Lodalen

Das Lodalen gehört unserer Meinung nach neben Veitastrond und
dem Norangsdalen zu den allerschönsten Tälern im Fjordland Norwegens.
Eine schmale Straße führt von Loen taleinwärts bis zur Gletscherzunge des
Kjenndalsbreen (die letzten 6 km sind mautpflichtig), der zu den Gletscherzungen
des Jostedalsbreen gehört, welche in den letzten Jahren mächtig zugelegt
haben. Mußte man früher einige Kilometer und Höhenmeter überwinden, um vom
Parkplatz zur Gletscherzunge zu gelangen, so sind es heute nur wenige hundert
Meter in ebenem Gelände. Einfacher kommt man nicht einmal zum Briksdals- oder
Nigardsbreen!
Beim Kjenndalsbreen gibt es allerdings keine Aufstiegsmöglichkeit zum Plateau,
denn das Gelände und auch der Eisfall selber sind zu steil und unzugänglich.
Das Talinnere ist von mächtigen, in bedrückender Steilheit bis über
eineinhalbtausend Meter hoch aufsteigenden und Felswänden umgeben, und
die Sonne scheint auch im Sommer nur wenige Stunden täglich direkt auf den
unteren Gletscher. In blauschimmerndem Eis stürzen Hängegletscher vom
1800-2000 m hohen Plateau des Jostedalsbreen bis zu über 1000 m tief herab.

Der andere Gletscherarm des Jostedalsbreen, welcher außer dem Kjenndalsbreen
vom Lodalen aus zugänglich ist, ist der Bødalsbreen im Seitental Bødalen,
welches nicht nur glaziologisch, sondern auch botanisch von besonderem Interesse
ist (siehe auch Gebietsinformation,
Flora & Fauna). Die Selbstbedienungshütte Bødalssetra
ist im Frühling und Frühsommer ein beliebter Ausgangspunkt für Skitouren auf
die Lodalskåpa. Von Bødalssetra führen Gletscherrouten zum Skålatårnet (B41),
nach Fåbergstølen (B22)
und nach Slæom (B08).
Neben dem Bødalen ist das verlassene Nesdalen ein Einstiegspunkt für Touren
auf das Gletscherplateau. Der Weg ist allerdings nicht unterhalten, teilweise
verschwunden und schwer zu finden. Der Aufstieg zum Gletscherplateau im Nesdalen
ist der schwierigste und anspruchsvollste rund um den ganzen Jostedalsbreen
(siehe Routenbeschreibung B23).
Das Lodalen gehört zu den Tälern unter dem Jostedalsbreen,
welches im Laufe der letzten Jahrhunderte am schlimmsten von Naturkatastrophen
betroffen war (vor allem Bødal und Nesdal).
Mehr darüber können Sie hier
lesen.
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