| Inhalt: |
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| Einleitung: |
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Unser Nationalheld, Fridtjof Nansen, schilderte sein erstes Treffen mit Jotunheimen folgendermaßen: «Auf einmal stand ich am Abgrund und sah hinunter zum Gjendin. Tief unten streckte er sein blankes, grünblaues Smaragdband, weit durch den Grund der Kluft, zwischen den mächtigen Schneebergen, die in wilder Folge auf einen eindringen. Die Melkedalstinder und all die scharfen weißen Zacken, die im Westen gegen den Abendglanz aufragen. Es ist, als ob ganz Jotunheimen plötzlich ins Leben tritt, seine mächtigen Pforten für die Seele öffnet und sie bannt. Unwillkürlich blieb ich stehen; es war, als ob man der Gletscherwelt einen Gruß zusenden mußte: "Auf ein Wiedersehen!". » Jotunheimen liegt zentral in Südnorwegen, zwischen dem Sognefjell und dem Bøverdal im Norden, dem Sjoadal im Osten, Valdres im Süden und dem Sognefjord im Westen. Es variiert etwas, welche Regionen zu Jotunheimen gerechnet werden und welche außerhalb liegen, aber eine gewöhnliche Grenze verläuft entlang der RV 55 im Norden, RV 51 im Osten, Bygdin im Süden und der Paßstraße zwischen Øvre Årdal und Turtagrø im Westen, also ein etwas größeres Gebiet, als vom Nationalpark und dem Naturschutzgebiet Utladalen abgedeckt wird. Obwohl von keiner anderen Region in Norwegen im gleichen Maße behauptet werden kann, sie sei das "Fjellnorwegen in einer Nußschale", vergingen fast 20 Jahre seit der Einrichtung Rondanes als ersten Nationalparks Norwegens bis auch Jotunheimen Nationalpark wurde. Ungeklärte Fragen im Zusammenhang mit den großen Wasserkraftressourcen in und rund um Jotunheimen tragen wohl die Schuld daran.
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| Klima: |
Das Klima in Jotunheimen variiert stark abhängig von der Höhe und wie weit westlich / östlich man sich befindet. Der dominierende Wettertyp ist "vestavær", westliches Wetter, wodurch die Niederschlagsmenge das ganze Jahr über im Westen des Parks wesentlich höher ist als im Osten. Die Berge haben die Tendenz, die Wolken höher zu drücken, so daß es mehr regnet / schneit und halten die Wolken auch länger fest als flachere, niedriger gelegene Regionen (oft klart es um die Gipfel zuletzt auf, wenn sich das Wetter von schlecht nach schön ändert). Dadurch fällt in höhergelegenen Regionen insgesamt mehr Niederschlag. Auf dem Fannaråken befand sich früher Norwegens höchstgelegene meteorologische Meßstation. Hier oben liegt die mittlere Temperatur im Juli bei ca.2,5° C und die niedrigste gemessene Temperatur im Juli bei -8° C. Die wärmste Temperatur im Juli betrug 18,5° C im Schatten. Weiter unten, zwischen 1000 und 1200 Meter Höhe liegt die mittlere Temperatur im Juli schon bei fast 10° C. Im Winter ist es nicht so kalt, wie viele glauben. Auf dem Fannaråken auf über 2000 Meter Höhe liegt die mittlere Temperatur im Januar und Februar bei rund 10 Minusgraden, und der Kälterekort ist nicht niedriger als -32° C. Dies liegt daran, daß kalte Luft schwerer als etwas wärmere Luft ist, so daß sie "von den Bergen herunterfließt" und in die Täler absinkt, wo im Januar oft viel niedrigere Temperaturen herrschen. Aber dadurch, daß es in den Bergen viel windiger (stürmischer) ist, fühlt man die Temperatur auch kälter als sie tatsächlich ist.
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| Tierleben: |
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(Siehe auch Flora und Fauna im Gebirge und Vögel-Bildergalerie.)
Früher
war das Wildren
in Jotunheimen häufig, und es lockte Jäger wie Jo
Gjende und Ausländer, vor allem Engländer, ins Gebirge. Mit der
Zeit wurde es von zahmen Renen verdrängt und lebt heute nur noch im westlichen
Teil des Nationalparks. Die Rentiere, die man auf der Valdresflya,
im Leirungsdalen oder im Veodalen
antrifft, sind Haustiere, die Zahmrenverbänden aus dem Valdres und dem
Ottadalen gehören. Auf der Valdresflya, kurz vor bevor die Straße in Richtung
Sjoadalen bergabwärts führt, kann man die großen Rentierzäune und Gebäude
sehen, die zum Einsammeln der Tiere im Herbst benutzt werden. Dann werden die
Schlachttiere ausgesucht und die Kälber markiert. Als es die großen Renherden
noch gab, waren auch Braunbären häufig in Jotunheimen anzutreffen, doch diese
wurden durch Jagd in der Region völlig ausgerottet, und heute sind nur noch
vereinzelt umherstreifende Vielfraße oder Luchse von den Raubtieren im Nationalpark
übrig.
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| Vegetasjon: |
(Siehe auch Flora und Fauna im Gebirge und Pflanzen-Bildergalerie.) Jotunheimen besteht fast ausnahmslos aus Hochgebirgsregionen, und es gibt
nur wenige Stellen, wo innerhalb des Nationalparkes Wald wächst. Die eine ist
entlang des Gjende, wo man Fjellbirkenwald findet, und die andere ist im
Utladalen, wo man außer Fjellbirkenwald bei Vettismorki auch einige Kiefern
wachsen. Siehe auch unseren Nordischen Gebirgspflanzenführer.
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