B28: TUNGESTØLEN - FLATBREHYTTA
Starthöhe ca. 280 mü0 -
Zielhöhe ca.
1000 mü0
Ab Tungestølen
folgt man der Straße über die Langedøla nach Nystølen. Ab hier auf dem Wanderweg entlang der Südseite des Flusses taleinwärts. Hier sieht man direkt zu dem majestätischen Eisfall des Langedalsbreen. Man überquert den
Gletscherfluß zwischen den Bergrücken Midtnovi und Opptaksnovi, der wegen seiner hohen
Fließgeschwindigkeit schwierig zu überqueren sein kann. Vorsichtig sein! Nun beginnt der steile Aufstieg über den Bergrücken Midtnovi, zu Anfangs durch Birkenwald zu einem Moränerücken, bevor eine schwierigere Partie mit steilem Glattfels und senkrechten Absätzen folgt. Diese Problempartie wird in einem Bogen nach links umgangen, bevor der Weg wieder auf den Midtnovirücken biegt. Endlich erreicht man auf einer Anhöhe von 1210 mH die Gletscherkante des Opptaksbreen.
Geht man die Route andersherum und kommt den Opptaksbreen herunter, so hält man auf diese Anhöhe zu.
Hier betritt man den Gletscher und steigt in südwestlicher Richtung auf dem Opptaksbreen auf, überquert dann den oberen Teil des Vetle Supphellebreen und biegt westlich
(rechts) zu dem Sattel zwischen der Supphellenipa (1731 m) im Süden und der Mikkelsvarden (1716 m) im Norden. Erstere ist bei schönem Wetter ein lohnender Abstecher mit einem schönen Blick über die weisse Weite des Jostedalsbreen. Hier oben auf dem Sattel hat man mit gut 1600 mH den höchsten Punkt der Tour erreicht. Ab hier biegt man südlich und geht den langen und verhältnismässig flachen Supphellebreen hinunter. Um den unteren, spaltigeren Teil zu umgehen, verlässt man den Gletscher an der rechten Seite südöstlich der Kvannholtnipa (1640 m) bei einer Anhöhe, die auf der Karte mit 1261 m markiert ist. Ab hier folgt man dem markierten Weg in einer Rinne
(Flatbredalen) parallel zum Gletscher hinunter zur
Flatbrehytta.
Von der Flatbrehytta
führt außerdem ein markierter Wanderweg hinunter ins Supphelledalen
(B34).
B29: FLATBREHYTTA - STARDALEN (FONN)
Starthöhe ca. 1000 mü0 -
Zielhöhe ca.
300 mü0
Die Flatbrehytta
erreicht man von Supphella (4-5
Straßen-km von Fjærland) auf markiertem Wanderweg (B34).
Ab der Hütte führt der Weg parallel zum unteren, spaltigeren Teil des Gletschers weiter im Flatbredalen aufwärts nach Norden.
(Eine anspruchsvollere Variante ist, bereits ab der Hütte einzusteigen und den gesamten Gletscher
hochzugehen). In dem Einschnitt westlich der Anhöhe, die auf der Karte mit 1261 m markiert ist, betritt man den Gletscher und steigt auf dem verhältnismäßig flachen Supphellebreen auf. Man passiert die Supphellenipa (1731 m) an der Westseite und hält sich quer über das Gletscherplateau in nördlicher Richtung zu der Grenzwarte
(Grensevarden, Kartenkoordinat
LP836 283), die die Grenze zwischen den Kommunen Luster, Jølster und Balestrand markiert und auf einigen Karten unter dem Namen Øygardsvarden eingezeichnet ist. Diese liegt auf einem kleinen Felsstück an der Südwestseite Gletscherkuppel von 1766 mH, von der man bei klarem Wetter eine schöne Aussicht hat. Weiter geht es in nordwestlicher Richtung gletscherabwärts zu dem ca. 2 km Bergrücken
(1506 mH auf der Karte). Hier verlässt man den Gletscher und folgt dem Rücken in Richtung des trigonometrischen Punktes (1386 mH) auf dem Gallen. Kurz bevor man diesen erreicht, biegt man in nordöstlicher Richtung steil hinunter ins Tverrdalen. Das letzte Stück nach Fonn im Stardalen verläuft auf dem Wanderweg entlang der Südseite des Tverrdalselva durch Birkenwald.
Von Fonn im Stardalen sind es 20 Straßen-Km nach Skei am Jølstersee.
