JS26 : GJENDEBU - SKOGADALSBØEN VIA SJOGHOLET

GEHZEIT / DISTANZ 9-10 STUNDEN / 30-32 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD SCHWIERIG
BRUTTO HÖHENDIFFERENZ ca. 680 M HOCH / ca. 840 M RUNTER
KARTENBLATT IN DER M711 SERIE 1517 I / 1517 IV / (1617 IV)
DNTs ROUTEN-NR. 777
MARKIERUNG STEINMÄNNCHEN / ROTE Ts.

Starthöhe ca. 980 mü0     -     Zielhöhe ca. 830 mü0

Ab Gjendebu folgt man dem Vesleådalen in Richtung Südwesten. Nach einer guten Stunde erreicht man direkt nordöstlich der Geithø (1467 m) eine Weggabelung. Hier biegt man rechts ab. (Geradeaus geht es weiter nach Eidsbugarden/Fondsbu, siehe JS21). An der Geithø vorbei, passiert man die Abzweigung nach Eidsbugarden über das Gravafjell und kommt kurz danach am Südende des Søndre Girsletjern erneut zu einer Gabelung. Hier geht es rechts nach Olavsbu (siehe Route JS22). Unser Weg führt nach links hinauf in den Einschnitt nördlich des Grøneberget (1543 m), wo man nach ein paar Kilometern den Fluß aus dem Sjogholsvatnet auf Steinen überquert. Weiter führt der Weg entlang des Südufers des Sees. Nach und nach wird das Terrain immer steiniger und der Weg an einzelnen Stellen entsprechend undeutlich. Er führt nun hinauf auf das Band, welches den Sjogholsvatnet vom Øvre Mjølkedalen trennt. Hier oben auf knapp 1600 m Höhe ist der höchste Punkt der Tour erreicht, und die Aussicht zum Sjogholstinden (2141 m) im Osten und Storegut (1968 m) im Westen ist großartig. 
Ab jetzt geht es meistens bergab, anfangs über Steinblockfelder, später auf leichterem Boden. Direkt bevor man mit dem Abstieg beginnt, kreuzt man den Weg zwischen Eidsbugarden/Fondsbu und Olavsbu (siehe Route JS25b). Am Ostufer des Øvre Mjølkedalstjernet (1470 m), einen knappen Kilometer später, stößt der Weg aus Eidsbugaren nach Skogadalsbøen von links zu unserem. Den Øvre Mjølkedalstjern passiert man an dessen Nordostseite und überquert den Fluß auf Steinen direkt vor dem Nedre Mjølkedalstjern. Den Rest des Weges im Skogadalen abwärts nach Skogadalsbøen bleibt der Weg auf der linken Seite des Skogadalswasserlaufs, bis kurz vor der Hütte, wo man die Skogadøla auf einer Brücke überquert. Ca. einen Kilometer hinter dem Nedre Mjølkedalstjern (1423 m) geht rechts der Weg über den Bergrücken ins Rauddalen und weiter nach Olavsbu ab (siehe Route JS27a). (Man kann auch hinüber ins Rauddalen hinüber und hinunter nach Skogadalsbøen gehen, aber das macht die ohnehin schon lange Tour noch länger. Siehe auch Route JS27 für eine Beschreibung des Weges durch das Rauddalen.
Wenn das Wetter schön ist, kann man eine fantastische Aussicht zum Hurrungane und speziell zum Jervvasstind (2351 m) genießen. Die Vegetation wird üppiger, je weiter man talabwärts kommt. Die Strauchvegetation wird vom Fjellbirkenwald abgelöst, welcher in der Umgebung des Skogadalen bis auf 1100 -1200 m vorkommt, mit die höchste Baumgrenze ganz Norwegens. (Die höchste Baumgrenze findet man östlich des Gjende um das Sikkilsdalen herum, wo Fjellbirken teilweise bis 1300 m Höhe wachsen). Aufgrund der hohen Niederschlagsmengen hier im Westen Jotunheimens ist die Vegetation allgemein üppiger als weiter östlich. Unten in Skogadalsbøen kann man sich nach einem langen Tag ein wohlverdientes Abendessen gönnen (Achtung! Nicht zu spät kommen!)

 

 

JS27 : OLAVSBU - SKOGADALSBØEN 
DURCH DAS RAUDDALEN

GEHZEIT / DISTANZ 6 STUNDEN / 19-20 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT
BRUTTO HÖHENDIFFERENZ ca. 50 M HOCH / ca. 670 M RUNTER
KARTENBLATT IN DER M711 SERIE 1517 I / 1517 IV
DNTs ROUTEN-NR. 791
MARKIERUNG STEINMÄNNCHEN / ROTE Ts.

