JS36 a-c : TYINHOLMEN / EIDSBUGARRDEN / FONDSBU - SKOGADALSBØEN VIA URDADALEN

GEHZEIT / DISTANZ 7 STUNDEN  / 21-22 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
BRUTTO HÖHENDIFFERENZ ca. 600 M HOCH / ca. 850 M RUNTER
KARTENBLATT IN DER M711 SERIE 1517 I / 1517 IV
DNTs ROUTEN-NR. 785
MARKIERUNG STEINMÄNNCHEN / ROTE Ts

Starthöhe ca. 1080 mü0     -     Zielhöhe ca. 830 mü0

Für den Start gibt es drei alternative Möglichkeiten: 
Man kann (a) dem Weg über das Sløtafjell folgen, welcher ein paar hundert Meter südwestlich Eidsbugarden/Fondsbu rechts nach Westen abzweigt. 
Oder man kann (b) dem Weg von Tyinholmen zum Kvitevatna folgen, der ein paar hundert Meter westlich von Tyinholmen rechts vom Wirtschaftsweg abbiegt. 
Als letzte Möglichkeit kann man (c) dem Wirtschaftweg ins Koldedalen hinein folgen, bis man den Fluß vom Urdadalsvatnet auf einer Brücke überquert hat.

Beim Südende des Urdadalsvatnet treffen alle Varianten wieder zusammen und der Weg führt entlang des steinigen Westufers des Sees. Ungefähr auf halber Strecke entlang des Ufers passiert man die Weggabelung, wo es links zum Fleskedalen (JS35) geht, während wir unsere Wanderung entlang des Sees fortsetzen. Vom Nordende des Sees aus geht es bergauf zum Urdadalsbandet, welches das Urdadalen vom Urdadalsvatnet trennt. Hier am Fuße des Uranostinds (2157 m) auf ca. 1430 m Höhe hat man den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Vom Sattel aus geht es abwärts ins Urdadalen, welches seinen Namen aus gutem Grund erhalten hat. Die Vegatation ist arm und es gibt überwiegend Geröll. Im Tal hinunterverläuft der Weg entlang der Nordseite der Urdadøla, bis man am Talausgang in das Storurdi, ein riesiges Geröllfeld, welches das gesamte Tal ausfüllt, gelangt. Vielleicht gab es hier einst einen enormen Steinschlag? Der Fluß verschwindet unter den Gesteinsmassen und taucht ungefähr einen Kilometer später wieder auf. Der Weg schlängelt sich zwischen großen Felsblöcken durch das Storurdi. Nach dem man das Geröll passiert hat, kommt man ziemlich steil in den grünen Vestlandswald hinunter und erlebt starke landschaftliche Kontraste innerhalb sehr kurzer Distanzen. Bald stößt man auf den Weg zwischen Vettismorki und Skogadalsbøen (JS38). Auf diesen biegt man rechts ein und geht nordwärts. Rund einen halben Kilometer später überquert man die Brücke über die Skogadøla und erreicht ein paar Minuten später Skogadalsbøen.

 

 

JS37a-b : TYINHOLMEN / EIDSBUGARDEN / FONDSBU - SKOGADALSBØEN VIA URANOSBREEN

GEHZEIT / DISTANZ 8-9 STUNDEN / 22-24 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD MITTELSCHWER
BRUTTO HÖHENDIFFERENZ ca. 1000 M HOCH / ca. 1250 M RUNTER
KARTENBLATT IN DER M711 SERIE 1517 I / 1517 IV
DNTs ROUTEN-NR. 787
MARKIERUNG TEILWEISE MARKIERT
BEMERKUNG VERLANGT GLETSCHERAUSRÜSTUNG UND -ERFAHRUNG!

Starthöhe ca. 1080 mü0     -     Zielhöhe ca. 830 mü0

Man kann den in  JS36 beschriebenen Alternativen (a) oder (b) folgen, bis sich diese etwas südlich des Kvitevatnets treffen. Ab hier ist Schluß mit Weg und Markierungen. 
Der einfachste Weg zum Gletscher führt unter dem Rusteggi entlang des Ostufers des Kvitevatnet und steigt schräg an der Bergwand auf. Man hält auf die Ostseite des rechten Sees, welcher auf 1529 m Höhe liegt, zu und betritt den Gletscher an dessen Ostseite.  
Alternativ kann man dem Pfad weiter entlang des Westufers des Kvitevatns folgen und dann direkt in Richtung Norden aufsteigen. Man hält auf die Ostseite des Sees auf 1518 m Höhe und die Gletscherkante zu. Dem Gletscher folgt man nordwärts in Richtung Urdaknatten. Vom Gletschersattel zwischen Urdanos- und Skogadalsbreen aus können Urdaknatten (1958 m) und Uranostind (2157 m) relativ leicht bestiegen werden. Ab dem Sattel geht man nun abwärts weiter auf dem steileren und weit mehr zerklüfteten Skogadalsbreen. Hier sollte man recht vorsichtig sein. Vom Gletscher herunter hält man sich westlich des Gletscherflusses und stößt auf den Weg durch das Skogadalen. Ab hier geht es weiter wie in JS25a und JS26.

