FH13 : FINSE - KANTE DES BLÅISEN (HARDANGERJØKULEN)

GEHZEIT / DISTANZ 1,5-2 STUNDEN (pro Weg) / ca. 6 KM (pro Weg)
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT
BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED ca. 240 M HOCH (180 M NETTO)
KARTENBLATT DER M711 SERIE 1416 II / (evtl. Wanderkarte Nr. 30 "FINSE")
DNTs ROUTENR. 466
MARKIERUNG STEINWARTEN / ROTE Ts

Starthöhe : ca. 1220 mü0    -    Zielhöhe ca. 1400 mü0

Von Finse ein kurzes Stück entlang des Rallarvegen zur Ostseite des Sees Finsevatnet. Über den Damm gelangt man zu der Weggabelung, wo links der Weg in Richtung Krækkja / Kjeldebu (FH03 / FH06) abbiegt.
Der Weg zum Blåisen hält sich rechts leicht bergan und biegt mit der Zeit etwas mehr links und hinunter in Richtung Styggelvane. Den Fluß Styggelvane passiert man auf einer Sommerbrücke. (Wir waren hier einmal Anfang September, und da gab es keine Sommerbrücke mehr. Der Fluß ist zu breit und zu tief, um hier herüber zu gelangen. Alternativen: Dem Weg in Richtung Kjeldebu (FH06) ein Stück weit folgen und wild durchs Terrain direkt zum Blåisen gehen oder dem Styggelvene bis hinauf zum Middalsbreen folgen, wo er seichter und ruhiger fließt und durchwatet werden kann, und südwärts wild durchs Terrain zum Blåisen gehen.)
Auf der anderen Flußseite geht es weiter über Moränehügel hinauf zur Gletscherkante. Die Moränemassen, die hier liegen, stammen vom Vorstoß des Gletschers unter der "kleinen Eiszeit" im 18. Jahrhundert. Die Markierung führt bis direkt an die Gletscherkante.
Seien Sie vorsichtig am Gletscher, stellenweise besteht die Gefahr von herunterfallenden Eisblöcken. 
Hat man Gletscherausrüstung und die notwendigen Kenntnisse, kann man aufs Eis hinaufgehen, wenn nicht, begnügt man sich mit dem Genuß der Aussicht von unten. In dem Fall kann man auch an einer der täglichen geführten Gletschertouren teilnehmen, die die Finsehytta im Sommer organisiert. Ausrüstung ist dann im Preis dabei.

 

 

FH14 : FINSE - RAGGSTEINDALSHYTTA

GEHZEIT / DISTANZ 8 STUNDEN / 24-26 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED ca. 700 M HOCH / ca. 950 M RUNTER
KARTENBLATT DER M711 SERIE 1416 II / 1516 III (evtl. Wanderkarte Nr. 55a 1:100.000)
DNTs ROUTENR. 550
MARKIERUNG STEINWARTEN / ROTE Ts

Starthöhe : ca. 1220 mü0    -    Zielhöhe ca. 980 mü0

An der Ostseite der Bahnstation Finse überquert der Weg die Bahnlinie (auf Züge aufpassen!) und schrägt dann am gegenüberliegenden Hang ostwärts bergan. Oben auf der ersten Steigung hat man einen sehr schönen Blick zurück zur Gemeinde Finse, dem Finsevatnet und dem Hardangerjøkulen.
Zwischen dem Jomfrunuten und dem Kvannjolnuten unterquert man die Hochspannungsleitung, die gleichzeitig für eine gute Weile ein endgültiges Auf Wiedersehen mit der Zivilisation bedeutet. Hier über quert man den Bach auf Steinen und der Weg führt weiter leicht bergan. Die Vegetation ist karg und vom rauhen Klima geprägt, und es liegen große Schneemengen bis lang in den Sommer hinein. Zwischendrin findet der aufmerksame Wanderer viele hübsche Gebirgsblumen wie u.a. das Stengellose Leimkraut, Habichtskraut, Nördlicher Feinstrahl, Schnee-Enzian und natürlich der abgehärtete Gletscherhahnenfuß, gegenblättriger Steinbrech und viele andere. 
Der Weg schlängelt sich nordotwärts über mehrere Schneefelder und vorbei an mehreren kleinen Seen, bevor man östlich des Flakavatnet einen steileren Anstieg von rund 150 Höhenmetern überwinden muß. Hier gelangt man in einen Einschnitt mit herrlichem Blick zurück zum Hardangerjøkulen. 
(Es ist möglich, von hier aus ostwärts über den Kyrkjedørsnuten 1790 m zu gehen und östlich des Kyrkjedøsrvatni wieder hinunter zum Weg zu gelangen. Nicht markiert. Stellenweise steil, nur für erfahrene Bergwanderer.) Der Weg führt durch den Paß und durch den Einschnitt Kyrkjedøri ("Kirchentür") abwärts, teilweise über Schneefelder. Man passiert einen kleinen See auf der linken Seite und gelangt hinunter in den engsten Teil der Kyrkjedøri.
Man geht weiter abwärts bis zum Westende des Kyrkjedørsvatni. Von hier aus hat man einen schönen Blick die Kyrkjedøri hinauf und hinüber zu den faszinierenden Felsformationen an der Nordseite des Hallingskarvet.
Am Auslauf des Kyrkjedørsvatni, an der Westseite der Simlenutane, muß der Fluß durchwatet werden, wenn er nicht auf einer Schneebrücke überquert werden kan. (Wir überquerten ihn auf einer schönen Schneebrücke spät im Juli, und etwas weiter abwärts im Flußtal liegen normalerweise noch größere Schneefelder.) 
Es geht weiter durch hügeliges Terrain an der Südseite mehrerer kleiner Bergseen entlang in südöstlicher Richtung. An mehreren Stellen hat man einen schönen Blick zum Hallingskarvet.
Direkt nördlich der steilen Nordwand des Ljøtebottenberget (ca. 1700 m) passiert man kurz nach einem kleinen See den letzten Höhenzug, bevor man gleichmäßig ins Raggsteindalen hinunter absteigt.
Zuerst geht es hinunter in den Nordbotnen und etwas steiler im Urdbotnen abwärts, wo man auf den Fluß trifft, der vom Hellevassfonn kommt und ins Raggsteindalen hinunterfließt.
Talauswärts geht es ein recht langes Stück durch leicht hügeliges Gelände, zum größten Teil durch Zwerggesträuch.  Nach einer Weile bekommt man endlich Augenkontakt mit Raggsteindalen draußen am See. Bis dorthin muß man noch hinunter auf die Schotterstraße, die man bei Sledarskardstølen erreicht, und einige (lange) Kilometer entlang dieser hinaus zur Raggsteindalshytta.