Starthöhe ca. 1450 mü0     -     Zielhöhe ca. 830 mü0

Diese Variante bietet zwar nicht eine ganz so schöne Aussicht wie die Route JS27a, aber ist auch etwas weniger anstrengend. Man beginnt mit der Überquerung des Flusses auf die Südseite des Rauddalswasserlaufs. Im Rauddalen führt der Weg abwechselnd über Blockfelder, Schutt und moosigen Boden abwärts. Hier gibt es viel Wasser und viele Bäche, welche man überqueren muß, aber der Weg ist dennoch relativ einfach zu gehen. Man hat einen schönen Blick zum Mjølkedalstinden im Süden und zum Rauddalstindan im Norden. Im Osten zeichnet sich der Rauddalseggi scharf zum Himmel ab. Man passiert den Rauddalsvatnet an der Südseite, und auf ungefähr halben Weg zweigt der Weg nach Süden über den Bergrücken hinüber in Skogadalen ab (siehe Route JS27a). Unser Weg geht weitere ca. 7 Kilometer im Rauddalen abwärts, bevor man unten bei Storutla im Storutladalen auf den Weg aus Leirvassbu trifft, welcher hier über die Brücke kommt. Man umrundet die westliche Seite der Skogadalsnosi nach Süden, und dort unten im Wald an der Utla (die Vesle und Store - kleine und große - Utla haben sich ca. 1 Kilometer weiter nördlich vereinigt) kommen die Wege aus Turtagrø, Fannaråkhytta, und Krossbu (Sognefjellhytta) über die Brücke herüber. Das letzte Stück geht es an der Bergseite leicht aufwärts, während das Rauschen der Utla von weiter und weiter unten heraufdringt.  

 

 

JS27a : OLAVSBU - SKOGADALSBØEN 
DURCH DAS SKOGADALEN

Diese Route hat abgesehen von einem extra Höhenunterschied von 300 Metern ungefähr die gleichen Daten wie JS27. JS27 folgt man bis zur Abzweigung an der Südseite des Rauddalsvatnet. Hier biegt man links ab und steigt auf dem Weg fast 300 Höhenmeter über Geröll zum Gipfel des Bergrückens zwischen dem Mjølkedalstinden und Skogadalsnosi auf 1617 m Höhe auf. Über die Aussicht von hier oben kann man nicht meckern. Weit im Westen sieht man den Store Austabottind (2204 m) aufragen, wenn man Glück mit dem Wetter hat. Andere Gipfel, welche man von hier oben sehen kann, sind u.a. Sagi, Rauddalstindan, und Uranostind. In dieser Steinwelt hier oben kann der Weg etwas undeutlich sein, aber wenn man unsicher über den richtigen Weg ist und die nächste Markierung nicht findet, ist es immer ein guter Tip, zurück zur letzten Markierung zu gehen und von dort nach der nächsten zu suchen. Zum Skogadalen/Øvre Mjølkedalen geht es noch steiler hinab als es hochzu ging, zuerst über Geröll und zum Schluß auf etwas besserem Weg. Bei hohem Wasserstand kann es schwierig sein, trockenen Fußes über den Fluß vom Nedre Mjølkedalstjernet zu kommen, und man muß hindurchwaten.  Drüben trifft man auf den Weg zwischen Skogadalbøen und Eidsbugarden / Fondsbu (JS25a) oder Gjendebu (JS26).

 

 

JS28 : LEIRVASSBU - SPITERSTULEN

GEHZEIT / DISTANZ 5 STUNDEN / 16-17 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT
BRUTTO HÖHENDIFFERENZ ca. 140 M HOCH / ca. 440 M RUNTER
KARTENBLATT IN DER M711 SERIE 1518 II
DNTs ROUTEN-NR. 799
MARKIERUNG STEINMÄNNCHEN / ROTE Ts.

