| GEHZEIT / DISTANZ | 6 STUNDEN / 17-19 KM |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED | ca. 775 M HOCH / ca. 850 M RUNTER |
| KARTENBLATT DER M711 SERIE | 1519 II / 1519 III / (1718 I) |
| DNTs ROUTENR. | 1005 |
| MARKIERUNG | STEINMÄNNCHEN / ROTE Ts |
Starthöhe ca. 1050 mü0 - Zielhöhe ca. 980 mü0
Von Dørålseter
geht der Weg nördlich der Hütte die Bergseite aufwärts in Richtung Dørålsglupen,
einer ganz besonderen Kluft, die sich steil und tief in den Bergrücken
Stygghøin einschneidet. Der Dørålsglupen wurde während der letzten Eiszeit
geschaffen, als große Wassermassen nordwärts gepreßt wurden und so starke
Erosionskräfte entstanden, daß dabei diese V-förmige Schlucht ausgegraben
wurde. Der Weg hier hindurch ist gut, wenn man das steile Terrain voller
Steinblöcke in Betracht zieht. Nach dem man die Kluft passiert hat, folgt der Weg dem Bach
hinunter zum Haverdalsåi. Unten am Fluß angelangt, macht der Weg einen Bogen
nach rechts, um den Fluß auf einer Brücke zu überqueren. Hier unten im Haverdalen
führt der Weg durch Birkenwald. Nicht weit hinter der Brücke kommt man zu
einer Wegkreuzung. Links geht es nach Haverdalssetra (RS23a),
während es geradeaus zur Grimsdalshytta
geht (ein nicht markierter Weg geht rechts im Grimsdalen abwärts).
Das nächste Stück führt gleichmäßig bergan, zuerst im Wald und später
oberhalb der Baumgrenze zu einer flacheren Partie auf fast 1300 m Höhe. Mit der
Zeit bekommt man eine schöne Aussicht hinunter ins Grimsdalen, wo es früher
Bergbau gab, während die Stygghøin hinter einem verschwindet.
Der Weg geht nun weiter an der Nordseite der Gråhøi leicht bergab, wobei
mehrere Bäche überquert werden und man nach und nach wieder in den Birkenwald
hinunterkommt. Unten am Fluß ist die Landschaft dagegen wieder etwas offener.
Direkt bevor man die Grimsi auf einer Brücke überquert, trifft man auf den Weg
aus Høvringen (RS22). Nach einem kurzen
Stück bergan auf der anderen Talseite trifft man auf eine Straße, der man den
letzten Aufstieg zur Grimsdalshytta hoch folgt.
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Archäologische Funde im Grimsdalen: Hier unten im Grimsdalen hat man mehrere
archäologische Funde gemacht, z.B. mehrere Gräber aus der Wikingerzeit
in einer Sandmoräne direkt unterhalb der Grimsdalshytta. Im oberen
Grimsdalen wurden Reste von Wohnstätten gefunden, die aus den ersten 500
Jahren n. Chr. stammen. |
| GEHZEIT / DISTANZ | 7 STUNDEN / 25-26 KM |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED | ca. 640 M HOCH / ca. 560 M RUNTER |
| KARTENBLATT DER M711 SERIE | 1718 IV / 1718 I |
| DNTs ROUTENR. | 1008 |
| MARKIERUNG | STEINMÄNNCHEN / ROTE Ts |
Starthöhe ca. 970 m - Zielhöhe ca. 1050 mü0
Dies ist eine recht lange Tagestour durch die großartige
Landschaft des nördlichen Rondane.
