| GEHZEIT / DISTANZ | 10-12 STUNDEN / 20 - 22 KM |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | SCHWIERIG |
| BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED | ca. 1350 M HOCH / ca. 1300 M RUNTER |
| KARTENBLATT DER M711 SERIE | 1418 III / 1418 IV / (1418 II) |
| DNTs ROUTENR. | 872 |
| MARKIERUNG | GRÖSSTENTEILS UNMARKIERT / GLETSCHERROUTE |
| BEMERKUNG | VERLANGT GLETSCHERAUSRÜSTUNG UND -ERFAHRUNG! |
Starthöhe ca. 520 mü0 - Zielhöhe ca. 580 mü0
Die Alm Fåbergstølen liegt 12-13 Straßen-km von Gjerde weiter jostetalaufwärts. Von hier oder dem Parkplatz einige hundert Meter südwestlich derselben folgt man der
Straße ein Stück zurück zum Gletscherfluss vom Fåbergstølsbreen. Rechts vom
Fluß führt ein Wanderweg bergan zur Gletscherzunge. Hier betritt man jedoch den Gletscher noch nicht, sondern folgt der rechten Gletscherkante
(Nordseite) über Glattfels und Geröll westwärts
(man kann selbstverständlich auf auf dem Fåbergstølsbreen aufsteigen, doch das ist anspruchsvoller und kostet mehr
Zeit).
Nach einigen hundert Metern überquert man den Bach, der aus Nordwesten den Berghang herunterkommt. Hier verläßt der Weg den Gletscher und folgt der Westseite des Baches steil bergauf. Auf ca. 1100 mH biegt der Weg mehr nordwestwärts
(links) auf einen Bergrücken, wo das Terrain etwas leichter begehbar wird. Die ganze Zeit liegt der Fåbergstølsbreen gut sichtbar unterhalb zur Linken, und auf 1450 mH erreicht man endlich den Einstieg zum Gletscher.
Gletschereinwärts hält man eine nordwestliche Richtung etwas links der Brenibba (2018 m)
und der Felseninsel von 1872
mH. Die Brenibba stellt bei schönem Wetter ein natürliches Ziel und einen leichten 2000er am Wegrand dar.
Auf dem Sattel zwischen der Felseninsel von 1872 m und der Gletschererhebung südwestlich derselben erreicht man auf ca. 1850 mH den höchsten Punkt der Tour. Hier biegt man mehr nördlich und hält auf den oberen, flachen Teil des Bohrsbreen direkt westlich des
Lodalskåpamassivs (2083 m) zu. Während man in Richtung Bohrsbreen geht, hat kan einen fantastischen Blick zur Lodalskåpa. Mit Ausgangspunkt auf dem Bohrsbreen ist übrigens auch die Lodalskåpa ein mögliches Ausflugsziel am Wege.
Am Ende des Gletscherplateaus des oberen Bohrsbreen (ca. Kartenkoordinat
MP031
522) steht eine große Steinwarte. Es ist wichtig, den Gletscher genau hier zu verlassen, denn weiter rechts oder links liegen steile Eisfälle, Steilwände und glattgeschliffene Felspartien. Bei schönem Wetter findet man die Warte leicht, doch bei Nebel kann das schwieriger sein.
Von der Steinwarte am obersten Punkt des Brattebakken ("steiler Hang") folgt ein langer, steiler Abstieg - entweder auf dem Bergrücken oder einer Altschneerinne links desselben. Unterhalb der Schneerinne windet sich der Weg in steilen Kurven hinunter ins Bødalen und führt auf der Brücke über den Bødalselva. Durch den Birkenwald geht es nun entlang des Flusses nach
Bødalssetra und kurz vor der Hütte nocheinmal über den Fluß.
Alternativ kann man die Route Fåbergstølen - Bødalssetra auch via das Stordalen, den Lodalsbreen und über die Småttene hinauf zum Einschnitt Ståleskardet gehen, und ab hier wie oben beschrieben über den Bohrsbreen ins Bødalen absteigen. Das Problem bei dieser Alternative ist der rasche Eisstrom Småttene. Hier werden
große Eismassen durch eine ziemlich enge Passage gepreßt, wodurch viele große Spalten und Eiswände entstehen. Diese Passage ist anspruchsvoll und kann vor allem im Spätsommern mehr Eisklettern als normales Gletscherwandern verlangen. Hier
ist Seilsicherung das ganze Jahr über obligatorisch!
