JS01 : GJENDESHEIM - MEMURUBU entlang des GJENDE

GEHZEIT / DISTANZ 3,5 STUNDEN / 11-12 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT
BRUTTO HÖHENDIFFERENZ ca. 150 M HOCH / ca. 150 RUNTER
KARTENBLATT IN DER M711 SERIE 1617 IV / 1618 III
DNTs ROUTEN-NR. 760
MARKIERUNG DEUTLICHER WEG

Starthöhe ca. 1000 mü0     -     Zielhöhe ca. 1000 mü0

Geht zuerst flach entlang dem Ufer des Gjendesees und später durch teilweise recht üppige Vegetation. Einige Male steigt der Weg ein Stück an, um ein paar glatte Felspartien zu überqueren, welche steil direkt ins Wasser führen. Die meiste Zeit hat man Seeblick, und an einer Stelle, wo es steil in Richtung See hinunter geht, gibt ein Seil zum Festhalten. Wenn man nicht die gleiche Strecke zurück gehen möchte, kann man ab Memurubu das Boot zurück nach Gjendesheim nehmen. Für Fahrzeiten und Preise fragen Sie beim DNT, den Touristenhütten Gjendesheim oder Memurubu oder einer relevanten Touristeninformation (z.B. Fagernes).

 

 

 

JS02 : GJENDESHEIM - MEMURUBU über den BESSEGGEN

GEHZEIT / DISTANZ 6 STUNDEN / 14-15 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
BRUTTO HÖHENDIFFERENZ ca. 900 M HOCH / ca. 900 M RUNTER
KARTENBLATT IN DER M711 SERIE 1617 IV / 1618 III
DNTs ROUTEN-NR. 761
MARKIERUNG STEINMÄNNCHEN, ROTE Ts , DEUTLICHER WEG

Starthöhe ca. 1000 mü0     -     Zielhöhe ca. 1000 mü0

Der Besseggen ist nach dem Prekestolen in Rogaland die meistgegangene Wanderung in Norwegen und hat eine Art Kultstatus bekommen. "Alle" wollen ihn einmal gegangen sein, und im Laufe einer kurzen Saison (Ende Juni bis Mitte September) können mehr als 30.000 Wanderer auf ihm unterwegs sein. Dieser starke Verkehr hinterläßt seine deutlichen Spuren in Form von teilweise kräftiger Erosion und zerstörter Vegetation. DNT hat begonnen, den Weg auszubessern und damit zu verhindern, daß Wanderer immer neue Umwege gehen und dabei immer mehr Vegetation zerstören. Den Wanderweg von Gjendesheim hinauf zum Veslefjell kann man aus kilometerweiter Entfernung von der Valdresflya aus sehen, weil er so deutlich erodiert ist. Nehmen Sie Rücksicht und bleiben Sie mitten auf dem Weg, wenn Sie den Besseggen gehen.

Der Pfad steigt gleichmäßig und ziemlich steil von Gjendesheim bergan. Nach ca. einem Kilometer erreicht man eine Abzweigung, wo der Weg nach Glitterheim (und evtl. Bessheim) nach rechts abgeht, während wir nach links weitergehen, weiter steil berghoch. Man kommt an eine Stelle, wo der Weg eine Haarnadelkurve nach links macht, und hier kann es für manch einen recht exponiert erscheinen, vor allem wenn es naß ist. Einige finden, daß diese Stelle ekliger als der Grat selber ist. Es geht weiter sehr steil aufwärts, bis man das langgestreckte Geröllplateau des Veslefjells erreicht. Der Weg zieht sich wie ein helles Band übers Plateau hin bis zum höchsten Punkt des Veslefjells (1743 m), welcher mit einer enormen Steinpyramide gekennzeichnet ist. Nun ist man knapp halbwegs und nur ca. einen Kilometer vom Beginn dessen angelangt, was für die meisten den Höhepunkt der Wanderung darstellt, nämlich des Besseggen. Genau übersetzt heißt Besseggen "der Bess-Grat", beschreibt also genaugenommen den Grat an sich und nicht die ganze Tour. Der Grat wird nach unten hin schmaler, aber es gibt überall noch einige Meter daneben, bevor die Felswand jäh zum Gjende abfällt. Nach rechts zum Bessvatnet hinab ist es längst nicht so steil wie hinunter zum Gjende, und auch längst nicht so weit, aber man hat doch ein recht "luftiges" Gefühl. Einige kehren hier um, aber die allermeisten schaffen es ohne größere Probleme hinunter oder hinauf. (Wer Höhenangst hat, geht den Weg vielleicht lieber in umgekehrter Richtung, denn aufwärts ist es leichter - man steigt gewissermaßen nicht ins "Nichts" hinein.) Es ist kein speziell gefährlicher Weg, und soweit uns bekannt ist, ist noch nie jemand abgestürzt.   
Ca. halbwegs auf dem Grat gibt es eine etwas steilere Stelle, und hier nehmen die meisten die Hände zu Hilfe. Ab dieser Stelle wird es leichter und schneller als man denkt ist man unten auf dem schmalen Band (Bandet) zwischen Gjende und Bessvatnet angelangt. Dies ist ein sehr beliebter Punkt, um eine Proviant-Pause einzelegen, und diejenigen, die den Besseggen von Memurubu aus gehen (das sind die meisten) holen noch mal tief Luft vor dem Aufstieg.  
Von Bandet aus geht es nochmal ein Stückchen bergauf, bevor es die letzten zwei Kilometer zusammenhängend abwärts nach Memurubu geht, das letzte Stück ziemlich steil. 
Das schönere Panorama bietet die Strecke, wenn man von Gjendesheim losgeht, was wir empfehlen (auch wenn die andere Richtung leichter erscheinen mag), denn dann hat man die ganze Zeit die herrliche Aussicht nach Jotunheimen hinein vor Augen (siehe Bild unten, entstanden Ende Mai 1998). 