 

 

FH15 : RAGGSTEINDALSHYTTA - HAUGASTØL

GEHZEIT / DISTANZ 8 STUNDEN / 25-27 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED ca. 850 M HOCH / ca. 850 M RUNTER
KARTENBLATT DER M711 SERIE 1516 III (evtl. andere Wanderkarten)
DNTs ROUTENR. 540
MARKIERUNG STEINWARTEN / ROTE Ts

Starthöhe : ca. 980 mü0    -    Zielhöhe ca. 1000 mü0

Von der Raggsteindaleshytta entlang der Schotterstraße um die Fagerlifjordbukta. Eine Brücke führt über den Fluß aus dem Raggsteindalen, und einige hundert Meter später zeigt der Wegweiser den Weg nach Haugastøl nach rechts bergan in den Birkenwald. 
Man taucht relativ schnell aus dem Wald auf und bekommt eine schöne Aussicht zum Strandavatnet und mit der Zeit auch dem Blåberge (1802 m) weiter nördlich. Man passiert einen kleinen See unter dem Grønehallnuten (1410 m) und der Weg führt ein gutes Stück bergan, bevor man einen bach überquert. Von hier aus in den Bergkessel gen Folarskardet hinein wird die Steigung etwas flacher. Mit der Zeit bekommt man einen tollen Blick zu den Nordwänden des Hallingskarvet mit mehreren kleinen Gletschern. Direkt voran taucht nun auch der Folarskardnuten (1930 m) auf. Man erreicht den äußersten Folarskardtjernet (auf 1422 m Höhe), welchen man durch ein recht mooriges Stück an der rechten Seite passiert. Noch ein Bach wird auf Steinen überquert, und man gelangt zu dem innersten Folarksardtjernet. An diesem führt der Weg links (östlich) vorbei. Hier drinnem im Kessel ist das Gelände steinig und trägt deutlich die Züge einer Moränenlandschaft. Am Ende des Sees passiert man unter einer deutlichen Endmoräne mit einem kleinen Gletscher links oberhalb. Der Weg biegt rechts und schlängelt sich auf der rechten Bergseite steil (siehe Bild links) hinauf zum Einschnitt Folarskardet.
Oben angelangt, ist es nur ein Abstecher von einigen Metern zur Lordehytta, die direkt an der Kante zum Kessel hinaus liegt. Diese Steinhütte wurde von einem englischen Lord im späten 19. Jahrhundert erreichtet und von der Kommune Hol liebevoll restauriert. Es gibt einen Holzofen, aber keine Vorräte. 4 einfache Pritschen bieten eine Notunterkunft. 
Der Weg führt in steinigem Gelände durch den Folarskardet, links an einem kleinen See vorbei. Indem man sich der Südseite des Passes nähert, öffnet sich der Blick weit gen Hardangerjøkulen, Hardangervidda und nach und nach sogar bis zum Gaustatoppen (1883 m).
Zu Anfang ist es recht steil, doch bald wird der Abstieg etwas flacher. Grass und andere Vegetation löst nach und nach das Geröll ab, und der Weg wird richtig schön und leicht begehbar. 
Die Strecke über die Ebene ("Flyene") vom Folarskardet nach Haugastøl ist weit und etwas eintönig, doch man erreicht endlich doch den See Tjørngravtjørni oberhalb der Hüttensiedlung Haugastøls (die Hütten hat man schon eine gute Weile vorher gesehen).
Weiter auf dem Wanderweg oder auf der Schotterstraße durch die Siedlung das letzte Stück hinunter zur RV 7, etwas nördlich der Bahnlinie. Zur Bahnstation oder dem großen Parkplatz am Start des Rallarvegen ist es noch ein kurzes Stück entlang der Straße.