| GEHZEIT / DISTANZ | ca. 13-14 STUNDEN / ca. 30-33 KM |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | SCHWIERIG (EINE DER ANSPRUCHSVOLLSTEN GLETSCHERTOUREN) |
| BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED | ca. 1900 M HOCH / ca. 1850 M RUNTER |
| KARTENBLATT DER M711 SERIE | 1318 I / 1318 II / 1418 III |
| DNTs ROUTENR. | 877 |
| MARKIERUNG | UNMARKIERT / GLETSCHERROUTE |
| BEMERKUNG | GROSSER HÖHENUNTERSCHIED, SCHWIERIGES GELÄNDE, VERLANGT GLETSCHERAUSRÜSTUNG UND -ERFAHRUNG! |
Starthöhe ca. 60 mü0 - Zielhöhe ca. 110 mü0
Dies war früher eine vielbenutzte Gletscherroute über den Jostedalsbreen, doch nach dem Rückzug des Gletschers ist der Aufstieg von Nesdalen aus schwieriger geworden, und seit der Hof Nesdalen verlassen ist, wird diese Passage kaum noch gegangen. Der
Aufstieg zum Gletscher ist auf der Nesdalen-Seite schwer zu finden. Die Route
sollte nur von äußerst erfahrenen Bergsteigern gegangen werden!
Von Sanden am innersten Ende des Lovatnet führt ein alter Pfad über den Mündungsbereich des Kjenndalselva und hinüber zu dem verlassenen Hof Nesdal
(alternativ kann man einen Bootstransfer über den See
organisieren). Ab Nesdal führt der Weg durch dichten Birkenwald talaufwärts, an den aufgegebenen Almen Framsetrene vorbei und hinauf zu den Ruteflotsetrene, wo der Pfad nach und nach verschwindet.
Das einfachste ist, dem Fluß bis in den Bergkessel unterhalb des Ruteflotbreen zu folgen. Direkt unterhalb des Gletschers biegt man nordostwärts über eine lose Seitenmoräne und bergan zu einer grasüberwachsenen Partie ein paar hundert Meter oberhalb dieser, bevor man mehr südöstlich biegt und über die überwachsenen Hänge
(lebensgefährlich wenn naß und rutschig!) aufsteigt. Ab und zu kann man den Pfad erahnen, und auf ca. 1100 mH steht eine richtungsweisende Steinwarte. Ein Stück oberhalb derselben biegt man mehr östlich. Linker Hand tritt ein steiler Felsrücken hervor, und man durchquert eine
kleine Bachschlucht. Zum Schluß passiert man eine Partie mit vielen steilen Felsabsätzen, bevor auf knapp 1400 mH die gröbste Steigung geschafft ist. Hier erreicht man eine etwas weniger steile Partie mit einem winzigen See und einer Steinwarte, die den Beginn des Abstiegs markiert, wenn man die Route andersherum geht.
Beim Abstieg auf der Nesdalen-Seite ist die Route noch
schwieriger zu finden als beim Aufstieg (ein mehr "intuitives
Erlebnis"). Das Risiko, sich nach rechts oder links zu versteigen, ist
groß und muß im Falle eines Falles mit einem Umkehren zum Ausgangspunkt und
damit ebenso vielen Höhenmetern wieder hinauf bezahlt werden.
Von hier aus geht es weiter in südöstlicher Richtung bergan (über Altschneefelder und Gletscherausläufer) zur Nordfjordvarde (1840 m), die für einige Kilometer den letzten Punkt auf festem Fels darstellt. Die Gletscherpassage ist lang und ohne landschaftliche Anhaltspunkte unterwegs, so
daß man diese Route nicht bei schlechtem Wetter gehen sollte. Man nimmt Kurs auf den Steinmannen
(1633 mH), wo hier eine Hütte steht, die u.a. in Verbindung mit Gletscherkursen
und als Meßstation des Norwegischen Wasser- und Energie-Direktorates benutzt
wird (Kartenkoordinat MP012 397).
Der Kompaßkurs über den Gletscher in der beschriebenen Routenrichtung (Nordfjordvarde
- Steinmannen) soll 155° Ostsüdost betragen. Die Route über das Gletscherplateau verläuft etwas nördlich des
Høgste Breakulen (1957
m), dem höchsten Punkt auf dem Gletscher. Bei schönem Wetter kann man den kleinen Umweg über den Høgste Breakulen
machen und die Aussicht
genießen.
Geht man die Route andersherum, beträgt der Kompaßkurs vom Steinmannen zur
Nordfjordvarde 335° Westnordwest.