B30: FLATBREHYTTA - BE(F)VRING im STARDALEN
Starthöhe ca. 1000 mü0
- Zielhöhe ca. 280 mü0
Die Flatbrehytta
erreicht man von Supphella (4-5 Strassen-km von Fjærland) auf markiertem Wanderweg
(B34).
Ab der Hütte führt der Weg parallel zum unteren, spaltigeren Teil des Gletschers weiter im Flatbredalen aufwärts nach Norden.
(Eine anspruchsvollere Variante ist, bereits ab der Hütte einzusteigen und den gesamten Gletscher
hochzugehen). In dem Einschnitt westlich der Anhöhe, die auf der Karte mit 1261 m markiert ist, betritt man den Gletscher und steigt auf dem verhältnismäßig flachen Supphellebreen auf. Die Supphellenipa (1731 m) passiert man an der Westseite und hält an ihrem
Nordwestfuß. Hier ermittelt man den Kompaßkurs zur Snoadvarde (diese sieht man nicht, aber sie liegt direkt links der Gletscherhöhe von 1734
m) - ziemlich genau in nordwestlicher Richtung.
Man passiert zwischen den Gletscherhöhen von 1732 m und 1734 m, und hält sich weiter in nordwestlicher Richtung über das Gletscherplateau. Dies ist eine lange Etappe ohne feste landschaftliche Anhaltspunkte, so
daß man die 7-8 km über das Plateau voll dem Kompaß vertrauen muß.
Bei der Snoadvarde (1520 m) verläßt man den Gletscher und betritt den Bergrücken Kvannebakknova, dem man parallel zum Gletscher erst nördlich und dann etwas nordöstlich in den Einschnitt Strupen
(westlich oberhalb des Gletschersees Strupevatnet) folgt.
Hier biegt der Weg westwärts, später mehr nordwestwärts in den Birkenwald zur Alm Bevringsstølen. Ab hier entlang des Flusses auf dem Almenweg hinunter nach Bevring im Stardalen. Von hier aus sind es
noch gut 10
Straßenkilometer nach Skei am Jølstersee.
Die Geschichte der Snoadvarde, frei übersetzt aus DNTs "til Fots i Norge":
«Die Snoadvarde
Seit alters her haben Steinwarten im Gebirge den Fahrenden den rechten Weg gewiesen. Auf besonders ausgesetzten Punkten, auf Anhöhen und in wetterharten Einschnitten, wo sie bereits aus langem Abstand sichtbar sind, haben sie Namen bekommen, wie z.B.
die Herrevarden auf der Hardingslepa zwischen Litlos und dem Sørfjord,
die Fresvikvarden auf dem Almenweg zwischen Fresvik und dem Jordalen,
oder auch die Bjørnstigvarden am Bjørnstigen im
Aurlandsdalen (nicht zu vergessen die Kvitesteinsvarde
am Austerdalsbreen). In einzelnen Fällen erschien auch der Name des Wartenerbauers auf der Karte, wie z.B. bei der Slingsbyvarde auf dem Jostedalsbreen.
Seit 1964 wird auch der Name des Engländers John Snoad an eine
große Warte geknüpft.
1963 waren Snoad und ein paar Gefährten von ihm auf dem Weg von Fjærland über den Jostedalsbreen zum Stardalen in Jølster. Sie hatten damals nur die alte Amtskarte dabei und fanden nicht den richtigen Ausstieg vom Gletscher zum Bevringsdalen. Nur 15 Meter unterhalb des Gletschers wurden sie von einem senkrechten Abgrund gestoppt, und ein Rucksack mit Gletscherausrüstung stürzte ab. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als wieder hoch zum Gletscher zu klettern und ihren eigenen Spuren zurück nach Fjærland zu folgen, um dann mit Schiff und Bus den weiten Weg ins Bevringsdalen zurückzulegen. Dort fanden sie den Rucksack unversehrt.
Snoad wollte verhindern, daß andere Gletscherwanderer die gleichen Probleme bekämen. Deshalb reiste er im Jahr darauf wieder nach Norwegen und baute mit Hilfe der Bevringer Lokalbevölkerung eine
große Warte auf dem höchsten Punkt des Kvannebakknova, wo der einzig
mögliche Abstieg beginnt. Diese und einige weitere kleinere Warten weisen den Weg über den Kvannebakknova und hinunter in den Einschnitt Strupen. Von dort aus führt die Route problemlos hinunter in das unheimlich schöne Bevringsdalen mit seinen Almen, die durch Nikolai Astrups Holzstich bekannt geworden sind.» |
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