicht man auf rund 1640 m Höhe den höchsten Punkt der Tour, der auch aussichtsmäßig ein Höhepunkt ist. Man sieht direkt in den 500 Meter tiefer liegenden, schmalen, etwas düsteren Rondevatnet hinunter und zur schwarzen Westwand des Svartnuten. Bei schönem Wetter hat man eine First-class-Aussicht zum Rondeslottet (2178 m) und zum Storronden (2138 m). Gen Norden blickt man in das Rondvassdalen hinunter, wo der Weg als schmaler Strich zwischen kleinen Seen zu sehen ist. Etwas weiter dahinter erhebt sich der kegelförmige Digerronden (2015 m) gen Himmel.
Vom höchsten Punkt beginnt ein Abstieg, der ein gutes Stück steiler als der Aufstieg von Rondvassbu ist. Erst über ein Steinabhang, bevor man einen Bach überquert. Nun geht es auf einem Geröllrücken in Serpentinen hinunter zum Talgrund. Unten angekommen, trifft man auf den Weg, der vom Nordende des Rondevatnets nach Dørålseter führt. Im Sommer kann man mit dem Boot über den See fahren oder zumindest die Rucksäcke zum Nordende des Sees bringen lassen, so daß man drum herumkommt, sie selber über den Rondehalsen zu tragen (erkundigen Sie sich in Rondvassbu). 
Man folgt nun dem Rondvassdalen in leichtem Terrain nordwärts. Kurz vor den Bergedalstjernene (hier in der Nähe gibt es schöne Zeltplätze) gibt es eine Weggabelung. Der Weg nach Bjørnhollia durch das Langglupdalen biegt rechts ab, während der Weg nach Dørålseter weiter geradeaus westlich an den beiden Bergedalstjernene vorbei geht. Dann trifft bald der Weg von Bjørnhollia nach Dørålseter (RS03) von rechts auf unseren. Im Bergedalen abwärts ist der Weg breit und gut begehbar, und es dauert nicht lange, bis man unten an der Atna ankommt. Man folgt dem Südufer ein Stück weit, bevor man sie auf einer Brücke überquert, und einen Kilometer später hat man Dørålseter erreicht.
Tip: Wenn man sich der Atna von Süden her nähert, kann man den Weg verlassen und ostwärts über den Bergedalsbekken und zum Eiszeitphänomen Skranglehaugan gehen. Hier gibt eine Menge Toteiseinbrüche*), die an ein Einschlagsfeld von kräftigen Granaten erinnern. Zusätzlich gibt es hier Moränenterassen und Flußdeltas, so daß dieses Gebiet fast wie ein Freilichtmuseum über die Arbeit der Gletscher unter der letzten Eiszeit ist. 

*) Die eiszeitlichen Toteiseinbrüche, norweg. "dødisgroper", entstanden durch große Eisbrocken, die gegen Ende der letzten Eiszeit unter Schutthaufen begraben wurden. So vor der Sonne geschützt, dauerte es lange, bevor sie abschmalzen. Als sie zuletzt verschwanden, sank der Schutt über ihnen ein, und es blieben diese kraterähnlichen Gruben zurück. Einige von ihnen reichen bis zum Grundwasserspiegel und sind mit Wasser aufgefüllt. 
Ein Abstecher über die Skranglehaugane ist kaum ein Umweg und  gibt einem einen einzigartigen Einblick in die Arbeit des Eises in dieser Gegend vor rund 10.000 Jahren. 

 

 

RS03 : BJØRNHOLLIA - DØRÅLSETER durch das Langglupdalen

GEHZEIT / DISTANZ 7 STUNDEN / 21-23 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED ca. 660 M HOCH / ca. 510 M RUNTER
KARTENBLATT DER M711 SERIE 1718 I / 1818 IV
DNTs ROUTENR. 994
MARKIERUNG STEINMÄNNCHEN / ROTE Ts

Starthöhe ca. 915 mü0     -     Zielhöhe ca. 1050 mü0

PS! Es ist auch möglich, von Straumbu aus durch das Langglupdalen nach Dørålseter zu gehen. Entweder über Bjørnhollia auf dem mit Ts markierten Weg (von Straumbu nach Bjørnhollia und weiter nach Dørålseter wie im folgenden beschrieben), oder von Straumbu aus auf nicht markiertem Weg entlang der Nordseite des Flusses Stormyldingi durch den Wald bergan, an der Nordseite der Veslkollhøi (1199 m) vorbei und hinunter in das Langglupdalen, wo man nach einer Weile auf den markierten Weg aus Bjørnhollia trifft, dem man weiter folgt.