Starthöhe ca. 1400 mü0     -     Zielhöhe ca. 1100 mü0

Dies ist eine von Jotunheimens meist gegangenen und leichtesten Wanderungen mit gutem und deutlichem Weg auf mehr oder weniger der gesamten Länge. Die Landschaft, durch welche man wandert, steht ebenfalls nicht hinter der vieler anderer Wanderrouten zurück, mit dem Sprung von der kargen Umgebung des Leirvatnets bei Leirvassbu auf über 1400 m Höhe hinunter in die weit mildere Natur bei Spiterstulen im Visdalen. Unterwegs kommt man an einer ganzen Reihe toller Gipfel vorbei, auf die sich eine erstklassige Aussicht bietet, sowie wilden Gebirgsflüssen und blauweißen Gletschern. Von Leirvassbu geht es zuerst ein Stückchen bergan, bis man durch die "Kirchenpforte" tritt, wo sich der Gipfel der Kyrkja (2032 m) wild und spitz im Süden und das Tverbottmassiv im Norden erheben. Man passiert einige kleine Bergseen bevor der große Kyrkjetjernet im Süden auftaucht. Hier auf gut 1460 m Höhe befindet sich der höchste Punkt der Route, und ab hier kommt man hinunter in das Visdalen. Im Süden erhebt sich nun der Visbretind (2234 m) mit dem aufgespaltenen Visbreen davor, und im Norden sieht man zum Tverrbytthornet und den Bukkeholstindane. Sowohl unter dem Bukkeholsbreen im Norden als auch zum Teil beim Visbreen im Süden sieht man deutlich Endmoränen ein gutes Stück unter den Gletscherfronten. Diese stammen aus der "kleinen Eiszeit" um 1750. Auf dem Visbreen, welcher ziemlich steil ist, kann man an der runden Gletscherfront deutlich sehen, wie das Eis wie eine plastische Masse abwärts fließt. 
In der Mitte, wo er am schnellsten fließt, reicht er am weitesten talwärts, und an den Seiten, wo der Fluß langsamer ist, liegt das Eis mehr zurückgezogen. 
Weiter unten im Tal wandert man am Store Uradalstind vorbei und trifft auf den Weg, welcher nach auf der anderen Seite des Uradalsbekken von rechts aus Gjendebu (JS15) kommt. Nach gut zwei Kilometer geht es leicht bergan und dann kommt man zu der Hängebrücke, welche den reißenden Hellstuguåi weit über dem weißschäumenden Wasser unten in der Schlucht überquert. Auf der anderen Seite der Visa, unter der Styggehø liegen Reste einer alten Almsiedlung, welche 1750 verlassen und abgerissen wurde. Die letzten 4 Kilometer geht es auf gutem Weg schnell vorwärts. In der Bergwand östlich Spiterstulen sieht man deutliche Spuren einer Schuttlawine, welche dort heruntergerast ist und vegetationslose graue Felsstreifen hinterlassen hat.  
Viele werden weniger als die angegebenen fünf Stunden für diese Tour benötigen, vor allem wenn man von Leirvassbu aus geht, wo es die meiste Zeit abwärts geht. Wenn man mehr aus dem Tag machen möchte, so bietet sich die Besteigung eines der vielen Gipfel unterwegs an. Vor allem der Store Uradalstind (2116 m) liegt direkt südlich neben dem Weg einladend bereit. Rechnen Sie für diesen Abstecher von der Mündung des Uradalens aus ca. zwei Stunden hoch und runter. 

 

 

JS29 : SPITERSTULEN - KANTE DES SVELLNOSBREEN

GEHZEIT / DISTANZ 4 STUNDEN HOCH UND RUNTER / 10-11 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT
BRUTTO HÖHENDIFFERENZ ca. 700 M HOCH / ca. 700 M RUNTER
KARTENBLATT IN DER M711 SERIE 1518 II
DNTs ROUTEN-NR. -
MARKIERUNG STEINMÄNNCHEN 

Wenn man in Spiterstulen übernachtet oder in der Umgebung ist und Lust auf eine weniger anstrengende Tour als Galdhøpiggen oder Glittertind hat, kann eine Wanderung zur Kante des Svellnosbreen eine gute Alternative sein. Von Spiterstulen aus überquert man die Visa auf der Brücke und geht am anderen Ufer nach links (diejenigen, die auf den Galdhøpiggen wollen, gehen nach rechts). Nach einigen hundert Metern beginnt der Weg, schräg an der Bergseite aufzusteigen und geht nach und nach parallel zur Tverråa, welche auf ihrem Weg zum Visdalen hinunter in Wasserfällen abwärts stürzt. Dort, wo sich die drei Gletscherbäche treffen und man den Fluß überquert, kann der sonst so deutliche Weg leicht verloren werden. Das liegt daran, daß heute der Weg über eine einfache Brücke führt, während man vorher die drei Bäche weiter oben einzeln auf Steinen überquerte. Man geht hier deshalb leicht zu weit hinauf. Selbst dort, wo der Fluß dreigeteilt ist, kann es schwierig genug sein, hinüber zu kommen. Auf der anderen Seite des Flusses geht der Weg an großen Findlingen vorbei, welche verstreut herumliegen, und klettert dann steil auf dem markanten Moränenrücken bergan. Während man geht, hat man die ganze Zeit über einen fantastischen Blick zum Svellnosbreen, wo er über dem Tal förmlich abbricht. Oben an der Gletscherkante gibt es einen kleine See und ein wenig flaches Terrain. Hier pflegen alle, welche weiter auf den Gletscher wollen, eine kleine Pause zu machen und sich die Steicheisen anzuschnallen. Für diejenigen, die selbst keine Gletscherausrüstung und -erfahrung haben, sich aber trotzdem nicht damit begnügen möchten, das Eisabenteuer auf Abstand zu betrachten, gehen im Sommer täglich geführte Touren ab Spiterstulen. Auf dem Abstieg, ein kurzes Stück nach der Überquerung des Flusses, kommt man an einer Kuriosität vorbei: eine einsame Zwergkiefer klmmert sich hier auf fast 1400 m Höhe fest. Wahrscheinlich ist sie die am höchsten wachsende in Norwegen.