Leirungsdalen:

Das Leirungsdalen ist eins der schönsten Gebirgstäler des Jotunheimen-Gebirges, und dabei eines der am wenigsten frequentierten. Es erstreckt sich im Osten Jotunheimens zwischen den Seen Bygdin und Gjende westwärts. Der grau-türkise Leirungsåe, gefärbt vom Schmelzwasser des Leirungsbreen und umgeben von kräftig grüner Vegetation im Talgrund, bildet einen kontrastreichen Vordergrund für die schwarzen Felswände des Kalvehøgdi, welche steil ins Tal abfallen, und die Gletscher darunter. Zuinnerst im Tal thronen der Kvitskardstind  und die beiden Leirungstindene.  

Es führt ein teilweise undeutlicher Wanderweg durch das Tal ins Svartdalen hinüber, von wo aus man entweder nach Gjendebu oder Torfinnsbu weitergehen kann (siehe Sommerwanderroute JS04). Man beginnt normalerweise ab Vargbakkan neben der RV 51 (Kartenreferenz MP 897 146), kann die Wanderung durchs Tal jedoch auch von Gjendesheim aus starten (dann braucht man am Gjendeosen einen Bootstransfer auf die andere Seite der Sjoa). Der Weg führt um die Ostseite der Gjendehø (1257 m) und des Sees Nedre Leirungen und überquert daraufhin die Varga auf einer schönen Brücke. Anschließend umrundet er die Ostseite der Knutshø (1517 m) und erreicht eine Weggabelung, an der man links abbiegt (der Weg geradeaus führt hinunter zum Gjende und zurück nach Gjendesheim). Der Leirungsåe wird auf einer super Brücke überquert (gebaut für Pferde und Kühe, welche im Sommer hier auf der Weide sind) und daraufhin muß ein Moorgebiet durchquert werden. Hier sollten eigentlich Planken ausgelegt werden, um eine ständige Vergrößerung der Schlammlöcher zu stoppen. Versuchen Sie hier, an die Vegetation zu denken und nicht noch mehr Pflanzen in den Schlamm zu treten. Zum Glück verläßt man das moorige Gelände nach rund 500 m und kommt an einigen schönen Zeltplätzen vorbei (den Mücken gefällt es hier auch sehr gut), und umrundet die Ostseite der Semelhø (1302 m). Den Steinflybekken überquert man auf Steinen und kommt nun nach und nach ins eigentliche Leirungstal hinein. Der Weg folgt dem Leirungsåe weit ins Tal hinein, bevor er an der Bergseite nördlich des Flusses ein Stück aufsteigt und entlang der Leirungstjerni ins Svartdalen hinüberführt.