Von Bjørnhollia folgt man der Markierung kurz durch den Wald bergan zur Schotterstraße und dann dieser einen knappen Kilometer nordwärts, bevor der Weg die Straße verläßt und an der Bergwand nordwestlich (links) aufwärts schrägt. Nach und nach umrundet man den Fuß des Veslsvulten (1579 m) und nun kommt der kegelförmige Høgronden (mit seinen 2114 Metern der 3.höchste Gipfel Rondanes) im Nordwesten ins Blickfeld. Man kommt nun nach und nach in das Langglupdalen hinein und muß rund 100 Höhenmeter abwärts zum Langglupbekken, den man ungefähr an der Waldgrenze auf einer Brücke überquert. Hier in dieser Gegend gibt es mehrere schöne Zeltplätze. 
Einige hundert Meter nach der Überquerung des Flusses kommt man zu einer Weggabelung. Hier geht der Weg über den Høgronden (siehe unter Høgronden für eine Beschreibung dieser Variante) geradeaus weiter, während der normale Weg nach Dørålseter links ins Langglupdalen abzweigt. Es geht nun gleichmäßig bergan, bis man auf rund 1420 Meter direkt nördlich des Rondeslottet (2178 m) den höchsten Punkt erreicht hat. Hier, unter der ca. 750 Meter hohen, imponierenden und oft abweisend und feindlich wirkenden Nordwand des "Schlosses", fühlt man sich ziemlich klein. Wenn man Zeit und Lust hat, kann man einen kleinen Abstecher (½ km) südwärts zu einem kleinen See machen, der direkt unter der Bergwand liegt, um wirklichen "Kontakt" mit den enormen Dimensionen zu bekommen. Vom höchten Punkt aus geht es gleichmäßig abwärts zu den Bergedalstjernene, und die ganze Zeit hat man den Digerronden (2015 m), den Midtronden (2060 m) und den Høgronden rechter Hand neben dem Weg liegen. Der Veslesmeden taucht nun langsam im Südwesten auf.

Kurz vor den Bergedalstjernene teilt sich der Weg. Links geht es in Richtung Rondvassbu (siehe RS02), während wir rechts auf dem Hauptweg über den Bergedalsbekken (ggf. waten) und nördlich an den Bergedalstjernene vorbeigehen, bevor wir auf den Weg zwischen Rondvassbu und Dørålseter (RS02) treffen. Im Bergedalen abwärts ist der Weg breit und gut begehbar, und es dauert nicht lange, bis man unten an der Atna ankommt. Man folgt dem Südufer ein Stück weit, bevor man sie auf einer Brücke überquert, und einen Kilometer weiter hat man Dørålseter erreicht.

Alternativen: 
1) (sehr empfehlenswert)
Bei der nordwestlichen Mündung des Langglupdalens, kurz nach der Weggabelung, an der es links nach Rondvassbu geht, kommt man über einen kleinen Hügel und zu einer neuen Weggabelung, die nicht beschildert ist. Hier kann man dem mit Steinwarten markierten Weg (ohne rote Ts) nordwärts geradeaus (rechts) entlang der Ostseite des Bergedalsbekkens folgen. Unterwegs hat man schöne Einblicke in die kleine Schlucht, die der Bergedalsbekken hier gegraben hat, und kommt dann später direkt links unterhalb der Skranglehaugane vorbei. 
Hier gibt eine Menge Toteiseinbrüche *), die an ein Einschlagsfeld von kräftigen Granaten erinnern. Zusätzlich gibt es hier Moränenterassen und Flußdeltas, so daß dieses Gebiet fast wie ein Freilichtmuseum über die Arbeit der Gletscher unter der letzten Eiszeit ist. (Hat man die Skranglehaugene erreicht, kann man auch rechts vom Weg in die Skranglehaugene abbiegen. Diese durchquert man querfeldein in nördlicher Richtung und stößt dann auf den markierten Weg, der rechts vom Høgronden herunterkommt. Diesem folgt man über die Atna nach Dørålseter).
Auf der Brücke über die Atna erreicht man Dørålseter.

*) Die eiszeitlichen Toteiseinbrüche, norweg. "dødisgroper", entstanden durch große Eisbrocken, die gegen Ende der letzten Eiszeit unter Schutthaufen begraben wurden. So vor der Sonne geschützt, dauerte es lange, bevor sie abschmalzen. Als sie zuletzt verschwanden, sank der Schutt über ihnen ein, und es blieben diese kraterähnlichen Gruben zurück. Einige von ihnen reichen bis zum Grundwasserspiegel und sind mit Wasser aufgefüllt. 
Ein Abstecher über die Skranglehaugane ist kaum ein Umweg und  gibt einem einen einzigartigen Einblick in die Arbeit des Eises in dieser Gegend vor rund 10.000 Jahren. 

2) 
Die Tour zwischen Bjørnhollia und Dørålseter kann auch über den Høgronden (2114 m) gelegt werden. Es geht ein markierter Weg über den Høgronden, der übrigens der erste Weg war, den der DNT im Rondane markiert hat. Siehe unsere Høgronden-Seite für eine Beschreibung dieser Variante.