Gebietsinformation Breheimen Seite 1

 Inhalt:

  1. Einleitung
  2. Geologie
  3. Geschichte
  4. Anreise
  5. Tier- und Pflanzenwelt
  6. Klima
  7. Weite Informationen über Breheimen / den Jostedalsbreen
  8. Am größten, höchsten, schönsten, populärsten...
  9. 3 schöne Wanderungen im Breheimen-Jostedalsbreen-Gebiet
  10. Einige gute Übernachtungsstätten im Gebiet

 

 Einleitung:

Breheimen/Jostedalsbreen bezeichnet ein großes, äußerst variiertes Gebiet im westlichen Teil des zentralen Südnorwegens. Die Unterschiede zwischen dem östlichen (Breheimen) und dem westlichen Teil (Jostedalsbreen) sind enorm, doch wir fassen hier die beiden zu einem Gebiet zusammen, welches im Osten von der Reichsstraße 55 (Sognefjellstraße), im Norden von der Reichsstraße 15 (Strynefjellstraße), im Süden und Südwesten von der Reichsstraße 5 (Fjærlandstraße) und im Westen von der Reichsstraße 60 (Innerer Nordfjord) begrenzt wird. In den Tälern führen viele Stichstraßen weit ins Innere Breheimens hinein, doch es gibt keine Straße quer hindurch, so daß Breheimen mit dem Jostedalsbreen eine der größten zusammenhängenden Fjellregionen Südnorwegens ausmacht. 

Unserer Meinung nach gibt es kaum eine andere Fjellregion im ganzen Land, die innerhalb so kurzer Distanzen solch enorme landschaftliche Unterschiede aufweist wie Breheimen/Jostedalsbreen: im extrem niederschlagsarmen Osten ist die Fjellandschaft abgerundet und von Kiefernwäldern, Moorebenen und weiten Tälern geprägt; der Westen dagegen ist sehr niederschlagsreich mit steilen Bergwänden, engen, tiefen Tälern, imposanten Wasserfällen und dem riesigen Jostedalsbreen mit seinen fantastischen Eisfällen.

Der Jostedalsbreen ist seit langer Zeit ein Magnet für Gletschersportler, -forscher und Touristen aus dem In- und Ausland. Die östlichen Regionen sind dagegen weit weniger bekannt und besucht. In den letzten Jahren jedoch hat Breheimen als Wanderregion vermehrte Aufmerksamkeit erhalten, was es zum großen Teil dem DNT-Jahrbuch des Jahres 2000 und dem wieder zunehmenden Interesse am Gletschersport zu verdanken hat.

In den westlichen Regionen (Jostedalsbreen) sollte man Gletschererfahrung besitzen, um sich ordentlich entfalten zu können, aber es gibt auch reichlich Möglichkeiten kürzerer Tagestouren zu den Gletscherarmen oder auf die umliegenden Gipfel (wie z.B. dem Skåla). In den östlichen Teilen Breheimens dagegen findet man ein ausgezeichnetes Netz an markierten Wanderrouten zwischen den Berghütten, die keine Gletscherpassagen beinhalten. 
Will man jedoch quer durch das Gebiet hindurchwandern, kommt man um eine anspruchsvolle Passage des Großgletschers kaum herum (Ausnahme Wanderroute B06 - Skridulaupbu-Hjelledalen im Norden).

Wir haben eingangsweise behauptet, daß man kaum anderswo im Land eine großartigere und vor allem variiertere Natur findet, doch die Sache einen nicht unbedeutenden Haken: der Name Breheimen ("Gletscherheim") kommt nicht von ungefähr. Hier gibt es die größten gletscherbedeckten Flächen des skandinavischen Festlandes, und das kommt von den enormen Niederschlagsmengen. Plant man also eine Wandertour im westlichen Breheimen, muß man eine gewisse Wahrscheinlichkeit für schlechtes, nasses Wetter einkalkulieren. Aber das muß man im Gebirge eigentlich sowieso immer, und vielleicht ...... vielleicht hat man ja Glück. Und wenn man Glück hat, dann kann man eine Natur erleben, die so großartig ist, daß sie einem schlicht den Atem nimmt.

Aus der langen Liste der verschiedensten Aktivitäten, die man in Breheimen betreiben kann, können wir vor allem "normales" Wandern, Gletscherwandern, Eisklettern, Skitouren und Sommerskilaufen nennen. Die Touristeninformationen in Stryn und Nordfjordeid bieten ein einwöchiges Aktivpaket mit Gletschertouren, Reiten (auf Fjordpferden im Fjell), Fjordtauchen und Rafting an.
Eine besonders populäre Skitour im Frühling/Vorsommer ist die sog. "Jostedalsbreen-längs-Tour", die jedes Jahr von mehreren hundert Leuten gegangen wird. In dieser Jahreszeit ist das Wetter häufig schön und stabil und die Tage endlos lang. Gleichzeitig sei hier angemerkt, daß diese Tour nur am Seil gegangen werden sollte (auch wenn die Gefahr, mit Skiern in eine Spalte zu fallen, gering ist) und hohe Ansprüche an Kondition und vor allem Orientierungsfähigkeit stellt! Nebel auf dem Jostedalsbreen, einer end- und konturlosen weißen Fläche ohne die geringsten landschaftlichen Anhaltspunkte, ist so ziemlich die schwierigste Orientierungssituation, in die man kommen kann.


Breheimen Gebietsinformation Seite 2 Zum Breheimen-Portal