Sognefjellet:Das Sognefjell, wie es heute heißt, hatte früher zwei Namen. Die Leute in Sogn nannten es Dølefjell, weil der Weg in die Täler (Dølene) hier übers Fjell führte, und die "Dølener" (Talbevökerung) im Gudbrands- und Bøverdalen nannten es Sognefjell, weil dies der Weg nach Sogn war. Die "Dølener" reisten viel öfter übers Fjell (nach Sogn und evtl. weiter nach Bergen) als es die Leute aus Sogn taten, und deshalb setzte sich mit der Zeit der Name Sognefjell durch. Mit Sognefjellet bezeichnet man die Gebirgsregionen nördlich des Fannaråken und Smørstabbreen und südlich des Liabreen. Es bildet sozusagen die Nordgrenze Jotunheimens, wo Jotunheimen südlich und östlich des Sognefjells liegt, während Breheimen und das Sjåkfjell westlich und nördlich liegen.
In alten Zeiten war das Sognefjell ein wichtiger Handelsweg, wie oben schon
erwähnt speziell für die Leute aus dem Osten, die hinüberreisten, um in
Bergen Waren einzukaufen, die mit dem Schiff kamen. Damals war die Reise übers
Gebirge oft riskant. Sie dauerte mehrere Tage und das Wetter konnte schnell
umschlagen. Ivar Kleinen, der viel über die lokale Geschichte Vågås
und des Gudbrandsdalens schrieb, schrieb folgendes über die Gefahren,
die damals bei einer Reise über das Sognefjell lauerten: "Entlang des
Gebirgsweges zwischen dem Vestlandet und Lom liegen die Knochen vieler, die in
Nebel und Unwetter umkamen, erforen sind oder ermordet wurden." Vom
schlimmsten Unglück, von dem man sicher weiß, erzählen die Kirchenbücher
Loms: "1812 war ein schlimmes Jahr mit schlechten Ernten, und den Winter
über war die Not groß. Sechs Männer aus Lom sattelten schon im März ihre
Pferde und brachen nach Westen auf, um aus Luster Gerstenmehl zu holen. Oben auf
dem Fjell gab es ein entsetzliches Unwetter, und alle sechs kamen ums Leben."
Mit der Zeit, als Kristianias (alter Name Oslos) Bedeutung als Handelszentrum zunahm und sich die
Kommunikation im Osten besserte, verlor das Sognefjell an Bedeutung als
Handelsweg, aber dafür begannen die Touristen, den alten Verkehrsweg immer mehr
zu benutzen.
Die markantesten Blickfänge von der Straße aus sind die zwei großen Gletscher Smørstabbreen und Fannaråkbreen mit den umgebenden Bergmassiven. Außerdem bietet sich eine imponierende Sicht zum Hurrungane. Alle diese Schönheiten liegen auf der Südseite der Straße. Die Landschaft im Norden ist weniger dramatisch, aber deshalb nicht unbedingt weniger schön. Das Sognefjell ist mit der Zeit auch als hervorragendes Sommerskigebiet bekannt geworden, wo man auf jeden Fall bis in den Juli hinein sichere Schneeverhältnisse hat. Wenn die Straße nach dem Winter öffnet (rund Anfang Mai), sind die teils meterhohen Schneekanten der Schneefräse ein beliebtes Fotomotiv.
Wenn Sie Informationen über Wintertouren auf dem Sognefjell suchen, werfen
Sie einen Blick auf die Jotunheimen
Wintertouren. Die Smørstabbtindene
und der Fannaråken
sind beliebte Skiziele im Mai.
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