Veitastrond

Veitastrond
- Der versteckt gelegene Ort mit den fantastischen Gletschern.
Veitastrond ist eine der abgelegensten Siedlungen ganz Norwegens. Erst 1956 bekam der Ort eine dauerhafte Straßenverbindung. Vor dieser Zeit wurde der fast 20 km lange Veitastrondvatnet mit Booten befahren, doch im Winter und Frühling, wenn das Eis zu dünn war, um
Mensch und Vieh zu tragen, lag der Ort tage- und wochenlang völlig von der Umwelt abgeschnitten.
Auch heute noch wohnen Menschen in Veitastrond, obwohl die Einwohnerzahl ständig zurückgeht. Die Haupteinkommensquelle ist die Landwirtschaft, denn im Gegensatz zu anderen Tälern unter dem Jostedalsbreen hat Veitastrond vom Gletschertourismus wenig abbekommen. Dies liegt wahrscheinlich hauptsächlich an der umständlichen Anreise, denn die Straße ist schmal und lang und zieht sich scheinbar endlos am Seeufer entlang. Ein anderer Grund ist sicher der, daß die meisten Touristen recht bequem sind. In Veitastrond führt keine Straße bis ganz zu den Gletscherarmen heran, und man muß ein Stück laufen, um
Nahkontakt zu der ganzen Herrlichkeit zu erhalten. Der mächtige Langedalsbreen ist zwar bereits von weitem zu sehen, doch der Juwel des Tals, der Austerdalsbreen, offenbart sich erst nach einer guten Stunde schnellen Ganges ab Tungestølen.
Die Einwohner Veitastronds hätten sicher gern mehr Tourismus, doch unserer Meinung nach ist es gut, daß es noch solche versteckte Perlen wie Veitastrond gibt - in vielerlei Hinsicht eine romantische Idylle.
Auf der Alm Tungestølen
(am Ende der Schotterstraße ab Veitastrond
taleinwärts) gibt es im Sommer noch immer ein Übernachtungs- und Servierungsangebot. Die letzten 5 km dieser Straße sind mautpflichtig.
Bei Tungestølen teilt sich das Tal in zwei Arme zum Gletscher hin. Das eine ist das Langedalen, welches mehrere tolle Eisfälle und einen verhältnismäßig einfachen Aufstieg zum Jostealsbreplateau mit Gletscherübergängen nach Süden und Westen
bietet und nicht nur glaziologisch, sondern auch botanisch von Interesse ist (siehe
auch Gebietsinformation,
Flora & Fauna). Das andere der beiden Täler ist das Austerdalen. Es ist ein herrliches Tal, doch vom Gletscher sieht man lange nichts, bis sich erst direkt am Austerdalsbreen plötzlich die fantastische Aussicht zu den drei Eisfällen des Tors-, Odins- und Lokebreen öffnet. Auch vom inneren Austerdalsbreen führt ein Aufgang hoch auf den Jostedalsbreen, doch dieser ist
anspruchsvoll.
Veitastrond ist ein unheimlich schön gelegener Ort, vielleicht einer der schönsten im ganzen Südnorwegen - malerisch, idyllisch, unverdorben. Es ist ein Wert in sich selbst, daß hier in diesem abgeschieden gelegenen und touristisch unerschlossenem Ort Menschen dauerhaft ansässig sind, und ein lebendes Symbol des nationalromantischen Norwegens, welches im Ausland so sehr vermarktet wird, von dem es jedoch im ganzen Land bald keine Beispiele mehr gibt. Wir möchten alle,
die hierherkommen, auffordern, diesen Ort durch Einkaufen im örtlichen
Tante-Emma-Laden etc. zu unterstützen.

Von Tungestølen / Veitastrond führen
u.a. folgende Routen über den Jostedalsbreen (unmarkierte
Gletscherquerungen, die nur mit den entsprechenden Kenntnissen und
Ausrüstung bzw. mit Führer gegangen werden sollten!):
Tungestølen - Stardalen (B27)
Tungestølen - Briksdal (B25)
Tungestølen - Krundalen (B24)
Außerdem gibt es schöne
Tagestourmöglichkeiten von Tungestølen ins Lange- oder Austerdalen
hinein.
Nach Veitastrond gelangt man über die
Reichsstraße 55 nach Hafslo (zwischen Sogndal und Gaupne), und von dort
entsprechend der Ausschilderung durch Hafslo und am See entlang nach
Veitastrond.
Weitere Informationen über den Austerdalsbreen
finden Sie hier.
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