Vom Steinmannen folgt man dem Bergrücken ca. 2,5 km (etwas
mehr als halbwegs) südostwärts in Richtung Haugenosi (1455 m), wo eine Steinwarte den Abstieg nach Bergset im Krundalen markiert. Ab der Warte schlängelt sich der Weg in steilen Kurven zum mehr als 1000 m tiefer gelegenen Talgrund hinunter. Ab Bergset sind es 5
Straßen-km nach Gjerde, wo es Übernachtungsmöglichkeiten gibt (u.a. das
Gjerde
pensjonat).
Alternative: Statt hinunter nach Bergset abzusteigen, kann man dem Hauganosi
weiter südostwärts bis hinunter auf ca. 1100 mH folgen, bevor man etwas mehr
östlich biegt und zur Alm Haugfjellstølen absteigt, die hoch über dem
Jostedalen idyllisch an einem kleinen See liegt. Von hier aus führt ein
Wanderweg durch den Birkenwald hinunter ins Jostedalen nach Gjerde. Diese Route
ist länger, aber weniger steil als der Abstieg nach Bergset hinunter.
| GEHZEIT / DISTANZ | 12-13 STUNDEN / 29-31 KM (VON GJERDE) |
| SCHWIERIGKEITSGRAD | SCHWER |
| BRUTTO HÖHENUNTERSCHIED | ca. 1900 M HOCH / ca. 1730 M RUNTER |
| KARTENBLATT DER M711 SERIE | 1418 III |
| DNTs ROUTENR. | 879 |
| MARKIERUNG | GRÖSSTENTEILS UNMARKIERT / GLETSCHERROUTE |
| BEMERKUNG | VERLANGT GLETSCHERAUSRÜSTUNG UND -ERFAHRUNG! |
Starthöhe 110 mü0 - Zielhöhe ca. 280 mü0
Von Gjerde
im Jostedalen (evt. mit dem Auto/Taxi nach Snøtun im
Krundalen) folgt man der Straße ca. 3 km nach Snøtun im Krundalen,
überquert die Krundøla auf der Brücke und folgt dem Wanderweg süd- bis
südwestlich durch den Wald bergan nach Røykjedalstølen. Von hier aus geht es
weiter südwestwärts auf dem Bergrücken zur Tverrnibba hinauf, vorbei am
höchsten Punkt von 1576 mH (schöne Aussicht hinunter
zu dem unzugänglich gelegenen Tunsbergdalsbreen und den steilen
Eisströmen im Westen) und weiter nordwestwärts etwas hinunter in
das Band zwischen dem Tverradalsbreen und dem Jostedalsbreen. Hier auf ca. 1460
mH betritt man den Gletscher und folgt ihm nordwestwärts bergan, bevor man den
Eisstrom des Tunsbergdalsbreen in einem großen Bogen nach Süden umgeht.
Wenn man sich dem Austerdalsfjellet nähert, hält man sich etwas östlich
des Gipfels und geht mehr oder weniger direkt über den Höhepunkt 1659 mH auf
der Karte. Weiter in Richtung Südosten über die Höhe 1649 mH und in
südwestlicher Richtung hinaus auf den Rücken, bevor man mehr links (südöstlich)
biegt und auf den Auslauf des
Røysedalsvatnets zuhält. Hier überquert man den Fluß aus dem See und folgt
ihm an der linken Seite ein Stück, bis man auf ca. 950 mH auf Markierungen
trifft, die sich auf dem weiteren Abstieg etwas vom Fluß entfernt halten. Nach
einer Weile kommt von links ein Fluß herunter, den man an einer markierten
Schwelle überquert (es ist wichtig, die richtige
Stelle findet, denn er hat eine starke Strömung). Auf der anderen Seite folgt man
einem Trampelpfad, der sich steil und unwegsam im Røysedalen abwärts
schlängelt. Unten im Austerdalen folgt man der Ostseite des Austerdalselvi bis
zur Straße. Hier überquert man den Fluß auf der Brücke und folgt ihr die
letzten paar hundert Meter nach Tungestølen.
PS! Kommt man von Tungestølen und geht die Route andersherum, ist es wichtig, nicht dem markierten Wanderweg in Richtung Austerdalsbreen zu folgen (es sei denn, man hat nichts dagegen, den eiskalten Austerdalselvi zu durchwaten), sondern dem Ostufer des Flusses zu folgen. Der Abzweig ins Røysedalen hinauf kann schwierig zu finden sein. Es gibt einige Markierungen und einen Pfad, doch diese sind nicht sehr deutlich. Achten Sie in jedem Fall darauf, daß Sie sich auf dem Weg zum Røysedalsvatnet hinauf rechts (südlich) des Flusses halten.