 

 

JS38 : SKOGADALSBØEN - VETTISMORKI (INGJERDBU)

GEHZEIT / DISTANZ 4-5 STUNDEN / 10-11 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD LEICHT
BRUTTO HÖHENDIFFERENZ ca. 500 M HOCH / ca. 640 M RUNTER
KARTENBLATT IN DER M711 SERIE 1517 IV
DNTs ROUTEN-NR. 811
MARKIERUNG STEINMÄNNCHEN / ROTE Ts

Starthöhe ca. 830 mü0     -     Zielhöhe ca. 680 mü0

Kurz nach Beginn kreuzt man die Skogadøla auf einer Brücke. Auf der anderen Seite kommt die erste Weggabelung. Hier geht es links im Skogadalen aufwärts nach Gjendebu (JS26) oder Eidsbugarden / Fondsbu (JS25a). Unser Weg geht geradeaus im Birkenwald weiter zur nächsten Gabelung einen knappen Kilometer später. Diesmal zweigt der Weg ins Urdadalen hinauf in Richtung Eidsbugarden/Fondsbu (JS36) ab. Wir gehen wieder geradeaus weiter, über die Brücke über die Urdadøla, wo drüben der wenig begangene Weg nach Vormeli (und weiter nach Vetti) hinuntergeht (JS39a). Unser Weg geht weiter mehr oder weniger geradeaus und steigt schräg entlang der Bergseite unter dem Friken (1563 m) an. Wenn man Glück mit dem Wetter hat, bietet diese Tour einen der besseren Aussichten in Jotunheimen, mit Panoramablick zur Gipfelgruppe des Hurrungane und ins wilde Utledalen hinunter. Auf knapp 1360 m auf dem Südrücken des Friken (welcher sich leicht in einer extra Stunde besteigen läßt) erreicht die Wanderung den höchsten Punkt. Der Weg aus dem Fleskedalen (JS35) trifft einen guten Kilometer später weiter unten an der Fleskedalssetra von links auf den unseren. Wir gehen weiter abwärts entlang der Fleskedøla und kommen bald unter die Baumgrenze. Hier unten wächst schöner Kiefernwald. Leider stehen immer noch viele tote Bäume als stumme Zeugen der Flourverschmutzung, welche noch vor einigen Jahrzehnten von der Schmelzhütte in Årdal stammte, da. Diese Emissionen sind heute glücklicherweise gestoppt, aber es wird noch viele Jahrzehnte dauern, bis die Schäden repariert sind. Die Fleskedøla wird auf einer Brücke überquert und nun sind es nur noch ca. 2 Kilometer bis nach Vettismørki. Vettismorki ist ein restaurierter Almhof, der wie eine Oase oben in der der Bergwand weit über dem Utladalen liegt. Eines der Gebäude,  Ingjerdbu, ist heute eine Touristenhütte für Wanderer.

 

 

JS39a : SKOGADALSBØEN - STØLSMARADALEN - VETTI

GEHZEIT / DISTANZ 9-11 STUNDEN / 20-22 KM
SCHWIERIGKEITSGRAD SCHWIERIG 
BRUTTO HÖHENDIFFERENZ ca. 1000 M HOCH / ca. 1530 M RUNTER
KARTENBLATT IN DER M711 SERIE 1517 IV 
DNTs ROUTEN-NR. 812 + 813 + 814
MARKIERUNG TEILWEISE MARKIERT

