Gjende:Gjende gehört vielleicht zusammen mit Besseggen und Galdhøpiggen zu den Namen, die man am stärksten mit Jotunheimen verbindet. Vielleicht ist es sogar der schönste See ganz Norwegens, unbedingt aber Jotunheimens. Er erstreckt sich rund 20 km vom oberen Sjoadalen ins Jotunheimengebirge hinein. Seine Breite beträgt im Schnitt nicht mehr als einen Kilometer, und die Bergwände rundherum erheben sich bis zu knapp 1300 m über die Wasseroberfläche. Der Gjende ist mit seiner Tiefe von rund 150 m der tiefste See im Jotunheimen Nationalpark (der Bygdin ist tiefer, liegt aber außerhalb der Nationalparkgrenze) und ein hervorragendes Angelgewässer. Das Nordufer ist von teils üppiger Vegetation bedeckt und hat ein reiches Tierleben (lesen Sie mehr darüber unter Flora und Fauna im Gebirge). Ansonsten ist der Gjende bekannt für seine blaugrüne Farbe, die dadurch entsteht, daß die unzähligen Gletscherpartikel, die in den See gewaschen werden, das Tageslicht reflektieren. Die Farbe wird außerdem dadurch versterkt, daß der See so eng von dunklen Felswänden und kräftigem Grün umgeben ist, so daß die Kontraste verstärkt werden. Der Gjende entstand durch das Eis. Die hohen, widerstandsstarken Felswände im Süden und Norden führten dazu, daß große Eismassen in einem kleinen Gebiet zusammengepreßt wurden, und die große Dicke des Eises ließ es besonders tief graben. Weiter abwärts im Sjoadalen hatte das Eis mehr Platz zu den Seiten hin und grub sich dort deshalb nicht so tief in die Landschaft hinein. Die Gegend um den Gjende ist mit Abstand die meistbesuchteste im östlichen Jotunheimen, und es gibt drei Touristenhütten und einen Campingplatz an seinen Ufern. Diese sind: Gjendebu, Memurubu, Gjendesheim, und Maurvangen. Einige von Jotunheimens markantesten geschichtlichen Personenschicksalen sind ebenfalls stark mit dem See Gjende verbunden. Lesen Sie mehr über Gjendine Slålien und Jo Gjende. Siehe auch Blumenwanderung entlang des Gjende.
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