Jutulhogget

Einige hundert Meter von Rondvassbu,
nahe der Wanderwege nach Dørålseter und Høvringen (RS02
und RS04), liegt die Jutulhogget. Diese
enge Schlucht, die sich rund 20 bis 30 Meter tief in den den Fels schneidet,
wurde von den großen Schmelzwassermassen gegen Ende der letzten Eiszeit
gegraben. Heute passiert weit weniger Wasser hindurch, so daß man trockenen
Fußes beinahe bis zum inneren Ende des Schlucht gelangen kann, wo der der Kaldbekken
in die dunkle und etwas "trollsche" Schlucht hinunterstürzt. Mit etwas Glück und
Geduld kann man hier Norwegens Nationalvogel, die Wasseramsel, beobachten.
Von Rondvassbu aus sind es knapp 15 Minuten Fußweg zum Eingang der Jutulhogget.
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über die Store Ula und den Kaldbekken. In die Schlucht hinein folgt man dem Kaldbekken
auf dessen Nordseite (rechte Seite, schluchteinwärts
gesehen). Es gibt Partien,
an denen man schwierig vorbeikommt (bei geringer Wasserführung kann man auch
über Steine den Bach überqueren und auf der anderen Seite weiter
schluchteinwärts gehen), aber ansonsten ist es recht einfach, bis zum
Wasserfall zu gelangen.
Andere Möglichkeit, in einer Rinne an der linken Flußseite von oben her
runterzusteigen. Steil und erdig. Vorsichtig sein! Weiter drinnen in der
Schlucht sind die Steine
naß und rutschig.
Man kann den Wasserfall auch oben von der Kante aus
besichtigen, doch das ist lange nicht so "unmittelbar" und
stimmungsvoll wie von unten in der Schlucht.
Skranglehaugane

Nicht weit von den Wanderwegen zwischen Dørålseter und Rondvassbu / Bjørnhollia
(RS02
/ RS03) gibt es ein spezielles
Eiszeitphänomen: die sog. Skranglehaugane. Dies ist ein Feld mit vielen
Toteiseinbrüchen an einer Stelle. All diese Krater, die hier liegen, erinnern beinahe an ein Gebiet, welches
kräftigen Granateneinschlägen ausgesetzt war.
Diese eiszeitlichen Toteiseinbrüche, norweg.
"dødisgroper", entstanden durch große Eisbrocken, die gegen Ende der
letzten Eiszeit unter Schutthaufen begraben wurden. So vor der Sonne geschützt,
dauerte es lange, bevor sie abschmolzen. Als sie zuletzt verschwanden, sank der
Schutt über ihnen ein, und es blieben diese kraterähnlichen Gruben zurück.
Einige von ihnen reichen bis zum Grundwasserspiegel und sind mit Wasser aufgefüllt.
Die kleinen, wassergefüllten Löcher sind an warmen Sommertagen die reinste
Badeidylle.
Die Kartenferenz für
die Skranglehaugane ist ca. NP410 720 bis NP 420 730 (Kartenblatt 1718 I
"Rondane" der M711-Serie).
Kvitskriuprestene

An der E6, ca. 3 km nördlich von Otta, kann man auf der Mautstraße
westwärts in das Uladalen hineinfahren. Nach ca. 4 km kommt man zu einem
kleinen Parkplatz an der Straßenkante, wo eine Informationstafel über die
Entstehungsgeschichte des Phänomens der "weißgekleideten Priester" berichtet.
Ein Wegweiser zeigt zum Beginn des kurzen, aber sehr steilen Pfades, der zu der
Besonderheit führt. Gehen Sie es ruhig an, die Steigung nimmt Ihnen sonst recht
schnell die Puste. Oben bei den "Priestern" gibt es eine Absperrung,
die man nicht übertreten sollte. Hier findet man also Nordeuropas einzige
derartige Erd-bzw. Sandpyramiden (es gibt noch ein paar wenige andere in dieser
Gegend). Dieses Phänmoen ist bekannt aus den Alpen, in Skandinavien findet man
es jedoch nur hier am Westrand Rondanes.
Diese Sand- und Erdsäulen entstehen, indem Regenwasser das erhärtete
Moränenmaterial des alten Moränenrückens wegspült. An einigen Stellen lagen
große Steine wie ein Regenschirm über den Sand- und Erdmassen darunter und
diese vor dem Regen geschützt, und zusätzlich hat die Sonne die Oberfläche
ausgetrocknet und härter und widerstandskräftiger gemacht.
Alle Kvitskriuprestene werden früher oder später einztürzen, und es besteht
eine potentielle Gefahr, wenn man sich unter ihnen in der Fallrichtung aufhält.
Aber gleichzeitig mit dem Zusammensturz dieser Säulen wird das Regenwasser
weiter oben neue entstehen lassen. Es ist verboten, die Säulen mit Steinen zu
bewerfen oder anderes zu tun, was sie zum Einsturz bringen könnte. Denken Sie
daran, wie lange die Natur gebraucht hat, um sie zu schaffen. Die höchsten
Säulen sind rund 6 Meter hoch und wohl rund 200 Jahre alt. Die
"Priester" "wandern" beständig weiter aufwärts, indem
die höchsten und ältesten einstürzen und oberhalb neue vom Regenwasser
ausgewaschen werden. Dieses ungewöhnliche, faszinierende Phänomen ist
unbedingt einen Besuch wert.
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