Starthöhe ca. 830 mü0     -     Zielhöhe ca. 300 mü0

Dies ist eine anspruchsvolle Wanderung, nicht so sehr wegen der Länge, mehr wegen dem steilen und unwegsamen Gelände mit teilweise schlechtem Weg. Man kann die Tour 2-3 Stunden abkürzen, indem man nur bis Stølsmaradalen (unbediente DNT Hütte) geht. Der Weg von Skogadalsbøen führt südwärts und folgt Route JS38 bis zur Weggabelung nach der Überquerung der Uradøla westlich des Storura. Nachdem man den Weg nach Vettismørki nach rechts verlassen hat, kommt man bald hinunter in reichen Birkenwald. Der Pfad hinunter zur Utla ist nicht sehr deutlich, aber die ca. 300 Höhenmeter hinunter zum Flußes gehen trotzdem relativ schnell. Man folgt dem Fluß ein Stück abwärts und kommt zur Brücke über die Utla. Hier kann man einen Abstecher von einem halben Kilometer nach Norden zu dem verlassenen Hof Vormeli machen, welcher heute als einfache Logi/Wärmestube für Wanderer dient und mit einem DNT Schlüssel zugänglich ist. Der Weg führt weiter südwärts im Birkenwald entlang des Westufers der stark strömenden Utla. Umgestürzte Bäume und überwuchernde Vegetation machen den Weg an einigen Stellen schwierig auffindbar. Nach den neuen Verwaltungsplänen für den Nationalpark unterhält der DNT den Weg nicht mehr und fördert keinen Fußverkehr im oberen Utladalen. Zum Kyrkjestigen hin wird das Tal schmaler und man beginnt mit dem steilen Aufstieg auf dem Kyrkjestigen, wo der Weg wieder deutlicher wird. Oben bei dem kleinen See angekommen, teilt sich der Weg. Nach rechts geht es im Midtmaradalen aufwärts nach Skagastølsbu im Hurrungane (JS45), während wir nach links über die Midtmaradøla (wenn der Fluß hier schwierig zu überqueren ist, kann es weiter flußaufwärts leichter sein) und noch ein Stück weiter bergan gehen. Rund einen halben Kilometer nach der Überquerung der Midtmaradøla trifft man auf den Weg zwischen Skagastølsbu und Vetti, welcher von rechts kommt (siehe JS45). Beim Snørestødet (1220 m) ist der höchste Punkt der Tour erreicht. Ab hier geht es rund 2 Kilometer und 350 Höhenkilometer hinab zur Stølmsmaradalshütte. Wenn man bis jetzt genug bekommen hat, kann man hier übernachten. Es ist nicht mehr sehr weit nach Vetti, aber steil und unwegsam. Die Stølsmaradøla wird auf einer Brücke überquert und man kommt bald zu einer Weggabelung, wo es links hinunter nach Vetti und ins Utledalen geht. Den Brendeteigen hinunter ist es sehr steil (Achtung: Die Markierung hier nicht verlieren.), aber ab und zu hat man einen tollen Blick zu dem imponierenden Vettisfossen, mit 275 m freier Fallhöhe der höchste Wasserfall Norwegens. Über eine Hängebrücke gelangt man über die Utla und eine letzte anstrengende Steigung von knapp hundert Höhenmetern muß überwunden werden.  

 

 

JS39b : SKOGADALSBØEN - STØLSMARADALEN - AVDALEN

Starthöhe ca. 830 mü0     -     Zielhöhe ca. 480 mü0

Die Tour verläuft wie JS39a bis zu der Weggabelung kurz hinter der Überquerung der Stølsmaradøla. Hier geht man geradeaus weiter anstatt links hinunter nach Vetti zu gehen. Der Weg verläft weiter oben an der Bergwand entlang. Am Storebekken führen die Reste des alten Almenweges zwischen Stølsmaradalen und Fardalen rechts ab weiter an der Bergwand aufwärts. Unsere Route führt geradeaus, und wenn man bei der Fuglenosi (1096 m) angelangt ist, geht es ernsthaft abwärts. Der Almenhof Avdalen seter war vom 16. Jahrhundert bis rund 1960 bewohnt. Heute ist der schöne Ort von der Avdal turlag (Avdal Wanderverein) restauriert und man kann alte norwegisch Hausmannskost genießen und im Heuboden übernachten. Runter zur Schotterstraße zwischen Hjelle und Vetti (JS50a) sind es noch einmal 300 steile Höhenmeter, für die man ungefähr eine halbe Stunde benötigt. Avdalen ist auch ein absolut lohnenswertes Tagestourziel. Vom Parkplatz in Hjelle ist es ein Marsch von ungefähr 1 Stunde pro Weg, aber auch 300 steile Höhenmeter zum Hof hinauf und anschließend wieder hinunter.
PS! Die gesamte Tour von Skogadalsbøen nach Avdalen wird für die meisten zu lang und anstrengend sein, und deshalb empfiehlt sich eine Übernachtung unterwegs im Zelt oder auf der Stølsmaradalshytta.