ACHTUNG! Der Besseggen kann nicht im Winter gegangen werden! (D.h. er kann, aber nur auf einer Mehrtagestour mit Skiern und Zelt/Hüttenübernachtungen, d.h. sehr anspruchsvoll und nur für Outdooor-Profis empfehlenswert!)

Man kann eine Strecke mit dem Boot zwischen Gjendesheim und Memurubu zurücklegen, wenn man nicht beide Strecken gehen möchte. Für Fahrzeiten und Preise siehe www.gjende.no.

(Ein Hinweis: Die meisten nehmen das Boot am frühen Morgen oder Vormittag nach Memurubu und gehen zurück. Deshalb kann es, vor allem an Wochenenden und bei schönem Wetter, zu langen Schlangen am Bootsanleger kommen, und nicht immer kommen alle mit. Es ist deshalb empfehlenswert, rechtzeitig dazusein oder die Tour andersherum zu gehen. 
Im Epilog unseres Tourberichtes finden Sie deshalb auch Rundwandervorschläge über den Besseggen ohne Bootpassage, die auch in der Bootssaison eine Alterntive sein können, vor allem auch spontan, wenn man mit dem Boot nicht mitgekommen sein sollte oder wenn man nicht an irgendwelche Bootszeiten gebunden sein oder zu "unorthodoxen" Tageszeiten unterwegs sein möchte.)

 

 

 

JS03a : GJENDESHEIM - GLITTERHEIM VIA TJØRNHOLET

GEHZEIT / DISTANZ 7 STUNDEN / 23-24 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
BRUTTO HÖHENDIFFERENZ ca. 1000 M HOCH / ca. 600 M RUNTER
KARTENBLATT IN DER M711 SERIE 1618 III / (1617 IV)
DNTs ROUTEN-NR. 762 B
MARKIERUNG STEINMÄNNCHEN / ROTE Ts

Starthöhe ca. 1000 mü0     -     Zielhöhe ca. 1400 mü0

Der Weg ist auf dem ersten Kilometer der gleiche wie für Route JS02 , bevor er an Abzweigung rechts abbiegt. Er steigt weiter gleichmäßig an, bis man den Abfluß des Bessvatnets in die Bessa erreicht. Die Bessa wird auf einer Bretterkonstruktion überquert und über die nächsten ca. 4 km geht es einige Höhenmeter abwärts bis zum Russvatnet. Direkt an dessen Abfluß gibt es eine Brücke über die Russa. Hier am Ostende des Russvatnet gibt es kleine Strände, die an einem warmen Sommertag zu einem erfrischenden Bad einladen, und in der Nähe der alten Alm Russvassbui gibt es schöne Rastmöglichkeiten. Der Weg führt die nächsten zwei Kilometer am Nordufer des Russvatnet entlang, biegt dann rechts und steigt schräg am Berg rund 100 m an, wo der Bach Tjønnholåe auf einem Baumstamm überquert wird. Kurz darauf teilt sich der Weg. JS03b führt links geradeaus am Berg entlang, während wir nach rechts abbiegen und in den Bergkessel Tjørnholet hineinkommen, welcher vom Austre Hestlægerhø (1950 moh) und vom Nautgardstindmassiv(2258 m) eingeschlossen wird. Auf 1603 m wird der kleine Bergsee Tjørnholtjern an seiner Ostseite passiert, und nun steigt der Pfad zum Sattel zwischen Austre Hestlægerhø und Nautgardsoksle (2089 moh) hinauf. Hier ist der mit 1731 m höchste Punkt der Tour erreicht. Wenn die Form und das Wetter gut sind, bietet sich ein Abstecher auf die Austre Hestlægerhø (ca. ¾ Stunde hin und zurück) oder die Nautgardsoksle (ca. 1 ¼ time hin und zurück) an. Von beiden läßt sich eine schöne Aussicht zum Styggehøbreen, Blåbreen, Surtningssumassiv, Besshø og Glittertinden genießen. Vom Sattel sind es noch gut 5 Kilometer (ca. 1 ½ Stunde) hinunter nach Glitterheim.
PS! Diese Variante ist anspruchsvoller als JS03b, und ist wegen Lawinengefahr auf keinen Fall als Winterroute geeignet! 

 

 

 

JS03b : GJENDESHEIM - GLITTERHEIM ÜBER DIE HESTLÆGERHØ

GEHZEIT / DISTANZ 7 STUNDEN / 23-24 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
BRUTTO HÖHENDIFFERENZ ca. 950 M HOCH / ca. 550 M RUNTER
KARTENBLATT IN DER M711 SERIE 1618 III / (1617 IV)
DNTs ROUTEN-NR. 762 A
MARKIERUNG STEINMÄNNCHEN / ROTE Ts

Starthöhe ca. 1000 mü0     -     Zielhöhe ca. 1400 mü0

Der Weg folgt Route JS03a bis zur Wegkreuzung kurz hinter der Überquerung des Baches Tjønnholåe (Kartenreferenz MP 857 266). Während Route JS03a rechts abbiegt, folgen wir dem Weg links schräg an der Bergseite entlang. Er steigt weiter stätig aufwärts und biegt nordwärts ab und führt auf den Sattel zwischen Austre Hestlægerhø (1950 moh) und Vestre Hestlægerhø. Hier wird der höchste Punkt der Tour (1685 m) passiert. Durch den Paß hindurch, kann man bald Glitterheim sehen, etwas zu früh, denn während viele schon anfangen, von Ausruhen und Essen unter an der Hütte zu träumen, sind es noch lange 5 Kilometer und eine gute Stunde Marsch, bis die Träume wahr werden.