Gebietsinformation Rondane Seite 1
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Rondane ist eine der eigenartigsten und speziellsten Gebirgsregionen Norwegens. Mit dem Rondeslottet 2178 m ist Rondane Norwegens dritthöchstes Gebirge (nach Jotunheimen und dem Dovrefjell). Im Rondane fehlen die Gletscher, die zahlreichen Seen und die vielfältige Vegetation, die man weiter westlich findet, z.B. in Jotunheimen. Rondane dagegen ist durch enorme Felsenkessel, Geröllfelder und kegelförmige Gipfel in grau-schwarzen und hell grünen Farben, sowie große flechten- und moosbedeckte Ebenen geprägt. Doch selbst in dem kleinen Gebiet, welches den heutigen Nationalpark ausmacht, findet man große Unterschiede in der Vegetation. Das Rondanegebirge ist Teil eines mehr oder weniger zusammenhängenden Gebirgsrückens, der sich vom Dovrefjell im Nordwesten bis fast nach Lillehammer im Südosten hinunter erstreckt. Großzügig betrachtet erstreckt sich Rondane zwischen der E6 im Südwesten, Westen und Nordwesten (Dovre), der RV29 im Norden und der RV27 im Osten und Südosten (Ringebufjellet). Der Nationalpark an sich umfaßt ein bedeutend kleines Gebiet, welches zentral um den See Rondevatnet und die höchsten Gipfel liegt. Es existieren jedoch Pläne, um den Nationalpark sowohl nach Nordwesten in Richtung Dovre als auch nach Südosten in Richtung Lillehammer auszuweiten. Eins der meistfotografierten Naturmotive in Norwegen ist der Blick von Dørålseter im Norden des Nationalparks in Richtung Diger-, Midt- und Høgrondmassiv während des herbstlichen Farbenspiels. Dieses Motiv der farbenprächtigen Landschaft in rot, gold, braun, orange und grün gegen die weißggekleideten Rondanegipfel unter einem klaren, knallblauen Himmel sieht man im Zusammenhang mit Werbung, auf Postkarten, in Broschüren und in Büchern. Aber der Herbst im Rondane ist auch etwas ganz besonderes.
Aufgrund der relativ kleinen Fläche, der leichten Erreichbarkeit und der
großen Popularität ist die Belastung u.a. für den Wildrenstamm
zeitweise nicht gerade gering, und man erwägt ständig Einschränkungen des
Tourismus. Der DNT hat bereits auf eigene Initiative einige Routen umgelegt, um
den Wildrenen ein größeres zusammenhängendes, unberührtes Gebiet zu
schaffen. Es ist besonders wichtig für alle, darauf zu achten, die Tiere vor
allem im Vorsommer beim Kalben nicht zu stören. |