Von Dørålseter
geht der Weg südwestwärts hinunter zum Fluß. Nach ca. 1 km kommt man zu einer
Weggabelung, wo mehrere Routen (u.a. RS02
und RS03) über die Brücke über
die Atna führen. Der Weg nach Høvringen führt dagegen geradeaus weiter
entlang der Nordwestseite der Atna südwestwärts. Entlang des Flusses ist es
grün und schön (besonders im Herbst ist es hier großartig) und der Weg ist
leicht und gut begehbar. Zu Beginn hat man eine tolle Aussicht zum Digerronden
(2015 m), Midtronden
(2060 m) und Høgronden
(2114 m) im Süden. Nach und nach taucht auch das Rondeslottet
(2178 m) etwas weiter dahinter auf.
Hier entlang der Døråi oder Atna (nach der Karte wechselt der Fluß hier
irgendwo den Namen) gibt es tolle Zeltplätze. Ungefähr 6 km hinter Dørålsetra
verläßt der Weg der Flußlauf und schrägt westwärts hinauf zum Sattel
zwischen dem Vassberget (1855 m) und der Stygghøin. Bevor man richtig in das
Tal hineinkommt, hat man einen klasse Blick nach Süden zum Sagtinden
und in das wilde Langholet mit Teilen des Smiubelgen.
Der Weg passiert die Nordseite des Dørålvatnet (dieser See soll einen recht
brauchbaren Forellenbestand haben) und an dessen Westende eine alte Steinhütte,
die der Gebirgsverwaltung gehört. Weiter geht es über die Dørålflya und nach
und nach an der Bergseite der Gråhøi (1751 m) bergan. Man erreicht eine Höhe
von rund 1450 m, bevor es zum oberen Djupdalen hin etwas abwärts geht. Von hier
aus muß man wieder ein Stück bergauf zum Vasskjelet auf knapp 1460 m. Nun geht
es in südwestlicher Richtung im Kvannslådalen abwärts und an der
Kvannslådalsbua vorbei (die Hütte gehört der Sel Gebirgsverwaltung und ist
normalerweise verschlossen) vorbei. Rund 2,5-3 km hinter der Kvannslådalsbua
kommt von rechts der Weg von der Grimsdalshytta nach Høvringen (RS22)
dazu. Während des Abstiegs hat man eine tolle Aussicht nach Westen zur Blåhøe (1617
m) und bei klarer Sicht bis nach Jotunheimen.
Das letzte Stück hinunter nach Høvringen, wo es einige Hotels,
Gebirgspensionen und Hüttensiedlungen gibt, geht sich schnell, und bald kann
man sich in einer der Gebirgspensionen ein wohlverdientes Abendessen servieren
lassen.
| GEHZEIT / DISTANZ | 8 STUNDEN / 27-29 KM |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | MITTELSCHWER |
| BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED | ca. 1050 M HOCH / ca. 1050 M RUNTER |
| KARTENBLATT DER M711 SERIE | 1519 III / 1718 IV |
| DNTs ROUTENR. | 1009 |
| MARKIERUNG | STEINMÄNNCHEN / ROTE Ts |
Starthöhe ca. 980 mü0 - Zielhöhe ca. 980 mü0
Dies ist eine der längeren markierten Routen im Rondane-Gebiet, für die man eine gewisse Kondition haben sollte. Die Route verläuft ziemlich lange relativ hochgelegen, was bedeutet, daß man auf den weitesten Teilen eine schöne Aussicht hat, daß die Route auf der anderen Seite aber auch extra dem Wind und Wetter ausgesetzt ist.
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Archäologische Funde im Grimsdalen: Hier unten im Grimsdalen hat man mehrere
archäologische Funde gemacht, z.B. mehrere Gräber aus der Wikingerzeit
in einer Sandmoräne direkt unterhalb der Grimsdalshytta. Im oberen
Grimsdalen wurden Reste von Wohnstätten gefunden, die aus den ersten 500
Jahren n. Chr. stammen. |
Von der Grimsdalshytta
aus folgt man der Hüttenstraße hinunter zur Straße im Grimsdalen. Hier geht
man geradeaus auf dem Wanderweg weiter zum Fluß hinunter, den man auf einer
Brücke überquert. Direkt hinter der Brücke teilt sich der Weg. Nach Dørålseter (RS20)
geht es links, und der Weg nach Høvringen
geht nach rechts (Südwesten). Vom Fluß aus geht es gleichmäßig über mehrere
Kilometer bergan, zuerst durch Birkenwald, doch bald kommt man über die
Baumgrenze.
