Wintertouren in Rondane:

Rondane ist im Verhältnis zu anderen Winterdestinationen in Norwegen ein wenig ins Hintertreffen geraten, weil es keine große Alpinanlage und auch kein umfassendes Netzt an markierten Loipen hat. Außerdem können Teile Rondanes oft unter Schneemangel leiden. Trotzdem ist Rondane unserer Meinung nach eines der besten Gebiete für Skitouren, das wir in Norwegen kennen. 
Hier kann man eine (im Verhältnis zu Jotunheimen) milde, schneeweiße und seidenweiche Hochgebirgslandschaft mit weiten Ebenen und den majestätischen Bergen im Hintergrund erleben.  

In der Gegend um Høvringen und Mysuseter im westlichen Rondane und rund um das Venabufjell (Ringebufjell) südlich von Rondane gibt es die meiste Zeit des Winters über ein gutes Angebot an präparierten Langlaufloipen. (Klicken Sie hier für eine Übersichtskarte über die Loipen auf dem Venabufjell. © Dale-Gudbrands Trykkeri a.s.)

Ins Gebirge hinein gibt es markierte Loipen zwischen u.a. Rondvassbu und Mysuseter, Rondvassbu und Høvringen, Rondvassbu und Bjørnhollia, Bjørnhollia in Richtung Dørålseter und das ganze Gebiet um die Grimsdalshytta.
Diese sog. kvisteløyper ("Zweigloipen") werden hauptsächlich um Ostern herum abgesteckt, einige aber schon ab den Winterferien (Mitte Februar). Informieren Sie sich z.B. beim DNT (Tel. (++47) 22 82 28 00) oder der Otta Touristeninformation von Otta.

Es ist möglich, quer durch ganz Rondane von Hjerkinn über die Grimsdalshytta, Rondvassbu und Eldåbu oder Mysuseter nach Venabu zu gehen, aber man muß darauf vorbereitet sein, daß stellenweise wenig Schnee liegen kann.  

Die vielleicht bekannteste Loipe durch Rondane ist die sog. Troll-Loipe, die von Høvringen entlang der Westkante Rondanes und über das Venabygdsfjellet (Ringebufjellet) bis ganz nach Lillehammer führt. Diese Loipe wird von den verschiedenen Touristenbetrieben entlang der Loipe markiert und präpariert, normalerweise von den Winterferien bis Ostern. 

Die für Rondane aktuellen Etappen der Troll-Loipe sind:

Høvringen - Mysuseter, 20 km. Leichte Etappe größtenteils oberhalb der Baumgrenze. Teilweise präpariert.
Mysuseter - Kvamsfjellet / Rondablikk, 10 km. Leichte Etappe durch Moorbirkenwald. Präpariert. 
Kvamsfjellet / Rondablikk - Eldåbu, 17  km. Die Etappe verläuft größtenteils in offenem Gebirgsterrain. Teilweise präpariert. 
Eldåbu - Venabygdsfjellet, 18 km. Variierte Etappe, größtenteils über der Baumgrenze. Teilweise präpariert. 

Ansonsten ist Rondane eine prädestinierte Region für (Berg)Skitouren außerhalb markierter Loipen. Die Gipfel können allerdings teilweise schwierig skizubesteigen sein, da der Wind den (sowieso verhältnismäßig wenigen) Schnee gern wegbläst (dann heißt es evtl. Skier zurücklassen und zu Fuß weiter). 

Für einen Überblick über die Lage der oben erwähnten Hütten / Etappen können Sie unsere Rondanekarte (ca. 90 KB) zu Hilfe nehmen (Sie können die Hütten anklicken). Seien Sie sich aber im Klaren darüber, daß die eingezeichneten Routen dort Sommerrouten sind. 


Zum Schluß eine kurze generelle Winterinformation des DNT über das Markieren von Skirouten im Gebirge: 


Wintermarkierungen im Fjell 


Folgen Sie auf der Karte mit
Das Markieren von Loipen im Fjell erstetzt nicht den Gebrauch von Karte und Kompaß.
Orientieren Sie sich im Voraus, wo die Route verläuft. Einige der Routen sind auf Wanderkarten eingezeichnet, (u.a. auf einzelnen Karten der Wanderkartenserie von Statens kartverk im Maßstab 1:50.000; auf den normalen M711-Karten sind keine Winterrouten eingezeichnet.) doch die Trasse kann von Jahr zu Jahr geändert werden. Sie ist abhängig von den Schneeverhältnissen und der Lawinengefahr. Auch der Zeitpunkt der Markierung kann bei widrigen Verhältnissen hinausgeschoben werden. Fragen Sie auf den Touristenhütten oder beim DNT (Tel. +47 22 82 28 00 oder Internet http://www.turistforeningen.no)
Verlassen Sie sich nicht unbedingt auf die Markierungen. Die Zweige können umfallen, wegwehen, zuschneien oder von Rentieren aufgefressen werden. Folgen Sie auf der Karte mit, so daß daß Sie jederzeit wissen wo Sie sind und erwägen können umzukehren, sich einzugraben oder einen anderen Weg zu wählen.

Folgen Sie der Markierung
Die Markierung verläuft meistens in geraden Linien.
Der Abstand zwischen den einzelnen Zweigen beträgt 15 bis 40 Meter. Bei Abfahrten führt die Markierung gerade abwärts. Sie müssen selbst entscheiden, wann und wo Sie schwingen wollen, doch verlieren Sie die Markierung nicht aus den Augen. 
Auf Gletschern und in Steilhängen sollten Sie sich genau an die Markierung halten. Abseits der Route können gefährliche Spalten sein oder Lawinengefahr herrschen. Auf aufgestauten Seen kann das Eis entlang der Ufer und abseits der markierten Route unsicher sein. 

Denken Sie mit
Wenn die Markierung einmal aufhören sollte, sollte der letzte in der Truppe die letzte Markierung nicht verlassen, bevor die nächste gefunden ist. Dies ist einer der Gründe, weshalb man nicht allein gehen sollte, auch nicht entlang einer markierten Route. (Hier sind wir nicht unbedingt der gleichen Meinung. Lesen Sie auch unseren Kommentar zu der allgemeinen Bergwanderregel Nr. 7.)
Unter schwierigen Verhältnissen kann es unmöglich sein, der Markierung zu folgen. Brauchen Sie nicht Ihre letzten Kräfte dafür auf, sondern suchen Sie sich eine geeignete Stelle, sich einzugraben. (Siehe unsere Seiten über das Anlegen eines Notbiwaks und einer Schneehöhle.  )

Helfen Sie uns
Richten Sie umgefallene Markierungen wieder auf und geben Sie auf der nächsten Berghütte Bescheid, wenn Markierungen fehlen. 

Routenbeschreibungen
Das Buch «på ski i fjellet» (NOK 60,- für DNT-Mitglieder) beschreibt alle DNT-Winterrouten, auch die nicht markierten. 


Auf unseren Seiten finden Sie außerdem folgenden relevanten Stoff über das Fjell im Winter:

Bauen einer Schneehöhle

Bergwanderregeln mit Kommentaren

Packliste für Wintertouren

Winterausrüstung

Lawinen

Bergskilaufen

Die meisten der angegebenen Seiten und noch viel mehr andere praktische Wander-/Skitoureninformation finden Sie auf unseren Praktisches-Seiten.

 


Zum Rondane-Portal Zum Winter-Portal