Auf rund 1300 m Höhe hat man fürs erste den größten Teil der Steigung hinter
sich gebracht und geht wieder etwas abwärts in einen kleinen Einschnitt (direkt
westlich der Gravhøi). Hier unten gibt es Reste zweier Fanggruben mitten am
Weg, und der Name Gravhøi ("Grubenhöhe") zeugt davon, daß dies ein
bedeutungsvolles Fanggrubengebiet war. Über den Bergrücken hinüber zur
Gravhøi gibt es mehrere weitere Fanggruben.
Es geht nun leicht abwärts hinunter zum Storevatnet, und auch hier gibt es
mehrere Fanganlagen. Am Ostende des Storevatn teilt sich der Weg. Nach links
geht es hinunter ins Haverdalen nach Haverdalssetra (RS23b),
während der Weg nach Høvringen am Damm entlang und weiter südwärts führt.
Zuerst geht es ein Stück bergan und am Storvassberget (1406 m) vorbei, dann
wieder etwas abwärts und über den Skortbekken, bevor man wieder einen Aufstieg
vor sich hat, dieses Mal zur Hornsjøhøe (1566 m) und an der Bergseite unter
dem Gipfel an ihr vorbei. Hier am Raudhamran geht man etwas oberhalb einer alten
Hütte vorbei, die heute der Dovre Gebirgsverwaltung gehört. Sie wurde
ursprünglich von Leuten gebaut, die hier oben Steine und Chrom abbauten (man
kann sich vorstellen, daß es recht anstrengend gewesen sein muß, hier oben
Stein abzubauen, so weit weg von Siedlungen und Straßen). Der Raudhamran, der
etwas unterhalb der Hütte liegt, ist mit seiner roten Farbe recht auffällig.
Die Farbe kommt von Metallen im Gestein, die in Verbindung mit Wasser und
sauerstoff oxidieren ("rosten").
Weiter südwärts hält sich der Weg in ziemlich großer Höhe, und es geht
etwas hoch und runter, bevor der letzte lange Anstieg zur Sletthøe (1576 m)
beginnt. Der Weg führt über den Gipfel, und zusätzlich zu dem, daß hier der
höchste Punkt der Wanderung erreicht ist, stellt die Sletthøe auch
aussichtsmäßig einen Höhepunkt dar. Im Norden sieht man zum Dovrefjell
hinüber, im Westen nach Jotunheimen und sonst im Süden und Westen zu großen
Teilen Rondanes, darunter zur Gråhøe
(1751 m), zum Bråkedalsbelgen
(1915 m), Sagtinden
(2018 m), Rondeslottet
(2178 m) und Teilen des Smiubelgen.
Im Süden dominieren mehr runde und mildere Formen.
Die Sletthøe besteht aus zwei Gipfeln, und man bewegt sich ca. 3 Kilometer lang
über 1500 m, doch zum Schluß geht es zur in eine Richtung: abwärts nach Høvringen.
Auf dem Weg hinunter zum kommt man an einigen Terassen in der Bergwand vorbei (Benkinn
heißen sie auf der Karte). Auch diese Formen wurden (wie so viele andere in
Rondane und ganz Norwegen) während der letzten Eiszeit geschaffen. Unten im Kvannslådalen
überquert man die Kvannslådalsåe und auf der anderen Seite des Flußes trifft
sich der Weg mit dem aus Dørålseter (RS21).
Die letzten 3-4 Kilometer gehen sich sehr leicht (was nach einer langen,
anstrengenden Tour ganz angebracht ist), und es es dauert nur noch eine gute
halbe Stunde, bis man bei den ersten Häusern Høvringens angelangt ist.